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Der Israelit · 1906-07-19 · 29 (19.7.1906) · p. Seite 13

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Journal
Der Israelit
Volume
47 (1906)
Issue
29 (19.7.1906)
Date
1906-07-19
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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1מ Zul. 1900. zwischen den 'einigen kaltend, ne unter Tränen nnd Küssen sann reibend. Erst als die Dämmerung einbrach, envachtc Zaau Korn wieder aus ihrer ticscn!Dhnmachk Korn vollzog die Gebräuche, die den Beginn des Werktages einleiten, nicht ivie ׳onft iii liegen ivart der svran und Kindern, sondern in einem kleinen Stübchen ganz allein, nicht ivie sonst mit lautem Singen, er nnirmelte die Segenfprüche halblaut, hattig und verlöschte die geflochtene Wachskerze in einer graften fache Wein, den er ans die Tischplatte goft. Ei1«e beklemmende 3ttllc lag auf dein Hause. Einnia >var iveder bei Tisch noch in der Kranken ftnbe sichtbar. Sic mied jeden!Nautn, ivo ne mit ihrem Baker hätte Zusammentreffen müssen. War er nusgegangen, dann kam sie satt »»erhör bar ins Krankenzimmer, septe sich der Mutter gegenüber, stets mit derselbe» Zrage: ״wie suhlst d» dich he»le>" Mehrercmale hatte sic versucht, aus den Borsall vom Sabbatnachmittag die Sprache zli bringen, die Mlltter machte aber jedesmal eine energisch abwehrende Beivegung lind schüttelte den Kops. Dann überkam Emma ein Gefühl graften Unmiltses schien aber, als ivollte die Mutter keine Bechtfertigung hören, bis eines vormittags, als beide allein ivaren, die Mutter von selber begann: ״Du hast eS nicht vor dir geieken, Haft es nicht nötig gehabt zu tun — und dennoch tatest du es. Warum warum? weil du es heimlich getan, soll es nicht ivcniger eine Auflehnung gegen deine Eltern gewesen sein? Die Kindesliebe fehlt bentigeil Tages bei den jüdischen Kindern, sonn würden sie auch nicht im Berborgenen tun, was den Eltern verboten erscheint, iftrft mich ans redenwozu trennt ihr euch, noch ehe die Bot wendigkeit cS fordert, voil deil Eltern, die Zhr vorgebt zu liebe»? Zck> Hab' schon langst wahr genomme», daft dn auch im Haushalt Eilige ge tan Haft, die ich, dein Batcr und auch andere teilte als böesevesübertretilng betrachten. Kannst du mir sagen, warum? Und das Beste und Heiligste, das was dein Bater einzig und allein noch mit aller GksePesftreiige hält, während er sonst andere wichtige Gebote leicht nimiiit, gerade den Sabbat Haft du nnd dein Bruder unter dem Elterndach zertreten." Zorksebung folgt t51nr Etiabiiing von Friedrich Nott. ״Mir scheint der Herr ׳Wirt bat recht, ivas meinst D», Heinrich?" ״Zch meine, Dn solltest versuchen, das Mäd chen zu bewegen, gleich mit uns zu fahren, wir ivürden sie zu meiner Schwester bringen, vor länftg könnte sie dort bleiben." ״Schön, schön, daS lväre das Beste. Sic darf selbstverständlich keinem etivas davon sagen und darnnl werde ich ihr sagen, sie soll ihre Sacheil nur hier lassen, soll mitkommen ivie sie gehl und ftehl, Deine Schwester wird ihr schon geben, was ftc gebraucht." ״Gewift in dieser Beziehung soll sie unbesorgt sein, überhaupt versprich ihr, was Du für recht hältst." ״Gut, ich mache nitch also sofort aus den Weg-!ch habe die Kali vorhin mit einem groftcu Korb nasser Wäsche vorüber gehen sehen, vermutlich ivird sie dieselbe ini Bache spülen, dort hoffe ich sie zu nndeil und werde mein möglichstes tun, ne zu bewegen, sofort mit »ns zu fahren, Zch iverde deshalb im Borübergehen dem Kutscher sagen, er möge nt ungefähr eitler Bicrkclftunde anspannen und vor dem Garte,itvr an» iins warten, denn ich halte es für besser, daft wir dort cinftkigen, voil dort kommen wir nicht am Bingelkof vor über. Bus ׳Wiedersehen!" Er nickte den Zurückbleibenden grüftend zli und verlieft das Zimmer. Der <ZSrael1t Der Wirt blickte ihm kopfschüttelnd nach. ״Wissen'» gnädiger -Herr, daft ich s noch inlmer nicht fassen kanil, daft der Pevpn'ch ein .'