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Der Israelit · 1906-07-26 · 30 (26.7.1906) · p. Seite 3

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Journal
Der Israelit
Volume
47 (1906)
Issue
30 (26.7.1906)
Date
1906-07-26
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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ו i i E I ו 26 Jul, 1906 t«T ^fiaritt Rr V> S*Ut 3. lautet ein Wort der Weisen, wähvend der Prophet schon viel früher klagte und weinte. אהה בינה ׳ ביים יאני נבנה בלילה הנאבי בנה הבנה בלילה ,0 sprach das Bolkzu dem Propheten des Schmerzes, zu ^irnnjohudu bemerktest schon am Tage die Borboien dunkler Nacht, wir aber glaubten dir nicht, bis die Nacht da n׳ar, die all unseren Hon iittinzcn ein Ende bereitete, bis die ׳Nacht da ivar, in der der E>r»qe schonungslos all unsere Wohn- »»gen zerstört, alle Festungen der Tochter ,V hndab nicdergerissen, das Ncich und seine Fürsten entweiht. השב ה׳ להיטחיה ח־ביה בה ציון נטה קו. Und doch hakte Wett schon lange vorher geplant, die Mauer der Tochter ^ions zu verderben, schon lange vorher ivar die Schnur gespannt, und ich ivarnte euch, ich bat euch zu <K0tt zurückzukrhren, doch ihr wolltet es nicht glauben, ihr saht nicht die znin Niederreinen ausgenreckle Hand, da zog denii Gott diese Hand auch nicht zurück und läflt Mauer nnd^ ^»vinger trauern. Und die Alten und die Prophet», die mit mir euch hatte» ivaruen sollen, die aber statt dessen euch in euren, Reicht sinn bestärkte», die euch versührten, sie sipen uu» stumm aus der Erde, gürten sich Salle uin und glaube» nun damit ihrer Pflicht zu genügen. Ähre Trauer ist keine ausrichtige, sie ist nur äuflerlich, denn iväre sie ehrlich und innig, so würden sie es nicht bei diesen ״änflercn" Zeichen der Trauer bervenden lassen, ihr Schmerz würde Tränen nuden, ihre >ilage Worte, um das Bolk über das ivirkliche Wesen seines Unglücks zu be lehre». Denn das Bolk iveifl nicht einmal zu trauern, das Bolk kennt sein Unglück nicht. בלו ב־בעיה ע*:י חביביו בעי ונו׳ בעטח עולל ייינק בייחיבוה קי,׳ לאברהם יאטי־ו אי• דגן ויין. Es vergehen in Tränen meine Augen, es glüht mein Inneres, wenn ich die Jünglinge und Säuglinge meines Bolkes venchmachten sehe, und cs erglüht noch mehr, ivenn ich sie z» ihren Müttern sprechen höre: ״Wo ist Korn und Wein?" Es schivinden in Träne» meine Augen dahin, ivenn ich sehe, da fl mein Bolk die Gröfle seines Unglücks gar nicht kennt, uieiiii es angesichts des zerstörten und geschändeten Heiligtums, angesichts des sichtbaren göttlichen Zornes sich nur nach ״Korn und Wein" erkundigt, ivenn seine Tränen nur dem Berlnfle der irdische» Güter gelten. היהה לי דבעהי לדם יובס ולילה באברי־ אלי נל היום אי׳ אלוקיך• Meine Träne, so ivird an einer andern Stelle dieser Gedanke ausgesprochen, gilt nur dem Brot, >vo mau doch jeden Tag an mich die Aragr richtet, Ivo ist dein Gott. Das גליה ההנינמ, so klagt der Pr ophet, empfindet mein Bolk nicht, weil seine Pr opketen es niemals zu Gott hiusührten, weil seine Propheten auch nur nach irdische» Gütern strebte». Und ein Bolk, das sein Un glück gar nicht kennt, das gar nicht weifl, w«rs ihm eigentlich