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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1999-01-01 · No. 66 (1999) · p. Seite 24

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1999
Issue
No. 66 (1999)
Date
1999-01-01
Page
Seite 24 (sequence 24)
Language
German
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24 Eine Tragische Episode - ein (Fortsetzung auf Seitei 5) auf dem Exerzierplatz mitbrachte. Schon im Hafen verlassen 18 Personen die Gruppe, die die Schikanen des Ausbilders für unerträglich halten. Sechs Frauen und vier Kinder werden nach Kairo gebracht, die restlichen 17 marschieren mit ihrem "Ausbilder" durch die Wüste nach Scharm el Moje. Leider gibt es keinen Hinweise, welche Art "Ausbildung" oder Vorbereitungen sie für die beabsichtigte Siedlung erhalten sollten. Als der Preuße einen von ihnen zwangsweise in die Wüste schickt, wo er verdurstet, meutern die anderen und verlassen das Lager. Sie wandern an der Küste nach Ägypten zurück; wir kennen nicht die Verbrechen, die sich der Bestrafte zu schulden kommen ließ. Die 16 Überlebenden beschuldigen später Friedmann des Mordes. Nachdem die historische Forschung wie auch die jüdische Geschichtsschreibung das Unternehmen übergeht, das sie scheinbar unbedeutetnd findet, wissen wir nichts über das weitere Schicksal Friedmanns wie das der anderen Menschen, die das Schiff nach Port Suez brachte, aber auch nichts über den "preußischen Offizier".- Wie wir bei Redaktionsschluß erfahren, feierte Dr. Joseph Burg seinen 90. Geburtstag. Der gebürtige Dresdner war zusammen mit seinen auch aus Deutschland stammenden Kollegen in der israelischen Regierung, Pinchas Rosen (Rosenblüth) s.A. und Perez Naftali s.A. und dem ersten israelischen Staatskontrolleur Dr. Siegfried Moses s.A. unter denjenigen, welche dem neuen jüdischen Staat sein Gepräge gaben. Dr. Burg war von Anfang an einer der wichtigsten Repräsentanten des Hapoe! Hamisrachi und danach der Miphdal (religiösnationale Partei) in der Knesset und in der Regierung. Dr. Burg, welcher an der Leipziger Universität promovierte, und am Hildesheimer Rabbinerseminar in Berlin aus den Händen seines verehrten Lehrers Rabbiner Prof. Jechiel Weinberg s.A. sein Rabbinerdiplom empfing, Siedlcingsprojekt in Midjan ★ Die Episode hätte damit beendet werden können, wenn sie nicht politische wie auch menschliche Reaktionen wachgerufen hätte, die - vielleicht bis heute - unterschwellig wirksam geblieben sind. Midjan grenzt und gehört heute zu dem Hedschas, wo die Wallfahrtsorte Mekka und Medina liegen, zu denen noch immer kein "Ungläubiger" Zutritt hat. Die Osmanische Regierung in Istanbul schickte seinerzeit Militär in den Hedschas und nach Akaba, um die Einreise Ungläubiger zu verhindern. Aber auch Lord Cromer fühlte sich persönlich enttäuscht und verbittert. Als die britische Regierung im Jahre 1902 das Gebiet um El Arisch, im Norden der Halbinsel, an den Grenzen Israels, der zionistischen Organisation als Siedlungsgebiet anbot, und die Kommission, die 1903 das Gebiet bereist einen positiven Bericht vorlegt, verhindert Lord Cromer von Ägypten aus die weiteren Besprechungen, nach den schlechten Erfahrungen, die er zehn Jahre vorher mit Paul Friedmann gemacht hat und enttäuscht war. Etwas, was