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Der Israelit · 1906-07-26 · 30 (26.7.1906) · p. Seite 13

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Journal
Der Israelit
Volume
47 (1906)
Issue
30 (26.7.1906)
Date
1906-07-26
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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זיו As,!k «!: ז',1־ •2«. 3u!1 190« Trt ,>#v0fl1t tfHrtltl״״« von Friedrich «oft. Tov' Mädchen ichaucne 1» sich zmaminen, während groste ^dränrn üder ihre binnen Bmngen rollten. ״Ader nun schon, Motcvl, merk auf, u>a־> ich rede. Meinst dn, dast der verflixte Ningelhot bnner nur ans Jur den I-ranzel beredet hnt, die Lügen anSznsagen und ihm nur aus Inr zwei hundert Gulden ausgezahlk hnr? red' Matcil, glandst du das?" Tie schüttelte verneinend den .Moy». "!'זיס ^laubit du nicht, »nd ich glnnbe es nnch nicht, und der Iranzel wird es-auch nicht geglaubt hoben, gelt? - io rede doch, wgs hat der Kranze! darüber gesagt?" ״i?ftmalo hat der Iranzel gesagt, er denkt sich sein Teil, aber reden wird er nir, weil der Bauer ihn, für''s Birreden fünfzig Gulden alle Jahr gebe» wird, lind die könnten wir gut brauchen; aber einmal hat er gesagt, der Ningel hosbauer!nun was Grausliches getan haben, was er mit so viel Geld zndeckcn will". ״Schauest Matcrl, das ist, >vas ich sagen ivoilte. Tein Kranze!!st zwar ein Lump gewesen, aber gescheidt >var er auch. Und das weist ich geivist, ivenn er!eht zn dir reden konnte, würde er dich himmelhoch bitten, dag du, falls dn gefragt wirst, alles aussagst, was du über die traurige Sache weifst, den» sonst käme seine anne Seele sein Lebtag nicht aris den« schaurigen Iegcsencr heraus." Heinrich hatte Mitleid mit dem sichtlich er schlitterten Mädchen, das leise lveiuend das Antlist in dem Tuche barg, ״Ich sehe es ein" sagte er srenndlich ״ich sehe es ein, dag es Ihnen schrver wird, über zehren verstorbenen Bräutigam Un schönes auszusagen, aber, mein Schwager hat recht, Sie sind dazu verpflichtet. Toch Sie brauchen sich in dieser Beziehung nicht aus uns allein zu verlassen, Kennen Sie den Herrn Pfarrer Bencdek in T . . .?" Sie nickte bejahend mit dem Mopse. ״Gr ist sogar Geschwisterkind von meiner Iran Pnrbin der Herr Planer Benedek." ״Es ist mir lieb, dag Sie ihn keilnen, denn ich kenne ihn auch, er ist ein sehr braver, gescheidtcr und si-eiindlicher -Hen. U?id nun schlage ich vor, während ich in das Stadthaus gehe, gehen Sie zu dem Herrn Pfarrer, erzählen!hu» die ganze Ge schichte und sragen ihn, was Sie tun sollen. Und was er Ihnen raren wird, das tim Sie. Ter Pepplisch ivird Sie begleiten." Während das Mädchen ihn zuerst mit einer gewissen Aengstlichkeit augehörl hatte, heiterte ml) ihr Gesicht bei seinen lebten Worten auf, und schüchtern aber treuherzig eriviederre sie: ״I dank schön, gnädiger Herr, das ivird g wist 's