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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1975-04-01 · No. 37 (April 1975) · p. Seite 21

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1975
Issue
No. 37 (April 1975)
Date
1975-04-01
Page
Seite 21 (sequence 21)
Language
German
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WIR KONDOLIEREN Den Familien JIRMIJAHU (JEREMIAS) Bat Jam, Jutkowski, Tel Aviv, Janai (Janiak), Bne Berak und Eldar, Sde Jaakow, zum Ableben der Mutter und Schwester, HANNA JIRMIJAHtr. Die Heimgegangene war die Witwe des überaus beliebten hingebungsvollen Direktors des religioesen Gymnasiums Tel Aviv, Kalischerstr., der vor einigen Jahren aut einer Vortragsreise in der Schweizt tödlich verunglückt ist. Das Haus Jirmijahu in Bat Jam war Mittelpunkt stark pulsierendem jüdischen Lebens. Itamar J. der Schuldirektor war ein Beritt im juedischen Schulwesen in Israel. Seine heimgeganene Gattin Hanna war allezeit aufgeschlossen für seine Arbeit und hat das Haus in seinem Sinne bis zu ihrem Tode weitergefuehrt. Hanna war die Tochter das aus Militsch (Schlesien) bekannten Arztes Dr. Jutkowski, der das juedische Leben in der kleinen Gemeinde bereicherte. Frau MASUR, Stockholm (Schweden), sowie der Familie WILHELM, Cholon, zu dem tragischen Ableben ihres Gatten, Bruders und Schwager: An anderer Stelle unseres Blattes finden Sie eine Würdigung seiner Persönlichkeit. Herrn MAX MENACHEM NAUMBURG, Haifa, Smolenskistr. 24, den Familien Auerbach, « Tel-Aviv, Seckbach, London, sowie Schenkolewski, Tel Aviv, zu dem ploetzlichen Heimgang der Gattin, Mutter, Grossmutter und Schwester, MIRIAM NAUMBURG. Die Verstorbene war die Tochter des in Deutschland bekannten und beruehmten Rabbiners Isaak Auerbach sA. in Halberstadt. Sie hat ihr Haus in Haifa ganz im. Sinne der Erziehung ihrer Eltern gefuehrt und ist durch ihre grosse Bescheidenheit, ausserordentliche Hilfsbereitschaft und ihres Verstaendnisses fuer die Lage des Nebenmenschen bekannt und beliebt gewesen. Diese Zeilen wuerden nicht ausreichen, um all die Vorzüge der Heimgegangenen aufzuzählen. Sie bleibt in ihrer Familie und dem Bekanntenkreis in gutem Andenken. Frau GRETE FISCHER, geb. Wendriner, 41 Palm Ave. San Francisco, Cal. 194118 (USA) zum Heimgang ihres Mannes DR. FRITZ FISCHER, der in Breslau angesehener Anwalt in der Gartenstr 26 taetig war. Im Jahre 1941 mitten im Kriege wanderte er mit seiner Gattin nach Schanghai aus und kam spaeter nach San Francisco, wo er von Neuem anfing. Nach schweren Einwanderungsjahren und eisernem Fleiss hat er bei einem Public Accountant gearbeitet, machte sich spaeter selbststaendig und verfügte über eine grosse Klientur. Musikalisch stark interessiert, spielte er Violine, Bratsche, Clarinette und Klavier. In Breslau hat er Jede Woche im Dilletanten-Orchester unter Kapellmeister Behr gespielt, spaeter im Kulturbund unter Kapellmeister Haveland. Er war so beliebt, dass man von der Stadt San Francisco vom Board of Supervisors eine Gedaechtnis-Feier fuer ihn veranstaltete. Wir verbinden uns in Gedanken mit diesem ausserordentlich beliebten und begabten Mannes. Den Hinterbliebenen von FRAU BETTY SCHOENGUT geb, Neumann, Tel Aviv. Die Heimgegangene war die Tochter von Leo und Klara Neumann, geb. Blasse aus Breslau. Das Kaufhaus S. Blasse in der Graupenstr. 