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Der Israelit · 1906-08-02 · 31 (2.8.1906) · p. [Seite]

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Journal
Der Israelit
Volume
47 (1906)
Issue
31 (2.8.1906)
Date
1906-08-02
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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£rziel?ung| und Lei? Ns»;chslae, $td viiae. -ע־ 011־cn '))iamrficm. War manche »ichtjüdifche Nedeu*art in uu* geläufig, ohne daß miv Daran benfen. wie der 2nm derselbe» uu* läugn au* dem lüdifchen Lprach'chav Mannt ׳ein tollte, rahm;ablt auch innere Ueberschnn. 21e belast uicht* anderem al* da* 0!ו ,רר״־־ 'יע״״ה schließl nichts anderem al* die Z-orderuug ein: ה־רה ך,*א ע־\ "־־ב, die Thora toll ein Vebe»*bannt ׳ein; :'eine und Leben gehören yifamnten, Theorie und Inari* müssen inemader greifen, sich gegeiiieitig nüveu, und ergänzen. 2chou unsere weisen s. A. hielten viel ans die הינד. ינ:י<יבה, auf die Vlnfniumnti} und da* ־.,Inldmen an einen konkreten Hall. 5a* in aber fan dasselbe al* unser »o« soholae, setl viiae Man verlangt heute von jedem Lehrer, daß er wichtige Tage*fragen, ׳oweit sie allgemeine* Interesse beanspruche», »nt teilten Schülern be spreche. 2elbNredeud muß auch der jüdischeNettgio!1*lehrer Ereignisse und Begebenheiten, die da* jüdische Bolk in Mitleidenschaft ziehen. im Unter richt behandeln. 20 dürfen auch die lüngNen Bortoniinnisse in Nußlaud, fo verhäugiii-svoil sie auch für unsere dortigen Brüder waren, nicht unbesprochen bleibe». :'Int betten eignet sich die Zeit בי; הטצי־־ב dazu. Zch will in Nachfolge» dem de» Meg augeben, den ich dabei einschlage, ohne ihn für den allein richtigen zu halten. Nachdem ich von dem jüdischen Kriege, von der Zerstörung Zerufalem* und de* Tempel*, von der (Grausamkeit der Nömer und den Leide» der Zuden gesprochen habe, gehe ich zur liegenwart über: ״Zhr habt wohl zu Hause schon von dem schweren Unglück und den schrecklichen Leiden gehört, von denen die Zuden in Nußland im lüugnverflosseneu Zabre und noch vor kurzetn betrossen worden und". Tiefe Morte genüge», um die Nedelun meiner Kleinen ,zu weckenjeder Einzelne möchte gerne «Gehörte* oder (Metern־* zum Besten gebe». Bon einer tiefen Anteilnahme, von einem seelischen Ergrifseu'ein nt freilich bi* jeßt bei den .Zindern noch wenig zu bemerken, obwohl sie die (tröste de* Unheil* einigermaßen keunett. Tie Erklärung dafür in >a naheliegend: dein geistigen Horizont de* >li»öc* liegt da* Land der Katastrophe doch ein wenig zu fern. Es fühlt in der Negel nur dann Mitleid, wenn es da* Unglück unmittelbar vor sich ficht, körperlich oder geiNig und meine Aufgabe in e*!!!!!!, e* ihm geistig itahe zu bringen und ich gehe dabei von den heimischen Berhältninen au*. Tie Unter Haltung umfaßt die Punkte: Batet, Mutter, liebende Zütiorge nt der Z-amilie, :Hmeilnnhnu־ an ,Trend und Leid, Kraukheiten, Tod und Trauer. Ein vor kurzem stattgehabter Tode*׳all gib! :'In laß. auf den 2ch!!1erz der tu Trauet Bet feinen näher eiuzugehe», ehe»׳* auf die:'Inteilnalmu׳ det «Kemeindeuiitgliedei. ״Nun denkt euch", ״io iahte ich fort", ,.die Trauer in Nußlaud. Ter Tod unter normalen ־Berhältninen verursacht 2111,1,0,; ״ad Trauer, unendlich bitterer bleibt der Mord,!ןrät', lickt in der ־.Nl'asseumord". Zch schildere da* EKück friedlicher ,Tamilie». da* Einsehen heim Etfchemen der bewaffneten Mörderbauden, da* (Nichte, der tvehrlofeu Kinder und,Trauen. dieAngn bei Tag nud ־N'acht, da* Beritecken. die Plünderung, die Berteidiguiig der Züugttuge und Männer, die 2chuhlongfe1t seitens der Behörden, da* uusäg lickte ־Meh beim ־.'Inblick der Ermordeten: idt et zähle von den armen Maiseuktiidern. von den tutglücklichen Krüppeln. von der bangen 20rge für die Zukunft, aber auch von der liebevollen Hilfe der Zuden und der Ehnnen auf der ganzen Erde, von den Trauergottesdienfteu bei iiu*, aber auch von dem (Nttvertrauen der Ueberlebeudeu. 