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Der Israelit · 1906-12-20 · 51 (20.12.1906) · p. Seite 8

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Journal
Der Israelit
Volume
47 (1906)
Issue
51 (20.12.1906)
Date
1906-12-20
Page
Seite 8 (sequence 9)
Language
German
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Nr 5>l Seite s. »firn and) ttad) dem Tode »och als Reflexbcwcglinken möglich. Da» Ausreißen der federn müsse qesche.cn, solange die Tiere noch warm sind, weil sonst d!e.Hant beschädigt würde. Indessen brauche cs nicht unmittelbar nach dem Töten vorgcnommen zu werde», obwohl dies bei de» Geflügelhäiidlern allgemein Titte sei. Aber er habe die Ansicht, daß, sobald die Tiere einigermaßen verblutet wären, von einer Tierquälerei keine Mfebe mehr fei!» könne, Ais sehr scknnerztiast Gezeichnete Herr van Aaken das Rupfen der federn bei lebenden Tieren, und der Präsident bemerkte hierzu, daß das bei den Schwänen nichtsdestoweniger zu geschehe» pflege. Herr '?> vau Loen, der Dber rabbiner bei 'JJ Israel. «Gemeinde im Haag sprach sich über die religionsgeselzlichen!1,'egel» aus, die beim Schächten beobachtet iverdcn müssen, der angcklagte Schächter babe dagegen nicht verstoßen. Herr ״an Loen fügte Hinz», das; selbstverständlich nach den ׳Borschristen des jiidischen Hesepes alles vermieden iverden müsse, ivas eine Tierquälerei bewirke» tvürde. £01■ als iveiterer Sachverständiger vernommeuc Herr H. <5. van Harrcveldt, Direktor des Schlachthauses im Haag, schloss sich in der Hauptsache dem Gutachten des Herrn van Aaken an. Er erklärte, das) in ea.;’•<> Sekunde!! nach dem Schächlschniit volle (0<יי fühl rurd Bcwns.tlougkeit eiukrerc. Daher könnte!! die Tiere auch dasAusrupte» der ,Zedern nicht mehr empsuuden haben, lieber den Lchächtschnitl saqt Herr van Harreveldt schließlich noch, daß dieser nach seiner Meinung die b c ff e S ch l a ch t n! e t h o d e sei. Der Vertreter der Staatsanwaltichnst, Herr Dr. van uusbeantragtZ re jsprechung. Hie An klage sei lediglich erhoben worden, weil man volles Licht ui die Sache habe bringen wollen. Man habe vor aller Deffentlichkeit feffffellen!vollen, wie eine Schlachtmethode, die augenscheinlich sehr akkurat gchandhabt iverde und aus alten Satzungen bcrirhc, sich zum holländischen Strafgesetz verhalte. Er ,'ei übcrzeuqt daß ,Tieisprechuug erfolgen!verdc. Der Berteidiger, Herr S. Zrauße Bete uff ein, spricht seine Freude darüber aus, daß die Saäie einmal vor aller ׳Welt behandelt werden er wies im Anschluß an die Aussagen der Sachverständigen durch die (sffitachlen zahl reicher hervorraqende! ,Tachkenner nach, daß säst unmittelbar nach dem Schnitt des Schächters die Tiere das Bewußtsein verlieren, und daß die nachher noch anstrcrenden Zuckungen gerade ein Beive!» dasür sind. Ter Gerichtshof beschloß, das Urteil am -4. d. M!s. zu verkünden. 4h*anh1*m־tj. Paris, I i. He; Bis jetzt und in ,Trank reich l < *!;<! M 111111 s v e r eint g 1111 g e 11 gebildet worden, davon s״ katholische, ,.hi!» protestantische und Ts jüdische Hie Bcrlreter der übrigen Bekenntnisse kündiglen an, daß sie demnächst die vorgeschriebenen Zormaliläten erfüllen iverden. Paris, I«'>. Dezbr. Baron Edniond v. Rothschild ivurde an! letzten Samstag mit-'- gegen l.» Stunmen,!velche letzteren aus Herrn Mounei Sulli, von der Eom.'-die,Traueane sielen, zum Mitqlied der Akademie der Schönen Eunffe gewalilt. Hiese Würde ivird nämlich nicht nur an Ei'niffler verliehe», sondern auch an hervorraqende Mäeene und an Männer, die sich durch be deutende Schenknnqeu an die Rationalinuseen verdient qemacht haben. Beides trifft bei 'Baron Edniond v. Rothschild zu. Her Bame Rothschild i!t mit qoldeneu Vettern in die Ehrentafeln des Louvre engegraben: neben andere»! verdankt dieses Museum di in Baron Edmond v. Rothschild eine ivunderbarc Sanunlunq antiken Silbers, die vor euva dreizehn Zähren zu Boseo R.