Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 47 (1906)
- Issue
- 46 (15.11.1906)
- Date
- 1906-11-15
- Page
- Seite 14 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 4«i. frftte 14 Der J«raeltt. Fa, das Sterben kostet auch viel Weib, Meisterin -und wann er stirbt, können Sie 'S gut ge brauchen." ״Danke, Peter, danke aber ich glaube, Ihr beiden solltet jetzt zu Bette gelten ״ ״Aber wann der Meister »liibt, dann . . ." Berez machte hinter Brendels Stuhl eine energisch ubivehrende Bewegung und Herzchen sticst Peter an, was ihn glücklicherweise ans dem Konzept brachte. Die Gesellen -׳..rfsrnren sich, nicht ohne zuvor noch einen scheuen Blick in Icchielo Stube geworfen zu haben. Dann trat wieder die unheimliche Stille von vorhin ein. Bella, in ihrer schwarze» UmhüllniiH, aus der nur ihr bleiches (Besicht hervorblickte, iah ge spcnstiich in diesem schwach erleuchteten Namii aus, eine passende Figur für ein Sterbezinnner. Bcrcz fast, wiederum still vor sich hinbrütend, in der fernsten Ecke der grasten Wohnstube. Der feine!Delgeruch, der von dem kleinen Lichtchen ausging, die dumpf bedrückende Hitze begann ihn zu betäuben. Es wurde ihm unerträglich be klommen zu Mute, er musttc tief nach Atem ringen, er glaubte zu ersticken. Veile erhob er sich und verliest das Haus. Bor der Hanstüre blieb er, die kühle Nachtlust gierig einatmend, stehen. Tausend Gedanken schoben sich in seinem Gehirn, ivie das Gewoge von Nebel hin nnd her, und in diesem Gewirre von drängenden Empfindungen und wirren Gedanken schwebte Iechiels Gestalt mit einher. Warum war er nicht reich/ Dann hätte er alle berühmten Aerztc an Iechiels Krankenlager rufen lassen. Er hätte an alle Armen weit und breit reichliche Spenden verteilen lassen, wie das Iomtef Schiffs Gattin getan und dadurch dem Gatten und der Tochter noch in letzter Stunde das Veben gerettet hatte. Heistt cs doch, dast WohlUm vor dem Tode rettet! Aber wie sollte er, der arme Mann, Almosen verteilen können'/ er, der arme Schuster, der bereits seit einer Woche beim Krämer »nd Bäcker alles aus Borg entnehmen inußte, iveil die Miere jede»! Groschen aufgezehrt hatte. Nein, mit Al« mosenipenden konnte er die Seele des Freundes nicht auf Erden zurückhalten, das war nur ein Mittel für reiche Leute. Aber lvas tu», wie mit tvahren Dpfern den Freund retten'/ Verstört blickte er umher. Die Gasse, die vom blassen Mondlicht fast tageshell erleuchtet dalag, hatte etwas Güster« Haftes bei der Totenstille, die jetzt herrschte. Das Mondlicht blitzte in den Scheiben der Häuser, und umwob kurze, scharfe Schatten an den Hauseingängen. Und weitab von dem im Aether hinziehenden Mond blitzten und funkelten die Sterne über der schlafenden Stadt. Drüben aber von den hohen Bergen her kam eine tiefschwarze un 15. November 1906 geheuere Wolke hergezogen, in einer geraden Linie scharf abschneidend. Nie hatte die Stille der ׳Nacht, nur vom dumpfen, fernen Brausen des Stromes unheimlich durchzittert, einen so mächtigen Eindruck aus Berez gemacht. Er erhob seine?lugen zum Finnament, überflog den Mond, die fernab blitzenden Sterne, die gespenstisch heranziehende Wolkenwand, und sein Blick blieb an dieser erhabenen Naturszene haften. Sollte diese majestätisch heranziehende Wolke etwa mir Iechiels Schicksal in Zusammenhang stehen'/ Ein Schauer überflog seinen Leib. Der Arzt konnte mit all seinem Witz und Wissen den kranken Freund nicht retten.?Iber wohnte denn nicht über dieser gewaltige!!, düster» Wolke der größte Arzt'/ Blickte nicht über diesem lenchten den Mond und den Myriaden blitzender Sterne der Schöpfer und Erhalter aller Kreaturen auf alles hernieder'/ Mitten auf der Gasse blieb Berez stehen, stets den Blick voller Ehrfurcht zum ewigen Firmament gerichtet. Ergriffen von der Majestät der?lacht stille, überwältigt von den schmerzlichen Gefühlen, die er bisher in seiner Brust verschlossen ge halten, hob er die Hände zum klaren Himmel empor. Fortsetzung folgt/. FQr den Inseratenteil ist die Redakt.on nicht verantwortlich;insbesondere ist es ausschliesslich Sache der Leser, die im Inseratenteil enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstige Angaben religionsgesetzlichen Charakters auf Ihre Zuverlässigkeit zu prüfen. nu!» tien Keiit׳n־i<*11 von Friedrich Carl Ott, Wöribar! alxlio!