Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 2000
- Issue
- No. 68 (2000)
- Date
- 2000-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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/ I GERMANIA I f [ JUDAICA I Gegründet von Dr. Wilhelm (Seev) Freyhan .i.u 'JNiurn unom ’Nsr jutn ^uj mu'T MITTEILUNGEN No. 68 S DES VERBANDES EHEMALIGER BRESLAUER IN ISRAEL E.V. VORSTAND: Mosche Goldstein (Vorsitzender), P.O.B. 3591: 61035 Tel-Aviv Dr. Elijahu Hoffmann, Gabriel Holzer, Lotte Lewald, Dr. Awraham Schalew Jetzt öffnen sich langsam die Archive.... 60 Jahre nach dem Naziregime in Europa fangen sich an Stimmen zu erheben, welche den Holocaust leugnen und Sympathie für die Nazis empfinden. Pseudo-Historiker und Rassisten verbreiten ihre Lügen, wo sie nur können. Da war es an der Zeit, die im Staatsarchiv des Staates Israel aufbewahrten Aufzeichnungen und Tagebücher von Adolf Eichmann zu veröffentlichen. Hier erfahren wir aus erster Quelle vieles über die Verbrechen der Nazis an den Juden in Europa und über die Ermordungen in den berüchtigten Vernichtungslagern. Mit einer unmenschlichen Gefühllosigkeit und Genauigkeit, werden alle diese Tatsachen in allen Einzelheiten beschrieben. In einer Zeit, in der zynische “sogenannte Akademiker" jüdischen und auch anderen Holocaust-Forschern den Prozeß machen, weil diese der Welt die Wahrheit über die unbeschreiblichen Verbrechen der Nazis vor die Augen halten, sind diese Tagebücher und Aufzeichnungen das beste Beweismaterial für das bestialische Verhalten der Nazis und ihrer Schergen. Langsam öffnen sich auch die Archive der diversen Banken, Versicherungsgesellschaften u.a.m., welche uns einen Einblick in die Akten über das geraubte Vermögen der Juden Europas gewähren. Nur die Archive des Vatikans sind noch verschlossen. Wir wissen nur, daß der Papst zur Zeit der Schoah, in den dreißiger Jahren Nuntius in Berlin war und mit Hitler liebäugelte, obwohl dieser von der katholischen Kirche exkommuniziert war. Die Kommission für interne Angelegenheiten der israelischen Knesset faßte einen Beschluß, die sofortige Öffnung der Archive des Vatikans zu verlangen. In diesen Archiven befindet sich noch sehr viel Material über die Zeit des Zweiten Weltkrieges, einschließlich Holocaust und das durch die Nazis von den Juden geraubte Vermögen. Die Initiative für diesen Beschluß ging von dem Abgeordneten der Knesset Awraham Hirschsohn, aus. Auf Grund aller dieser Tatsachen ist es zu begrüßen, daß in Stockholm eine Konferenz von 46 Staaten einberufen wurde, um das Andenken an die Opfer des Holocaust wachzuhalten und zu bewahren. Aber befremdend ist es zu sehen, wie die Vertreter dieser Staaten nicht verstehen wollen, daß das Zentrum des Judenhasses heute im Mittleren Osten und in den arabischen Staaten ist. Offizielle Zeitungen in Syrien, sowie auch Minister und andere Funktionäre, veröffentlichen antisemitische Hetze. In den Schulen der arabischen Staaten wird Judenhaß propagiert. Das Andenken der Opfer des Holocaust wird am besten dadurch geehrt werden, wenn dieser antisemitischen Hetze der arabischen Staaten ein Ende gemacht wird. Europäisches Parlament diskutiert die Notwendigkeit von Wiedergutmachung in Polen Von Rechtsanwalt Lothar Fremy In den letzten Jahren berichtete ich wiederholt über die Entwicklungen in der Republik Polen hinsichtlich der Rückübertragung von Vermögenswerten an die jüdischen Alteigentümer bzw. deren Erben. Bisher aab es wenia Anlaß zu Optimismus, da Polen eine entsprechende Gesetzgebung kategorisch ablehnte. Nicht nur durch die von dem amerikanischen Rechtsanwalt Mel Urbach und einigen seiner Kollegen in den USA gegen die Republik Polen eingereichten "dass action lawsuit" (siehe Mitteilungsblatt No. 67, Seite 3), sondern auch durch Aktivitäten auf anderen Ebenen ist Bewegung in die Angelegenheit gekommen, die nach meiner Auffassung erheblichen Grund zur Hoffnung geben. Am 08. und 09. Februar 2000 fand in Brüssel beim Europäischen Parlament auf Initiative von Rechtsanwalt Urbach und der Anwaltskanzlei Rosbach & Fremy ein Treffen statt, an dem neben Abgeordneten des Europäischen Parlaments, dem Botschafterder Republik Polens in Brüssel auch Überlebende des Holocaust teilnahmen, von denen Ansprüche auf Wiedergutmachung für den Verlust von Grundstücken in Polen geltend gemacht werden. Rechtsanwalt Urbach und ich hatten Gelegenheit, die Anliegen der von uns vertretenen Anspruchsberechtigten und die juristischen Hintergründe dem Parlament, in gesonderten Gesprächen einzelnen Abgeordneten und Vertretern der Presse vorzutragen. (Fortsetzung auf Seite 2) * fin unsere Mitglieder und Freunde * ★ * Wir bitten alle unsere Mitglieder und Empfänger des * Mitteilungsblatts, den Mitgliedsbeitrag -100 Shekel, bzw. 40 t Dollar - zu überweisen, damit wir unsere Tätigkeit auch weiterhin t fortführen und auch die Zeitung weiter zur Zufriedenheit unserer i Leser veröffentlichen können. 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