Bette sein, und ivas der Herr Plärrer sagen wird, dag i tun soll, das ivcro i tun." Gs >var Abend, zwar noch nicht vollständig finster, doch in den tranlicheti Wohnräumen des Neuteld scheu Hauses brannten bereits die Gasstammen. In einem Zimmer empfing Meta eben den Unterricht des alten Herrn Wcigkopf, in einem andern schäkerte Irma mit ihren lieblichen Bindern, während Mar »och im Bürean weilte. Ta hielt ein 'Wagen vor dem Hailsc. ״Wer kommt da?" rief das Bübchen, iiidem es zum Ienster eilte. ״Tnkel Heinrichs! jauchzte er ״Mama! Mama! Take! Heinrich ist da!" Nasch übergab Irma ihr Töchterchcn der Wärtenu imd eilte hiilans, den Ankommenden entgegen ״Willkommen' herzlich willkommen!" ries sic, dem Bruder die Hand reichend. ״Wer ist denn das?" fügte ge leiser hinzu. ״Tie gnädige Iran kennen mich nicht?" fragte der junge Man» lachend. ״Tn keilnst Herrmann nicht?" ״Herr Tokror Waldkerr' nein, in dieser Ber kletduilg habe ich Sic tiicht erkannt. Aber seien Sic gleichfalls kerzlichst willkommen! — Und das Mädchen?" — ״Ist ein sehr braves Mädchen" enviderte Heinrich ״wir verdanken ihr viel, .kommen Sie mit, Mart" fügte er hinzu, indem er mit seiner Schwester in bas Hans trat. .,Komm Matrtl“ sagte vxrrinaiiii, dir schüchten, zur Seite stehende bei der Hand nehmend und mit ihr den andern folgend, ״wirst schon sehen, nae gut du's hier haben ivirtt. Mainnt fürs Gnte dich mit dc׳n schönen Minden» nnterhalten", sagte er. ne in das Kinderzimnier rührend, ״hernack, iverden wir ivener sehen." Während er sich bemühte, dem >n der freniden llmgebnng verlegen dreinschanenden Mädckien Mut zuzinprechen, hörte er im anitost'enden Zimmei trendig erregte Stimmen, die ׳einer Schtvester »nd 1hr־eS Berlobten, Irinas und Wcistkoprs. ״Schau dir das schöne Buberl an, Man," sagte er, indem er den Kleinen zu ihr cinpor hob, ״komm Aler, habe die Mati lieb." Tas Mint» entsprach der Aust'ordernng, indem es die runden Anne um den Hals des fvtfiiH’11 rotwangigen Mädchens schlang und sein Geiichlcheii an das iyre lehnte. Ta ward es dem Mädchen heimisch in dein sienideii stianme. Bergnügt lächelnd drückte sie das Bübchen an sich und flüsterte ihm Mowivorte in das s?hr, wahrend sich Herrmann in das kleben zinnncr begab. Hier hatte Heinrich bereits in kurzen Worten die Haupt monicntc mitgeteilt. Mit überstromenden Augen!*,bcu?ז0ן.י0י0!.יו,./ bcn? 01 nnrbei und 111111101 wieder die uvmttc mit ei!;cr Wiicht, als miiffe er dieselbe;er!!!al?!!e!! Worte fand der mächtig Grschütterte nicht so rasch. Gndlich stamnielte ei: ,.C'lott lohne es Ihnen ' Gott segne Sie' Gott vergelte es Ihnen!" — Tann aber, sich plöblich besinnend, grist ec nach seinem Hut ״Gntschuldigeii Sie mich, Iräu lein Waldherr, ich must zu meiner Schn'ägerin." Tie Zitrückbleibenden stüchtig grünend, stürmte der nahezu Siebzigjährige davon, als stösse zwanzig