Mannheim
Compact Memory

Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1971-04-01 · No. 29 (April 1971) · p. Seite 22

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1971
Issue
No. 29 (April 1971)
Date
1971-04-01
Page
Seite 22 (sequence 22)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/7411685-7412237-7492888--0331-7412259
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

5 entity mentions

Schulamith Daniel s.A. Wir sprechen Herrn Dr. Rudolf Daniel und seiner Ehefrau, Haifa, früher Breslau zum Ableben Ihrer Tochter “Schulamith”, die in so jungen Jahren nach einer schweren Krankheit heimging und die so beliebt war, unsere innigste Teilnahme aus. Wir bringen nachstehend zu ihrem Gedenken einen Aufsatz, der von einer Kameradin und Mitschülern von Schulamith zu den “Schloschim” in der Monatsschrift des “Gymnasiums” erschienen ist. Das religiöse Gymnasium “Waw” für Töchter ist auf den Namen unsres unvergesslichen Breslauer Dozenten am Rabbinerseminar Rabbiner Dr. I. A. Rabin s.A. benannt. Der Leiter ist Dr. A. Möller aus Altona, der auch zu den “Schloschim” einen tieffühlenden Artikel mit Bild im “Hazofe” veröffentlichte. “Als Ihr, Eltern von Schulamith s.A. mir über ihre Taten erzähltet und mir erlaubt hat, ihre Briefe zu sehen, habe ich erst dann gefühlt, wie wenig ich Schulamith kannte sogar nicht im letzten Jahre, zur Zeit ihrer Krankheit, in einer Zeit, wo wir uns sehr anfreundeten und glaubten, jetzt kennen wir sie. Innerhalb von 15 Jahren war der Name “Schulamith” verbunden mit Stille und Fleiss, mit geordneten Heften und schönen Zeichnungen. Diese Liebe zur Stille kam in einem ihrer Aufsätze zum Ausdruck: “Ich weiss, dass das Leben in der Stadt wichtig ist, aber ich persönlich ziehe die Stille des Dorfes dem Geräusch der Stadt vor.” Schulamith hat niemals Streit mit jemandem gehabt und wenn man Schulamith erwähnt hat, war es immer im Zusammenhang der Hilfe bei Hausarbeiten ihrerseits oder einer schönen Zeichnung im “Snif”. Hilfe und Freundschaft sind ihre Vorzüge gewesen:” Und wieder lese ich: Im Dorf herrscht Freundschaft zwischen den Menschen, dort findest Du so wie ein Kollektiv, aber in der Stadt sind sich doch die Menschen fremd. Ein weiterer Vorzug ist ihre Dankbarkeit, ich lese einen Brief, den sie längst nach Absolvierung der Volksschule geschrieben hat. “An den geehrten Herrn Direktor, den Lehrerstab und die Lehrerinnen, Schalom: “Ich wünsche Euch ein gutes Jahr, ein erfolgreiches und einen guten Anfang für das neue Schuljahr, mein persönlicher Dank allen Lehrern und Lehrerinnen, die mich in den Klassen 1—8 unterrichtet haben." Niemals haben wir gewusst, wie stark ihr Glauben an G”tt war, wie sie sich um ihre Eltern gesorgt hat bis sie erkrankte. Wie wir sie zur Zeit der Krankheit besuchten, schickte sie ihre Mutter heraus, damit sie sich etwas erhole. Wie sie operiert wurde, dachte sie nie an sich, sondern an ihre sorgenden Eltern, sie war voll Hoffnung und Vertrauen. Zu Rosch Haschnah sandte sie ihren Eltern eine Karte, aus deren Inhalt ich einiges zitiere: “Teure Eltern! Wegen meiner Lage infolge der Krankheit und der Operation, ist es mir nur möglich, Euch eine schlichte Gratulation zu senden. In diesen meinen Worten finde ich es für richtig, meine volle Anerkenung und tiefe Verehrung auszu sprechen für alles, was Ihr für mich während meiner Krankheit getan habt. Teure Eltern, es soll ein neues gesegnetes Jahr kommen “dass wir es erlebt haben” und danken G”tt, dass er uns bis hierher geführt hat.” Ida Perle s.A. In London verschied im gesegneten Alter von 92 Jahren Frau Felix PERLE, Schwester des Breslauer Seminar Dozenten Prof. Isack Heineman Aus Frankfurt a.M. gebürtig, wohnte sie in Breslau von der Zeit ihrer Eheschliessung im Jahre 1900 bis zu ihrer Auswanderung 1939 und war als “Tante Idchen” in weiten Kreisen, insbesondere der jüngeren Generation, bekannt. Die Älteren von uns erinnern sich vielleicht noch an