Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1972
- Issue
- No. 32 (September 1972)
- Date
- 1972-09-01
- Page
- Seite 21 (sequence 2039)
- Language
- German
- Belongs to
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WIR KONDOLIEREN Frau Liesel Giass zum Ableben ihrer Schwester, Dora Liebes, deren, Schreibmaschinen-Buero in Breslau unter dem Namen DORA LIEBES, Breslau, Wallstr. ein Begriff war. Frau Kaete Marcus Quito-Ecuador, zum Ableben ihres Gatten ERICH MARCUS, der in Breslau in der Deutschen Bank eine hohe Stellung einnahm. Er heiratete die Tochter des bekannten Justitzrats Schoenfeld. In Ecuador arbeitete er im Büro des grössten Pharmazeutischen Laboratoriums. Erich Marcus, ein humorvoller Mensch, der niemals einem Bittsteller absagte. Seine Wohltätigkeit war bekannt. Unser Beileid gilt Frau Kaete Marcus, seiner Gattin, sowie seinem Sohn und seiner Tochter, und der weiteren Familie. Familie Frey, Tel Aviv, Rechow Israels 17 zum Ableben des Gatten und Vaters, BERTHOLD, BENJAMIN FREY, der so plötzlich heimgegangen ist. Berthold Frey war bereits in Breslau in der Dresdner Bank in fuehrender Stellung und dann viele Jahre Prokurist bei der Ellern,bank in Tel Aviv. Seine Zuverlaessigkeit, Puenktlichkeit, Bescheidenheit waren sprichwoertlich. Unser Beileid gehoert Frau Frey geb. Koppenheim (die bekannte Posner-Berliner u. Breslauer Familie) und seinem Sohn, und dessen Familie. Frau Marta Cohn, Ramat Gan, Renanimst. 16 zum Ableben ihres Gatten, unseres ruehrigen Vorstandsmitgliedes,Heinrich Chanoch Cohn. Kurz nach seinem 80. Geburtstag starb er am Eingang des Jom Haazmaut, ein Zeichen der Verbundenheit mit unserem Lande, das er so liebte. In Nr. 31 unseres Verbandsblattes ist sein vielseitiges Wirken ausfuehrlich beschrieben. Seine Wohltaetigkeit, seine Liebe zu unserer Armee war grenzenlos. Bei der Bestattung und am 30ten Tage nach seinem Ableben sprachen ehrende Worte der Rabbiner der Reform-Gemeinde, Ramat Gan, Tuvia ben Chorin und der Sekretaer des Verbandes, Erich Lewin. Heinrich Cohn bleibt uns imvergessen. Frau Lice Falk geb. Cohn, 15 Birmingham (Englan), 23 Woodview Drive zum Ableben des Gatten JOSEPH FALK, des Vaters und Bruders. Joseph Falk war der Sohn des bekannten Holzhaendlers Willi Falk i. Fa, Moritz Warschauer, seine Mutter RABBINER H. B. AUERBACH — TEL-AVTV DIE GESCHICHTE DES „BUND GESETZESTREUER JUEDISCHER GEMEINDEN DEUTSCHLANDS” 1919 - 1938 Die vorliegende Arbeit aus der Feder von Rabbiner H. B. Auerbach Tel-Aviv, früher Rabbiner in Halberstadt, schildert eingehend und anschaulich die Gründe, die bereits im November 1919, wenige Monate nach Verkündung der Weimarer Verfassung zur Gründung des Bundes gesetzestreuer jüdischer Gemeinden Deutschlands führten. Dieser Bund, später kurz der “Halberstädter Verband” — nach seinem Gründungsort — genannt, wurde Anfang 1920 in Halberstadt unter Führung der Synagogengemeinde Halberstadt und der Hochdeutschen Israeliten-Gemeinde, Altona als öffentlich-rechtliche Körperschaft konsolidiert. Er umfasste schliesslich mehr als 250 Synagogengemeinden in ganz Deutschland, unter ihnen auch die sogenannten “Austrittsgemeinden”, die sich mit den Anschauungen und Zielen des Bundes gesetzestreuer Gemeinden