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Der Israelit · 1906-12-13 · 50 (13.12.1906) · p. Seite 8

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Journal
Der Israelit
Volume
47 (1906)
Issue
50 (13.12.1906)
Date
1906-12-13
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Nr 'יי׳ Seite * und Viahbir.ats VI gen den viel z» tim hat, hanpt sächlich altf Man.y.’ircb11cr und Veitev der jüdischen Schulen;11 luirtcii. Es herrscht allseits das innigste 'Bestreben, in der Maggidsrage hei dieser (Gelegenheit zur vollsten Zufriedenheit aller ,Taktoren und in! besten Einvernehmen mit dein präiHintiven Cbmabbiner eine sriedliche Vimmfl herbeizusühren. Tic leitenden Männer der Mnltnsangelegenheiten 'ind sich durchaus dessen bewußt, was sie ihrer (Gemeinde als ע*י־ ואב ב״טיאל schuldig sind. VIm Donnerstag hielt Vtahhiüfv Straffer, Lehrer;!n, ein הבפד in der Tchiurstube der Preßburger Ze'chihah VI»! 201111toq sprach Rabbiner ,Tuchs, <Mros;>vardein, in der Tlwagoge, am Montag Rabbiner Rnbinstein, Presch.irg, wiedernin in der Tchinistnbe. HUirvcir. InRifutionen der Baseler öemeinöe. ־■!hui unierrm MorrrfiH'nfrntrt! B a sei, I I. Hezember. Wahrend in Hentschland immer noch 'Beßre hnngr» vorherrschend sind, die das Heil der jüdischen Gemeinde in stärkerer staatlicher 'Bindung und i» der 'Bevorinnndnna durch di»- Regierung erblicken, liefern die jüdischen Geineiudeii der Schweiz, die fleinen ebenso wie die großen, den deutlichen 'Be iveis, das; das Zudentuin derartiger Hilssmittel nicht bedars.?»• jüdische «Gemeinde in 'Baic! z. V׳. ist in rechtlicher Beziehung nur ״ein Perein". Eine einfache Mitteilung an den tMenieinde Präsidenten genügt;um Vlustritt aus der (Memeinde. Trob dem besteht die Gemeinde au״ beinahe 4< h >;ahkn den ׳.Mitgliedern und es leben in B,!'el nicht viele wohlhabende Glaubensgenossen, die nicht dem Perbande der Gemeinde angehvren. Thne!eden staatlichen Zivang in die «Gemeinde ans kleine!! Vlntängen zu ihrer jepigeii 1׳:1׳׳ße empor geblüht und bat sich, viel besser als es unter dem?n!rt von Regiernngs Behörden möglich eiveieu wäre, »1 sreier E n t!v i ck l ll n g sämtliche '\m niriilionen, deren eine jüdische Gemeinde bedarf, in mustergültiger Weise geschaffen. Vlnch ein iür alle ,Seit durch notatielle Eintragung ansschlies;׳ lich iür das Thora Ttndinm bestimmtes 'Bet haintdrasch in hierher zu rechnen, i» welchem täglich ״gelernt" ivird und welches ans jüdisches Vcbeii »nd jüdische Vchrc besrnchlend miift. x'mi ,iingner Zeit hat die Israel. Gemeinde in Pasel gezeigt, dap das 'Wort Zeia^as יהי׳ בעיטה הצדקה ׳טלוב. a ich in ikiner llinkehrnng an! 'Wahrheit beruht, und das; der ,Tiieee in der (׳-׳emeinde die edlen 'Werke der 'Wohltätigkeit herrlich emporblühen läs;t. Zck! meine hier nicht die eigentliche 'Wohltätigkeit, d!e IlnterNüv ng der Vlrinen, iür die von der Vlrmenkasse und den hiesigen israelitischen Wohl tatigkeits Pereinen ea.;i!»,ihm» Z-rs. jährlich ans gegeben werden, sondern ich denke an allgemeine, ans breiter (Grundlage eriichtete wohltätige ^1t stitutionen. Hier sei zunächst das Hilss-Eoniifrnr jüdische Vlnsw.inderer genannt Präsident Herr ,V P oll a g Z e n ch t w a n g e r . dessen!egens reiche Tätigkeit in diesen Plätter» schon inehnach erwähnt winde. Hem Perein ist es durch die Mnnitieenz unseres Gemeinde Präsidenten, Herr» ,V H re n 'י n s. 'P r o ds k i. gelniigen, ein ständiges 'Pnreaii iür jüdische Vlnswanderer zu gründe», in welchem V Peainte den llnglückliäien die oft vo 1 geivinenslosen Vlgenten ausgebentet werden, »»- entgeltlich Rat, Vlnsknu't »>׳d Hilfe zu Teil werden lassen. .Z» nächster V.'ähe des Bureaus bennden sich die geräumigen Vlnswanderer v>aIU׳,t, bic .