die damaligen Zionisten wie auch Herzl sicherlich nicht kannten, und nicht in seinen Tagebüchern erwähnt wird. ist ein würdiger Vertreter der deutsch-jüdischen Orthodoxie, welche die Synthese von Thora und Derech Erez (allgemeines Wissen) propagierte. Der in allen Kreisen so Beliebte, hat in den vielen Jahren seines segensreichen Wirkens viel zum Verständnis der verschiedenen Ansichten beigetragen. Bis zum heutigen Tage ist er noch der Vorsitzende von "Yad Va'Shem". Der 90jährige hat nichts von seinem bekannten Humor und Optimismus verloren, und seine geistreichen und witzigen Bemerkungen sprechen sich überall herum. Wir wünschen dem Jubilar noch viele Jahre geistigen Schaffens und um mit dem Psalmisten zu sprechen: "Noch im Alter ranken sie, frisch und markig bleiben sie." (Ps. 92/15). Bis 1201! M.E.H. Unsere Leser schreiben Vielen Dank für die Zeitung, die ich von Ihnen bekomme. Mit großem Interesse lese ich gern das Blatt... Einige Jahre habe ich im jüdischen Waisenhaus, Gräbschner Straße in der Mädchenabteilung gearbeitet, unter der Leitung von Direktor Kolosschinsky.... Margot Algore (Karliner) 1 Fairoak Drive, Eltham, London, England * Mit Freude erhalte ich immer die "Mitteilungen". Ich bin 1923 in Breslau als Felicitas Breitbarth geboren und wohnte bis zu meiner Aliyajm Jahre 1939 auf der Moritz Straße. Nach vielen Verzögerungen und Umwegen kam ich 1941 über Jugoslawien nach Erez-Israel... Dalia Meron Kfar Ha-Maccabi 30030 Tel: 04-8458941 * ...Vielen Dank für die Zeitung, die mir das heimatliche Breslau immer wieder nahebringt. Die Berichte bringen Erinnerungen zurück und halten die alten ehrwürdigen Namen wach, die mit Erlebnissen aus der Jugendzeit verbunden sind. Ihnen allen die besten Wünsche... Charlotte Peter Gänsanweg 3 Oppenheim 55276 ★ ...Ich freue mich immer sehr mit ihren "Mitteilungen", welche ein gutes Niveau haben und auch meiner Frau Marianne sehr gefällt, da sie als Pragerin oft einiges über ihr Geburtsland in ihrem Blatt lesen kann. Ich bin im 95sten Lebensjahr und tue alles, um es noch weiter zu bringen. Also bis zu den üblichen "120"... Walter und Marianne Adler Sonnenberger Straße 50 Wiesbaden 65193 V.VVWWVVWVWWVWVVWVWWYVWWWWVVVVVVVWVYW.VVVVWVWVVVVVVWUWVV Von Dresden bis nach Jerusalem: Dr. Joseph Burg - 90 Jahre ’ ln unserer letzten Nummer (No.65) veröffentlichten wir einen Artikel von ^rof. Dr. Alfred^1 Koniecznv über "Tormersdorf - Grüssau - Riebnig - Durchgangslager der Juden Niederschlesiens 1941 - 1943". Dieser Artikel ist eine Zusammenfassung des Inhalts des Buches über die "Wohngemeinschaften in Tormersdorf - Grüssau und Riebnig". Dieses Buch kann durch Versand unter folgender Adresse bestellt werden: Dzial Marketingu, Wydawnictwa Uniwersitetu Wroclawskiege PI. Uniwersytecki 9/13 v_ PI-50- 137 Wroclaw_GERMANIA JUDAICA Dem Verband ehemaliger Breslauer meine herzlichen Grüße. Ich freue mich auf die nächste Zeitung. Im August war ich mit meiner jüngsten Tochter in Breslau auf der Wallstraße. Es wird etwas getan! Der Friedhof an der Lohestraße hat die von Geburt Westdeutsche Münchnerin sehr beeindruckt. Alles Gute für den Verband und für Israel von Ihrem Leser Dr. Klaus Wendtland, Hervesterstr. 6, D 45768 Marl A&alTn

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