-ale, in der 'Rah! des Beiuv, entdeckt ivurde! zweifellos das weitvollite (beschenk, das der Louvre «eit vielen fahren erhalten Hai. Edniond von Roth schild in der >u»gere 'Bruder des 'Baron Guffave und des im voriqcn Zabre verstorbenen Baron Alpkome nnd in int Zahre ls4.־> qeborcn. Zm vXabrc IST7 ve'heiralcle er sich mit der Tochter Willps von Rothschild in ,Tran kn in a. M. Der Zsrnelii. ^tillrdnstdtiten. Rumänlches. (Bon unserem Korrespondenten.) Bukarest, l.l. Hezembcr. Dbwohl die Z»den in Rumänien als ,Tremde behandelt iverden, haben sie dennoch die Berpflichtunq. in üblicher Weise den Hceresd euff ab zuleisten.' Mau wird sich »iä,r darüberivnuoern, daß d:e jüdisch11־ Soldaten von ine» Borg setzten alle Arten von 'Beschinipfunqeu und Mißhand l ineen zu erdulden haben. Besonders schlinun erqeht es ihnen in den Städte der Moldau, in denen viele ,Tilden dienen Zu Tollieeim ivurde verqanqene Woche ein jüdischer Soldat so schiver von einem Unteroffizier vecletzt daß er am Taqe daraus den Berletzungen erlaq Her Mann batte nicht das geiingffe verffkuildet. Er halte von se nein Kapitän eiuiqe Taqe Urlaub erhalten. Eine Patrouille bemerkte ihn abends in seinem Hause, und da er keinen Urlaubspaß vorzeiqe» tonnte der Urlaub ivar ihm nämlich nur mündlich erteilt ivorden so riß mau ihn heraus a 1s d e Straße, um ihn zur -Kaserne zu brinqeu. Uuteriveqs schluq ihn der Patrouillen sichrer mir dem Gewehr sehr hefkiq aus die Bru׳t. '.ffach'enidcr Soldat am andern Taq qeitorben ivar, stellten die Aerzte feff, da!; die Schläue die Todes Ursache qewese» seien. Za der Seuatssitzinig vom l. Hezember stellte euer der Antisemiten an den Premierminister die ,Traqe, ,velche Maßregeln er zu erqreisen ge denke, um das lleberhauduehuien der Zuden in den Dörseru zu verhindern. Es seien der Re qlerunq die Mittel dazu in die Hand qeqeben durch das Gesetz, wonach ,Tremde nur mit Zu stimmunq des Präfekten aut dem Lande ivvhuen dürste». Hie ,T»den seien eine (Gefahr für die Landbevölkerung. Der Mini lerpräsident stimnilc dem bei und versprach, geeignete Anordiilmqeu ,zu erlasse». Dabei sind die ,T»ken ans den Hötset», 1ve:i» man von eimqeu!veuiqen Aus nahnien abneht. durch!veq arme Leute, Besitzer eines Ladens von .'»>> >00 ,Tr- Wert eder dürstiqe Arbcirer, die sich nur mit qroßer ׳)Bähe ernähren. Wenn jetzt das erwähnte (besetz z!l llnquusten der,Tn^en anqeivandt ivird, so in die 4i0k »ich abzuffhen die sich daraus für die 111 qlücklicheu 'Bi'enscheu eutwükeln müßte. Es würde dann unter llmffändeu wieder ein ,Tahr wie IS'.i'.i qebeu, ivo qroßs Massen der jüdischen Be völkerunq das Land verlassen haben. — Zn zivischen hak der Mnilster des,Tunern vereirs die Präsekten anqewiese!, ,Tremden keine Erlaubnis zur Riederlassung auf den Hörser 1 zu qebeu. Wer ohne ^iimuumi»,) des Präsetten sich aus einem Dorse niederläßi wird wieder in die Stadt zurückqeiviesen. ׳Rach einer Statistik des Ministeriunis des ,Timern sind vom Znnuar Iix».', au bis jetzt Zadeu aus Rußland ciuqewandert. Bon diesen sind -'T'.««! weiteiqcrcist, der!liest in bislanq im Lande qeblieben. Rus dem heiligen Lande. (Bon unifvcm Korreipondcnien ,T er u s a l c in, 2. Dezember. Hie erne diesjäbriqe jüdische R'e scqesellschqst, ans Personen bestehend traf am I:',. Liivember hier ein und verbrachte Taqe in ,Terinalem und Ilinqeqend. Hie.Earaivane wurde am ersten Abend in der Evelina de Rothschild ')A'ädchen schule beitnllkonnnt, wo, auf Wunsch der Reise Intunq, Turnübungen und Heklamationen der Schülerinnen stattsanden. ,Teiicho, das tote Meer, -fx'bron und die jüdischen .Eolonicn ivurden besucht, lluserc Glaubensgenossen vom Auslande bedak ten dieverfchiedene1׳.Wohltätiqkeitsanstaltcn,Tcrusalems in generöser 'Weise. — * Betreff» der Wahl des Ehacham Baschi dauern die unschönen Berhältnisse leider fort.