־»on 'Betten, Baderäiune inw. enthalten und in denen iür rituelle Perpslegung gelegentlich trefflich gewrgt ist. Eni großartiges wohltätiges Institut verdankt die Basler Gemeinde derEucrgie und der Schaffens sreudigkeit ihres hochverdienten Ehren Präsidenten, Herrn ■sc. Hreusus; VIein»au» *י• der schon Der Israel». _ früher ei» Vlsul gegründet hatte, in welchem l alte, erwerbsniitähige Personen Vlusnahine nnden, und der, bereits über HO ,^ahvo alt, den^ Plan sagte, ein jüdisches Waisenhaus für die Schweiz zu errichten. Hie Vlnstalt,an deren Tpipe nachdem Tode seines Paters Herr Hretisus-Brodski getreten ist, wird in vorzüglicher Weise geleitet, jüngst sanden dort 2 russische Mi »her, die durch die Pogrome verivaist sind, Vlusnahine. Zur Zeit iverden int 'Waisenhanse, welches Raum für .'ln Zöglinge enthält, 17 'Waisen beiderlei t^eschechts erzogen Zn den ׳Waisenelter», Herrn ,V Haas n. ,Tran, hat die Periualtung eine vor;ügliche Vleqnisitio» gemacht. Hie ihrer Hbl>nt anvertranten Minder werden in jeder Beziehung, auch in religiöser Hinsicht, sehr gut erzogen und werden ־re:: einmal dem ,\11be1m1m Ehre machen. Vinn bestand feit langer 11'^׳ in mein־» Mv ifeit der jüdischen Bevölkerung noch der 'Wunsch nach einer, leider so notivendigen Znnitutio», nach einem jüdischen Tpital. Zn dem großen hiesigen Bürger Tpital ii't rituelle Perpslegung ansge schlossen, und jeder, der im Tpital stirbt, ivird, ausgenommen und Patienten erster Mlaife׳, ent gegen dem jüdischen Religionsgest'be, seziert! Vlls es dem Schreiber dieser im Zahre 1 HO*» gelang, durch eine Vlnsprache int hiesigen isra elitische» ,Traue» Perein die kleine Tnmme von 11 mm » Tyry zur Begründung eines TpitalZonds zu erhalte», glaubte ivoiil Viieinand, das; »ach verhältnismäßig so kurzer Zeit, schöner als wir es je gedacht, ein modernes, allen lwgienischen Vlnsordernngen entsprechendes Tpital erstehen!׳!"״.׳.de, denen Errichtung zirka ',.',<><!<><> ,Tis. ge kostet hat. Wieder ,hat sich die Wahrheit des Laves bewährt: אל האטי דבי •טאי א פ •צ י ליטבוע ״ ׳טביפו להיט ג* עsage nicht von einer guten Ta che: sie wild nninöglich gehört werden, sie kan» nicht ge lingen, denn ßlnießlich umb ne doch gehört und vollbracht werden." Vlllerdings wurde das Werk vo» zahlreichen Männern und ,Trane» gefördert, insbesondere von H e r r n u n d ,T r a » H r e>1 s n s Strauß die sich mit unermüdliche׳ Hingebung dem 'Werke gewidmet haben. Zhrer Tätigkeit und Energie ist es zuzuschreibeu, das; das edle Unternehine» w schnell seinem Ziele zugesührt ivurde Vii-L v,8 dem Waisenhanse stellt das neue jüdische Tvital, und es herrschte bei den 'Basler Vlerzten, die es unter Zührung des Vlnstalts-Vlrztes, Herrn Hr. Wormser, und bei der ganze» jüdischen Gemeinde, der es nach hiesigen! Branche zur freien Besichtigung einen Tag geöffnet war, über die Zweckmäßigkeit der Einrichtung und über die Trefflichkeit der Vlnlage, im Großen wie im Mleinen, nur eine Ttinnne des stobes und der Vluerkenniing und die,Trende über das wohlgelungene 'Werk, welches der jüdischen Wcmeiiibe zur Zierde gereicht, strahlte ans allen Gesichtern. Has Tpital enthält 1H Betten, einen großen Hperations Taal, der mit Recht allgemein be wundert ivnrde, Zimmer für de» Vlustalts Vlrzt, die Hberin, die vom ,Tranksurter Schwestern- Heini ansgebildet, bereits I.'l Zähre alsMranken׳ Pflegerin snngiert hat, und die Perivalterin, die in der Person einer hochachtbaren, sromnien Witwe, für das Tpital gewonnen ivurde. Has Tpital ist nicht nur für Vlrnie bestimmt, sondern es soll auch de» ivohlhabendeu Glaubensgenossen der T ck> tu e id e s E l s a ß und a de n s dienen, die von de» 'Basler Vlerzten und Professoren sich behandeln lassen und dabei nach unserem heiligen Beligionsgesev leben!volle». och bevor das Werk fertig gestellt war, hat es bereits eine» קידי״ט היטב vollbracht: VI m T a b b a t h und an den ,Feiertagen ruhte Hde Vlrbeit. Eine Vlnzahl von Tabbath ,Trennden giib freudig und bereitwillig die erforderliche T ninine, die für Unterlasse» der Vlrbeit am Tabbath ^n zahlen mar; in unserer Zeit,in ivelcher der Tabbath so hart bedrängt und so wenig mehr heilig gehalten wird, ein wirklicher .