Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1971
- Issue
- No. 30 (September 1971)
- Date
- 1971-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 1965)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/7411685-7412237-7412260--0333-7412261- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
U.l! .1 VW A Gegründet von Dr. Wilhelm (Seev) Freyhan *T’T Bitte bewahren Sie die “Mitteilungen” nnd denken Sie immer wieder an die “Snchanseigen”. \Hbv-\2 im MITTEILUNGEN DES VERBANDES EHEMALIGER BRESLAUER UND SCHLESIER IN ISRAEL E.V. n 7\£J my>*r> k I o/*\ mign \y»n INO. JO September 1971 Actions-Comite: Dr. t.üh Berg-Platau, Dr. William Boss, Benno Cohn, M.d.K. Heinrich H. Cohn, N. Heimann, Erich Lewln, Max Lopatka, R. Löwenberg, Dr. Prager, M. Pick, J. Sachs, M. Schmerel-Hofstein. Briefadresse: Erich Lewin, Ramat-Gan, Mazadastr. 27. Tel. 749754 Vorsitzender ERNST TAUBER 1 " *7 V/ “HÖRT! DIE POSAUNE TÖNT MIT MACHT! UND RUFT: WACHT AUF! WACHT AUF! AUF EUREN WANDEL SEID BEDACHT UND LASST DEN SÜNDENLAUF!” Dieses Gebet, welches mit den vorstehenden Zeilen begann und mit den Worten endete: “EIN ARMER VOR DIR STEHT, VERNIMM, O HERR, MEIN RUFEN LAUT UND HÖR MEIN STILL GEBET!” wurde an Rosch-Haschanah vor dem Schofar-Blasen vom Chor der Gemeinde in der Grossen Synagoge in Breslau gesungen. Wenn auch dieses G’tteshaus, wie leider so viele unserer heiligen Gebetstätten durch verruchte Verbrecherhände zerstört worden sind, so hat dieses Gebet doch seinen Inhalt nicht verloren, und wird auch bis in die fernste Zukunft ein ernstes Mahnwort sein. Es ist ja wohl der Sinn des Schofar-Blasens, uns aus unserer Gleichgültigkeit aufzurütteln und der Mahnruf “Wacht auf!” wird wohl durch das an das Ende gestellte “Tekia Gedolah!” versinnbildlicht! LASST DEN SÜNDENLAUF! ist ja der Hauptinhalt vorstehenden Gebetes! Denn wir sind ja alle Sünder, wenn auch manches Mal unbewusst, wie es ja in unsrer heiligen Schrift heisst: “Dass auch der frömmste Mensch nicht sündenlos ist!” Und mit dem vorstehenden Mahnruf werden wir nicht nur zur inneren Einkehr aufgefordert und Busse, dh. zunächst müssen wir uns in unserem Innern Rechenschaft ablegen über das, was wir im vergangenen Jahre getan und verabsäumt hahen! Auch wir nach unserer eigenen Meinung irgendwelche, wie wir sie nennen, “gute Ta- | Dr. HURWITZ LTD. I Isi TRAVEL & TOURS AGENCY ITEL-AVIV, Yehuda Haievi Sir. 43 | 6 1 4 0 2 5 1 621351 I; Individuelle Beratung j* > für Ihre Reise ins : Ausland ÜJIO fl)® n n 3 v/ n ten” vollbracht haben, so wiegen diese doch leider das Gegenteil nicht immer auf! Sowohl dieses Gebet, als auch alle anderen Gebete an den “JAMIM NORAIM” fordern zur inneren Einkehr auf mit den zahlreichen Sündenbekenntnissen! Unser sogen. “Besserwerden” kann m.E. nicht nur bestehen in der Liebe zu unseren Allernächsten, d.h. in der eigenen Familie, sondern muss auch in erster Linie unser geliebtes EREZ-ISRAEL zum Inhalt haben, d.h. nicht nur das übliche Schabath-Gebet für unser Land, sondern wir müssen, jeder an seiner Stelle, ob jung oder alt, jederzeit bereit sein, für unsere Heimat unser Letztes herzugeben, wie ja leider Hunderte von Familien den Verlust teurer Angehöriger betrauern, sei es Sohn, Bruder, Vater oder sonstiger Verwandter! Aber darüber hinaus ist es eine unserer heiligsten Pflichten, auch an unsere Mitmenschen zu denken! Und wenn es uns G.L. in wirtschaftlicher Hinsicht gesichert ergeht, ist es unsere Pflicht und Schuldigkeit, sich unserer Brüder und Schwestern, ohne Rücksicht auf deren