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Der Israelit · 1906-08-30 · 35 (30.8.1906) · p. Seite 2

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Journal
Der Israelit
Volume
47 (1906)
Issue
35 (30.8.1906)
Date
1906-08-30
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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*T. 8.V «fttf 8 ®זז I-raektt, gefühlten Tatsachen aus der Berwaltungspraxis des!Dberrats dazu benchtigleu, diese Behörde als eine 7>lrt ״moderner Inquisition" mit ״blut» rünnigen Aut0das,'-s" hiiiznstelleu tan dieser Wahrheitsbeiveis nicht mir nicht aelnuaen, sondern von uns nie an ge treten worden ist, beweisen ja allein schon die Ausführungen des nnseren Sta'tbptü'.kt vertretenden Sachnernänbigen Dr. Eahn, der ganz in nnse ein Sinne zwischen l deni t'l uchivürdigen badischen Bivangs | ui זז cm und den von bester Absicht beseelten Trägern dieses SpsteinS mit aller Schärfe unterschieden hat. Da ft es ein Unrecht ift zu glauben, .{x׳u ׳H,. :”ai Mayer veransfalf von ^eit zn ^Pit «ns dein "Marktplätze zu Karlsruhe! ad n1»jor< m }׳loiimn der ״Vandesflmagoge" ein! kleines Autodaf׳' mit lustig prasselnden ketzerischen! Büchern und Menschen das hat der Mainzer! Prvzeft zu Oiunsten des Dberrats und zu Un gunsteil unseres allzu phantasiebegabten Mit arbeiters cnviesen d a fl a b c r i n B a d e n d i e - Drthodoxie mundtot, d a ft ihre Ber! trcte r von der Gn ad e einer zu srem den Gl a » be n S g r n ndsätze n sich bekennenden! Behörde abhängig und da ft diese Be Hörde bei b e st c r Absicht und ä u ft e r e r Legalität das Hilden tu ui, das uns das einzige Indent uni ist, fort und iort bis zu»! völligen llntergang bekriegen und bekämpfen muft. das hat sich ossen vor aller Welt mit sieghaster Klarheit auch dein vor eingeiroiiiinenstcn Blicke in Rc'ainz enthüllt, und! darum segnen wir die stunde, in der der Badische ^berrat seinen Strafantrag an die Mainzer Ltaatsainvaltschatt Unterzeichnete. Wenn die Urteilsbegründung das ist der einzige neue Gedanke darin, von dem wir sprechen; — meint, der DRerrat müsse ivohl, da er um!! einmal zm gemriiitiumu Benvaltnng zweier in! so tieie,!׳. Gegensätze z!r einander steh rrden R'icki tungen ber׳!'׳!.׳n ׳ei bas Recht für sich in Anspruch nehmen, den ,,äuftersten Konseg nenzen jeder Dichtung entgegenziineten", io ist das vom Standpunkt politischer Beriv altnn gs Praxis füv den nicht jüdischen Richter ein lehr naheliegender Gedanke. Aus dein Administrativen aber ins R e l i g i o n s ü d i s che überseht b e sraligterin nuce alles,>vas in der Herr! Kleines ^eitilleton. llul dem Zettleg. 0 r b 0 v n c 1), 12. 15י'י׳ 1(יי' 1111־ «ehr geehrter vevr 'Hebaftan' ..׳.'lorhmin׳ hm frei Eibauuiigsstäitrn eine )111 srinr pioie'iantischrn eine ׳in feine katholischen Einwohner und eine die Ll'iiagvge '111 die 4;adegäste.״ Das in einri dei vielen Lirandwive, die Inei täglich verbrochen ivrrden, und der Lmununiiieiiii düiien ivn in de! Lai d»ts ,',usnedenlirit ,uinende 41)011 nachsprrcheii 1 7,״nm1tten ,»eines 4ft׳lknwohne 111׳ Ä'tr vorgestern erschienene elfte!111111111)0 Viini'tlDU■ lunit eine t"esa»>t;ahl von ^177־ iiniveienden »uigaiien mit und leinund, der gestern )11111! s besseres in tun twtte.;ahlte darunter 7S2» ,üdische Ainnen das find nahe;»!''׳ P1o;11־n. 17,״ 01־srael>t" fände hier , gute 4ftka»nte. rer ׳Beifasfri der neuesten Me;1;oh׳ Bioich»!! nnd der ׳"eivaitii,!