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Der Israelit · 1906-07-19 · 29 (19.7.1906) · p. Seite 6

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Journal
Der Israelit
Volume
47 (1906)
Issue
29 (19.7.1906)
Date
1906-07-19
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Rr. £1. Lrur «> iiberbolte, »benuuiibcne tHet1ti11i*cfn;ftt und von der mündlichen Vehre sprich! sie nur um der er du denen Miene de* Allesverzethen*. llnd ne will, dos; ihre erleuchtele Weisheit erdcile da- Hunkel in de» köpfen der verbohrten ״Lchtvarzen"; das;, weil s 1 e an* i^ennttincht, Begtiemlichkeit oder (ttoldesiiebe den Labboth, die ,>ne einweidc», die Lpei'egebote und tva* ne sonfk behindert, nieder rreten, auch die Weselzestrenen den» Frevel gut deinen! nicht schüht de» ^oni Kippur seine über lebensgroüe, herzerhebende Heiligkeit, nicht ihre innige, fiititictc Hehrlteit die;,ifct'ob vor den plumpen Tastversuchen itirer zersebendeit Kritik. 5 it * tollten llntenchiedc der!K i dt 111 n g und nicht vielmehr Wegentobe von so klofsender ii.4eitc sein, das: hinüber und herüber keine Brücke fiil)vt V um* sie;usonnnenhält. ״natürliche Einheit" und nicht vieltnedr die llnnmur selbst, du* eiserne Mus; änneren ,׳zwange*, nngcwollter, iinertvünschtet Ent ivickelnn^n, die zu fettigen und zu veretvigen Lelbttzerttörnng üben ltfit;t?! E* umi׳ dortnn kein guter Hieltst, den Prot. :>,'os!n durch diese Motivierung seiner Loche geleistet. Wer sonst noch ztveiseln mochte, dem müssen diese Ansichten und ׳?l »*sichten die A ngen dorüber offnen, tvo* aus diesem Entwurf für nn* heroussällt, ivelche Hpt'er de* Intellekt* tvie der Ileberzengnno er nn* zumntet. U־;•־ bedeiitet einen ^miiüschlog in unter <^e sicht, tvetin tnan nn* zniitntet nn* dazu;n be kennen, da׳'; Wottesleugner und Berockitet der Tltoroh dos; die Männer der >[m1,״i*immc;» Berlin, denen der Lnbbotd ein Werktag, die Elte geietze de* ^udentnins, überltonpt Alles, tva* an positivem ,^nltalt tu teiner üieligion eetdolten ist, ein Wegeiittond mitleidigen Holm* iit. dost die '■hnutHiitm und Helden der Nennin, die ge slineniluch unsere religiösen Etnpsindnngen analen, doü ne Alle nn: nn* eine notürliche Enideit aut de: Wrnndloge gleiche!: religiösen Bekenn! nitte* bilden. Hos;, tver io denkt, on dem Austritt* ge'ey von l>7''> kein Wesollen nndet, dost e* idm ein n׳retlcl, ent Flecken ans dem nntudligett Wewoird setuer . tiotiirlichen Einlteik" erscheinen »inst, itt nnr allzu begreiflich lind natürlich. Und gerade darum itt e* un* on* Her; geivochscn nndiverden um־ e* um* niilnner uneder rollben lo״en. Horüber nn »ächtten Artikel ein kränige*, deutsche* 'Wörtchen' Korrespondenzen und ^(.ncktrichten. Ventil es Ueici). Berlin, l?