Herkunft, anzunehmen! Nicht nur, dass wir denjenigen, welche leider wirtschaftlich nicht völlig gesichert sind, nur durch gutgemeinte Ratschläge helfen wollen, sondern vielmehr muss ein jeder von uns durch finanziellen Anteil zur Besserung dieser Brüder und Schwestern beitragen; sei es durch finanzielle Hilfe an die Betroffenn selbst oder durch grosszügige Unterstützung der bestehenden Sozialen Institutionen! Aber eine noch viel grössere Aufgabe wartet auf uns, neben den wirtschaftlich Schwachen uns derjenigen anzunehmen, welche krank sind. Ich meine nicht nur die körperlich Kranken, sondern vor allem auch diejenigen, welche seelisches Leid ertragen müssen! Und da liegt mH. eine ganz besondere Aufforderung an uns in dem Abschnitt der heil. Schemonah-Esreh, welche wir ja täglich beten, welche mit den Worten beginnt: -jiaj n.nxDa heisst es nämlich: vn») a^in xoni 7»io Das bedeutet m.E., dass wir nicht nur zum EWIGEN beten, dass ER diesen unglücklichen Menschen hilft; vielmehr ist es eine Aufforderung, an unser Inneres selbst: DU musst diesen Menschen in jeder nur erdenklichen Form Hilfe und Trost sein! Denn das -jaiD heisst nicht, dass man glaubt, einen Menschen, der vielleicht einen Strassenunfall erlitten hat, aufhebt und ihn dann seinem Schicksal überlässt, ebenso wenig wie es heisst: q’TOX -pnn , dass man einen Gefangenen diejenigen, welche in irgend einer Form seelisches Leid erdulden, und welche sich in ihr Leid wie in W N T einem Gefängnis einschliessen! Hier ist es unser Aller Pflicht, diesen Menschen nicht durch einige vielleicht gut gemeinte Worte helfen zu können, sondern man muss durch Rat und auch durch Tat versuchen, sie aus ihrem "seelischen Gefängnis” zu befreien und zu erfreuen, indem sie das (Fortsetzung Seite 2) Liebe Mitglieder und Freunde! IN ISRAEL UND IN ALLEN TEILEN DER WELT Unser Rundschreiben, das in diesem Jahre an unsere Mitglieder im Ausland im Juli und hier in Israel im August versandt worden ist, hat einen ganz grossen Wiederhall gefunden. Wir erhielten in den letzten Wochen hunderte von Briefen und hat sich alles — durch den Postverlangsammungsstreik in Israel — so zusammengeballt, dass wir nicht in der Lage sind, die Quittungen und Dankschreiben sofort herauszusenden. Vielmehr haben wir Wert darauf gelegt, dass Ihre Namen bezw. Glückwünsche noch in die Zeitung kommen. Ihre Spenden etc. sind Ihrer Karteikarte gutgebracht und die Quittungen liegen absendebereit. Wir bitten um Nachsicht; aber wir haben auch mit der Herausgabe der Zeitung gewartet, um noch möglichst nach Redaktionsschluss Ihre Namen hereinzugeben. Wir haben aus dieser Tatsache gesehen, wie verbunden Sie Alle mit uns sind und hoffen, dass dieses Blatt bei Ihnen Allen Gefallen finden wird. Mitgliedsbeiträge in Israel 18.— IL, im Ausland 10 $ jährlich. Goldenes Buch auf den Namen unseres Gründers, Dr. Wilhelm Seew Freyhan s.A. Altersheimfond. Bitte beachten Sie bei Überweisung durch die Bank, dass Ihr Name deutlich vermerkt wird, damit wir Ihnen ordnungsgemäss quittieren können. Bankkonto: Japhet Bank, Tel Aviv, Rotschild Blvd. Nr. 11. No: 24195 für Irgun Jotzei Breslau, oder direkt an unser Büro Ramat Gan, Mazada Str. 27, Israel (Erich Lewin). Wir wünschen Ihnen Allen nochmals von dieser Stelle aus ein gesundes, erfolgreiches Jahr des Friedens, allen unseren Mitgliedern und FYeunden in Israel und in der Welt sowie der ganzen Menschheit ein Jahr des Aufbaus und ein Jahr der Völkerverständigung. Wir Alle haben es nötig. Verband ehemaliger Breslauer Emst Tauber, 1. Vorsitzender