fehlt, ist nicht zu heilen. Wenn wenigstens deine Führer und Propheten ׳ick, er mannen ivollten, ivenn diejenigen, au» die es vcr traut, dich ausklänn wollten, wenn sie dir offen und ehrlich die D-itellen, aus denen deiti Unglück flieflt, blofllegen wollten, du könntest geheilt iverden, aber, so, bemerken unsere Weisen, ני גדול נים הבין בי ויפא לך נביאיך unendlich kie׳. tu•ז wie das Meer ifl dein Unglück, denn wer heilt dir deitlk Propheten, deine Propheten, die dir in der Pergangenheit falsches und Trügerisches geschaut, 1 die niemals au׳ deine S>"..>deu als die Ursachen deines Penalls himviesen, iver lreilt ne dir, להיטיב הבלהד, dafl sie dich ans deiner Ben,rum; zu Gott zurücksühren,ייהל* לד ביטאיה היא יב-ירוים wo ne selb» dir falsche und verführerische Prophezeiungen geschaut. Diese Propheten, die dich mit Lügen und Persührungr» dem Perderben cntgegengebracht, denen nichts heilig in als ihr persönliches Interesse, die dir Ekarakterlosigkeit förmlich verkörpern, diese iverden es niemals zu geben, dafl sie gelogen, dafl sie charakterlos ivaren. . Es schlagen daher die Hände über dich zusammen I die des Weges ziehen, zischen und schütteln dr^Haupt über die Lochter ^eruscholaiuns: ,V' das die Stadt, von der man sagte: Der Schön heit Pollendung, die Lim der ganze» Erde'•׳ Und! was deine angeblichen sv renn de. deine ,vührer, die deine Bersiihrer ivaren, deine Aelteflen, die : nicht sagen wollen, ivas üe nicht gelte» lassen : ׳vollen, dafl liämlich <Kvtt es ivar, der dir dies alles zugesügl, dafl Gott dich für . deine Sünden ' bettrau, deine a e 1 ude rusen es dir höhnisch und schadenfroh zu. פצי עלי־ פיהם נל אויבי:־ היקי יידיקי יטן אברו בלעני א־ לה היום •טקוינהו! בצאני י־איני עהה ־־• אהי־ זבם בצע אבי־הו אהי־ | יבם ביבי קדם הים ולא הבל ויהבח עליך אייב; הי־ים קין צייך. Es reiflen gegen dich den Mund aus! all deine Aeiude, sie freuen sich deines Unglücks, aber! inmitten der Arciide הי־קו וי־ליקו הן kuirichen sic j vor Wnt mit den Zähnen, denn אביו בלענו ne! dachten dich zu verschlingen, dich vermöge ihrer j eige n e n Kraft zu verderben,אך לה היום הקוינהי i בצאני לאיני jedoch an diesem Tage, den,vir längst j hcrbcigesehnt und herbeigehont, kanden wir und I sahen wir עהה יי׳ אהי לבם, dafl Gott dies Alles ן getan, dafl!Kokt ׳ein Wort eingelöst, das er ge sprockieu in den Tagen der Borzeit. dafl er er barmnngslos alles niedergerissen, dafl er den! Aeiud ei freute und das Horn deiner Widersacher j erhöhte. Deine Feinde ׳reuen nch und knirsckieii;»bleich mit den;Prhneu, weil ne zugeben müsse», da», nicht sie dich verdorben, sondern dein '»Hm, deine Acindc scheu es und du ״׳ein ^<01f ivillst es nicht erkennen. Würdest du cs erkennen und | würdest dich au» dem Innersten deine- Herzen» zu G^tr iriende0׳ צעק לבם אל -י ״ foimmt d» genesen und könnten dich ״och deines llnglücks freuen denn es Kutte dich dann den Weg z»;!Kokt ^urücknnden lassen קבי ייני בלילה jubeln konnten dn dann in dieser nnncren Nacht, denn ne iväre ליאה אהביייה der Beginn dkl Häm mernng der 'Beginn eines neuen Tages, darum , giefle dein \׳ז?