jähriges Blut durch seine Adern. Irina blickte ihm lächelnd nach, ״Wie er rennt' Aber er hat recht, jede Minute früher, in der die Arme die Irendenbotschast erhält, ist Gewinn. Ich must hinüber in das Büreau, Mar wird sich doch auch nicht ivenig freuen." ״llnd dn mnstt »nbedingt morgen Bormittag wieder in Wien sein?" ivandte sich Mera fragend an ihren Berlobten. ״Ich hätte allerdings dort sein sollen" erwiderte er ״aber die Angelegenheit hier erscheint mir doch noch ivichtiger, deshalb habe ich bereits von T. ans erneu Mollegen telegravhisch crinchl, mich niorgen bei»! (rrniriu vertreten zn wolleu." ״Tas ist gescheidt" jubelte Meta ״das ist schon, dn rvirst du hier bleiben, bis die ganze '^׳schichte erledigt sein ivird." ״Tas wird nnu doch ivohl nicht möglich sei», so rasch geht das nicht, obgleich ich hone, dast der Ningelbotbauer bereits verhaftet sein wird, den» das Mädchen hat, rrost ihrer sichtlichen Geregt heit, mit einer solche» Bestimmtheit ansgesagt, dast der Landesgerichtsrnt. der sie vernommen hat, von der Wahrheit aller ihrer Angaben überzeugt ist. Morgen Bormittag um elf ivird der Bauer sei» erstes Berhör haben, da ivill ich mit der Mali in T. sein. Stellt er, wie ich das nicht uiilvahr scheiulich halte, alles in Abrede, so dürfte es ge raten sein, ihm das Mädchen gegeniiber zn stelle», dessen »Naubwürdigkeit noch dnrch den ll»»tand erhöht wird, dast sie sich erst ans Bat des Psalters hin entschlossen har, die ihren vorstorbeneii Bräutigam belastenden Tatsachen anszusagen. Mir liegt aber überaus viel daran, dast der Bauer baldigst ein »imsassendes Geständnis ablegt, denn dann wäre zu honen, dast der schuldlos Berurteilte gegen eine eutsprechende Maution in nicht allzu rerner Zeit ans freien Just gestellt würde." ״Wenn er udei nicht gestehen ivill?" ״Tann zweistc ich allerdings auch nicht, dast der künftige Gerichtshof den Irrtum des vorigen erkennen und gm machen wird. Tenn die Ber dachtsmomcnte gegeii de» Ntngellwrbauei, die schon jept überrviegend mit», iverDen sich sicherlich noch bcdeiitend vermehren. Aber vor der Schwur gerichts Berhandlung wärt dann eine Ireilastimg gegen Kaution nicht zu erwarten." ,zorv'cvuii« ׳oiqi. Sabbat-Anfang u. Ausgang. ייוי /•m «»RI-: Aniong liilam Ans^ono tl!!r ׳"tm. IN««. .*»«Ui« Mir Mm. Frankfurt a M 7 |o -•>.,11111 1. «d ' 1» Mainz 7 i׳i!' I« Berlin '« 01 München 7 I . > hi Ltuttgart; u» * »1 Ltrakrbnra 7 Posen >1. Ltettin 'י tK> Breslau X ’ i-s 'Bürndern Wien 7 l.'i 10 א Prag s IN ״י i י־ ^ür den :Mcflnmcntcil ift die Nedaktion nicht verantwortlich: insbesondere ist es ansschlieklich Lache der Leser. die >1« :Neklanieteil enthaltenen l»1npfehlu»aen ritueller 40aren oder fonftiae *In« flflbfi» rkligionsaesehlichen P'darakterS aus ihre .