Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1998
- Issue
- No. 65 (1998)
- Date
- 1998-01-01
- Page
- Seite 20 (sequence 1518)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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20 GESUCHT WERDEN ÜBERLEBENDE DER EHEMALIGEN JÜDISCHEN GEMEINDE BRESLAU Von Herrn Dr. Arno Lubos erfuhr ich, daß der "Verband ehemaliger Breslauer in Israel e.V.“ eine Zeitung herausgibt, was ich bis dahin leider, leider nicht gewußt hatte. Und Herr Dr. Lubos war so freundlich, mir die "Mitteilungen" Nr. 64/1998 zu schicken. Ich habe diese Zeitung mit großem Interesse und einzelne Beiträge mit starker Berührung gelesen. Meine Familie und mich verschlug es in die Sowjetische Besatzungszone, die spätere DDR, wo Schlesien totgeschwiegen wurde. Und doch gelang es mir, 1985 mein erstes Buch zu veröffentlichen: "Wir Flüchtlingskinder“. Zu dieser Zeit begann ich, mich mit dem Judentum in Schlesien zu beschäftigen. Was ich in den DDR-Bibliotheken fand, war beschämend wenig. Erst 1987 durfte ich das erstemal in die Bundesrepublik fahren. Seit der politischen Wende hole ich nach, was mir 40 Jahre lang verwehrt worden war und lese und lese... Und das hat einen Plan in mir reifen lassen. Ich möchte mich auf Spurensuche begeben nach überlebenden schlesischen Juden des Holocaust, nach Menschen (und deren Nachfahren), die rechtzeitig Deutschland verlassen konnten und nach jenen, die die Konzentrationslager überlebt haben. In vielen Städten Deutschlands wird jüdisches Leben erforscht und nach Überlebenden geforscht. Die schlesischen Juden sind leider, leider ausgeklammert. Dabei ist gerade das Judentum in Schlesien ein sehr bedeutender Bstandteil des deutschen Judentums. Und ich weiß sehr wohl, wie dringend es ist, die letzten Zeugen jüdischen Lebens in Schlesien aufzuspüren, ihre Erinnerungen, ihre Leidenswege niederzuschreiben - gegen das Vergessen. Obwohl ich keine Jüdin bin und meine Familie WMVVVWMMWVWAWAVWJWAVAWVWWVVt "ES WAR NICHTS BESONDERES" (Fortsetzung von Seite 19) deutsche Sozialdemokrat, der in Varian Frys Marseiller Flüchtlingsbüro intensiv mitarbeitete, fand einen Emigranten, der sich auf das Herstellen gefälschter Päße verstand, und auf diese Weise wurden 24 Menschen gerettet. Die Motive der Retter? Fast alle gingen über diese Frage mit einer Handbewegung hinweg. Was ich tat, war nichts Besonderes. Jeder andere hätte ebenso handeln müssen", so der Holländer Arie van Mansum. Will Schaber ("Aufbau", 4.3.1994) mit jüdischen Menschen nicht befreundet war, verspüre ich einen inneren Auftrag in mir. Könnte mir der Verband bei der Spurensuche helfen, mit Namen und Adressen von Überlebenden, die in Israel und anderen Ländern leben? Ich wäre Ihnen von Herzen dankbar dafür. Vielleicht kennen Sie auch Menschen, die mir Hinweise für meine Spurensuche geben könnten. Vielleicht kann auch ich Ihnn helfen? Mit Adressen in und Verbindungen nach Deutschland, nach Schlesien, wo ich des öfteren bin. Ich würde es sehr gern tun. Ursula Höntsch Eintrachtstraße 1 a, 13187 Berlin Tel./Fax: 030/47530151 Rabbiner Dr. Max Elk s.A. Zu seinem hunderdsten Geburtstag (Fortsetzung von Seite 18) Ausdruck den Minhagim, der Tradition, der den damaligen Neueinwanderern geläufig war, wie das Schulwerk, das in den ersten Jahren des Staates sich so eingebürgert