(׳»err Doktor sein soll." ״Er ift aber einer" verfeme.Heinrich lächelnd, ״und ztvar ein vorzitglicher, der seine Eramen mit Auszeichnung beftanden bat." ״Zfts möglich! llnd wenn Sie sehen ivürden, nüe er eggen und pflügen und d»eichen kann und überhaupt alles, was da;» gehört." — ״Zch kann es mir denken und ich glaube, daft er auf ׳'eine laildivirtschatlischen KeuiituiNe stolzer ift als auf seine medizinischen ״ ״Das kann er auch fein, denn er ift ein tüchtiger Landwirt und versteht alles aus de»! N und er hak so eine '?In an ׳ich, daft die Menschen tun, was er ivill. Sie iverden sehen, gnädiger Herr, uuiu 0׳ lange wird s dauern und die Kan komnit um ihm da he»." ״ Das ivare nur doppelt angenehni, denn die Zeit drängt. — Da koniml auch schon unse» Bürgen. — Wenn es Zhncn »echt ist, Herr '?611 t, bringen wir cinft'veilen unsere Bechnniig in 's Beine, dann können >vir gleich fortfahren wenn »nein Sch'vage» mit dein Mädchen koniml. Al'o was sind ivir Zhnen schuldig?" ״Äber ich bitte, gnädiger Her», das eili do»h nicht, das kanii doch der Pevvn'ch gelegentlich begleichen " ״Der Pcppusch —!eine Miffiou hier zu Ende, ich Iveift überhanvt Nicht, ob er Ivieder zu rück kommt." ״Der gnädige Herr meinen, de» Pevpn'ch wurde nicht zurückkonimen? ׳?lein, das kan» ich nicht von ihm glaube». Wenn c» hier auch für die andere Sache nichts mehr zu tun hat, er hak ׳ich doch bis;111» Elften beim Bingelhofbauei verdungen, srüher geht er nicht unt. nur für heilte hat ihm der Bane» frei gegeben, weil er den gnädigen -Herrn erioanet hak. ׳?lber morgen ift er ivieder da, da drauf möchl uh wetten Und es lväre doch auch zu arg für die Bäuerin ivenn da der Bauer mitten ans der '?!»beit ge rift'en ivird und der Giciftknecht war auch nicht da. — Das arme Weib wüftke ja nicht ans nnd nichl ein. Denn in der Zrenndschnft hat jeder für sich felbft zu schaffen — und überhaupt, bei i'o »er Sach bleibt d e ,Freundschaft meiftenkeils zu Haufe." ״Sic haben recht, Herr Win, ich zweifle auch nicht, daft mein Schwager morgen wieder hier »'ein wird — und »ehe ich recht? Da kommr e» ja mit eineiu Mädchen ift das die Betresfende?" ״Wer sollt s ׳'onit 'ein? Z-rcilich ift das die blonde Kat!, sie steigt ja schon ein und der Peppusch winkt, daft der gnädige Herr auch kommeu soll." ״Da ivill ich ihn nicht ivarten lassen Also leben ׳'ie ivobl, Herr Wirt. Es Hai mich gefreut Zhre nähere Bekannt׳ cixnt gemacht zu haben; wir fühlen uns Zhuen für Zhrc Mitteilungen zu groftem Dank verpftichtet. Aber das Be'vnftt sein dazu bcigetragcn zu haben, einem llnschuldigen die Freiheit, einer ganzen Zamilic das P-Kück verschafft zu haben, das ivird Sie iiber reich belohnen." ״Der gnädige Herr haben recht, das freut mich iiuln als ich sagen kann. Und von wegeil der Berschwiegenheit können der gnädige Herr nnbesorgt ׳ein, kein Wort von allem, was >v>» geredet habe», wird über meine Vippen konimen." ״Davon bin ich überzeugt. Doch, ich iviederhole, nur bis;lir Berdaftung des Bingelhosbauern liegt ittii an t^eheinihaltniig der Angelegenheit Zft der inulmaftliche Mörder jedoch einmal ab