Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1974
- Issue
- No. 35 (April 1974)
- Date
- 1974-04-01
- Page
- Seite 18 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/7411685-7412391-7493589--0484-7412409- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Prof. Dr. Hermann Kober s.A. Birmingham, England Vor einigen Monaten ist der Obengenannte, ein Spross der weitverzweigten und berühmten Breslauer Familie heimgegangen. Hermann Kober ist in Beuthen O/S geboren, der jüngste von 4 Brüdern. Der Älteste war Rabbiner Dr. Kober in Köln a/Rhein aut dessen Namen heute in Köln eine Strasse benannt ist. Nach Absolvierung des “Elizabeth-Gymasiums” in Breslau studierte der Heimgegangene in Breslau u. Göttingen. Er war der bekannte und beliebte Lehrer am “Johaneum”. Im ersten Weltkrieg war er Soldat und verwundet. 1930 erhielt er den Titel Dr. jur. und arbeitete nach seiner Einwanderung in England in Cambridge. 1939 bekam er an der Birmingham University ein Stipendium. Im 2. Weltkrieg schrieb er ein Buch für die Britische Marine. Sein Hauptinteresse war stets Mathemathik. Streng religiös war er von Jugend an Zionist und im KJV. Als Musikliebhaber hatte er stets Interesse, auch an Geschichte und Politik, als grosser Sportsmann, Ski-Meister und ausgezeichnter Reiter machte er sein Examen ebenfalls als Turnlehrer. Wir sprechen von dieser Stelle nochmals seiner Gattin, Frau Dr. Kate Kober geb. Silberberg aus Breslau, sowie der weiteren Familie unsere innigste Teilnahme aus. Der Name Kober, Breslau, ist für uns alte Breslauer, aber auch in der ganzen jüdischen Welt ein ehrenhafter Begriff. Sein Andenken sei zum Segen. HELENE HOENIG-SCHERF s. A. Vor einigen Monaten verstarb die Obengenannte nach ganz kurzer Krankheit. Sie arbeitete viele Jahre im Vorstand des Verbandes ehemaliger Oberschlesier mit und hat dort ausserordentliches geleistet. Aus dem Ghetto Tomaschoff, Polen, mit ihren beiden Töchtern gerettet, baute sie sich mit ihrem zweiten Mann ein neues Leben in Tel Aviv auf. Sie stiftete im Andenken an ihr erstes Haus ein Sefer Thora mit allem dazugehörigen Schmuck, Je einen Thoravorhang für die alte und die neue Synagoge von Ichud Schiwat Zion. Sie war immer zur Stelle, wann man von ihr Hilfe verlangte. Ihr Scharfsinn, ihre positive Einstellung zum Leben, trotz der Schwere der Erlebnisse waren staunenswert. Alles war bei ihr Planung. Dies brachte in besonders warmen Worten Raw Jehuda Ansbacher vom Ichud Schiwat Zion, sowie der Sekretär des Verbandes ehemaliger Breslauer, bei ihrer Bestattung zum Ausdruck. Unsere Teilnahme gilt ihrm Gatten, Herrn Honig, sowie den Töchtern und ihren Familien. Jahrzeitsstiffungen ARNOLD ASCHER geb. 5. Mai 1883 gest. 3. März 1938 30. Adar 1, 5698 RIFKA AIDEL ALICE ASCHER, geborene Rawicz geb. 28. Januar 1890 deportiert DEBORAH DORIS ASCHER geb. 23. August 1922 deportiert eingetragen von Frau Elly Plotke, Basel (Schweiz! BERNHARD ITZKOWITZ ESRIEL DOW ben Baruch Zwi. geb. 11. Juni 1900 gest. 13. November 1973, 18. Cheschwan 5734 eingetragen von seiner Gattin Lucie Itzkowitz Mania Miriam Manela s.A. Nach