Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 2003
- Issue
- No. 74 (2003)
- Date
- 2003-01-01
- Page
- Seite 17 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Erwin Schild: The Very Narrow Bridge. A Memoir of an Uncertain Passage. Israel Congregation Toronto (Hg.), Toronto 2001. 310 Seiten. Dieses Erinnerungsbuch eines kanadischen Rabbiners deutscher Herkunft soll weder Klage noch Anklage sein. Liebevoll malt Schild seine unbeschwert harmonische Kindheit im gut bürgerlichen Milieu einer rheinischen Kleinstadt, typisch für weite Kreise des deutschen Judentums zu Beginn des Jahrhunderts. Er verfolgt die geistige Entwicklung des Jugendlichen im Hin und Her einer wechselhaften Schulbildung an staatlichen und an jüdischen Lehranstalten, erzwungen durch die antisemitischen Restriktionen der dreißiger Jahre, die schwindenden Zukunftsaussichten und den jähen Zusammenbruch der Welt des 18jährigen in Dachau. Die Rettung ins Ausland führte zu jahrelanger Gefangenschaft in kanadischen Lagern, aber zugleich zur Chance eines kontinuierlichen Studiums von Tora und Talmud und schließlich zum Rabbinat. Im Ablauf seines Lebens sieht Schild am Ende eine sinnvolles Ganzes. Er hofft, mit seinem Bericht Schicksalsgefährten, die unter ihrer Vergangenheit leiden, zu einem neuen Sinnverständnis für ihr scheinbar zerbrochenes Leben zu verhelfen. Für sich selbst gesteht er: Ich erkannte erst nach langer Zeit, "daß die Mosaiksteinchen meines Lebens sich zu einem sinnvollen Gesamtbild zusammenfügten". Mit Blick auf seine eigene Kreuz- und Querwege, die oft Lebensmut und Glaubensgewißheit erstickten, möchte er jungen Menschen bewußt machen, wie kostbar ihr eigenes Leben ist. Bewußt stellt er seine Erinnerungen unter das Wortbild chassidischer Weisheit: "Die ganze Welt ist eine sehr schmale Brücke", die hinüberführt über alle Höhen und Tiefen des Daseins, in Stadien von Gut und Böse, von Tragik und Glück. Am Ende steht für die Akzeptanz jeglicher Fügung, auch der härtesten Belastungen der Notzeit. Hatte den Verstoßenen einst bittere Enttäuschung zu einer schmerzlichen Totalabkehr von der alten Heimat getrieben, so wurde ihm doch im christlich-jüdischen Dialog eine versöhnte Neubegegnung möglich. Hier sieht er seine Aufgabe darin, selbst eine Brücke zu sein zwischen den Menschen. Sein Dank gilt dem Allmächtigen: "Er führte mich über diese schmale Brücke." Hildegard Schernus (Freiburger Rundbrief 2002) Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit Ausstellung zur Geschichte des Coseler Landes Das Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit, die Stadt und das Landratsamt Kandrzin-Cosel beabsichtigt, eine Ausstellung zur Geschichte des Coseler Landes zu veranstalten. Das Ziel dieser Ausstellung ist es, die komplizierte Geschichte des Coseler Landes, sein multikulturelles Erbe, die auf einer multiethnischen Bevölkerung basierende Gegenwart und eine Vision der Zukunft auf eine propagandafreie Weise darzustellen. Darüber hinaus sollen Bindungen und Identifikation mit dem Coseler Land hergestellt und vertieft werden, denn die Geschichte dieser Region wird als gemeinsames Erbe aller ihrer Bewohner präsentiert. Selbstverständlich wollen wir im Rahmen dieser Ausstellung auch den Beitrag der jüdischen Bevölkerung zur Entwicklung des Coseler Landes präsentieren. In diesem Zusammenhang möchten wir Sie bitten, falls es möglich wäre, die Leser Ihres Blattes auf unsere Aufstellung aufmerksam zu machen. Mit Sicherheit sind unter ihnen auch ehemalige Einwohner Oberschlesiens. Auch wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie uns Angaben deutschsprachiger Zeitungen / Mitteilungsblätter in Israel zukommen ließen, die sich mit der oberschlesischen Thematik befassen. Die Ausstellungseröffnung ist für Mai 2003 geplant, allerdings wollen wir wegen des Ausmaßes der Vorbereitungsarbeiten jetzt schon intensiv mit den Vorbereitungen anfangen. Wir werden uns bemühen, für die Ausstellung möglichst interessante Exponate und Dokumente zu gewinnen. Daher wenden wir uns an Sie mit der Bitte, uns interessante Gegenstände und Materialien, die bei der Vorbereitung der Ausstellung verwendet werden könnten, zu übergeben. Auch werden wir Ihnen für Ihre Bemerkungen und Vorschläge zu den mit dem Coseler Land verbundenen historischen Ereignissen und Persönlichkeiten, die Ihrer Meinung nach im Rahmen unserer Ausstellung berücksichtigt werden sollten, sehr dankbar. Bei allen mit diesem Projekt zusammenhängenden Fragen steht Ihnen unsesr Mitarbeiter, Herr Dawid Smolorz zur Verfügung, Tel. (0049/32) 232 49 02, Durchwahl 105; E-Mail: dawid.smolorz@haus.pl.