2elbn verständlich vermeide ich jede k raffe 2childerung, aber auch io wird bei »»seren Kleinen eine innige Anteilnahme au die Leiden niii'eret Brüder erzetigt. Zch erinnere iie ferner daran, dag jene al* Zuden für ihre» hHnitbn!, al* ־.Viärtmei■ genorben, erzähle von den Zudeiivetfolguiigeii in früheren Zeiten ivährend der Kreuzzüge, anläßlich de* schwarze» Tod* iltid i>i 2 panien niid schließe mit dem Uebertehen de* אב ה^הביב, indem ich darauf hi» weife, daß «Nnt e* in, der die Zreveltat bestraft, daß wir auch int Unglück »ud in der ־Not auf!!tu vertrauen müssen l!!!d das, nur durch unser <v«ebet dazu beitragen wollen, daß auch für unsere Brüder im T neu der Tag der Befreiung herannahe. kemetkmigeii übet die Methodik det einreinen fachet de; jüd. Religionsunterrichts. Au» ה. Leb i r u> ann, 1־ a r n: i: .׳. d: )üdisckie beschichte. ,Tür den Unterricht in der (Mchichte in in erner Linie die Keuutni* der Tatsachen, nanientlickt in der zeitlichen Aufeinanderfolge zu vermitteln, sodann in der (^rnndgedanke einer jeden Historie zu eiitwickelii und die moralische Nubanivendung tut* Leben, die sittliche Belehrung, daran anzuschließen. Tackt hüte inan ׳'ich auch hier vor vielem Tozieren oder Moralisieren. Eine einfache Be trachtnng am 2chlusse und eine Ermahnung an die Kinder, gleich (flute* zu tun oder gleich Hassen*werte* zu nnterlafsen, vielleicht noch eine Anwendung auf ähnliche im Leben vorkommende ,Tälle, genügen in jeder Hinsicht. Tie Kenntnis, - Bal- ־bäd. Be,!. Ar. I!'. 21. sowie da* Berftäudui* de* Erzählten und durch vielfache Trage» zu prüfen: die Beantwortung muß koiisegueut tu ganzen 2abeu gefordert wer den. Ebeu'0 in »ach Tnrchnahme eine* Zähre* Pensum* durch gründliche*, vielseitige* Mieder holen, namentlich nach oft t׳on der ursprünglichen Behandlung abiveichenden <N1׳cht*pi1»kten andere ,Trageftelluug. mehr Zmaniineiifafsiing ׳ur Zenig ung und dauernde Aneignung z» ׳orgeu. Endlich in zur .Keuiilni* der geschichtlichen L ertlichkeiten die Beiiühung einer gtlte» Karte Pa lammt* mt (Kefchicht-suuterricht dringend nottvendlg. Zu der »achbiblische» «׳־,׳׳ckuchte kounen in Anbetracht der beschräiiklen Z,eit nur die Haupt punkte, mein al* biographische Bilder, in der Tberklaffe behandelt werden. ,Tür die Hand de* Lehrer* in die ״«Nichichte der Zude»" von Tr. Löwen- Nein, ein Merk, da* die Zorschungen Halevvs berücksichtigt, zu empfehlen?tekigioustekre Ter Unterricht ui der Nel1g10n*lehre fei net* vom Prinzip getragen, daß die Lehre in erner Linie Lebe» hm, daß da* Lernen die (Grundlage bilde für da* Tun, daß die Neligionslehre in hervorragender Meise Ausrüstung verleihe für em Lebe» und Handeln »ach Bor'chrift der הי^ה. Man vermittle dem Kinde die Kenntnis der 2egen*spruche, leite e* zur religiösen Prari* an, z. B. durch צ־ה ציצה-, Bonchrlften beim Au'Nehe!!, be! Ti'che, Tpeifegefeye u.!. rv. Man führe da* Kind in die Kennt»!* de* Kalender* an der Hand der n׳,S ein, mache c* ,vertrant mit den Botichriften für יבנה, '"ט,יבבה r”־־p. sowie mit de» 1 tüchtigsten Nttualvorschnfteil für alle Lehe!>*bed!!rf!!!sse, aber Net* die Prari* rn de» Bordergrund nellend. Man übe die 2chüler in dem liturgischen (Nbrauch de* ^'ב־־ »nd laue keine (Nlegeuheit 11» Zaht vvrübergehen, ohue die Bedeutung der besondere» Tage und Zeiten in geschichtlicher, ritueller und eventuell in fiun bolifcher Beziehung eingehend zu bespreche». Auf diefe Meise ergebe» nch die Pflichten der Nächsten liebe, de! T111ir gegen 2taat, Zürn H b׳. feit, da* Berbot de* Hane*, de* Neids, der Bet leuiiidung, foiveit dieselben nicht schon in! Pentateuch oder 111: (Nickiichtsunterricht eingehend besprochen wurden, von felbn. Ten» N el i g 1 o » *l e h r e als Mittel zu einem Leben nach Olotte* furcht, Ne ct>t u nd 2 >tle, al f o als »ie - s, ,in» ngsu nt erricht, muß der Mittel Punkt einer jeden T1 *; 1 p11 n tm N e ligionsunrer richt ׳ein. Mau vermeide ׳edoch tu jeder Hinsicht den sogenannten shftematii chen Neligionsuiiterricht. Mohl müssen z. B die zehn (Nbote, die 1-1 (Klaubeusartlkel de* Malinoindes gelernt und entgeliend erklärt iverden. aber man en'pare nch und dem Kinde die T.ual de* ineta pb.r!s׳.schen 2veknlierr״*, wie Anfzakluna der Eigeil'cha'ten (Kottes, die Tefinitionen über Re-

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