Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1995
- Issue
- No. 59 (1995)
- Date
- 1995-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Gegründet von Dr. Wilhelm (Seev) Freyhan ‘wiuj'n m'iüia 'Nsr juin Iid ihitt MITTEILUNGEN No. 59 - DES VERBANDES EHEMALIGER BRESLAUER IN ISRAEL E. V. VORSTAND: Mosche 'Goldstern (Vorsitzender), Edith Benda, P.O.B. 3591; 61035 Tel-Aviv Gabriel Holzer, Lotte Lewald, Rachel Pri-Chen Nach 50 Jahren... Als vor 50 Jahren die Truppen der Alliierten ein Konzentrationslager nach dem anderen befreitem, wurde die Grausamkeit der Hüter der „deutschen Kultur"’ detr ganzen Welt öffentlich gezeigt. Die weinigen Überlebenden in Auschwitz, die Skelette in Bergen-Belsen, die Partisanen welche aus den Wäldern Polens auftauchten und die Untergrundkämpfer dar von Deutschland besetzten Länder, welche wieder öffentlich erschienen, waren die wahrhaften Zeugen dar Brutalität und Mordrunst der Nazis. Bei den Prozessen gegen diese Verbrecher, wurde immer mehr klar, welche Verbrechern gegen die Menschheit begangen worden waren. Aber trotz allem sind wir heute wieder Zeugen, wie Antisemitismus und Fremdenhass sich in Deutschland und vielen anderen Ländern ausbreiten. Der Berichterstatter der israelischen Zeitung „Yed'iot Achronot" berichtete am' 9.2.1995 über Videospiele welche in Deutschland verbreitet werden und welche Fremdeirthass und Sympatie für die Nazis propagieren. So wurde z.B. in den achtziger Jahren ein antisemitisches Spiel verbreitet: „Jude ärgere Dich nicht" (nachdem Beispiel von „Mensch ärgere Dich nicht”). Alle möglichen Subjekte und Pseudointelektuelle verbreiten ihre verbrecherischen Gerüchte über die Ableugnung des Holocaust. So wurde z.B. eim Gymnasiallehrer vor Gericht gestellt, da er im Unterricht vor seinen Schülern behauptete, dass der Holocaust nie stattgefunden hätte. In vielen Ländern werden in bestimmten Kreisen, ähnliche Behauptungen aufgestellt. Und wieder treffen sich zwei Exreme: Die Neo-Nazistische Rechte, welche den Fremdenhass und den Antisemitismus zu ihrem Programm erhoben haben, einerseits, und die extreme Linke welche ihren Antisemitismus unter dem Deckmantel Antizionismus verbergen wollen, andererseits- Der erwachende Antisemitismus ln den osteuropäischen Staaten ist die Folge, des während des kommunistischen Regimes propagierten Antiziqnlsmus — welcher sich in der Unterstützung der arabischen Staaten gegen den Staat Israel ausdrückte, einerseits, so wie den durch verschiedene christliche Institutionen verbreiteten religiösen Antisemitismus, andererseits. Wenn auch die nationalen Minderheiten und1 „Gastarbeiter”, aus verschiedenen Gründen — sozialen, nationalen u. a. — nicht in ihren Ländern leben können und gezwungen sind in den ihnen fremden Ländern zu leben, haben die jüdischen Menschen aus der ganzen Welt eine Heimat welche sie mit offnen Armen aufnimmt; denn das jüdische Volk ist heute — 50 Jahre nach dem Holocaust — nicht mehr heimatslos NOCHMALS ZUM THEMA: FRIEDHOF KOSEL Nach einemintensiven Briefwechsel zwischen unserem Verband und den diversen Verwaltungsstellen ln Deutschland, hoffen wir jetzt dass sich isine deutsch-polnische Stiftung um die Restaurierung des Friedhofes bemühen wird., Auch der „Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge” bemüht sich um die Wiederinstandsetzung des Denkmals für die im I. Weltkrieg gefallenen jüdischen Soldaten und der Gräber der in den Lagern und Gefängnissen umgekommenen Opfer der Nazis. Wir hoffen dass unsere Bemühuingem nicht auf taube Ohren fallen, und dass 50 Jahre nach dem Hblocaust, die zuständigen Behörden es als eine Ehrenpflicht anseihen den jüdischen Friedhof wieder Instand zu setzen. D. R. ■ I I i AN UNSERE MITGLIEDER UND FREUNDE! I Trotz der fortschreitenden Inflation, hat unser Vorstand beschlossen den Mitgliedsbeitrag für 1995 nicht zu erhöhen und auf 50.—.IS zu belassen. Gleichzeitig sind höhere Beiträge (und Spienden für unsem Sozialfond höchst willkommen! Der Beitrag für unsere Leser im Ausland bleibt weiterhin der Wert von 25 r—.US $. Wir bitten uns diesen Betrag In der Währung dies Landes der Leser (also aus England i[n Sterling etc.) inl Schecks zu senden oder an unsere Bank American Israel Bank Ltd. Main Branch 201 Rothschild Blvd. Tel-Aviv, Konto Nr. 024195 zu überweisen. Wir werden es sehr begrüssen wenn Sie uns, nach Erhalten der Mitteilungen, eine Empfangsbestätigung als Lebenszeichen und Interessebekundung schicken würden! Auf Grund vieler Bitten um Hilfe, wenden: yvir uns an alle diejenigen welche Waschmaschinen und Frigidaire bedürftigen Familien zur (Verfügung stellen können. 1