׳iuveriasiiakeit zn prüfen. Liren« כשר ro 11.1 Ltren« Hotel und Restaurant Marz. Eiaiiges Motel u Kestaurant am Platte, welch, not Aolslcht eine» »täa<llee״n׳Z2'? de» Herrn H. Marc■» a KrakaHiteht Diner a pari Mk. 2.50. I ahte d'höle 2.25 — . Reine Weine. ■— Besitzer: Wilhelm Marx, V7; Eltsabethenttrasse Nr. 50 MW vis a vis viel■1 KüfK^ftiii. "WG Tel#phon!Nr.:3l4 Z Pension Im Hause Telaphon Nr 314. Sonnenschein im Tate und Hebel aut den Itstien Pik« rrlrl't man immer wirdri. lurnti 1mm nmntn tt nhn 01k־• Pc» linnen 20!mr!1! Pen kolicn -V el«ci tritt, rrtdirrt »ch. unt> wer!ich er tollet ovei doch tiiTchirit muü, יזויס e. üa> eUoltr» konnte. Pe> wird itets aut Poron tu». »zo»s oaite zweiter ‘.l'i1!!crol!1oitillfn!ewel!l *in hm .,״:ein׳» ,"Volt oi 0»ü, l> ae!1«0sua her Mnveuauna weae» ׳,!! aetnouckieu. tSrr die Poitille» noeti nick» kein», wird dorutirr >!o»»rn. wir kneim oueqe ׳a'ictmeke i?.uelIr1n>rohutt wirk! air 2ct1»chtri kiii'iei <> P«a u»t> 1!t ui i'omüKliri! ikllwiheken,?roft׳.׳» imh ־»»imnolmoiinhoiiM uiiae» 01 hoben Bad Dürkheim. An der ineiiaen Bonnon» idirn iirolichulr luihr» arüern ioinilicbe Lthüler d,-> 1'eikloüe die .1 d > o! « t o i 1 0 I v r »! u n q de »ondrn '.Ms '״«mntaioltommifliu omkirrie der 'Hrftor her Aealtctnile ־.»i'eii'iahi 0 \י v>m Vfll Lludienroi ibfohov 2chnr1der rem ,zohreshenchie dteier milnor berechtiaien Annoli 1»;» rninelntten. dost »k »» odgr louirnen 2ck»1I,0I1rr von >!»-'<?cknilrr» l»e>u-k» wo, doruinrr »I ־p<-»׳wnore» Tn Nonirnio» noch!ölte hie 21hulr I"l ־ft,»!,־Nonien. «!7 ,tsroeliten imh 27 riotholiken «m LciiNttte des 2chuhohreswirs hie enir Mloi'e V' 2-ciia>>», d:> ',:Sr:» Hlcffr?<!!”!״ we hr!t!e Ulove II Lchnler. hie virne alonr 2V 2chuler. die »unnr cilon'e 27׳ nnh hie iechne ttlone hi 2<hülrr oui?os neue 2chi1!!oln bea!n»! 0>» I* 2,vieint-ei Aiehcrleguna des H,rn»es ,',eil I I trat dir nicht allrm 01» hiriiaen Plcwc. ionhern outh onstrrholb wohl hrkonnir sz>rn>n P. 1.־! a > ch 1 s A 0 ct> i o I g e r ihre seit nohezu 7»> ,zahrrn hoieidn innearhohtrn taeictionsiototirolen verloklen »nd. hem noch iolqrnh, ihre neuen tleiltnrirsräunir »ioi'erNrnsir hrzoaen. tie Grorknuna tvi IrbirirN iiiilft a>it*tii otrenh iiotl, und Ni hierdurch un'rre 2>ahk um rin wrnrrrs rtramues. hem moherrirn »*ie'chmock rnriprrchenhrs Magopn reicher geworven. trr Umhou des vodens wurde von der ,'>trmo tzren, BroN! onoariühn. wohrend dir inneren tLmrichiunaen der B,r» jchrcnierri ^veun Ädi überlroqen woren. Heben ben bishe׳ aeinhrlen ta!^« ״nd Nrv'«01l1r>0re1i. sowie ־fzeleuchtuna« vteaennonden!eher Ar» fiir vkrs und rlekiniches l'icht hoi dir irirnm Tocchi nuinnehr ou.h eimar neue Arvtrl, wir Lilder vtaivenr!*irbrouchs und rhiruSworen ttiimi qegrnitonde als Hchic Bronzen. Marmor eic. omgenommen, und wird bei der vorkondenen reichen Auswahl >rder detucher sicherlich »einen -Vunxkren tLniivrechendes nnden

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