identifizierten. Zu den Gründern des Halberstädter Verbandes gehörten die führenden Persönlichkeiten der orthodoxen Judenheit in Deutschland. An der Spitze standen die Rabbiner. Dr. Isaac Auerbaeh-Halberstadt und Dina eine geborene Schoyer, der geachteten Berliner Familie. Schon als Kind zeigte er Beschlagenheit und Tuechtigkeit, war ein guter Kaufmann, ruehrig, fleissig und schnell aufnahmefaehig. Ob in der Holzbranche oder in anderem Fache, immer hat er es geschaftt. Seine besondere Liebe galt der Familie, der Verwandtschaft und den Freunden. Bei seinem letzten Aufenthalt in Israel konnte er nicht genug erfahren, wo ehemalige Breslauer sich befinden. Er war ein “Chewremann” immer kontaktbereit, sein Humor war nicht zu schlagen. Unser Beileid gilt der Gattin den, Kindern und seinem Bruder Ernst Falk, Jerusalem — Bayit Wegan, Rechow Hapisga 68. Herrn Herbert Adler, Tel Aviv, Dov Hosstr. 2 sowie seiner Tochter und ihrer Familie zum Ableben von seiner Gattin und der guten MUTTER HERTA ADLER geb. KATZ, die nach langem schweren Leiden vor einigen Wochen heimging. Sie war eine edle Frau, die im Stillen Wohltaetigkeit uebte, nie darueber sprach, und fest an die Familie Mann, Tochter, Schwiegersohn und Enkeltochter geknuepft war. Was Herbert Adler ( ihr Mann, in den langen Jahren der Krankheit geleistet hat, was ihre Tochter, um der Kranken alles zu erleichtern, ist nicht wiederzugeben. Seid getröstet in dem Gedanken, dass sie von, ihrem schweren Leiden erloest ist. Der Sekretaer unseres Verbandes, Erich Lewin, sprach bei der Bestattung die Gebete. Worte des Abschiedes sprach ein Verwandter. Frau Eva Ehrlich, Haifa Smolenskinstr. 30 sowie Frau Lore Mann und Familie, London zum Ableben von Frau TONI EHRLICH geboren GOLDSCHMIDT geboren in Breslau 1880 gestorben in Haifa am 13. 8. 1972. Sie gehoerte zu der Familie des bekannten Geschaeftes HERZ u. EHRLICH in Breslau, und kam 1939 ins Land, hatte immer grosses Interesse fuer unsere Belange. LISA KÖRTE geb. MANNHEIM ist vor einigen Monaten nach schwerer Krankheit in Bremen gestorben. Sie war jahrelang im Geschäft der Firma Buchholz, Breslau, Schmiede bruecke angestellt und in steter Verbindung mit uns. Dr. Esra Munk- Berlin. Sie setzten ihre besten Kräfte daran, die Interessen des überlieferten Judentums innerhalb der jüdischen Gemeinden zu stärken und sie r.ach aussen, vor den Behörden zu vertreten. Dabei waren sie stets darauf bedacht, auf kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Gebieten mit anderen jüdischen Verbänden in den deutschen Staaten zusammeni zu arbeiten. Auf politischem Gebiete ergab sich die Notwendigkeit eines getrennten Vorgehens. Dazu war zunächst die Anerkennung des Bundes gesetzestreuer jüdischer Gemeinden) seitens der Staatsbehörden notwendig. Es war ein hartes Ringen, das stets von Verantwortungsgefühl gegenüber dem Klall Israel getragen war. Geschick, Taktgefühl, und nicht zuletzt weitgehendes Verständnis hoher Regierungsbeamter für die besondere Situation des traditionstreuen Judentums, führten schliesslich zur Anerkennung des Halberstädter Verbandes. Entscheidende Fragen, wie die neue Judengesetzgebung der Weimarer Regierung die Stellung des Halberstädter Verbandes zu der “Reichsvertretung der