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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1995-01-01 · No. 59 (1995) · p. Seite 24

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1995
Issue
No. 59 (1995)
Date
1995-01-01
Page
Seite 24 (sequence 24)
Language
German
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Treffen des V.E.B. am 16.11.1994 Am Mittwoch den 16. 11. 1994, fand Im Saal des IrguTT Olej Merkas Europa, die ordentliche Generalversammlung des Verbandes ehemaliger Breslauer statt. Der Vorsitzende des Verbandes Herr 'Mosche Goldstein, unterbreitete der Versammlung den Rechenschaftsbericht des Vorstandes. Er referierte über die finanzielle Lage des Verbandes Die Versammlung bestätigte den finanziellen Bericht so wie die Wiederwahl des vom Verband beschäftigten Bücherrevisors. Im Laufe der Diskussion wurde erneut auf die Wichtigkeit des Erscheinens der Zeitung des Verbandes hingewiesen, als Bindeglied zwischen allen Mitgliedern auf der ganzen Welt. Ein besonderer Dank wurde Herrn Mordechai Hauschner, dem Redakteur der Zeitung ausgesprochen, welcher keine Mühe scheut die Zeitung auf einem hohen Niveau zu halten, was unsere Leser und auch verschiedene akademische Institutionen wiederholt bestätigen. Herr Goldstein berichtete über die Bemühungen des Verbandes i. Bzh. Friedhof Kosel {s. auch Leitartikel). Sodann wurde der Vorstand gewählt, bestehend aus : Mosche Goldstein (Vorsitzender), Edith Benda, Gabriel Holzer, Lotte Lewald, Rachel Pri- Chen. Danach hörten die Anwesenden einen interessanten Vortrag von Herrn Jehoschua E. Holzer über „Die Drusen in 'Israel”. Herr Holzer führte unter anderem aus, dass die Drusen zu den weniger bekannten Minderheiten in Israel gehören. Ihre Zahl beträgt gegen 80.000 dh. gegen 1 1/2% der Einwohner Israels sind Drusen. Die Drusen sind keine Mohammedaner, denn sie akzeptieren nicht vier von den fünf Grundsätzen des Islams. In ihren Augen ist Mohammed nicht WKmGmSBmm 0£M BfiftMiZWAfiKNAßfN, im ERINNERUNG AH DEN* 0£R VORSTAND 88?^ttGO6W-6ö10N6£2l»aBöjfii 'Vy. Sü Widmung für den Barmizwahknaben von der SynagcgengerTieir.de Breslr/u; im Hintergrund die Neue Synagoge der Gesandte Allahs, sie fasten nicht während des Monats Ramadan, sie beten nur zweimal wöchentlich und nicht fünfmal täglich und sie wallfahren nicht nach Mekka. Wohltätigkeit ist sowohl bei den Drusen als auch im Islam und anderen 'Religionen Gebot. 'Dje Geschichte des Drusen beginnt im Jahre 996 unseres Zeitalters, als der 11 jährige Chakim der fatimidischen Dynastie in Kairo den Thron des Kalifen bestieg. Im Alter von 17 Jahren entliess Chakim alle seine bisherigen Ratgeber, und verfolgte alle nichtschiitischen Religionen. So wurde auf seinen Befehl im Jahre 1009 die Grabes'kirche in Jerusalem zerstört. 1021 verliess Chakim die Hauptstadt Kairo spurlos. Wahrscheinlich wurde er auf Befehl seiner Schwester umgebracht, die für die Zukunft der fatimidischen Dynastie fürchtete. Nach einem Geschlecht wurde 1043 das Tor zur drusischen Religion geschlossen und keine neuen Anhänger mehr aufgenommen. Ein Druse ist, wer von einem drusischen Vater und einer drusischen Mutter geboren wurde. Die drusische Gemeinde zerfällt in „Verständige" (ukkal), d. h. in die heiligen Texte und Glaubenslehre Eingeweihten und die Menge der „Unwissenden" (Djuhhal). Oie wichtigsten Glaubensgrundsätze sind : Glauben an einen Gott und Negation aller anderen Religionen; die Wahrheit zu sprechen; religiöse und gesellschaftliche Solidarität mit allen Drusen. Wegen der Seelenwanderung ist der tote 'Körper unwichtig. Die Drusen in Israel feiern vier Feste. 