Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1972
- Issue
- No. 31 (März 1972)
- Date
- 1972-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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WIR GRATULIEREN1 Frau ALICE JASCHKOVITZ, geb. Schacher, Guatemala City, 6a, Avenida 8-08, Zona 10 zur Hochzeit ihres Sohnes. Die Schwiegertochter stammt aus Costa Rica und fand auch dort die jüdische Trauung statt. Wir wünschen dem jungen Paar eine glückliche Zukunft und wissen, dass sie in denselben Wegen wandeln, wie ihr Vater, Erich Jaschkovitz s.A: und der Grossvater Aron Schacher, zur Freude ihrer Mutter und Grossmute'r. Wir erinnern in diesem Zusammenhang an den Artikel in der vorigen Nummer unseres Blattes über Aron Schacher s.A. ★ Herrn ZWI BONES und seiner Gattin, Tel- Aviv, Chederastr. 7 zur Hochzeit ihres Sohnes Mordechai. Herr Zwi Bones entstammt einer alten angesehenen Breslauer zionistischen Familie, dessen Vater durch seine Grosszügigkeit, Jüdischkeit und Z’daka (Wohltätigkeit) einen besonderen Namen hatte. ★ Herrn GEORG FRIEDLÄNDER und seiner Gattin HERTHA geb. Neumann, Sao Paulo Brasilien, Rua Haddok-Lobo 250, zum Fest der Goldenen Hochzeit und wünschen ihnen noch viele zufriedene, gesunde Lebensjahre. ★ Frau NORA FALK, Haifa, Achusa, Witkinstr. 42, zur Vermählung ihres Sohnes Jossi. * Herrn JEHUDA und Frau EDITH BENDA, Haifa, Achusa, Witkinstr. 46, zur Geburt der Enkeltochter. ★ Herrn HANS BERLINER, Tel-Aviv, Schalom Aleichem 60, dem 2. Vorsitzenden ehemaliger Hannoveraner in Israel zum 75. Geburtstage. Frau Margarete Fischer, Ramat Gan, Israel, Schilostr. No. 7, zur Geburt des Urenkels. * Frau CÄCILIE BURGHEIN. Witwe des Apothekers Ignatz Burghein Nachmarktapotheke Breslau zum 95. Adresse: Mor Rosengarten 440 North Vista Street, Los Angeles, calif. 90036 U.S.A. * ERICH WOLFF, Raanana, Bar Illanstr. 27, zum 80. Geburtstage. Erich Wollf hatte in Gleiwitz O/S ein bekanntes Schuhgeschäft und ist hier in Israel viele Jahre Generalvertreter für das ganze Land in der weltbekannten Firma “Stock” Cognaks und Liköre etc.” die hier im Lande in erstklassiger Qualität hergestellt werden, gewesen. Er ist durch seine Rührigkeit bekannt. ★ Herrn ZWI HERMANN GERLICH, Tel-Aviv, Nezach Israelstr. 11, zum 80, dem hochgebildeten, klugen und so bescheidenen Manne. ¥ Frau GERTRUD FUERST geb. Büchler, Tel- Aviv — Jad Eliahu, Margolin 4, zum 90. Geburtstag und wünschen ihr viele, viele Jahre in Gesundheit. Frau Gertrud Fürst ist die Witwe des in Jerusalem vor vielen Jahren verst. Prof. Dr. Fürst und Tochter der bekannten Familie Büchler, die in unserem Blatt schon des öfteren genannt wurde. Weinhändler Büchler war in Breslau Begriff von Ehrlichkeit und Vertrauen. * Frau ELSA ZERNIK geb. Schampanier, Berlin 45, Basler Str. 11 zum 85. Frau Zernik ist die Tochter des Inspektors der grossen Synagoge in Breslau, Herrn Schampanier, den die alte Generation sicherlich in gutem Gedächtnis haben wird. * Herrn ERICH WIELAND. Vorstandsmitglied der ehern. Oberschlesier, aus Hindenzurg O/S, zum 60. Geburtstag. Möge er noch viele Jahre in diesem Verband aktiv wirken. ¥ HILDE SELINGER geb. Wittner 104/108 Elizabeth Bay Rd. Elizabeth Bay 2011 NSW Australia grüsst alle früheren Breslauer in Israel und in der Welt. Herrn WOLFGANG LESSER, Amsterdam zur Vermählung der Tochter. Jahrzeifssfi ff ungen Dr. BARUCH (BRUNO) SOBERSKI, Baruch ben Haraw Zwi gest. am 18. Juli 1971 — 25. Tammus 5731 eingetragen von seiner Ehefrau Else Soberski geb. Vogel, Tel Aviv - Jad Elijahu, seiner Tochter Judith Lampels, geb. Soberski, und ihrem Ehemann, Israel Lampels, sowie den Enkeln Chanoch und Zwi, Kirjath Motzkin. CILLY SOBERSKI, geb. HEPPNER Mirjam Simcha bat Morenu Haraw Ahron gest. am 31. Januar 1939 — 12. Schwat 5699 eingetragen von ihrer Tochter Judith Lampels, geb. Soberski, ihrem Ehemann Israel Lampels und den Enkeln Chanoch u. Zwi, Kirjath Motzkin. SELLA SELMA SOBERSKI SARAH BAT