י; aus vor!Kort האי אליי נפי־ על נפיב עילליך erhebe;״ ihm deine Hände, ivegen : der Seelen deiner kleinen, die vor Hunger verschmachten an allen Siraflenecken. Lasse He nicht mehr srageu. ..,vo »t Korn und .'cke״,••. denn nicht der Mangel an Brok in das gröflte! llnglück, sondern die!Ke'ädrdnm; der Neinheu ihrer Seelen. Han du dies erkannt, so hat die : Nacht ihre 'Benimniung er'üllk, und es kann ihr : der Im; folgen Und dann sieht auch «Kokt, was : euch gr'chehen. siebt, dafl ihr unglücklich seid, hört, n»e ih, um eure wahren Propheten und Priener klaget, dann הקרא ניים ביעי־ בניי• בבביב ולא היה ביים אי» פליט "טייר איטי טפההי י י ב י ה י א ב נלם ladet er wieder zu einem ,re'ttage alle, die mein Unglück geschaut, denn am Tage des gotkiicheu Zornes gab es keinen Aliichklnig, die ich gepflegt und groflgezogen. die Propheten und Groszen, die nur erhöbt und die uns er niedllgtku, die ivir geliebt und die uns verrieten, har der Aemd vernichtet. Wir haben erkannt.!!vo »vir gesündigt und ,vorin ׳vir ge׳r!1lt. wir! habe» den Weg;» <K0kt znrückge'undeu und Gott! kehrt nueder;» uns zurück und aus der Nacht erblüht uus ei» Heller Tag, ans der Dunkelheit! Vici't , aus uniäglicheni Kummer unendliche ,vreude, aus Dienstbarkeit Areibeit. aus .Kiiechl scha't Erhöhung. היציאני בעב־ייה לדייה, ב״טעב׳־ לגאלית ׳באפייה לאיי־ ג־־־ל, יבינון להב־־ה אב; Sir Samuel Montagu über seinen! Konflikt mit dem Chief - Rabbi. Wir haben vo» ciuigen Monaten über den An׳׳ehfu erregenden Konflikt berichtet, der;101 scheu dem bekannte» Praiideiile״ der Londoner ,vederatiou os Srniagogues, Sn S>ui1url P/sir-! tag» und dem Elnesrabbi Dr. Adler dczw. ׳'einem Bell, Din über die Arage entstanden in.! ob Männer, dir öfl'enklich die Aukhentieität der 'Bibel leugnen, gecigueke Mitglieder einer obenten : jüdiichen Schulbehörde seien. Die Annvort de»! londoner Beih Dm ׳teilte nch scheinbar au» den > Boden des 'Kel׳g1onsr;e>cpes, ivar aber!>! Wirk ' lichkeit ofseniichtl'.ch von Dpportl»1!lalsrück׳>cht>»!!?as Pliilisleriia» ist noug N» rrrvaliung und ^>ort ichrili der Raür, weil man stets Imndert Mal e-׳>nchrn man. elir es einmal gelmgrn sann!•er moderne ileiil hat an Stelle des mentdilicbin den welttickikn vonranl grsepi, dama ist aber der natiir Iiclie viencknsvunft nnigegrben. und >v!r bringen es wahrend der nniiere brgren ge Llandl'unN zu befriedigen, den rlnichaunngen snbrrn konnte ^1ur »ocb zu imfidit rrn und siinnvertiaslen rrinzrlergebninrn in!»,runde genommen Itervteht doch se» der iranzö suchen ׳teriolutivn vollkvnnnenr ׳üaNosigten. Tie grgenmariigr Menschbeii lebt mehr and mebr nur noch von den! vo» den vrrgangrnen ,zalnlmndriien ange iannnrltrn stapual an Adeallsmus. 4r«enn ein moderner Äutor emein Berlegrr dir Pitn-i als Äanuskrip! zu!!! Verlage anbdte ich möckne wissen, ivas der Prrtegrr antworten würde ׳ Ai» I!'. .zaiirtillnderi ׳eierte der von den Banden des!״laubens grlüsle (Heiit ein gewaltiges Bacchanal, m> -י" wird man dir Konseaurnzen dieser Entwurzelung der Menschbeil inrbr und nicht gewahr werden, und die zu knnstigr Menschheit wird wieder fromm sein. Dir Religion!