קיד״ט היטב Vlm Tonntag. den 2. Hezember, ivurde das Spital feierlich eingeiveiln. Hie Negierung hatte!christlich gratuliert und den Ehet der Tanität, I-'t. De;e1nbrr >!«-!. Herrn N'egiernngsrat Hr. Zntt zur ,Tei.׳r delegier!, der leider durch Unwohlsein am Erscheinen ver' hindert war. Hie Behörden vertrat der Präsident der allgemeinen Mrankenpflege, Cbert't Z selj Hie Eröffnungsrede hielt der Präsident des Tpital Pereins, Herr Z. H r e n s u s - T t r a u ß, indem er einen Rückblick ans die Entstehung der Vlnffalt warf und allen Tvendern herzlich dankte. Hann sang Herr ^berkantor Hrnja״ ד׳, mit seiner wohllantenden Ttinnne die Herzen rührend und ergreifend. Ziim Tckiluß hielt der Schreibe־׳ dieser Zeilen die cigeui'uclie 'Weiherede, anknüpfend, an den Psalnwers: איטי׳ ב״טבילאל דל ביוב 1י^ה י2ל':1ה1 ה׳, wozu die Vllten bemerken: אין הל אלא הילה v.lsöge der Tegen von היטי״ה ans der schönen, echt jüdische» Vlnffalt ruhen! ITnsrltrnd. P e te rs b n r g , I". Hez. 'Bezeichnend rnr die Vlnffassnng, ivelche in administrativen Mreffeii Rußlands noch immer über die Viech te der Zuden herrscht, ist eine ״Vlnsrage", ivelche der Zrkntsker (R'iieralgouverneur jüngst an den Tena! gerichtet hat. Her Herr Generalgouvernenr wünscht die Tenatserklärungen betreffend das Ttrasrecht der in Tffsibirien sreiwillig angesiedelten oder an׳ adniiniffrativeni Wege dahin verschickten Zude». Znsbesondere aber wünscht der Zikutsker Generalgonvernenr über folgende ,Tragen ansgek.ärt zu werden: I. Haben jüdische Mauslente erster t^ilde und Zuden, welche höhere Vlnffalten absolviert haben, ein Wohnrecht in Sibirien V 2. ׳Benven jüdische Toldaten, welche ans der Reserve in de» Mrieg beruse» und nicht im Mriege selbst ge ffanden, sondern nur in den Tvi'äleru 1>nd zum Wachdienst verwendet wurden, ein 'Wohnrecht!׳־ .">. Hürfen die jüdischen Per chickten zeit.!eilig außerhalb des!!׳!!en zugewieseuen Wohnorts und im allgemeinen in den Ttädten wohnen > -> Mönnen jüdische Perschickte, denen das Recht zu gestanden wurde, sich als 'Bauer zählen zu lassen, sich in einer ihnen beliebigen sibirischen G,־ iiieinde verschreibe» lassen, oder sind sie verhalten, sich ausschließlich in dcnjenige» Gemeinden in Evidenz halten zu lassen, wohin sie verschickt ivnrden °? M u rland, V. Hezember. Her dirigierende Tenat hat erläutert, daß sein Ukas vom Hl tober l'.bU, durch welchen den in Murland lebenden Zuden der Gertränkehandel verboien ivird, sich au׳ alle Zuden ohne Vlusnahine bezieht, ans welckur Grundlage sie auch immer in Mnrland leben inögeu. Rimiämsdies. Bon imicrcm Morrcipondcnlen! Bukarest, 3. Hezembei Hie Visitation der ruinäuischen Vlntiicimt :!, die sich einige Zeit etwas ruhiger verhalten ha cn, ist!ept wieder in vollem Gang. Hie aiitiseniitl'che Presse setzt wieder ihre ganze Mrast ein, um b׳e ohnedies rechtlosen Znden gänzlich zu V^oden , 1 drücken. Por l«>—Ist Zähren sind die erckr 1 jildenfeindlichen Zeitiliigen ins ^eben getreten m:d jeßt gicbt es bereit in den Ttädten des Landes eine große Vlnzahl. Zn den jüdischen Tckmlen sind merk1vürdi.,er Weise als Lehrer für d:e rumänische Tprache vielfach Ehristeu ange'ttbt Wer etwa dächte, daß dies in einem 'Mangel a 1 jüdischen Mrästen seinen Grund hat, der würde sehr irren. Viicku wenige jüdische Lehrer »nd ^cbmiiiiicit sind ohne Beschäftigung Vtbermvem! ein Viichtjnde, der an einer staatlichen schule amtiert, die jüdische Schulverivaltnng um llebertragung einer Lehrstelle ersucht, hütet ttl die Perwaltung wohltveislich, sein Perlangeit al^!chläglich zu bescheiden, denn sie hätte dann die Tchließiuig der Tchule durch die Behörde zu wärtigen. Zn einer kleinen Ttadt der Moldau hat jüngst der Subpräsekt für einen ihm betreim deten christlichen Lehrer die Vlnstellnn^ an^ der dortigen jüdischen Schule gewünscht. \ex ■Y1n stand hat sich jedoch geweigert, diesen 'Wuntch G

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