— Wie ans den levten Rachrichten von .Eonstantinopel -t>. Tezkintikr Mo«! hervorgeht, wird die Beititlgunq der Wahl des R. ,Takob Meir in Heu nächsten Tagen erwartet.- Der (sionverneur von ,Terusalein ln vcrsep׳ worden. — Er erhält eine höhere Stellung ,1l׳׳ Wali von Monastir (Maredoulen. — ,Tür g/ wöhnlich ist ein (Gouverneur Pascha) dem Wol! untergeordnet ilnd kann nur darch l,׳zn?re!! >tonstantiuopel in Berbindung tieten Hj'e (^ouverncursteile in ,Ternsaleu! bildet eine Ans »ahme, da ivegen d.-r Wichtigkeit der heilige,! Stadt als Zentrum der Religionen dem jeweiligen Pascha, der in seiner 'Weich absolute Macht 'lußlzt, dis Recht eingeräumt itt, direkt mit Man stantinovel zu unterhandeln. Der neu erwählte Pascha von Terusalein der bisher der.">. Sekretär des Sultans war , Regric Bei,, trifft diese Woche ein. — Am Sueeothfeff iff eine brave und froinine ,Trau, die ״Brisker Rebetziu" im S2. Lebens jahre hier gestorben. Tausende von Menschen gaben der verehrten Heimgegangenen das letzte Geleit. Als Gattin des vor einigen fahren verstorbenen ״Brisker tli'avs' — Rabbi ,Toschua Lob Hisii» der das nach feinem Raineil benannte Waisenhaus q!üudete — hatte die edle Trau, die der ,Tamilie des R. Echesk!el Landau und R. ,Tofchut Zeitlin angehörte, Gelegenheit, jede Stunde ihres Lebens zu z iqeu, wie sehr ne die Aufgabe einer >א־טה הי verffand. Hie Armeii und lluglücklichen fanden i i ihr eine ivah.e ,Treundiu, sie spendete ü.er ihre Bcilrei hinaus, sodaß trotz ihrer äriulicheu Lebensiveise bei ihrem Tode von 4<),<m x» Rubeln,!velche sie einst besessen, unr die Suninie von «'׳<> ,Tranes übrig blieb, kliach dem Ableben des ״Brisker Ravs" der so viel (sffitrs gestiftet, fuhr s ine Gattin in seiner Liebesarbeir fort, indem sie sich der Leitung des Wai'eshauses das einige luindeir .Enab.n erzieht, widmete * Bkit der Ankunft der Schwester,Teinm Sriebel au» ,Tulda erhielt das Schaare Zedck - Hospital hier die zweite europäische Eraitkenschiveüer: sich rlich eiu iveiterer Schritt zum ׳Borteil des ausgezcichnetei! deutsch jüdischen Erankenhauses. Dbeischivester vau (Gelder arbeitet schon seit raff zivei Zähren segensreich am Howital. Sie ivird von ,T»»q llnd Air geradezu angebetet.!! s a! e m, 'Br!r!e!!!ber. ,Tüngst habe ich die von Zaffa zivei Stunden entfernte Eolonic Pcrach Tikwah besucht, und ich war überrasch: von den riesigen ,Tortschritten, die dieselbe in der letzten Zeit gemacht hat. Hie Eolonie nimint fortgesetzt an Eimvohuern und Häusern zu. H!s Betbaus in Petach Tikwah iff ein sehr groges Gebäude, das sich mit der Svnagoge inaiicher Großstadt messen kann; es hat mehr als taufend Plätze. Petach Tikwah ist faff die einzige Eolonie in Palästina, deren Eimvohner mit Drangcnban, in arabischer Sprache Bojarat genannt, sich beschäftigen. Bon Zahr zu Jahr inchren sich dort die Draugeitgärtkii und wenn wir außerhalb der Eolonie spazieren fahren, verilehmcn ivir da» Geräusch der arbeitenden Gasmotore, die auo de 1 Brunnen das Wasser heraufschaffen, »iit den! die Drangengärrei! beiväsfert iverden. Ifl letzten Zeit wurden besondere jüdische Ge׳ell schäften gegründet,!velche Terrain» am Uffr des in der 'Bähe der Eolonie liegenden Ddje,Tluffcs, in hebräischer Sprache;נחל ו־דרק,׳ genannt* . er worben haben, um daselbst Drangen Gärten zu pflanzen. Wasser iverden die Besitzer der Terrains von dem Ddje,Tlussc ebenfalls durch Motore herbeischaffen. Zu der Eolonie exiilien eine (Gesellschaft unter dem 'Rainen P a rd es welche den Export der Drangen besorgt Was die Erziehung der Jugend anlangt, w itt^die Eolonic in zwei Lager geteilt. Der größere ^eil der Kolonisten schickt die Kinder in die Talmud Torah, die der Bercin ,׳שוכייי י?ורר, dessen Bcr '0(ua^ ׳ודחירקי! והרקיז עם "י^ s

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