>'! beule hochslens mxn ein Rahme» für da» Bild des Lebens, anstatt sein innerster Quellpnnkt und nie au»setzenocr Pu! »schlag * Die Mittet sind nnqrbruer soitgeichritten, dir .;!veckr »nd aber!»! virunde zuriickgegangen. und so dretii nch d>!s I Leben der modernen Menschen meistens mehr oder weniger I un Kreise. i Man tonn nur in» «Koti l«earu»den. D der »»,» kann iarnichi begründen Und d,rs Üdaos sieht täglich!er Tu» . . . ä י ■>- Biem dir .',alnrwilirnschasien als das Äbsolulr er scheinen, den, mochte ich Vorschlägen, dan wir die Lselt automatisch rinrichlen. und uns dann toischirnen. Bis ins drille und vierte, bis ins tauiendsle ",eschlrcht welch erhabene T irir der Emncht, mit der die Bidet dem Darwinismus dar!» weit voraus bcvuoihebt, Mp in brr 2L-e>tknrwick!nng d!c r׳os!r!ven Kräne die über wiegenden sind isenn man icmand dc» gionie» rori amu» will, den es in der 4Lelt geben kann w gebe man ihm am, die ,znden'rage zu lösen Die ,rüden ״.nd d!e!״riechen der Moral Jahrtausende lang von!״eneration zu!»teneration nichts al« immer wieder das Littengrseb des einen!״otte» daher die granitene ,fügung, aber auch dre Monotonie des ,üdlschen Wesens Kfesrtz Lied«. Lehterr tit das odernr ,;deal au׳ der reifen Höh« des Lebens, rrittres mup der ׳'ich ent wickelnbrn Leele dir Balm weisen, weiche hinauf führ« zum tzipfel — i David Lubin.» r >e Amerilaiier ivnien sehr wobt, ivirvirt ne dr» Einivanderern zu dantrn t!aden. Aber auch die so virtgeschmäliirii polnischen ,;ude» haben ״ich, iveing dein Vande genüb! und iribn ׳ngar seinen Rudni vermehn. Das ionderbarNr Brvp!c! :>!er׳nr ist wobt David »'»,tun. der.!n: ,tahrr!-!'« ׳!׳ Pole» gebaren. , in irülreuer ,zugend nach Reiv?tork qervimnrn in Ersl l Koinnns. daun vxiwimr, ivurde er späte» Landwirt, und ' maii tollte es kaum glaube» der ,tude, der polnische ,zudr, de» Hausierer inachie nirlirere fiit die r״׳»dw1rlsch,,st 1 ׳elir 1n»«l>che (זt»1 nbu 11 ur 11 io erfand kr u. s. einen zweckmanigen B»Iug. und iteln >rtzl im Brgrif». sich um dir Vaudivirtschiitt der ganzen Welk ein rpvcheniachrnde» Ber dienst zu erwerbe» Um die amerikanische Landwirrichaii ן tmt er sich bereits sehr verdient gemacht durch seine er solgteiche Agitation für Ermaüigung der Frachten. Zein irbigrs Zrrrbrn gebt dahin,eine korrekte intrrnarioualr .> r it n r l l u n g d e r E r n t r e r l r ä g r o e r g a n z.׳ n W c l t zu rimoglichen. ui» so einerseits eine Urdervorteitung des . konsumierenden Lubliku״:. zu velhuidern und andcrerskitc! den Land..׳•«rien mehr den ihnen zukominrndni Berdirns! zu sichern Nachdem er ״ch vergebens bemüht hatte, den > Präsidenten der »ranzbüschen Republik voubet »ür ie<nr j ,zvee z» gewinnen, gelang es ibm. durch Bernntrelung r»1e Audienz beim,evigen König von ,>lalien zurrtan,zen : der gleich aus dir .;der Lubins eurguig und veranlamr. dag ttwa eure bald« Million Lire zu» Begründung des von! vubu, vvrgrschlagrnen inkernatlonalen ,znsiirui» ausge j Worten wurde, ,zetzi brnndrl sich Herr Lubin in Washington, um mri dem Brändenien Roofeveli und den Zenaioren kür dre Schaffung eine» internationalen landwirtschastlichen! Kongresse» zu konferieren.

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