hatte, daß es die vergrößerte Schülerzahl aufnehmen konnte. Elk gehörte sicherlich zu den wenigen, die mehr oder weniger seine Traumpläne verwirklichen konnte. Er hatte das Glück, die Ausbildung an und durch Anstalten zu erhalten, die selbst seinerzeit einmalig waren, Frankfurt, Breslau, Berlin. Er verstarb am 26. April 1984.Mit dem Schulwerk, der "Leo Baeck-Schule" errichtete er sich ein Erinnerungsmal, das mit seinem Namen verbunden bleibt. F ir mendämmer ung (Fortsetzung von Seite 12) einem Bumerang. Nur ein Fünftel der Konten könnte Juden gehört haben, während die Mehrheit gewöhnliche Bankkunden waren. Das Bankgeheimnis, Aushängeschild Schweizer Diskretion, ist ins Wanken geraten. Andererseits enthält die Liste Namen von Leuten, die ihre Konten lange nach Kriegsende eingerichtet haben. Das Chaos ist perfekt, die Blamage desgleichen, ein Ende der Affäre nicht in Sicht. Sollte das Gericht in New York die Klage zulassen, dürfte die Luft in Schweizer Chefetagen dünn werden. Denn dann hat die Justiz in den USA Zugriff auf die Filialen jener Geldinstitute in den Vereinigten Staaten. Dem wollte die Allianz-Versicherungs AG wohl vorgreifen und hat deshalb vorsorglich ihre Hotline eingerichtet. Für die Bundesregierung kündigt sich mit der New Yorker Klage gleichfalls eine neue Situation an. Am Tag des Prozeßbeginns hat der Auswärtige Ausschuß des US-Senats die Regierung in Bonn aufgefordert, die noch lebenden Opfer des Holocaust in Mittel - und Osteuropa angemessener und unbürokratisch zu entschädigen. Viele dort lebende NS-Opfer hätten während des Kalten Krieges nichts bekommen. Senator Patrick Moynihan sprach von etwa 125.000 Anspruchsberechtigten. Gleichzeitig hielt er der Bundesregierung vor, z.B. an baltische ehemalige SS-Leute Pensionen und Renten zu zahlen. Nun muß Bonn reagieren. In der Bundesrepublik ist der Regierung diese Praxis schon oft vorgehalten worden, freilich ohne Erfolg. Da zeigen sich Übereinstimmungen zwischen Bonn und Bern. Druck von innen bewirkt wenig, Druck von außen viel. Die Schweizer Banken sind wachgerüttelt worden, Bonn muß gleichfalls aus seinem Entschädigungstiefschlaf gerissen werden. Die wenigen Überlebenden haben Ansprüche - nicht mehr lange, weil Tag für Tag einige sterben. Unentschädigt, krank, verbittert. Heiner Lichtenstein ffimmsmfflmmmmsmfflSfflimsiMi ("Die Mahnung", 1.9.1997) In den letzten Nummern der "Mitteilungen" haben wir verschiedentlich über Anmeldung von Forderungen für Rückerstattung von Vermögenswerten in Breslau, an die polnischen Behörden berichtet. Die bei uns eingegangenen Anmeldungen von Mitgliedern wurden an die Rechtanwälte Fremy & Rosbach in Berlin weitergeleitet. Jetzt teilen diese Anwälte uns mit: In der jüngsten Vergangenheit haben wir verschiedentlich über die Entwicklung im Hinblick auf eine mögliche Rückübertragung von Grundstücken in Polen und insbesondere in Breslau oder eine Entschädigungszahlung für den Verlust dieser Vermögenswerte berichtet. Es zeichnet sich nunmehr ab, daß das polnische Parlament mit einer entsprechenden Gesetzgebung beschäftigt ist; es besteht schon jetzt die Möglichkeit, seine Rückübertragungs - bzw. Entschädigungsansprüche gegenüber den polnischen Behörden geltend zu machen und dort registrieren zu lassen. Interessierte Mitglieder wenden sich bitte an den Verband.