RABBI BARUCH geb. 21.9.1924 umgekommen in Majdanek 1942 und Eintragungen ERNA COHN geb. BERGMANN Tochter von Moritz und Frieda Bergmann geb. am 18. Juli 1914 in Breslau gest. am 21. Januar 1972 in Jokneam (Israel) 5. Schwat 5732, eingetragen von ihrem Ehemann Fritz Cohn, Jokneam. Am 8. Februar 1972 entschlief in Heidelberg unser lieber Bruder, Schwager, Onkel und Vetter, Herr George Prinz (früher Breslau, New York, Heidelberg) Paul u. Ina Schindler, geb. Prinz Margot Wreschinski Avenida Cordoba 2745, dep. 33, Buenos Aires WALTER GOLDSTEIN CARL HAUPTMANN. EINE WERKDEUTUNG Nachdruck der Ausgabe Breslau 1931. VIII/222 S. (Germanistische Abhandlungen, 65) Subskriptionspreis DM 29,80 (Ladenpreis DM 35.80) Der Biograph Carl Hauptmanns, Walter Goldstein, schreibt im Vorwort zu seiner feinsinnigen und fundamentalen Untersuchung des Werkes und der geistigen Bedeutung des schlesischen Dichters: “Nach der Durchführung des Lebensbildes ergab sich wie von selbst der Fortgang der Werkdeutung: was anfangs nur Analyse der Einzelwerke gewesen war, strebte nun mit innerer Gesetzmä,ssigkeit dem eigentlichen Ziel einer Synthese zu. Der ursprünglich mehr geahnte als gewusste dreistufige Aufbau von Carl Hauptmanns Werk erhielt nun Sicherheit und Rechtfertigung aus dem Wesen des Dichters selbst”. Georg Olms Verlag, 32 Hildesheim, Am Dammtor (Germany) Georg Olms, Publisher, 52 Vanderbilt Ave, New York, NY 10017 (USA). OPERETTEN-FESTIVAL IN TEL-AVIV Ein Spaziergang durch die Geschichte der Operette von Offenbach, Johann Strauss, Milloekker, über Kalman, Lehar zu Abraham, Leo Fall und Robert Stolz. Das schwebte dem Operettendirektor Bitosh Davidoff, einem bekannten Fachmann auf diesem Gebiet, vor und er entwarf und bot ein farbiges Bild dieses Genres im ausverkauften Mann-Auditorium am 5. Februar in ansprechendem Bühnenrahmen. Er holte sich eine Anzahl der besten israelischen Gesangskräfte, sowie eine europäische Gastsängerin und bot einen Querschnitt durch die bekanntesten Nummern der Operetten-Epoche, teilweise im Bühnenkostüm. Offenbach, der grosse Spötter aus Paris, hatte bei seinem Wiener Besuch dem Johann Strauss geraten: "Sie sollten Operetten schreiben”. Und Strauss schrieb sie. Ihm ging es ausser um diese Kunstgattung auch um Wien. Und in allen Melodien seiner Operettenwerke klingt Wien durch ob es "Indigo” (ja so singt man in der Stadt, wo ich geboren), ob “Tausend und eine Nacht”, ob “Fledermaus”, ob "Zigeunerbaron” — überall Wiener Motive, Wiener Klänge, Wiener Atmosphäre und alles heute noch so frisch, wie bei der Uraufführung vor vielen Jahren, nicht verstaubt, gar nichts museal. Es ist sehr fraglich, ob heutige Komponisten nach so langer Zeit überhaupt noch bekannt sein werden! Ein Zeitgenoss Johann Strauss’, Karl Milloecker, hatte mit seinem “Bettelsudent” ebenfalls grösste Erfolge. Also kommen die bezaubernden jungen Damen, die Sylva, Mariza, Saffi, die Bajadere, Mausi und wie sie alle heissen und sie singen von der Liebe, vom Glück, vom feschen Tanzkavalier und sie träumen vom Walzer und vom Küssen. Auch das Vilja-Lied fehlte nicht und “Dein ist mein ganzes Herz”, ebenso “Rosita’ eine rassige Komposition von Rose Dampf. Das Ensemble setzte sich für die verliebten Lieder voll und ganz ein. Es wirkten mit: Lotti, Dorothea, Mirjam Nomi, Selina, Rose, Judith, ferner die Herrn Golland, Naor Ben Schachar, Schwartz, Levi, Topper, Jakar. Als Gast aus Europa führte sich Ingrid Karch stimmlich glänzend ein und begrüsste das Publikum sogar in Iwrith. Bitosh Davidoff ist der geborene Operetten- Regisseur und Alex. Tarsky bewies, dass er ein schmissiger Operettendirigent ist. Die Tanzleitung hatte Mia Arbatowa. Und man erinnert sich unwillkürlich an die glanzvollen Operetten-Premieren und — Vorstellungen unter Dr. Loewe im Breslauer Schauspielhaus. Das Mann-Auditorium war, wie gesagt, ausverkauft. — In ganz Europa spielt man Operette. Warum nicht bei uns? Julius Sachs