Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 16 auf das Jahr 5618 (1858)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- Seite 133 (sequence 133)
- Language
- German
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- Tunis 1× ep/1048155
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erhält einc Deputation derselben Audienz beim Minister des Innern, der ihr im Namen des Kaisers die erfreulichsten Aussichten für ihre Glaubensgenossen erossnct. - In Folge eines zwischen den nordamerikanischen Freistaaten und der Schweiz abgeschlossenen Vertrages wirb einem Herrn G o dmann aus New 2>ork die Erlaubuiß, eine Fabrik in La Chaur-dc-Fonds anzulcgcn, verweigert, weil er — Jude sei. — Der B ey von Tunis lost den Gerichtshof der Chara ans, sendet die Urheber des Verbrechens an dem Hingerichteten Juden auf die Galeeren und entschädigt die Hintcrlassenen mit einer Summe Geldes, — Der Schah Von Persien spricht sich für die Gleichberechtigung aller Religionen aus, — Der rühmlichst bekannte Architektur-Mater Professor A, Wegelin in Cöln a, R, hat eine malerische Ansicht der im Bau begriffenen Synagoge in Cöln, treu dein Plane deö Geheimen Reg,- und Bauraths Zwirner, in Aquarell ausgcführt. Diese treffliche Arbeit ist Sr. Majestät dem Könige vorgclcgt und von ihm angekaufl worden. — In Fontainebleau wurde Ende Ang, d, I, eine Synagoge cingcweiht. Den Grundstein dieses Gebäudes hatte der Untcrpräfckt in Gegenwart der Municipalbehördc gcle.fl. Die nämlichen Staatsdiener wohnten der Erössnung des Israel, Tempels bei. — Die tresslichc, in den gelcsensten Journalen günstig beurtbciltc Jugcndschrift: Fellmciers Abende von A. Tendla n (Frankfurt a, M. bei Rütte n, I85V) hat bereits französische und englische Nebcrscyungen hervorgcrufen. Der würdige, in weiteren Kreisen rühmliebst bekannte Verfasser, benutzt die ihm als Vorsteher einer der bedeutendsten Erziehungsanstalten in Frankfurt a. M, nur kärglich zugcmesscnc Muße zu schriftstellerischen Arbeiten und gehört auch zu den geschätztesten Mitarbeitern unseres Jahrbuchs, — Herr Gcmcindcschreiber K. S ch iffmann in KleinbockenheimsRheiubavenij, christlichen Glaubens, ein 79jähriger, noch rüstiger, gcistcs-und gcmüthsfrischcr, jedoch kinderloser Greis, hat nach und nach acht arme K indcr erzogen und so für sie gesorgt, daß sic heute alle einc ehrenvolle Stellung in der Pfalz cinnchmcn. Und'im Augenblick sind noch zwei größere Knaben im Hause, der Sohn eines TaglöhnerS und der Sohn einer armen jüdischen Wittwe. Seine Majestät der König von Bayern bat dem Bicdcrmannc im Ang, d, I. in Anerkennung seines langjährigen und verdienstlichen Wirkens das Ehrenzeichen des Verdienstordens der bayerischen Krone zu verleihen geruht, Ehre, wem Ehre gebührt! — Es gereicht uns zur Freude, melden zn können, daß die k, b, Negierung der Pfalz die Lage ihrer jüdischen Lehrer in humanster Weise zu verbessern sucht. Es ist ihnen gestattet, sich dem allgemeinen Lchrcr-PcnsionsfondS anzuschlicßen und cs verdient rühmende Anerkennung, daß viele isr. Gemeinden dieser Provinz die erforderlichen Jahresbeiträge für ihre Lehrer aufbringen. Aus den Antrag des Landrathsmitglieds Becker aus Grünstadt ist dem dortigen verdienstvollen Lehrer Strauß ans Krcisfonds eine Gehaltszulage bewilligt worden. Von den Juden in der Pfalz ist überhaupt manches Erfreuliche zu berichten. Im Sinne der Gleichberechtigung wurde der polnischen Gemeinde in Ludwigshafen aufgegebcn, ihren isr. Mitbürgern einen Gottesacker unentgeltlich einzuraumen. Der dortige K aufmann Lcvino ist Mitglied der Handelskammer der Provinz geworden. Derselbe hat eine Weinstcinsäure-Fabrik errichtet, die ihren Rohstoff aus Ungarn, Sicilien rc. bezieht und ihr Fabrikat nach England, Amc-