geführt und dingfeft gemacht, dann liegt mir nichts mehr darail, die Sackg: geheim zii battenes könnte vielleicht sogar gut sein, wenn sie in ikien Einzelnheiken bekanilt ivürdc, namentlich daft der Bauer dem Groftkuechl ziveihnildert tKulden ge zahlt hm für fein falsches Zeugnis " ״Wenn s so ift, w werde ich nicht erinaiigeln seiner Zeit die Sache unter die teilte;» bringen - der gnädige -Herr iverden sich überzeugen, daft Sie keilten schlechteii und keinen diimmen Kerl;lim Berrrauten gemacht habeil. — Habe die Ehre, reit, >3. 9׳• gnädiger Herr' Halte mich bestens empfohlen. B'hüt euch «Kon, Peppnfch' An» W'eder'ekn inorgci, in der ,nahe'" Er nlck'e auch dem Madckieu, das aus der vorder» Bank 1״ einer Ecke lehnte, freundlich zu. ivahrend Heinrich einftieg und ׳ich de» beiden ander» gegenüber >»! Zond des Wagens »>ede»lieft Das (Kefäkrt rollte davon über das holpenge Pflaster des Dorfes, durch das Buttel» nnd Banein >»>ar die Unterhaltung vorläufig er'chioerr, aber He» mann drückte ftumm die Hand des Mädchens.das znni sofortigen Mltgehen zu beiocgen ihn, zn>a> gelungen, abe׳ durchaus nickit lenkt geivordcn ivar. E> hatte ihr goldene Berge versprochen, zuerst י'01׳e sie bei de» Schive'ter ׳eines Sck»vagr»s bleiben, n׳o sie das beste Eisen und nn» iveing Arbeit haben »׳erde, dann käme ne an»' die Hochzeit ׳einer .1<״t<n<nn,1 ׳irbf »>!,<»2 <׳rn> 5abbat2־lnfana u.?iusgang. דטוה טבעי «KT: Tnium Ausgang llbi ־.Win. itwtli־. <1 •MM lidr -Win. Frankfurt a M 7 i'> il ,Zull i-. famii# :! <׳.! 7 Maiur!» 'י״1 Berlin *\ 11 München 7 1.1 - s ■1 Ltuttgart. . •'«' .. :! m. <־-! 7 Ltrastburg '1 10 Posen *1 Ztrttiii!1 17 Breslau K p> Bürnderg . •1 IW «ר. 7 Wien s *Jll Prag! s -יי s •M. TVür den »Hcflauirntril ift dir :HcbaUion nicht verantwortlich: insbesondere ift r« ansfchlieftlich Lache der Vefcr, dir i 111 Beltameteil enthaltenen Empfehlungen ritueller ׳Waren oder sonstige Angaben religionsgefchlichen Eharakters auf ihre Zuverlässigkeit;» prüfen. Erleichterungen für Anstva «derer ad <»am bnrg. ׳.',',»tidem in Wimiand »1 grnindiiritlichr» .^rurkunq int ׳. aiigririn wird»׳» noimolc ^rrlialimiir ,iiigrirrten, dal du ,uiicrikanulbc iirgiriung dir bisbr» tür r 11 is 1 idi 1 .1 uswanbrrrr vorgria1riri>r11 grmrirnr drrnagigr br oliadmiiigsrrii 1>^ז«1וו1ו\} וווו Vk»1ct1 mnbri aiügrbobni '!iiiiiüdif Ausmandrrrr braudirn Nihrr t*en!־•ז• at> me der iriilKi in Hamburg rinuitTrffcn nodi litiifln •idi dori am ,ubnltnt als feif Ängkhongev!rgniv rin״ andrrri! Wanoii Anrti in ihm ikK-werinnqs'mlKii m r'iiintiiirg sind nt in frtmr ir-eni mrln liriditiinft. 211־ foiinrn ('־•וי' pronr AiisivandcreilivKl in vmnbiiifi. k!:.־ A»s>v-.mdr׳r->7d>1»rn Pa i׳a>ndi1rg ilinaifn Vinit. nach Eielobrn »״rla'irn, um ־,u (?mfiinirn. 11,׳ ikKiingnngrn obci »um ,״di in dir Liadl ,11 rtclirii, fnr;, iii fminrii mir allr iibuprn igus tixnitk•!« waiir.i'd ihiti• Ann 111b.il1r,> 111 vmnbmn »in n»1s ilinin brlnln Bad “ ־ n 1. i. Hohe ״י•: Hotel und Restaurant Marz. Einziges Note! 8 Kcstaarsct »m Piatie welch, ■at Aalsicht eines ständigen דשניח äes Herrn H. Marens a. Kraken steht Diner ii patt Mk. 2.50. fable d hüte 2.25 —— Rain• Waina, ׳ Besitzer: Vilbelw Marx, Elisabethenhtrasse Nr. 50 MT vis—& vis dem Kurkarten. Tel<phon!Nr. 314. Pansion Im Haust Ttlaption Nr 314. Lodenonrj$i Eispickel, Alpenstecken IWutr vor gr'äbrliclieii Kriuniqrii brivaiirm. t!c t»^>..»» «--> .. IS» irnirn. cir «cnaanri umri um ■״•יו •'־ um׳ m überall ribdltlufi t 0

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