den Kinderhort in der Sonnenstr., in dessen Vorstand sie tätig war, später stand sie der Leitung des Jüdischen Waisenhauses aktiv zur Seite, besonders in den schweren Hitler-Jahren. Zur selben Zeit war ihr Mann Kurator im Logenheim Krummhuebel, und auch sie trug viel dazu bei, das Heim zu einer Oase zu machen, in dem viele unsrer Gemeindemitglieder Ruhe und Erholung fanden. Darüber hinaus war ihre Wohnung in der Landsbergstr. stets offen für alle die, denen sie — dank ihrer Fähigkeit sich in die Lage ihrer Mitmenschen hineinzuversetzen — mit gutem Rat, materiellem Beistand und ihrem unerschöpflichen Humor über manche Schwierigkeit hinweghelfen konnte. In dieser Tätigkeit fuhr sie auch fort in ihrer bescheidenen Pension in Hampstead, wo sie bis in ihre letzten Tage in völliger geistiger Frische von alten und neuen Freunden umgeben war. Allen denen, die ihr nahe standen, wird ihre Lebensweisheit stets ein Wegweiser sein. M. P. 28 Adar, 5731. MARGARETHE LEW sA. Im gesegneten Alter ist Frau Margarete Levy ln Tel Aviv heimgegangen. Als Leiterin des Casualien Ausschusses der Synagogengemeinde Breslau hat sie durch ihre Feinheit und Güte, ihre Schnelligkeit und gute Auffassungsgabe es verstanden, dieses schwierige Amt zur Zufriedenheit beider Seiten (der Gemeinde und der Beamten) zu versehn. Auch hier in Tel Aviv hat sie sich viele Freunde erworben und hat mit ihrer Tochter Frau Bodanoff viele Jahre in bester Harmonie gelebt. Der Dank der Gemeinde Breslau ist ihr an ihrem Grabe vom Sekretär unseres Verbandes in herzlichen Worten ausgesprochen worden. Frau Bodanoff, ihrer Tochter und dem grossen Freundeskreis unsere innige Teilnahme. GEDENKAUSSTELLUNG Käthe Ephraim Marcus im Städtischen Museum “Beth Emanuel”, Rechow Chibath Zion 18, Ramat Gan. Eröfnung: 27. März 1971, einführende Worte Schoschanah Jakobsohn und Mira Friedmann. Die Ausstellung ist täglich bis zum 17. April 1971, von 4—7 Uhr nachmittags und Freitag von 10—1 Uhr geöffnet. Käte Ephraim Marcus war die Gattin des in Breslau bekannten Oberregierungsrates Dr. Josef Markus, als Malerin und Skulpterin bekannt und angesehen. Unser Mitarbeiter und Freund Julius Sachs hat ihr in unserem Blatte No. 28, einen beachtenswerten Gedenkartikel geschrieben. SUCHANZEIGEN Leo BÖHM aus Tost Kreis Gleiwitz O/S s.Zt. nach der Schweiz ausgewandert. Zuschriften an Frau Mirjam Wolff, Kirjath Bialik, Maon Reuth 17/35. •¥■ Erich BRAUN, früher Breslau, Inhaber des "Armon”-Hotels in Tel Aviv, ausgewandert nach Europa. Zuschriften an Frau Dr. Lotte Selz Wachtel, Beer Tuviah (Israel). * Dr. Tobias MELODYSTA, geboren 1889 K. K. Medizin Studium 1908 beginnend ca. 3—4 Jahre in Breslau, dann in Zürich beendet. Letzter Wohnort Sosnowitz bei Kattowitz O/S. Zuschriften an Verband ehemaliger Breslauer, Ramat Gan, Mazadastr. 27. * Moritz JAKUBOWITZ, verstorben 1959 in Israel, Inhaber eines Tabakwaren Engrosgeschäftes in Beuthen, Hohenzollernstr. 9, oder 19. Zuschriften an die URO, Tel Aviv, Gruzenbergstr. 18, Aktenzeichen 1000/407 30 z. H. Dr. Cahanowitz. * Wo sind frühere Mntglieder der jüdischen Gemeinde Eiterfeld/Rhön in Israel oder in der Welt? * Wo ist der letzte Rabbiner dieser Gemeinde, Herr Rabbiner Dr. Oppenheimer? Zuschriften an Frau K. Wetzeil, 309 Verden/ Aller, Feldstr. 5, West-Germany. Unserem lieben Vater, Grossvater u. Urgrossvater Herrn MARKUS LUBASZ Quito (Ecuador), früher Breslau zu seinem 85. Geburttage alles Gute seine Kinder Ruth u. Martin Lubasz, Schawe Zion — Israel Alles für den Schreibtisch, Alles fürs Büro — Niemals bleibt es gleich sich, WAS du kaufst — und WO! J. ROTKOWITZ Office Equipment and Statlonery GIFTS FOR ALL OCCASIONS TEL-AVIV, RAMBAM ST. 24 TEL. 62 54 20 Riesenauswahl in Geschenken für alle Gelegenheiten! Redakteur: ERICH LEWIN Druck.: “OT”, Tel-Aviv, Wolfson Str. 48 Tel. 82 67 84 Mitglieds beitrage jährlich: 18.— IL in Israel 10 $ in Ausland 22

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.