Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1973
- Issue
- No. 34 (September 1973)
- Date
- 1973-09-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2078)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Tage der Besinnung, inbesondere auch Denn welcher Zeitpunkt könnte günstiger sein, sich auf das eben Vergangene wie auch auf das zu erhoffende Künftige zu besinnen, als gerade die Wochen rings um unsere “Jamim noraim”? Dass die jüdische Frau in Israel, die nun auch schon seit Jahrzehnten die Leiden und Freuden in unserer altneuen Heimat sehr bewusst, oft noch immer aktiv miterlebt, führt sie in besonderer Weise zu ideologischen Überlegungen und Plänen in Bezug auf das jetzt beginnende neue Jahr. Zu Anfang unseres hiesigen Lebens und Wirkens ging es generell meistens darum, für die Kleinkinder und die heranwachsende Jugend Stätten zu schaffen, die ihnen die ersten Schritte zur späteren Ausbildung mit dem Ziel einer eigenen Existenz ermöglichen sollten. Mit anderen Worten, es mussten Kindergärten und sich anschliessende Lehrhäuser geschaffen werden, von denen letztere nicht immer und nicht in allen Fällen mit den offiziellen Schulen konform gingen oder identisch waren. Man darf sicher heute ruhig resümieren, dass auf diesen Gebieten unendlich viel speziell von den Frauen geleistet wurde, dies ebenso von den “arbeitenden” wie auch von den religiösen, die unvergängliche strenge jüdische Tradition weiterreichenden Müttern dieses Landes. — Nun aber, nachdem ein langer, beschwerlicher Weg — und das bezieht sich auf alle möglichen Gebiete — mit durchweg gutem Erfolg bewältigt wurde, dürfen sich diese Frauen in ihrer oft unermüdlichen Ausdauer solchen Problemen zuwenden, die vor 40 Jahren hier wenig oder noch kaum existierten, nämlich der Betreuung älterer Menschen, die heute ohne Aelteren- Klubs und die bekannten Altersheime einer inneren Vereinsamung oder gesellschaftlichen Isolierung unterliegen würden. Und da ist wirklich in der ungefähren Spanne etwa der letzten zehn Jahre ganz Beträchtliches in Israel entstanden, wiederum hauptsächlich auf Initiative und durch die aktive Mitwirkung unserer Frauen, die sich da noch einmal von neuem als Pionierinnen bewährten! So haben wir heute fast an jedem grösseren Platz, von den Städten, die darin vorbildlich sind, UNSER LUACH (Fort, von S. 1) te. Aber im Schatten von Ben Gurion lernte ich wie Geschichte gemacht wird”. Das ist ein grosses Wort in einer grossen Generation. Wir lernen wieder Geschichte in vollem Umfang gestalten. Das ist oft mit Schmerzen und Enttäuschungen verbunden, die uns auch im Jahre 5733 nicht erspart blieben. Unsere Generation lebt nicht nur in den Erinnerungen eines verschwundenen Glanzes. Wir dürfen in der Wirklichkeit des Alltags hoffen. Wir selbst gestalten urseren Luach. Auch dann wenn die Trümmer der Erinnerung noch immer auf unserem Wege liegen, auch dann wenn noch viele Mächte sich unseren Hoffnungen entgegenstellen, dürfen wir uns den Weg in die Zukunft bahnen. Das ist die gottbegnadete Grösse unserer Generation. Wir hoffen, dass ganz Israel an diesem Luach teil haben wird. Juden im Lande und Juden in der Welt. Wir wollen unsere Zukunft gemeinsam gestalten. Zusammen schreiben wir den Luach, der von Erinnerung und Hoffnung erzählt. Vor allem hoffen wir auf eine Welt des Friedens für alle Nationen der Erde. Ein schwerer Weg liegt noch vor uns, um dieses Ziel zu erreichen — aber die Verwirklichung hängt von den Menschen ab. G”tt gebe dazu seinen Segen. Das ist unser Wunsch für das Jahr 5734. gar nicht zu reden, gut organisierte Aelteren-Gemeinschaften, die regelmässig kulturelle Darbietungen geniessen, an Ausflügen teilnehmen, sich gemeinsam auf die Feiertage vorbereiten, kurz, “die Feste feiern, wie sie fallen”. In unserem Land und in unserem Volk bedeutet Aelterwerden nicht länger mehr ein Stadium der Resignation oder gar von Pessimismus, sondern gibt oft die Möglichkeit, alle die geheimen Pläne, die man ein Leben lang hegte, aber aus zeitlichen oder anderen Nöten niemals . realisieren konnte, nun endlich zu verwirklichen. Dazu gehören in erster Linie die sogenannten Hobbies, mit derem jeweiligen Erlernen man übrigens nach Ansicht heutiger Psychologen als junger Mensch gar nicht früh genug beginnen kann, gehört aber auch die nun etwas späte Fortführung der einst begonnenen Versuche als Resultate angeborener, künstlerischer Talente und Neigungen. It is never to late! Und