Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 47 (1906)
- Issue
- 34 (23.8.1906)
- Date
- 1906-08-23
- Page
- Seite 95 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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— - dem Leben geschieden. Auch diesem wackeren Streiter für die Interessen der Judenheit werden wir ein treues Andenken bewahren Am 16. Mai l«u»i fand die Geheraiver- Sammlung statt. In derselben wurden die ausscheidenden Mitglieder des Verwaltungsrats, die Herren Iiabb. I)r. Hurovitz. Prof. Di. Werner, Alfred Geiger, Hermann (’ramer, Wilhelm Posen, Salhr Goldschmidt in Frankfurt, Eni. Haunigarten in Wien und Sir Samuel Montagu, Part, in London einstimmig wiedergewählt. Seitens der erwählten Revisoren, der Herren Simon Bock und Julius Landsberg war die Kasse revidiert und richtig befunden worden. Die Entlastung wurde demgemäss erteilt und die gleichen Herren aufs neue zu Revisoren ernannt. Indem wir hiermit nochmals Allen, die uns im verflossenen Jahre ihre Beihilfe liehen, Dank sagen, bitten wn um fortdauernde I nter* Stützung im Interesse unserer notleidenden Glaubensbrlider im heiligen Lande, deren Zahl infolge der Einwanderung aus ׳ »steuropa in steter Zunahme begriffen ist. Dio Sclwl1‘11 und das L(‘l1rli11״Mverk der Alliance Israeli!(‘ im Jahre 1904. <11 Fortsetzung.) III. I ..;111<l\vi1’t 14<יו*lut 11 1. Die Landwirthsehafts-Schule bei Jaffa U. FortserztiDg.) Iniverselle Da sie nur 2 Jahre bei uns bleiben sollenwidmen sie mehr Zeit den praktischen Arbeiten als den Studien• denn sie sollen ja in diesen beiden Jahren gerade in die verantwortungs* vollste und schwierigste Arbeit die Handhabung der Maschinen eingetiihrt werden Mögen sie nicht korrekt sprechen■ was liegt darnn? Wesentlich ist für sie die Ausbildung zu guten Ackerbauern• dumit sie fähig sind• ihren Eltern verständnisvoll zu helfen. Mit grösseren theoretischen Kenntnissen würden sie anspruchsvoll werden, es würde sich in ihnen der Wunsch regen, nach Europa zu gehen und dort ihre Studien fortzusetzen• sie würden sich in ihrer Arbeit nicht glücklich fühlen. Mick weh J i s r a e 1 soll eine Pflanzschule für Bauern, nicht, für Beamte• eine Ackerbauschule, aber keine Vorbereitungsschule für das agronomische Institut sein. Obgleich die Alliance sich nicht dazu verpflichtet unsere Zöglinge bei ihrem Austritte aus der Schule in Stellung zu bringen, hat sie sie doch niemals ihrem eigenen Schick* sale vollständig überlassen. Das Central-Comite hilft ihnen, sich nach C y!• e r 11. nach Argen* tinien usw. zn begehen. Die Domäne S e d* j era, auf der unsere Entlassenen gegen* wärtig arbeiten• ist eine treffliche Schule der Kolonisation. Dort können unsere Zöglinge unter der Leitung eines tüchtigen Vorg.-s.-tzten ehemaligen Zöglings unserer Schule. Proben ihrer Anstelligkeit und Ausdauer, sowie ihres Charakters abgeben; als Arbeiter und als Pächter werden sie daselbst Erfahrungen sammeln. Nach diesem Versuche, der. wie man hoffen muss• abschliessend sein wird, werden sie vielleicht das Ideal ihres Strebens erlangen und als Kolonisten angesiedelt werden. Das Beispiel dioser iumren L»1'^> die von der Bodenkultur S" T™״liSt ihre Angeld־,., ihien folgen und in der Landwirtschatt das Mittel zu suchen, sich aus ihrer kläglichen Lege zu erheben. Das ist das durch die Lehrlingswerke zu erreichende Re>ultat nicht in» de! »1,111entla.'senen Jugend irgend einen Lebensunterhalt zu ei möglichen■ sondern vor allem durch das Beispiel• das die Zöglinge geben unter der israelitischen Bevölkerung des« *rients Geschimtck an Handarbeit zu verbreiten Unterricht Wir verfolgen weite! das Pu•- gramm das Sie uns vor zwei Jahren vorgezeichnet haben. Der theoretische I nterricht wurde merklich verringert, der praktische weiter entwickelt Die Vorträge vor den Schülern wurden regelmässig abgehalteu und stets mit viel Nutzen angehört. Gesundheitszustand. Seitdem die Domäne Mi k weh T jsjael durch Anpflanzungen und Drainierungssi'oeiten assaniert ist gilt sie als der gesündeste «•rt der Gegend Das Leben in freier Luft viel Bewegung eine sehr nah! hafte Kost erhalten unsere Zöglinge bei guter Gesundheit. Der Anstaltsarzt macht wöchentlieh seinen Besuch, unterstützt von dem Auf* Seher, der zugleich als Apotheker und Sanitätsbeamter fungiert Personal. Ich hatte oft Gelegenheit Ihnen gegenüber die Pünktlichkeit und Sorgfalt des Personals zu loben. Ich kann hier wiederholen, dass das Personal im Allgemeinen vom ersten bis zani letzten mich vollkommen befriedigt Wirthsohaftshetriob. Gegen Ende des Jahres 1^03 brach iiu südlichen S y r i e 11. in Gaza, die Rinderpest aus. Bei uns erschien sie plötz* lieh im Januar 1'J 0 4. ln weniger als zwei Wochen raffte sie unseren ganzen Bestand an Ochsen und Kühen hinweg. Zum zweiten Male seit der Gründung geschah esdass M i k w e h Jisrael die Entvölkerung seiner Ställe zu beklagen hatte. Die Peat wüthft noch zur Stunde, und wir können ,nicht ernstlich an Wiederbevölkerung der Siälle denken. Wir müssen daher in der nächsten Champagne die Ochsen durch Pferde und Maulthiere zu ersetzen suchen. (Fortsetzung folgt )