־ des badischen 11 heriiiis ivmischien )>11׳ in Lch»l herpiil׳ gul Lchabbvs nnd lauschte» iviirmr״ Händediuil >1» Angestek't einer Marinvnafel die in dankbarer Ennniiiiiig un den verdienstvollen Hauvt ioiderer der hiefigen Lvnagoge, den seligen Dr. Aon» 11ns Bieslau, iDiiiehiiiiiu tft de4 ״{ate1 des 4׳erfa״ers, also den!"roftvaiei der ,zreibuiger ׳iionnanie. vst1׳ nnd men׳ juiia ,'vrriMih 11'iiii jeher;!׳!!׳! die iringe auf, oh inan gni nie ai'ge'iehis dieser rafrl, die herrluhr raten des Maiers vrei'1, »» niehrie geizen das >!>nd des Lohnes;11 agiiirien nnd oh es man i׳e׳׳er tri. in ׳oliher «chui irden i'iediinle» an den trniwni'11 ־־! dannen בהי” העד־■ Weiden 11ן ohnehin die;51 wagungen über die deiden Nnl'inngen i»> lindrniuln verdrängt durch die an dei Lee ,ilinellere Lorge nni dir )iiichlnng des Windes und ׳eld'i die duieh , den hefniihen iieirhcnlwnr';» ledigliih ׳ihrifigelehiien, geievestund gen Mannein erhohenen aeinigen vanviei unferei vicinrinden unter dieihrn nnw1lll׳i1l>a׳ ihre ,111111׳ ,',engini'en andeirr sie lehnen־־ iieeignclrn griiilictien 4^011 lchinngen׳ durch die ,>11,H0 אנ־ א“ך נזייה renn dei ד־יחיה Wind ieliie hier vo1;e11׳g flhon ge'iern mti rihannungsloiei ^nciaic ein und dir eiiva hu»dr1nnn>;1g -Herren nnd dreistig Dainrn. dir in Lchul waren, luden unierwegs »n,Nainvi mit dein das Meer;u Mauern uinnenden «inrin ihren licheii Anklagerede des 11. iiabu gegen j den C bei־ rat vor ge bracht worden ist!, W e 1u i ji: die Beobaci, t »1 ng der S p e 1 s e g e setze a u ch in schwierigen Umständen, die unbedingte Heilighaltung der Gotteshäuser, die wahrheitsgemäfte B e r u r te i l n n g der >1,' e form in einem Vehrbuche, der (Glaube an die Wahrhaftigkeit der gäftlichen Ber. heiftungenj die Zuversicht in die natio. nale iznkunst des Kottesvolkes das alles sind dem Badischen Sbenate ״an ft erste .^onsegnenien" der fanatischen ״Orthodoxie, denen er pslimtgeinäft entgegentreten" mnft. Entaegeiltreten mit den Machtmitteln einer staatlichen Behörde, entgegentreten mit zwaiigsweisr er׳ hobenen Sleuerkreuzern derer, die darin ein Attentat aus ihre heiligsten Ueberzengungen, in jenen ״äuftersten onfe g nenzen" aber tragende Grundlvahrheiten ihres Vebensbaues er blicken, für die sie trotz!7berrat nnd Religionskonferenz leben nnd sterben möchten! Irenen wir uns a u di dieser H e st - stellung des Mainzer Prozesses, von dem ein geistvoller Psannheiiner Eorrespondem des Berliner Drgans für alles jüdische Interesse noch unlängst in se tsanier Linnestänschung meinte, der Prozeft habe endlich einmal in die ״Schlupfwinkel der süddeutschen Srthvdoxie" hineingeleuchtet. Wir fühlen uns, das gestehen wir offen, in diesem Vichte so behaglich, daft wir ganz und gar keine Vust habe» wieder in den Winkel zu kriechen, in dem nach der Anschannng der hochniögenden Herren Sberratsjnristen das ge fetzestreue s;ndenlmn als welthistorisches Aschen brödel bis zu seinem sausten Tode sein Dafein vertrauern sollte. Lwri Plaidovers | in der hessischen Obcrratsfragc. Bon einer angesehenen nichtjüdischen Person lichkeit, die vermöge ihrer Stellnng mit den An schauungen der hessischen Regierung nnd mit der Entstehungsgeschichte deS Entwurfes genau ver l traut ist, geben uns die folgenden Ausführungen , l.!l£ v(.‘' יי hrv nrftrinpt! I Vaftorol) erlebt. Wer um «trniihc hatte deien wollen, dein wäre übrigens die Vorschrift des neue» Nodelheiiner Liddur! ״Bleies Mrereslied in stehend zu holen" schwer geworden. 