6—10 war sehr bekannt, und wir alten Breslauer werden uns daran gut erinnern. Betty Schoengut war verheiratet mit dem vor einigen Jahren verstorbenen Erich Schoengut aus Kattowitz O/S, der zu den Gruendern des Verbandes ehemaliger Oberschlesier gehoerte und wegen seines freundschaftlichen Wesens und seiner grossen Arbeit für den Verband, sehr beliebt war. Betty Schoengut-Neumann gehört, sowie das Kaufhaus S. Blasse in die Geschichte der einst bluehenden Gemeinde und Stadt Breslau. Den Familien und Hinterbliebenen des Apothekers JULIUS LEWY (Livius), Haifa, zum Ableben dieses besonders geachteten und geehrten Mannes. Wir haben in Nr. 32 unserer Zeitung (September 1972) eine ausführliche Würdigung anlässl. seines 90ten Geburtstages gebracht. Julius Lewy hat In seinem langen Leben hervorragendes geleistet und ist bis in die letzten Tage seines Erdendaseins beliebt und geachtet gewesen wegen seiner Liebe zum Lande, seiner grossen künstlerischen Fähigkeiten und seiner Hilfsbereitschaft in allen Lagen des Lebens. Den Angehoerigen von Frau ERNA SCHAAL geb. Berger, im Kibbutz Kfar Makkabi, (Israel) 30030, sowie Familie Frank Schaal, 55 Waller Road, Rumbull, Conn. 06611. Den Angehoerigen von Herrn HUBERT NEU¬ MARK, San Francisco, Cal. 285 Buckingham Way Apt. 302. Der Verstorbene war ein Bruder unserer so beliebten u. geschätzten heimgegangenen Margarete Fischer, Ramat Gan, Schilostr. 7. Frau MIRIAM GOLD, Tel Aviv, Frischmannstr. 7, sowie Avi u. Mali, zum Ableben ihres Mannes u. Vaters, Dr. HUGO GOLD ,Tel Aviv, der bekannte Schriftsteller u. Verleger (Olamenu). Der Heimgegangene hat bis ins hoechste Alter in grossem Rahmen Werke geschrieben, Persoenlichkeiten gezeichnet und der Nachwelt dadurch Dokumente ueber die Juden Wiens, die untergegangenen Judengemeinden Burgenland und in Maehren, erhalten. Es ist unmoeglich im Rahmen dieser Zeilen die grosse Arbeit von Dr. Hugo Gold zu zeichnen. Er hat durch seine Werke sich für die kommenden Geschlechter unvergesslich gemacht. Den Angehoerigen von Frau MARGARETE BARTH geb. Wittenberg aus Breslau, die durch eisernen Fleiss und besondere Begabung aus ganz kleinen Anfaengen hier im Lande die bekannte Schokoladenfabrik “Barth” entwickelt hat. Diese wird heute von ihrem Sohn Jacob Barth geleitet und ist in Israel und durch ihren Export ins Ausland geachtet und beliebt. Die Heimgegangene war eine Schwester von Frau Paula Bartha (bis 120) die kraft ihrer Begabung Altersheime und Wohnheime, sowie das Beth Lichtenstaedter fuer chronisch Kranke gebaut und erweitert hat. Margarete Barth hat bis zu den Tagen ihrer Krankheit stark sozial gearbeitet u. im Chug Chanaa gerade Beduerftigen mit Rat und Tat zur Verlegung gestanden. Unser Mitgefühl gilt der Schwester, Frau Paula Barth, dem Sohn Jacob Barth u. der Tochter Frau Hadassa Feuchtwanger mit ihren Familien. Den Familien Paul Baruch, 5400 Decelles Avenue, Montreal, Canada, sowie Familie Siegbert u. Dorchen Mannheim, Kirjath Ono, zum Ableben der Gattin, der Schwester u. Schwaegerin, Frau Irma BARUCH, geb. Mamroth, Ein ausserordentlich inniges Verhaeltnis weit ueber den Durchschnitt, verband alle um die Trauer ueber ihren Heimgang. So wird an jedem Sonntag, auch heute noch, von Israel aus nach Canada ausführlich telefoniert, oder auch umgekehrt. Irma