> ,!»li. Hie ,üdi'che Monat*- schrni ״r. i! niid Böen״ batte in ibrer April nniinner dem bekonnten 'Berliner Kritiker ,Trip Mourltner einen sein tvoltltvollend geltolteuen Artikel getvidmei. Horons erl 1elt ne. tvie tvir on* der dieser Tage etichienenen Mai ^nni N'innniet erielten, eine Einsendnng, deren Brr soner nch darüber beschwert, dost eine dem na ttoitolcu ^lidentnm dienende* Hrgon einen ge tauf teil ^»den — ein solcher fei ,Trip Montdner —^rühmend dervordebe. Hie Nedoktion von ,X tt n»d Böen״ mochte Herrn Montdner von der Einsendnng Mineilnng und erhielt von diesem folgende Ertviderung: ..Hotte ict» grwusti. don ,גIm׳ ,;ntictniii .,usge'prochkn 1ut*uct1c11 Vijkmiftrv hoi, 0׳ (Wittr uti jionz n,m> ivlgeiwnimen de» Ber'oner wollte uncb rilmsaroplivcl׳ g,tn: nm Xer ,gsroelU Recht trotz meiner Komeinonslongtrlt tur dir ludlschc Rasse in Anspruch nedmen. Xa ich au* meiner atheistischen Urberzrufluna namentlich in der ״Kritik der Sprache״ niemals rin Petit gemacht habe, konnte mir nicht im Traum rinsallen, ein Blatt da* mich durch einen besonderen Aussatz ehrt, künnlr nach seiner Tendenz qlaubensmnoniäi sein. ,In die Redaktion öbrer ZrilschrNt derart!:ldlich sanatlsch, dann münen 2!r alirrdnig* erklären wir ivusncu von b'. M. absolut nicht* als daü er ein,tude >var, haben ihn deslmlb gelobt und zielten da* vov!etzt zurück, »weil mit rrsabren, er sei aus dem ,vudentui» ausgetreten. ö» dir Redaktion aber sreldenkrud, vertritt ne nicht die jüdische Religion, sondern nur die Rechte der lüdiichen Raisr. t'o scheint niir die Antwort aut dir llnverschanitlirit de* Briesschrribrrs, denen Rainen Lie nicl» nennen, ielir eiitsach zli sein. tLr in so schlmu» nur nnr irgend ei» legendärer ,lesuit, wenn er sein ״Ainelten" in ,Ihren Kreiselt dazli benutzt, (Linslust out dir Redaktion eines freien Blatte* nehmen zu wolle». i5r n» em Lügner, da er behauptet, ich wäre zinn (5 tirnlemuin über getreten! uiid da er wissen niust, datt ich als ausgesprochener «üotkloier diesen schritt ohne llrbrrzeugung, also als ein Heuchler getan hatte, so ist er 1»>t dieser Behauptung auch ein Brrleumdrr. Xer Herr in endlich ein Esel — ich sinde kein anderes Wort. da er sagt, ich ״besleinigr mich .״nach dein Hebert litt ׳־, der nicht tlangeiunden Hali einer antiseiniln'chen iüenitiiung." Bielleich! haben 2>e!seil und Vuit, meinen Roman ״der neue Ahasver daraustun zu lesen! ich habe dort meine Ltelllmg zuin Ainisemitlsiiius deutlich und klar genommen." Hie Nedoktion bemerkt zu diesem Lchreiben, sie habe jenen Artikel in der Annahme verössent licht, dosz lickt Montdner nicht von der jüdischen ('׳',emeinschost losget'ngt Hobe! mit einem, der do* ,zildenlnm verlasse» Hot, Hohe eine jüdische ^ei: schritt nch;!! beschätkigen ii! der Pegel keine' 111 soche. Hiese on sich ganz richti.e Behauptung wird, lvie nicht ander*;11 erivorlen tvor, mit dem Hinwei* daraus begründet, doü dg* ^»dentinn nicht nnr eine lPonbensgemeinschntt, sondern vielmedr eine Bolk*somilie dorstelle, in der zu verbleiben Ehrensache sei. solange sie Aiiseindnng »Iid Entrechtung zu erdulden habe. Hie ׳Pi gehörigkeit zu der jüdischen Gemeinschatt, deiszl e* iveiter, verpflichte nicht nubedingt zu einem E,louben*bekennt»1* oder zu einer Neligiononbung. Böen» da* richtig in, so können wir ivi:klickt nicht verneden, worum der Herr Nedoklenr von ״Hst und