1. das Opferfest (Id el Adha) vier Tage. 2. Vier Tage Wallfahrt zum Grabe Jithros bei Tiberias; und je einen Tag Nabi Sebulon, Besuch des Grabes Sebulon, Sohn des Jacobs, oberhalb des Dorfes Hurfeisch, und einen Tag das Fest des Propheten Elias. Bei den Drusen sind die Frauen gleichberechtigt und ein Mann darf nur eine Frau haben Frauen können auch in den beschränkten Kreis der „Verstehenden” aufgenommen werden. Die Drusen zeichnen sich durch Gastfreundlichkeit aus. Beide Geschlechter können Scheidung beantragen. Die Drusen sind eine eigene Nation. Zwar sprechen sie wie ihre Umgebung — arabisch, aber sie haben eine eigene Religion und Geschichte und sind territorial um den Hermon konzentriert. In Israel wohnen sie im Galil und auf dem Karmel in 18 Dörfern, aber seit der Staatsgründung kann man sie auch in den Städten finden. Seit 1956 sind sie rechtlich vom Islam ganz unabhängig und haben eine religiöse Gerichtsbarkeit. Noch zur Zeit des britischen Mandates in Palästina bestanden gute Verhätnisse zwischen den Drusen und dem Jischuw, seit 1948 meldeten sich Drusen freiwillig zu Zahal und seit 1957 besteht für sie Wehrpflicht auf ihr Betreiben, und jetzt gibt es mindestens einen drusischen General. Auch in der Knesset gibt es drusische Abgeordnete, sowohl in den linken als auch in den rechten zionistischen Parteien. Alle Anwesenden dankten dem Referenten für seinen interessanten Vortrag. Die Generalversammlung schloss mit einem geselligen Beisammensein bei KaffeeAee und Kuchen und alte Bekannte nahmen wieder Kontakt miteinander auf. D. R. HAMAKOM (Fortsetzung von Seite 22) 2. Das Sammeln von Altmetall; 3. Das Stehlen von Grabsteinen, die abgeschliffen und an Steinmetze wiederverkauft wurden; 4. Das Oeffnen von den aelteren Graebern auf der Suche nach Goldschmuck und nach Goldzaehnen. Eine Wiederherstellung des Friedhofs ist meiner Ansicht nach nicht mehr moeglich. Den Friedhof zu ummauern, die Wege zu saeubern, Heldendenkmal zur Erinnerung an die gefallenen jüdischen Soldaten im I. Weltkrieg. Gedenksteine Lieber die Geschichte der Juden in Schlesien zu errichten und so einen Museumspark zu schaffen, ist vieleicht die einzige Hoffnung diese Wilderniss wieder in ein Beth- Olam zu verwandeln. In dem Gemeindebureau sind noch die Beerdigungsbuecher vorhanden, die mit preussischer Gruendlichkeit alle Einzelheiten von jeder Beerdigung dokumentieren, (z. B. Blumen, Chor, Orgel, halbes Licht, usw). Judith und ich kletterten ueber Baeume und gingen durch Efeu und Brennesseln um das Grab meiner Grosseltern zu finden. Ich hatte es ja so oft bis 1943 besucht, so dass es kein Problem war das Feld 24 a in der Nordostecke zu finden. Da war der Grabstein der Familien Haddah und Tischler und ein paar Graeber weiter stand unversehrt mit Moos ueberwachsen, umgeben von hohen Baeumn der Stein von Isidor und Emma Aufrichtig. Wir waren nicht allein! Das Wort Hamakom fand hier eine neue Bedeutung. Ein Minyan brauchten wir nicht fuer das El Male Rachamim und das Kaddischgebet. Wir fuehlten uns in der Gesellschaft der Zurueckgebliebenen und der Ueberlebenden. Wir traten den Heimweg an, doch nach dem Gebet fuer die Grosseltern sangen wir noch ein weiteres El Male Rachamim und Kaddisch,— L’nischmot Yakirenu Sh’halchu L.olamam, fuer die Gemeinschaft, die in unserem Andenken noch weiterlebt. Druck „Daf-Ratz“, Tel-Aviv, Rh. Salame 46. Tel. 6838387 RM/ATl . .T>a*CA » A« zur Gcichi ‘ v - ,. . ,! ■ V.

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