Baruch bleibt bei allen, die sie kannten, durch ihre Feinheit und Lebensklugheit unvergesslich. Den Angehoerigen von Frau Rabbiner Paula BRESLAUER geb. Gluskinos, Bne Berak, zum Ableben dieser aussergewoehnlichen Frau. Wir haben ihr zu ihrem 80ten Geburtstag seinerzeit eine Wuerdigung in unserem Verbandsblatt gebracht. Sie war die Witwe des ausserordentlich bescheidenen, grossen Talmudgelehrten Rabbiner Emil Breslauer s.A. frueher Breslau/Kempen. Geachtet und beliebt in ihrer Familie war sie die Krone derselben. Sie hat es erreicht, dass ihre Kinder und Enkelkinder, sowie die weitere Familie in den Wegen des ueberlieferten Judentums strengster Observanz, gehen. Paula Breslauer gehoerte in den Kreis der wahrhaft frommen, Juedischen Frauen. Frau GERDA OCHS geb. Rau, Tel Aviv, Emil Zolastr. 2, sowie der weiteren Familie zum Ableben von dem so beliebten und geschaetzten Rabbiner Dr. DAVID OCHS. Unmöglich sein Wirken in den Gemeinden, Koenigsberg, Leipzig, im Jugenddorf Noar Dati, Haifa, sowie in Tel Aviv, im Jugend-Minjan ebenfalls Noar Dati, als Schulleiter, Inspektor, Dozent an der Bar Ilan Universitaet, zu zeichnen. Seine tiefgruendigen Kenntnisse, seine volkstuemliche Art des Vortrages, auch schwerer Talmudstellen etc. seine bescheidene, liebenswuerdlge Art, seine klare Ausdrucksweise in Iwrit und in deutsch, seine hingebungsvolle Arbeit in der Chewra Kadischah bleiben unvergessen. Wir sind nicht ueberheblich, wenn wird betonen, dass Rabb. Dr. David Ochs unersetzlich ist. Den Hinterbliebenen von Tierarzt DR. RI¬ CHARD FROEHLICH, Sde Warburg, Israel, der seit fruehester Jugend Zionist, bereits in Ratibor O/S, gewesen ist. Er war der eifrige Arbeiter und Sprecher fuer diese Bewegung und sein Auftreten bei den diversen zionistischen Tagungen Oberschlesiens bleibt unvergessen. Hier im Lande hat er unter schwersten Bedingungen gesiedelt und ist in seiner Praxis auf dem Esel oft stundenlang geritten, um den Tieren Hilfe zu bringen. Frau Edith Loewy, Kirjat Biallk, Keren Kajemet 51, und ihren Kindern zum Ableben von dem bekannten und beliebten Sportsmann RU¬ DOLPH LOEWY (Rulo) aus dem Bar-Kochba, Breslau, dem wir In Nr. 32 unseres Blattes (September 1972) anlaessl. seines 80ten Geburtstages einen Artikel widmeten. Heute wollen wir nur feststellen, dass der Verstorbene in Breslau und in Israel ein Begriff im juedischen Sport gewesen ist. Den Angehoerigen von Frau ROSA SEE¬ MANN, Beth Jitzchak, Israel zum Ableben ihrer Teuren. Frau BIANCA GERLICH geb. Kreutzwirt. Tel Aviv, Nezach Israelstr. 11, sowie Familie Ascher u. Schoschana Geva, zum Ableben des Gatten und Vaters, ZWI HERMANN GERLICH. Der Heimgegangene kam von Polen vor vielen Jahrzehnten nach Frankfurt a/Main, wo er ein angesehener Kaufmann gewesen ist. Hier im Lande hat er schwere Einwanderungsjahre durchmachen muessen und keinerlei koerperliche Arbeit gescheut, um der Familie das Notwendigste zu schaffen. Seine Klugheit, seine besondere Liebe zur Bibel, seine grossen Kenntnisse in juedischen Disziplinen, seine tiefe Froemmigkelt, seine grosse Aufgeschlossenheit, seine Hilfsbereitschaft fuer jeden mit Rat und Tat, seine Liebe zur Gattin und den Kindern, seine freundliche Art, bleiben uns unvergessen. (Fortsetzung auf Seite 22) 21

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