deutschen Juden”, der verzweifelte Kampf der deutschen Juden, ihrer Verbände und Institutionen im Endstadium, werden in dieser Arbeit auf Grund von Protokollen und Dokumenten behandelt. Es ist ein wertvolles Stück der Geschichte des deutschen Judentums, das verdient der Vergessenheit entrissen zu werden. SUCHANZEIGEN: EDITH WINTER, geborene Zimmermann, Box 244, Potts Point, SYDNEY, Australia 2011, sucht als Edith Zimmermann geboren am 1.2.1921 in Beuthen O/S frühere Bekannte, die bezeugen kömien, dass ihr Vater, Bernhard Zimmermann, im 1. Weltkrieg nach Beuthen O/S gekommen Untermieter bei Frau Warschauer war und bei Kosterlitz (Papiergeschäft) als Drucker angestellt war. Im Jahre 1920 heiratete er Rosa verw. Warschauer geb. Koplowitz und wurde der Inhaber der Arbeiterfabrik Richard Warschauer. Bernhard Zimmermann war Schatzmeister der Bne Brit Loge. Es soll bestätigt werden, dass Herr Zimmermann die deutsche Staatsangehörigkeit besessen hatte. ¥ WER KANNTE “Kaufhaus Nothenberg". Breslau Augustastr. 132, Inhaber Benno Masur? Ich wäre Lieferanten oder Geschäftsfreunden für Mitteilung dankbar. BETTY WILHELM geb. MASUR 19, Rosh Pinastr. Holon, (Israel), Tel. 844680. + ESTHER LEWEK, verheiratete Feldheim, arbeitete von Dezember 1938 bis Februar 1940 im Kindergarten der Jüd. Gemeinde in Breslau. Es werden Zeugen gesucht, die diese Tatsache bestätigen können. Zuschriften an: Esther Feldheim, Kibbutz Beerot Jitzchak, Post Tel-Aviv, Israel. Doktor MARGOT POWALSKY, 58 Hagen / Westfalen, Karl Hallestr. 103 (Westdeutschland) sucht Schülerinnen der Breslauer Caecilienschule, Abitur-Jahrgang 1929, oder Schülerinnen, die sich ihrer erinnern. Frau Dr. Powalsky ist vom 21.9.72 bis 4.10.72 im Hotel “Ashkalon”, Ashkalon Village, Israel, zu erreichen. Bitte sich teleph. mit ihr in Verbindung zu setzen. >' Wer hat EMANUEL FAYER in Breslau, Bahnhofstr. wohnhaft, gekannt? Er hatte eine Strumpffabrik und war ein bekannter Kaufmann. Alle Spesen werden vergütet. Zuschriften an Verband ehemaliger Breslauer, Ramat Gan, Mazadastr. 27 (Erich Lewin). -¥ Ist etwas bekannt über Nachkommen von dem Rabbiner Dr. MORITZ LANDSBERG in Liegnitz, gestorben in den Jahren zwischen 1880 bis 1890, Herausgeber des Buches "Toar Pne Schlomoh” (Mein Lebensbild im Anschluss an 7 Ahnenbilder), gedruckt bei Monasch in Krotoschin 1870? Zuschriften an: Dr. Joseph Prager, Haifa, Mt., Carmel, Horebstr. 20/22. •¥■ Folgende Schüler, die das Abitur im März 1932 am König Wilhelm Gymnasium in Breslau (KWG) abgelegt haben werden gesucht: Boenisch, Rosenstein, Schaal, Schlesinger, Wartenberg. Zuschriften an Dr. jur. Joachim-Wilhelm Hertz- Kleptow, 314 Lueneburg, Lessingstr. 4. West- Deutschland. * VORSTANDSMITGLIEDER oder Repräsentanten, die der jüd. Gemeinde Breslau in der 2. Hälfte der 30er Jahre angehört haben, werden gebeten, sich an den Verband ehemaliger Breslauer, Ramat Gan, Mazadastr. 27 (Erich Lewin) Israel, zu wenden. * Information erbeten ueber das Schicksal von Frau MARIE (“MIEZE”) LOEWENBERG, geb. Mueller, zuetzt (1938): Breslau, Brandenburgerstrasse 29 Ecke Moritzstr. auch ueber deren Sohn: Heinz L. (oder Heinz Mueller) geb. etwa 1911. — Angaben an Dr. Chanan Prinz, Kirjath Bialik, Israel, Ha dekalimstr. 6 a. 21