Böest" so heftig;11 ,H-Ide zieht gegen diejenige», die;11», Edristeiitnm über treten! denn donn sind doch Edristeiitnni und ^ndenknin keine lN-geinave, sonder» e* konn jemand seiner Momcnioit noch ein guter Ed ritt und seiner Bolk*z»gehör!gkeit noch desseiinngeochlet ein begeisterter ,'zttdesein. Hiese .ttonsegneilz musz nch nnii einmal da* reine ötotionoljndentinii geiallen lassen, io sehr sich auch der gesunde Linn eine* Teile* seiner Anhänger dagegen strönben mag. Böo* har »»:!י, denn von jenem Llondpniitl an* gegen Herrn Montdner? Hieier ist, wie er sogt, on* dem ,^iidentnm an* oiitireligiöse» itttniide» misgelreten. Er gibt zu, im ethnogropdischeu Linne, d. h. ivo* Bolk*zngedörigkeit onlangt, ,^nde zu sein. Ho* entspricht doch ganz dem ח eiftc der national jüdischen Argiimeiikolion. Lollte der Tadel, der Herrn Montdner ausgesprochen wird, etwa die nnliebsoinen >to1:scauenzen eine* religiö* indisserenten ׳öc'otioiioljil'entnm* dem nn kritischen Blicke verdüllen? Berlin, am >.». ,^uli. E* ist ebenso in leresson , ul* fiiv viele Nobbiner wichtig, zu kon ttotiere», dost do* in Nr. I* der ״Allgemeine» ,ieiknug de* ^iidetitint,*״ vom I.">. ,^״li L. verötseittlichte Protokoll der Lipnng de* ׳Zentral »»*schlisse* de* Nodbinerverboiide* in Heittichlond, die am .. Mai I'Rti in Berlin stottsond, folgen den Loh enthält: ׳״Pir Lchockttongelegendeit, die er in Pertrernng de* Bo rsiheu den geleitet, für den Sperrdruck in der ״Israelit״ veronttvortlichi keilt Horovip mit, dosz von -'7<> deutschen >iollegen tickt bereit* mit ihrer llutcrtdtrift bei der »eiten Abwedrerklärnng de* Nobbinerverbonde* beteiligt hätten.״ An* Gattern. Infolge de* Böegzug* der lüditchen ,voniilien von den ^ondorten nach den -Ltädtcn mmml die Lchülerzalti der jüdischen Bolk* schulen in den ^ondgemeinden beständig ob. Hie Bet1voltttng*behörden nehmen denn auch Beran lossung, ans diesem Eirund die Kreiszuschüsse, die u». Tlu'i tnn.. an die jüdischen Bclk*׳chnlen ,im Betrag von etwa 6<f> Mk gezahlt werden, allmählich ein;!, ziehen, ,^:n November v. Hot der untersränki'che Hondrat eineit Bet'chlusz out Einstellung dieser Zuwendung an die jüd. Bolk*schnlen Hüttenkeint! und Kleineibttadt getostt, und in!Hbetfranken be . ttehl ein solcher Bet'chlusz schotl seil mehreren Dohren. Be, der geringen Bermögenskrost der kleinen l'andgemeindetl dot da* Authören Ser Kreiszntchüne tott immer die Auslösung der Lchiile zur ,>olge. Will man nicht da* hohe Ohu Ser jüdischen Bolk*schnle leichten Herzen prei*geben, t'o must dadingewirkl werden, dost in den LroS: gemeinden alsbald solche Lchulen gegründet werden. An* Böürt lent berg.t,. ,^nli. ^n den ״Bor bemerkungeil" zum neuen (Gebetbuch de* bodncheii Hberrnt* wird unter Anderem auch daraus ver wiesen, dost tür verschiedene 1'ondschasten besondere liiebelbücher herouogegeben worden wären, und hierbei wird neben Böettsolen auch Bönrtleiu berg ongerührt. Hiese Behonptnng bedarf dringend der Nichrigttellinig. Ein ,,Eiebeibuch nir Württemberg" itt hier vollständig nnbekoiini. Man