4ftelleictn fehlt die Bvrschnft barm1«< ״ nenen dadischen viesangbnch, nnd virllr>chi erklärt sich daraus die geiviindene hadiiche llehersetzung der Lielle! ftvon der iüngs! der ,.Israeli׳" M rititcr berichtete. Dennoch hat dir i"el»t»1de ai'ordernch durch den Mund ihrer Berirrlrr verivrochen, daft ne den r־>err» vlehriinnil pvar »niner ivillkoinmener heiften wolle, )ein 4ft!ch ans der groftherzoglich hadischen Hanvisladi in das königlich vrrusuiche ftnijeldad aber mchl iinportiere» las'en werde. ,74 ״'öirklichkeil hat ein indiskreter 4Mi!f über d!e?chul'rv des!indächtiae,׳ teieheiinrats lim Bei;eihiing, vorr ('k-hoimrat' gelehrt, daft auch irr ein gan; altmodisches, gar nicht ״irisch gestrichenes״ Betdnili in der undehaiidschuhten vand hielt und dann den 7!1!ה iniht nur ע־עי in i'iorderneii. und nicht nur yj 1.י י...-א«" m Baden, sondern auch על יי־וידליד• regiiiiien' ׳and; sollte er sich in» ,u1׳t,iaU־»t l׳!e׳ in Nlein ftieruialei» leichter versöhnen können v Dann wünichr uh ihm uinio kräftiger eine andauernd gute Wirkung feines Badeaufenthaltrs snr ׳einen r'lnienthalt in Baden. Nlein ^rrusalein^ Mitten aus der Ltrandvronienadr ־׳treckt י'.7< ׳111׳ Meier lang der .יי Meter breite Leestrg 111 das Meer! fein »ovi endigt »1 eine '! Bieter breite und ׳> Meier lange 4tzandkldahn für die Dimensionen in die?.,vluttadelle׳4 ,״erlag von .nenn. 4ftaa1ns verantwortlich., und.nnndrrtr von Libvlave» find darauf angrhracht. Da kann inan ״lernen״, da fu-en »nt ihre» Lfornn die ״ledig >111׳ fefrveskundigen und Lchnftgelehne» ׳. soweit sie sich tttat in der Lvnagvge ftanoinere». die ein toinvletes 2 'Z' beut.» und;11111 Belli namibrafih dient, auch als solches »eisug beiilivi. Da nnden ״ch 1111,1׳ eifrige Vei'rr hebia ifcher .seitunge» rin Bevoner inuft gute indiskrete Augen haben und inainlier tirfgrinidige Bilvul mag answrndig gefugt־ werden. 4-on vier 2teilen drangen die Labbai rifchlieder ans Cbv und die nichtindi'chen 4!)11־te onen baren linluiges über das Ceffncn der Briefe am Labbat, über Honig als Ersah fi,r Margarine und über Aiihiii als Enais für ה־ע ״•י*;;״. Daft am Lab'oat :11 den Eiftdallen bedeute!""!!!׳!׳, und der ׳.'!ante •*t ihnen inchi von Antialkohol:kern gegeben worden »lredit׳ gewahrt wird, wird ftehnen als ,riankfurtrr Bedakienr nicht mehr beinrikrnswrn erscheinen, Aur die Noniglichr Bade 4׳rrwaltu»g in noch nickt SO. August 1906 zu, die wir rtach dem Grundsätze audiatur et alter! pars unverkürzt wiedergeben: 4*in Cberrat in Hessen. Der im Groftherzogtum Hessen kürzlich de» Vandstäildeu zugegangene Gesetzentwurf üb!-, die Bersassung und ^envaltung der israelin scheu Religionsgenteinden hat in manchen leite» Beunruhigung hervorgerusen. Es erscheint da her angezeigt, die in Rr. 2'.׳ dieses Blattes ei» geleitete Besprechung dieses Gesetzentwurss i»!)Nachstehendem fortznsetzen. Was zunächst die Entstehungsgeschichte die׳es Gesetzentwurss anlangt, so ist ein Entwurf be reits im ^ahre 12י.'א ansgearbeitet, in eine, Bersa:׳.!f!!i׳׳.׳.׳g jfihiidier 4>emaue»smänner ln־ raten, dort einer Kommission überiviesen und nach tveiteren B .Handlungen in etwas abge änderrer syorm den! Ministerinm vorgelegt worden. Don beschloft man jedoch, wegen der erhobenen Anstände die Sache auf sich beruhe» zn lassen. Auf die neuerdings erfolgten A» regungen wurden bei der neuen Bearbeitnug die bereits vorhandelten Material teil zugrunde gelegt lind solche mit einer noch von früher vor handelten Kommission beraten. Wenn znnäch» gerügt worden ist, daft in dieser Kommitno» die gesetzestreue Glaubensrichtnng nicht