Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1997
- Issue
- No. 63 (1997)
- Date
- 1997-01-01
- Page
- Seite 20 (sequence 1468)
- Language
- German
- Belongs to
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DIE MARKTLUCKE ODER WIE EINE WELTMODE ENTSTAND von H. W. Goldstein Es war einmal... in Bayern eine Familie Strauss. In der ersten Haelfte des vorigen Jahrhunderts gab es in den kleineren Orten für die juengere Generation kaum Zukunftsaussichten. Die Entwicklung der Industrie steckte noch in den Anfangsstadien, dass selbst die damaligen Residenzstaedte nur verhaeltnismaessig wenige Arbeitsmoeglichkeiten boten, und nur eine Auswanderung nach Uebersee übrig blieb, insbesondere in die weiten Gebiete Amerikas. Einige Geschwister der Familie Strauss lebten schon in New York, zu denen im Jahre 1848 ein juengerer Bruder kommt, Levi, geboren 1829, um sein Glueck zu versuchen. Im fernen Californien werden Goldminen entdeckt. Der Goldrush wirkt ansteckend auf den Juengling. Es zieht ihn in den noch unbekannten Westen. Im Jahre 1851 kommt er nach Sacramento, der Landeshauptstadt, aber nicht um Gold zu suchen, sondern beginnt mit einem Kurzwarenhandel. Drei Jahre spaeter siedelt er nach San Francisco über. Irgendwann in diesen Jahren hatte er einen Einfall, er entdeckt eine Marktluecke, rueckblickend muss man sagen, er “entdeckt" eine wirkliche Goldmine, die noch fuendig bleibt, als die Siedlungen jener Tage zu verlassenen Plaetzen geworden sind. Um den Goldgraebern jener Epoche haltbare und praktische Arbeitshosen anzubieten, denn die harte Arbeit, meistens in knieender Haltung, bedingt das schnelle Verschleissen ihrer Kleidung, schneidert Levi Strauss Hosen aus einer Art Zeltstoff, spaeter benutzt er und das hat sich bis auf den heutigen Tag erhalten blaue, gezwirnte Baumwolltuecher; um sie haltbarer zu machen, werden die Nahtenden mit blanken Kupfernieten verstaerkt, so wie sie bei Arbeitsschuhen verwendet wurden. Da in Amerika sicherlich schon damals, eine zum Verkauf angebotene Ware einen Namen, ein Schlagwort, haben musste, werden die Hosen zu “Levi’s” und auch der Name hat sich bald hundertfuenfzig Jahre erhalten. Die Goldgraeber kaufen sie gerne, bald finden die Farmer der Weststaaten Gefallen an den “Levi’s”. Langsam dringen sie in die Oststaaten und in andere amerikanische Laender. Aber erst hundert Jahre spaeter, genauer gesagt, nach dem zweiten Weltkrieg, erobern sie die Alte Weit insbesondere Europa wie die asiatischen und afrikanischen Laender, und natuerlich einschliesslich Israel. Die ‘Levi's’ haben zu einer Revolution in der Hosenmode gefuehrt. Maennlein und Weiblein, die jungen und die nicht mehr ganz so jungen, bekleiden sich mit den blauen Hosen mit den Kupfernieten, den “Levi’s". Sie sind der Ausdruck der Zeit, der “modernen” Gesinnung" wer sie traegt, ist “in”. Die dutzenden Konkurrenten in der Welt haben sie zu “blue Jeans” gemacht. Levi Strauss erlebte nicht mehr den Welterfolg seiner “Levi’s”. Er verstarb im Jahre 1962. Aber auch der auf Amerika begrenzte Umsatz genuegte, um Spinnereien zu erwerben, sich an Banken und Versicherungen zu beteiligen. Der Junggeselle nahm einen Bruder, spaeter einen Schwager, Da-wid Stern wie auch dessen vier Soehne in die Firma. Nach amerikanischer Tradition reicher Unternehmer unterstuetzte er die Universitaeten seines Staates, Waisenhaeuser wie die Synagogengemeinde in der er aktives Mitglied war. * Die Welt hat sich in den beinahe hundertfuenfzig Jahren stark veraendert. Der Goldtraum Californiens ist ausgetraeumt. Die “Levi’s”, die blauen Hosen aus dem groben Tuch mit den blanken Nieten haben sich als bessere Goldminen erwiesen, eine bestaendigere, fuer ihn und die Erben und Nachfolger, die Firma “Levi Strauss & Co.”. Die Idee eines jungen Mannes im Lande der “unbegrenzten Moeglichkeiten” eroberte die Welt, eine Moderevolution, im besten Sinne des Wortes, eine “Weltrevolution”. Die Wenigen, die sich noch nicht der Bewegung angeschlossen haben, und es vorziehen, keine “Levi’s" zu tragen, verraten schon durch ihre Kleidung, dass sie “altmodisch" sind, in einer Modeperiode leben, in der es noch keine Levi’s gab, sie noch nicht “erfunden” waren... Eine richtige Idee muss man haben... Deutsche Juden in Palästina seit 1933 (Fortsetzung von Seitei 9) u.a.:”lm Laufe der letzten 10 Jahre sind an 80.000 Olim aus Mitteleuropa eingewandert... Die Diskussion, die um diese Alijah entbrannte, stand nicht immer auf hohem Niveau. Manchmal wird sie auch aus Gründen eines einfachen Bruderhasses geführt. Es gibt Ostjuden, die an ihre in Mitteleuropa verbrachte Zeit keine schönen Erinnerungen haben und sich jetzt rächen wollen." Zu der häufig geäußerten Behauptung, die deutschen Juden hätten ihre Alijah zu spät angetreten, meinte Rosenblüth: "was die Einwanderung nach Palästina anbelangt, gibt es das Wort 'zu bald' nicht, es gibt eben nur das 'zu spät', alle Massen - Aliot kamen 'zu spät', alle kamen aus den gleichen Gründen. Die Not der Judenmassen in Ost und West war immer der Antrieb... Wir kamen als Verehrer des Ostjudentums nach Palästina, doch heute müssen wir bekennen: Wir sind ein wenig Verehrung nicht belohnt wurde." Wenn trotz der zahlreichen Schwierigkeiten, die die Einwanderer aus Deutschland in Palästina erwarteten, außergewöhnliche, bis heute wirkende Leistungen auf den unterschiedlichsten Feldern erbracht wurden, dann beweist dies ihre Bedeutung für das Werden und Wachsen des Staates Israel überzeugend. Quellen "Mitteilungsblatt". Irgun Olej Merkas Europa (Tel Aviv); "MB Mitteilungsblatt" (Tel Aviv ); "Mitteilungen des Verbandes Ehemaliger Breslauer und Schlesier" (Tel Aviv); "Mitteilungen des Verbandes Ehemaliger Breslauer in Israel" (Tel Aviv), Jgg. 1935- 1995. "The Fifth ALIYAH". The 60th Anniversary of Central European Immgration 1993 (Tel Aviv). VON DEN LUGEN DER PALÄSTINENSISCHEN T.V. Auch die palästinensische T.V. schloss sich jetzt der Bande der Leugner des Holocaust an. In einer Sendung behauptete ein palästinensischer Schriftsteller, dass keine 6 Millionen Juden durch Hitler umgekommen seien - "höchstens 400,000". Die Juden wollten nur davon profitieren und Geld herausschlagen". Diese ungeheuerlichen und verbrecherischen Behauptungen in einer offiziellen Sendung der Palästinensischen T.V. Kommentar überflüssig!!!