betet tu 'Württemberg ans dem gewöhnliche» Nödelheimer Liddur, wie in ganz Heutschloitd.;ktur für Ltnttgorr erittiert eine besondere Te philla! ober selb» diese ist von dem tu'ueti badischen ,Tabrikol himmelweit verschieden ״״& stellt noch turmhoch on innerem Werte über Sem lepteren. Heini Aeuderutigen und 'ötenerunge» - in den altübet lieferten hebräischen «Gebeten mi darin uiritt;11 finden E* sind wohl einige Psolmen» ferner die Ltücke an* der Blnchna בנוה ד-ריק,; איזהו כדקיכד; ׳ weggelossen. ober Sie Llellen, welche ׳Po», Mesiio*, Techia* ltoiiime nm .׳e. betreffen, tteheu dnrchou* nnverielirl darin und in Lttlttgarr und denen ״Töchter ttädten" betet man sie genau so wie in der Limagoge Lchüpenttroste in ,Tronksnrr o. M. t'liich da* Nkachsor füi Lnurgorl wein keine ai'deren Ltücke ans. al* der übrige süddeutsche Miiihag, sie und ollerding* etwa* ''ehr reduziert, aber Attlei et! an fremde t>>ebrönche, wie jetzt in BoSe». Hot man il i ch t gemocht. 'Wohl sind die Piutim, tvelche noch der Gortesdienttordnnng von l •יז■:‘־׳• * für die drei Wolltahrt*sette onsgeivöhlt sind, in einem Mucht'or zusammengestellt, ober diese* iü J sott verschollen >n1d verloren, und man kann 8 deswegen!licht von einem 'Würltembergi'chen 8 Vondesg^ietbnch nicht sprechen. Henil auch jene 8 <>nttle*dientt0rdnn11g Hot sich tticht erlaubt, I fremde Minltogim einznsühreii. lind an I den ״ס;־׳־א״:' betet :110!! in olle 1: j meinden de* Königreich*, in Lrndt und Vo»S, < mit Ausnahme von Ltutkgorl und seinen gan; tvenigen ׳.h'ochohnieni die v o l l tt ö » d i g e 11 Mack . tovitn, lüie in gan; Aschkeno* üblich, ohne Aen dernng und ohne die geringste Weglassung. Aba . den Hinwei* an׳ ׳Württemberg müssen tvir tut* verbitten. Wenn tvir auch on den drei Wallfahrt* j fetten einige Pintnn auslossen, so hoben ivir nn* von unseren Brüder» in Hentschlond Sack nicht getrennt, llnd selbst Luittgort und tonte ״Töckilerttädte" niiterscheide» sich hierin ״vrin zipiell" nicht vom übrigen ,'zndeittume, denil wie gesagt, auch da betet mau für ^ion, Nie'sia*, Molchu* be* Hotvid, Techia* hommesim .׳e. >u gan; genau den alten überlieferten Worten und 1yitvinen unserer nnveränderten Tephillau* Noch eilt Wort: ׳Wo* man bei uns zu unseren öinchboru tagt? ׳?licht*, die ,'z»differenten lä'tt , der ganze Badische Nummel unberührt und die ,frommen, die sich dafür interessieren, lochen über den nnzeitgeinüsten lind verkehrten Webet* reformveritich. Man nimmt die ganze Loche für persönlichen Tatendrang, welchem mit bev ohne viele Ni'ülte von selbst die Lpitze obge brockten ׳'ein wird. Möge in der Tot diese Hoffnung sich recht bald erfüllen! freilich müssen sich unsere badischen Wlonbensbrüder kräftig ihrer Hont tvehren uitd nicht* unversucht lassen, um die Absichten de* Hberrot* zu vereiteln. zAirm d. Nedokrion: E* »et bemerkt, dost wir, und, tvir glauben, auch unser Korrespondent, weit davon entfernt sind, die in Württemberg o» den Webetürdnungeu vorgenontmenetl Kürzungen

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