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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1990-01-01 · No. 54 (1990) · p. [Seite]

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1990
Issue
No. 54 (1990)
Date
1990-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Gegründet von Dr. Wilhelm (Seev) Freyhan C’ ft, 7~ rr 'ir r $ A. ' ■«nnra in1o“i:i 'Nsr pna ^iu dutt MITTEILUNGEN No. 54 DES VERBANDES EHEMALIGER BRESLAUER IN ISRAEL E. V. VORSTAND: Dr. Richard Prager (Vorsitzender), Chaja Bar-Or, Edith Benda, Mesche Goldstein, P.O.B. 3591; 61035 Tel-Aviv Arie Gradenwitz, Lotte Lewald, Max Lopatka Antisemitismus 1990 (GEDANKEN ZU PURIM) Die Umwälzungen der letzten Zeit in Osteuropa, welche die jahrzehntelangen Diktaturen erschütterten und eine gewisse Freiheit für die dort unterdrückten Menschen brachten, haben einen grossen Einfluss auf die gesamte Weltpolitik ausgeübt. West- und Ostmächte kommen einander näher und die Versuche einer Abrüstung, geben der Welt die Hoffnung auf Frieden in der Zukunft. Das jüdische Volk, welches immer das Opfer der Unterdrückung und der Kriege war, hat allen Grund der Zukunft hoffnungsfreudig entgegen zu sehen. Und doch — auch in dieser Zeit ist das jüdische Volk wieder Opfer antisemitischer Aufwallungen in Ost und West. Die neu auftauchenden nationalistischen Bewegungen in der Sowjetunion, sind zum grossen Teil antisemitisch angehaucht. Juden in Aserbaidschan und anderen Republiken mit moslemischer Bevölkerung, welche in religiöser Beziehung unter iranischem Einfluss stehen, suchen Wege ihre Wohnstätten zu verlassen. Auf der TV sah man jüdische Menschen mit Angst in den Augen vor antijüdischen Ausschreitungen und sogar Pogromen in allen Teilen Russlands. Angesichts dessen gab der Oberrabbiner von Israel, Raw Mordechai Elijahu, eine besondere Erlaubnis, dass es Juden in diesen Gegenden erlaubt ist, sogar am Schabbat zu fliegen, wenn Lebensgefahr vorlieg't. Aber auch der Westen ist nicht frei von Antisemitismus. Im Gegenteil — das Auftauchen neo-nazistischer Bewegungen von rechts, und der Antisemitismus von links (der sich mit dem Deckmantel “Antizionismus" einhüllt) sind die Anzeichen eines zunehmenden Judenhasses in Westeuropa. Das bezieht sich nicht nur auf einzelne Bewegungen. Auch das “Europäische Parlament" beschloss Sanktionen gegen Israel auf kulturellem und wissenschaftlichem Gebiet. Und warum?? Weil sich Israel gegen Terroristen verteidigen muss, deren Ziel die Vernichtung des jüdischen Staates und der Juden Israels ist. Um mit Franz Werfel zu sprechen: “Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig”. Die “Demokratien” welche vor 52 Jahren ihre Tore verschlossen und so Juden den Schergen -Hitlers auslieferten, und welche anscheinend die Todeslager von Auschwitz, Maidanek und Trabiinka vergessen haben oder vergessen wollen, haben nichts zugelernt. Der Leidensweg des jüdischen Volkes “von Haman bis Hitler” ist leider noch nicht beendet. Wir lesen am Purim die Megillat Ester und schöpfen aus ihr Trost. Ein Monat später, genau, feiern wir das Pessachfest, das Fest der Befreiung aus der ägyptischen Knechtschaft. Gerade heute ist das von besonderer Bedeutung: Juden aller Länder haben die Möglichkeit in Freiheit in ihrer eigenen Heimat, in Israel zu leben. Und die Pflicht des jüdischen Volkes in aller Welt ist es, zu helfen dieses zu verwirklichen. M. E. Awi-Achija I I I I I MITGLIEDERTREFFEN am 26. März 1990, 16.30 Uhr, im Moadon, Rechov Graetz 15, Tel-Aviv (Erdgeschoss). Es spricht DR. RAPHAEL SCHNELLER (School of Education, Bar-Ilan University) (mit Lichtbildern) über: SÜDAFRIKA — MENSCHEN, KULTUR UND NATUR. Unkostenbeitrag: 5 — NS. Gäste willkommen. I I I I I Grabsteine des mittelalterlichen jüdischen Friedhofes der Ohlauer Vorstadt. S. Artikel auf Seite 16 * ' V * sn»‘ V MITGLIEDSBEITRAG FUER DIE JAHRE 1989-90 1. Wir bitten alle Mitglieder, die den Beitrag für 1989 in Höhe von 20.— NS noch nicht bezahlt haben, dieses umgehend nachzuholen. NUR MITGLIEDER, DIE DIESER BITTE NACH¬ KOMMEN, KÖNNEN AUF EINLADUNG ZU DER KOMMENDEN GENERALVERSAMMLUNG RECHNEN. 2. Angesichte der ständig steigenden Unkosten hat der Vorstand, vorbehaltlich der Genehmigung durch die Genera!versammlungi beschlossen, den Beitrag für 1990 auf 30.— NS festzusetzen. Auch diesen Betrag bitten wir, uns baldmöglichst zukonimen zu lassen. DER VORSTAND

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