vertrete» gewesen sei, so mnft darauf hingewiesen werden, daft diese Kommission von den Beteiligten selbst gebildet worden t|t Die Regierung hat aber nicht nur mit dieser Kvinmitsion, sondern auch mit einem Angehörigen der gesetzeStreuen Glam bensrichtung eingehend verhandelt, nachdem ilt», ־ der Gesetzentwurf mitgeteilt worben war. Ge rade auf seine Anträge tvurde der Entwntf it, einigen wesentlichen Punkten, so namentlich bezüglich des Sberrates, geändert. Während dieser nämlich als eine Kultusbehörde vvrge sehen tvar, ist er jetzt als eine Berwaltungs stelle gedacht, wie dies auch ׳» der ertvähitten ersten Bersauunlung tsraelitischer Benrauette männer beschlossen worden tvar. Der den Vanvständen vorgelegte Getetzeitlwnrf iveichr sonach itt der Stellnng des!DberratS von der in Baden bestehenden Einrichtlnig ab. Alle die Benirch tnngen, tvelche ihren Grund in deil in Baden gemachten Erfahrungen haben, erweisen sich hiernach als gegenstandslos, tft'nn best!:;!!!!! ילקי aenua. ,7» ihrer tzesehaUr itt noch keine »idi'clie Leitung;u finden, so weit daS gilt, was w! 1 »״ter jüdischer Deining verstehen! ״grtanste ft.citungen" gibt's natürlich in a»y quantitv■ Aber vielleicht wächst der Ac stand der ״Badegäste" noch um etliche Prozent inrlir ule- .יי Prozent ist bei bestem Willen iinindglicl), und dann ivird »nt'er Bkichskan;lrr, der >a nach einem Ltranbwik ans tklkvhonische Ansrage des;taisrrs die Herbstiiiaiiovei snr die;ft-it;wischen ,יי״ך »nd י׳ ע ciiwsohlen haben soll, durch seine Be;ikl»1ngen;ur Bade Berivaltnng uns audi noch den ״ftisracln״ in die beschalle besorgen. ,7n;>1»)chc» lassen Lie ihn mir diese 'Woche noch srcundlichfi hierbei schicken, und leben Lie wohl' ׳Wenn Lie rinmal über ("0 setzentwnrtr nnd ("ei'angbücher, »her Me;i;ol, und relirci verband, über Antiseinitisnins »nd D'brrräte nichts lii׳re» und sehen wollen, dann kommen Lie nicht nach Aor deine»;1! ft!!1rc»1 grtrelicn G. ,>,־jeder. Basel-Trankfurf-Bcrlin. Briseski;;!- von L. Lchachnowit! En dingen, .,,>rn1g! Eiimcigen '׳■ Ein schriller Psin, und de! Lchnell;»g setzt sich in Beivegung. erst langsai», tchnauiend, durch die gedeckte -Halle, dann leuchtet es hell auf. und wie im ׳Winde rollt es dahin. Die Morim-lbcr liegen bereits fahl, trostlose, ginne Liovi'kln, denen die Lonne wir;um ,Hohne noch lnc »nd da einen goldene» fHaii; verleiht. -Hier ansgeliäuftc '">» brnhügel und dort vollbeladcnenc (ttetreideivagen. 4Ae blühende Caion;irhen vereinsamt die grünen gi'cihcn der üvvigcn Geinnsepstanzen vorbei, und vergilbte >!>׳!>effe) siande» fch'iiiel» IN!wischen IN schwindelnder Eile hinter den legeliiiäftig wie M1nuirn;eigrr wiederkehrendeii rcie graphrnstangeii ihre dürren Häupter. Don einige;er streute Häuser, cm '!irchtinin, sogar ein villaartiges Hotelvor ihm ein kleiner Bahnhof. Er nimmt von all dem nicht die geringste 41011;, unser;jug, und sau» weiter Bin Nleiingkeiten kann er sich nicht aligebrn, denen 4׳A>gen stol;die41l1״'chrift;cigcin Ba sei syranksurt Berlin 4ft1srl ,>ranksun Berlin es ist der ,sug der ,׳ie t t. W,r laiige brauchten in grauer Borzen die und Westgothen ftir ihre .׳jügr, die sich von den Nntnatbrn nach dem Liidcn bcivegten. Wie lange muftten wohl d>e edlen .Hunnen;ich » und ihr ,rleisch mnrh nvritdrs ** die Siiltur in den schonen Westen biingen konnten - Wic langsam und bedächtig;eickneten die sromnten xraü sahrcr >»> Mittelalter ihren rotri! 'Weg durch die 4riam

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