langer Krankheit ist die Obengenannte vor einigen Wochen sanft entschlafen. Tochter von Jakob und Hanna Rachel Lewkowitz aus Praschka, später Landsberg O/S, und Breslau, war sie beliebt bei allen, die mit ihr in Berührung kamen. Das Haus Lewkowitz war in Breslau Mittelpunkt jüdischen Lebens, in dem ein jeder Rat und Hilfe bekam. Insbesondere die Juden aus Polen wussten, dass sie dort mit Hilfe der Familie Lewkowitz die ersten schweren Schritte der Einwanderung erleichtert bekommen. Jakob Lewkowitz war ein Mann besonders grosser Statur und sehr schön. Sein hoher Gang, sein feines Gesicht, fiel auf der Strasse auf. In diesem tiefreligiösen Sinne ist die Heimgegangene erzogen, der ihr Mann einige Jahre vorher im Tode vorausging. Ihren einzigen Sohn verloren Manelas im Jahre 1948 im Befreiungs kriege, ein Opfer für den jungen Staat Israel. Das Zusammenhalten der Geschwister, Schwiegersöhne und Enkel im In — und Ausland ist vorbildlich. Eine grosse Zahl von Freunden und Bekannten geleiteten Mania Manela auf ihrem letzten Weg. Erich Elieser Lewfn leitete die Trauerzeremonie und sprach in diesem Sinne Worte des Abschiedes und der Ehrung für die Heimgegangene und das Haus Lewkowitz. MARGARETE FISCHER s. A. Einer besonderen Frau von Liebenswürdigkeit, Tüchtigkeit, Menschenliebe und Hilfsbereitschaft gelten diese Zeilen. Margarete Fischer war in allen Kreisen geliebt und geachtt, weil sie es verstanden hat, den Kontakt mit Menschen in positiver Weise zu schaffen. Trotz schwerer Jahre und Schicksalsschläge hat sie den Weg zum Leben wiedergefunden, und stand mehr als 2 Jahrzehnte einem Haushalt bevor, in dem sich andauernd Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens bewegten. Mediziner, Forscher von Rang aus Israel und der ganzen Welt trafen sich in diesem Hause. Ihre ausserordentliche Organisation, ihre starke Hand schaffte eine liebenswürdige Atmosphäre in diesem Hause. Neben ihrer Liebe zu ihren Freunden und Bekannten galt ihr Herz ihren Kindern und Enkeln, die bis zur letzten Minute an der vorzüglichen Frau hingen. All dies betonte der Sekretär des Verbandes ehemaliger Breslauer in seinen Abschiedsworten bei ihrer Bestattung, an der ausserordentlich viele Menschen teilnahmn. Margarete Fischer bleibt bei ihren Kindern, Enkeln, Freunden und dem Verband ehemaliger Breslauer in ehrenhafter Erinnerung. und Eintragungen geb. Weissbart, Haifa — Newe Schaanan seinen Kindern und Enkelkindern. ARTHUR MANNHEIMER geb. 18. April 1883 gest. 25. Juli 1972 — 14. Aw 5732 eingetragen von seiner Gattin Klara Mannheimer geb. Silberstein, Stockton, U.S.A. MITTEILUNG Die Forschungsstelle Ost-Mittel-Europa 46, Dortmund-Barop, Postfach 380, (Prof. Perlick) hat auch in diesem Jahre ein Mitteilungsheft des Beuthener Geschichts- und Museums - Vereins, herausgebracht, das wir allen unseren Lesern, die an Beuthen und Oberschlesien Interesse haben, empfehlen. Bestellungen bitte an obige Adresse zu senden. WIR KONDOLIEREN: Familie KURT SEIDEMANN, FORREST- HILLS, N. Y., sowie Frau Betty Ehrlich, Chofith (Israel) zum Ableben ihres Bruders und Schwagers, Arthur Seidemann