>o!-t1<׳, all<>rsn«lwoine ärztlich empfohlen. T!»ffc»elne. l-'püh* iitäflii•׳ uikI Kranken weine. t;!71 wei*>e, rote, «ilsec, herlx> ■ lio Kljix'he von Mk. 1.1״ nn zu halicn I►ei Bocksberoer S Mk Tel. «61׳«. k.U'er>tra!'>e 32. Auskünfte ub« Erebil, Pennögeiis- und Privawerbällnisse.erieill diScrel ׳ ׳Hiiofnnirri L.Buticnwtrsrr, Manubrim. viovrf'i'onPrntm an allen Crmi der Purgir.Confekt anarncbm iibmKfrnbf 11. 1>vr>11tt>t wirkende Abfuhr ׳ tfomemn. — (Hrflfn 1,35 Mk. franfo bunt bit flohrcnApatheki-, KolrhonharH!.birhlm. 16*»l Billigster u. bester Brotbelag Lrltcatek-Pstaumenmus!ס c-ninu *iwr. L »u «■rmifrbtr C bft'Warmrlabc >o t'H'. Cr:!!'■'' Mk. "4.HO <»tmdrrr-Marmcladr 10 P'b Eimer Mk. t.HO ^obannisdrrr Marmrlobr 1״ P'd. Eimer Mk. 1.H41 StirschcnMarmelabr >"P'b. S-imer Mk. >.H0 AprieoicnMaruielade IO P'd. Eimer Mk. 5.— drangen Marmelade,1.,׳»,»! Art >׳> P׳d. Eimer Mk. 50«״ i rr-»bei n.Tcü um. ‘Wutmalmu August Rothschild Mouirrurni^ahrif Hnc4rhur(. 1■. 1*11*1׳( dxsiäln. Olemuie-!uw ,trurorr Hpuirrorn a,״ 1״un’rt! oortafrri!11 Ttrnürn. KapellenstraBe - äi - KapellenstraBe — äi — WIESBADEN Pensionat und notiere Tochterschule vod Hermine Wolff. Aufnahme von Zöglingen zu jeder Zeit. Prospekte «nd Neferenze» durch die Borstrtzcrt«. (4540 (äruMMe KmpHrnl► 1111 llaiiHhialt ,'»׳56, bewirk! Werner Breuer’s י"” A ון p r «b I r t e» Caffr •Nurrotati weil'es bie väläe »lauer >,. •״(aUfaürr erürnrt 11. die'cibei, noch brbrutrnb verbesteri. Rttueli bcrueucllt untrr ständiger Äniüchl 2r. ItbrtP. d. Herrn Radd. Ihr. ESols, t>o!n. Penrieb be!: .!nda \011י ft ein, Eöl 11 . Engeiberistraüe 14. Vo Ikommenster כשי Butter-Ersatz Pflamen-Margarine, in Geschmack, Aroma, Aussehen und Streichbarkeit von Naturbutter nicht zu I unterscheiden, selbst der Butter vorzuziehen, weil | fleischig und milchig verwendbar. < ihtrloich 11.1' l'roilnkt frei von animalischen Fetten \ Ist und keine Tiermilch cnthfllt.!!1111 '■׳!!r>!->>|l»■!!:!<!! 6! 111**1 י—tr, ■lor I! I!l> »!!rr-ürii!»׳!««■zciclii»-» wer■!,-!!. Nicht zu ve wechseln mit Margarine aus Tierfetten, j Hi■■ Mi'r-tclluiin orfolirt unter ständiger Anwesen heit und Leitung >׳i1»>, von >r. Klirwllnlon lli-rri! IhlliliilKT I>r. 11. Wolf in Köln eng,stellten und Intplilrten, *trcuu rcli^iÖM'n Aiif-ichtsln-iiinton. 6335) | Postpackete ä 8 Pfd netto Inha t M. 7.20 postfrei. WioiliTvorkäufiT ,׳rh.iltoi! lialmll. :;*v ssf si ״,eil י < llU^tlllK• ״Sana“־Gesellscl1aft m. b. H., Cleve. Erzieherin IIsraelitin), der deutschen u. *ranz. Lprache. wir auch des »lavier-Nnterrichtes mächtig, M. wird z» i Mädchen. .־> und <« Aabrr alt, auf»!fand in der Nabe einer (üroststadt gesucht. Utebaltsaniprüche, eventnelle Zeugntsadschrssien nnd Pborograpbie au H!>h«׳l. täutsdt iinrr in Zadodr«)wfa dei Vzernowiv!Bukowina». 0!32> בשר 6370■ 1 m Slhlstrasse 48. fl1|11! CessitralteB iin II;111'• Wlt'anrr dk Sulor Feine Küche Zürich. Prima Weine. Porzellan- und Glas» Versteigerung. Liegen gänzlicher Ausgabe des rübmlichst bekannlen (sngrosgt schäfte» der!sirma 7v. V. Pcrninger utib wegen Berlegung ibreS TelailgeichäiteS nach der Natzerslrane 42 werden im bischerigen Vcfal Gr. Sandgasse 4 oie veoeuteiivrn Vorräte von vtlaswaren aller Art, Por> zellanware«, wie Taiel-, Mnffee, Tee nnd 20a1'ch«Service, ein zelnen tHebrailchS und VuruSgcgcnsläiibeii freiwillig meistbietenb gegen Barzablung versleigeri. Die Persleigerung findet krellag, d. 16. u. Samstag, d. 17. November vormittags von 10-lä und nachmittags von 1—7 Uhr statt. 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