andererseits, wer musste anfänglich nicht zuerst für Broterwerb sorgen oder für wen durfte die Emigration ein normales Weiterstreben in geistigen oder künstlerischen Bahnen bedeuten? — Wie immer dem allen, sei heute dem Schicksal einmal mehr gedankt für all das auch bezüglich der Aelteren-Betreuung Erreichte, doch liegen hier noch grosse Aufgaben vor uns. Viele unserer älteren Menschen wurden noch nicht erfasst von den vorher geschilderten Institutionen, viele sind oft zu bescheiden, um diesen Schritt in die ihnen offiziell dünkende Öffentlichkeit — sie ist es in diesem Fall gar nicht, sondern ist meist eher familiär und persönlich verbindend — zu wagen. Andere wieder sind sich unklar darüber, von welchem Jahrgang ab man sich etwa den Aelteren zuzurechnen habe... Da könnte man nur mit dem bekannten Satz antworten, dass jeder eben so jung oder so alt 25 Jahrs Israel 25 Jahre! — junger Staat Israel! Seither wieder jüdisches Land, meiner Seel’! Alt — Neuland! Wie ein Wunder erstand, Aufgebaut auf Wüste, Gestein und Sand. Fruchtbare Aecker, Schatten spendende Bäume, Jüdische Heime, zweitausend jährige Träume. Eucalyptus, Orangen, Citrus und Wein! Sinkende Sonne im Abendlichtschein. Tel-Aviv, Haifa, Natanya, Herzliya, Rischon-le-Zion, Bersheba, Nahariya, Blühende Städte mit Menschen voller Kraft, Und Rehowoth, Stätte ernster Wissenschaft! Elath, Tiberias, Nazareth, Bethlehem; Und die Krone des Ganzen, Jerusalem, Mit den heiligen Stätten, die alte, ewige Stadt! Schalom, Israel! — Vivat, crescat, floreat! — Dr. ARTHUR LOWENSTAM 1408 S.O. Barry Ave. Los Angeles 90025 Unserem lieben Bruder und Schwäger WALTER WEISS ln München Kaulbachstrasse 62/A alles Gute und Schöne, Gesundheit und Glück zum Neuen Jahr — bis 120 in Freuden. Marga und Paul FALKENBURG, Kiryat Haim - Haifa, Serubabel Str. 85/D für die Israelin ist wie er sich fühlt. Zahlen sind hier nicht immer und nicht allein ausschlaggebend. Gesundheitlicher Status und das uns eigene Verlangen nach passender Gesellschaft dominieren bei solcher Entscheidung weit mehr. — Man kann also einerseits gar nicht genug werben für den Eintritt in einen “Golden Age-Club”, andererseits aber sollten die Bedingungen für die Übersiedlung in ein Altersheim doch wesentlich erleichtert werden, dies sowohl in finanzieller als auch übriger Hinsicht (entsprechende Wohn- und Aufenthaltsräume, Krankenversorgung etc.) Es existieren bereits viele gute Heime im Lande, indessen darf man unter gleichzeitiger Anerkennung aller anderen Organisationen doch wohl sagen, dass IOME (Irgun Oley Merkas Europa) hier bahnbrechend war und vorbildlich bleibt. Eine zusätzliche Aufgabe bestünde hier zweifellos darin, für diese Heime noch freiwillige Mitarbeiterinnen zu werben, die sich dem Vorlesen bei Augenpatienten, dem Ausführen von Gehbehinderten und ähnlichen Problemen widmen könnten und würden. Wir sind uns Alle bewusst, dass die Summe aller Bemühungen in der hier aufgewiesenen Richtung nur einen der unzähligen Meilensteine repräsentiert, die Israel in Aufbau und Entwicklung zu überwinden hat. Doch wagen wir trotzdem und gerade in Anbetracht unseres diesjährigen Rosch-Haschana-Festes unserem Dank ein “Gam su le tova!” hinzuzufügen, hoffend, dass wir auch im kommenden Jahr an der Fortführung mithelfen dürfen — unser guter, allzeit bereiter Wille steht ausser Frage. Dass darüber hinaus unser Bitten und Beten nur der endlichen Erfüllung unseres Friedenswillens für Jung und Alt, draussen und drinnen, gilt, können auch wir israelischen Frauen nur immer wieder von neuem bekräftigen, hier, an der Pforte eines hoffentlichen “Schana tova u’mevorechet!” Frieda HEBEL Im Laufe dieses Jahres wird in Darmstadt, Westdeutschland, ein Buch von mir erscheinen mit dem Titel “TAUSEND JAHRE BRESLAU” BILDER AUS BRESLAUS VERGANGENHEIT Das Buch wird Illustrationen des mittelalterlichen und des modernen Breslau enthalten. Der Preis des Buches ist 28,50 DM; das sind nach unserer Währung gegen 50.— IL. Sollten sich im Kreise -des Vereins der ehemaligen Breslauer Interessenten für das Buch finden, so bitte ich sie, Adresse und Namen an Herrn Lewin zu senden. Ich würde versuchen, ihnen das Buch billiger zu beschaffen. Walter B. Goldstein STATIONERY — BOOKSELLER Josef Freyhan formerly Dr. Wilhelm Freyhan 63431 Tel-Aviv, Ben Jehudastr. 60 empfiehlt: Lehrbücher, Lehrmittel NEUESTE LANDKARTEN IN ALLEN MASSTAEBEN Special-Abteil.: Israel Reiseführer TEL. 280564 mio nni 2