der in London lebte. Familien FREUDENTHAL-TREITEL, Jerusalem, zum Ableben ihrer Mutter, Agnes Freudenthal, geb. Nothmann. Herrn KARL LUDNOWSKY, Haifa, zum Hinscheiden seiner Schwägerin, Frieda Rosenthal. Frau ILSE OLLENDORFF-REICH, Norwalk, Conn. USA. z. Ableben ihrer Mutter, Margar. Ollendorff geb. Muhr. Herrn MARTIN GUMPERT, Ramat Chen, Rechow Aluf David 185 (Elternheim) zum Ableben seiner Gattin Lydia Gumpert geb. Beutler. Frau MIRIAM ANTMANN, Tel Aviv, King Georg 82, sowie den Familien Strang zum Ableben ihrer Mutter, Gertrud Strang, früher Breslau. Familie CARO, Haifa, Betarstr. 5, zum Ableben ihres Abraham (Adolf) Caro. Frau ANNI PUTZRATH, geb. Laskowitz, Quito (Ecuador) Cassiila 2103, zum Ableben ihres Gatten, Eduard Putzrath, der eine bekannte Persönlichkeit, sowohl in Breslau, als auch in Ecuador, war. Er hatte starke jüdische Interessen und war immer für jüdische Dinge aufgeschlossen. Herrn RUDOLF AXT, Ramat Gan, Sderoth Hajeled 10, zum Ableben seiner Gattin Berta Tnina Axt. Den Familie Dr. KAATZ, Pardess-Chana, Meged, sowie den Familien Dr. Max Wolff, Tel-Aviv, Kurt Wolff, Pardess-Chana,-Meged, Walter Feig, Sdod Jam, zum Ableben von Frau Rosa Wolff geb. Feig. In der letzten Ausgabe unserer Zeitung in Nr. 34 konnten wir ihr noch zum 90ten Geburstag gratulieren. Sie war die Witwe des bekannten und beliebten Adolf Wolff, sei. And. Frau KE ATE TAL geb. Plessner, und der weiteren Familie z. Ableben von Prof. Dr. Martin Plessner, der an der Universität, Jerusalem, eine bedeutende Stellung einnahm. Er entstammte dem Haus von Isaak Plessner, das seit Jahrzehnten stark zionistisch orientiert war. Die Familie Plessner galt in Posen und in Breslau als eine der im zionistischen Leben Massgebenden. In diesem Geiste ist Martin P. erzogen worden. Frau IRENE HALE, 5 Lace Lane, Westbury, N. Y. USA. zum Ableben ihres Vaters, Max Lewin, der am 9. Oktober 1973 verstorben ist. Er wurde in Gutentag, O/S. als Sohn des Lehrers Simon Lewin, geboren. 1905 kam er nach Breslau, wo er 12 Jahre in dem bekannten Damen-Hutgeschäft M. Tichauer, arbeitete. Max Lewin war viele Jahre Sekretär für den Verband ehemaliger Breslauer in New York. Herrn Dr. RUDOLF SPITZER, Tel-Aviv, Arlosoroffstr. 92 zum Ableben seiner Gattin. Familie JITZCHAK JANOWER, Kibbutz Lahawoth-Habaschan, zum Ableben ihrer Mutter, Gertrud Janower, Haifa. Frau EVA WILLENZ, Natania, zum Ableben ihrer Mutter, Edith Gruenthal, Natania. Herrn Redakteur MARTIN BIELSKI zum Ableben seiner Eltern, die leider in wenigen Monaten nach einander verschieden sind. Die “CENTRA” nimmt tiefgefühlten Anteil an diesem Verlust. Möge Herr Bielski in seiner Arbeit für die Allgemeinheit, die er durch viele Wege, insbesondere durch seine Artikel in der Presse einer ihm zugetanenen Leserschaft bietet, Trost und Beruhigung in seinem Leid finden. Herrn ABRAHAM KOSLOWSKY, Sde Ilan zum Ableben seiner Gattin. In seiner Arbeit am Aufbau des Landes sei er getröstet. Frau RUTH SCHMIDT, Haifa, Herzlstr 45 zum Ableben ihrer Schwester, Frau Margot Neustadt, New York, Frau von Martin Neustadt, früher Breslau, Karlsplatz. 18