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Der Israelit · 1906-07-12 · 28 (12.7.1906) · p. Seite 14

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Journal
Der Israelit
Volume
47 (1906)
Issue
28 (12.7.1906)
Date
1906-07-12
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
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«r :>« 2c״, Tn ^♦rofltt. 12 ,luft 1906. Feuilleton. I i tfinc t5r;irblnng von 7Vrirl>rirfi Nokt. ״^uiietnuit hotte ich ihre nicht, die Moti ist ein brauet Windel, ober " ׳״?ll׳ ״ ^ln hättet hobei jein sollen, wie sie mir dae ollee erzählt hot, do wäret Hl» ebenso wie ich dooo» überzeugt, dos; sie keine;0ן«״1׳ ge< s!׳rochen. 1\0 <יוrme '.Vtäbeil r-e glaubt jo ftcir nnb fett, dos; derHraiizri gr-siorbr» ist, weil er de» Eid, de» er als Zr׳»gk geschworen, durch seine lügenhastr׳ '.'ln eso ge gebrochen hot, und dos; er, nur!!!» sie früher heirote»;11 können, sich dazu hot verleiten!offen. Und der Vninp, der Hranzrl, hot he gezwungen, mit der Hand auf dem str»;im ihm z» ichivören, gegen keinen von der t^eschielge;» reden. '?Iber es hot der '.'Innen das Her; abgedrückt, sie bot nicht länger schweigen können .Hinterdrei!!!vor sie freilich in gröüter;lugst, dos; es ihr onch so gehen könnte wie de!» V'0»;1T, weil sie onch de» Eid gebrochen. ,'sch höbe Mühe genug mit ihr gehobt." Doe seilte tüncht des Wirtes hotte die ge!volniliche H-orbe noch nicht!nieder erlangt, und noch immer schüttelte er stonnend doe vierschrötige Haupt. ״ D er;tiingethvfboner ist ein ouge;ebener Mo»» weit »nd breit, kein Mensch hot ihm je woe uochfoge» können doe heisa, mon hoi wohl gewnsa. dos; er, bevor er geheiratet hot, seine Lckiwägerin lieber genommen hätte ole seine ,Von, ober he hot Nichte von ihm wisse» wolle», hinterdrein, ole der Von;ei doe bei der Ber txmdlnng getagt hot, do hot mo»;!vor so ver ichiedenee gemnnkelt, woe nicht schön war, ober dos; ein Mensch t'o woe gegen sich selbst sollte ן onsgebrocht hoben ״ noch do;n, wenn ee nicht wahr sein tollte'^ Logt nur, Peppnfcki. »»> i nnt'eree .Herrgotte willen, woe ton» denn der | Bauer dovon gehabt hoben, dos; die Welt ihn für! einen Ehebrecher hätte txrlten ׳olle» ״ Doe begreift Hin iiidu: n.'.r wo׳, doe sofort klar, freilich mühet Hin Euch gegenwärtig holten, dos; ich die go»;e Heit über nur hier war, um de» Mörder dee kleine» th>e»;el;11 entdecken, ll»d wenn ich don» höre, dof; der Snkel dee leihen die ׳olsche '.lnetoge eines Zeuge» erkauft, noch der er doe ermordete M!nb so;örtlich ge liebt, dos; mon doetelbe für sei» eigenee geholte». und dos; er durch diese erkaufte Aussage sein hänelichee (**Miirf zerstört hot, so zweifle ich keinen Augenblick, drifl dieser zärtliche Cnfcl dos angeh lich geliebte Kind mit eigener Hand ennordet hat." ,,.Herrgott im.Himmel! '!.1eppufefj, wie könnt Hhr so rede»! Der tliingelhotbaner sollte seines eigenen krudere Kind gemordet hoben'-* und ן iveeivegen y woe hat er dovon y" j ״Doe hoben wir »ne onch gefragt", siel! Heinrich ei», ״wir konnte» »ne doe nicht erklären, | deeholb hoben wir 2ie;11 nne gebeten, Herr : Wirt, und 2ie hoben nne onch bereite dos ch'ött'el gelöst." Der wackere Mo»» blickte verständnieloe zu ׳ ihm hinüber. ״Hchy ich sollte Hhnen ein ׳ Rätsel gelöst hoben'•' nicht dos; ich mähte ״ ״Sie sind viel;11 brav, zu redlich, um solche Schlechtigkeit so rasch ersossen zu könnenober Lie hoben »ns nubewuszt doe;1,'ätsel gelöst, in dem Lie »ne mitteilte», doh doe ermordete Kind der Bescher dee Bingelhofee gewesen ist und sei» , Dukel sei» Erbe. Berstehe» Lie uun, welchen ן Borteil er dovon hotte, für de» zärtlich liebenden Boter dee Ermordeten geholte» zu iverdeny Dem konnte mo» doch unmöglich doe Entsevliche zlltrone». " ״S Herum'.Herum! Herum!" rief der Wirt, die Hände über dem Kops znsommeiischlogend ״ich ko»» es noch iiumer nicht glonben und doch kommt ee mir beinahe so vor, ole ob Lie recht hätten." ״Hreilich hoben wir recht und!e mehr Lie die Loche überlegen und olle Einzelheiten in Betracht ziehen,!»»so fester wird onch bei Hl-ne» die Ueber^engung werden, dos; einer der reichsten! und ongeiehensien Bauern HhreS Dorfes doe groneiivollste Berbreche» begonge» hot, in» so! gronenvoller ole er ee verstonden hot, de» Ber . dacht der Täterschaft auf einen Unschuldigen z»! übertragen, der nun bereite seit nahezu ändert halb ,>rrhre» durch schlvere Kerkerhaft für ein Berbreche» büs;t, doe er nie begangen, dessen er geradezu unfähig wäre — wie schwer muh der Unschuldige gelitten hoben »nd feine H-omilie viel . leicht »och mehr ole er."! ״Lie hoben recht", sagte der Wirt mächtiger j schlittert, ״Aber wie nun weiter? Woe werden : Lie t»»yן ״ ״Hch werde vor ollem der betressende» Be hörde Mitteilung mochen und eine» Berhafte befehl gegen den Mörder;» erwirken suchen. Bis zu seiner Berhostuiig, Herr Wirt, rechne ich auf ihre strengste Berschwiegeuheit." Der Wirt legte beteuernd beide Hände out die Brust. ״Der gnädige Herr hoben mich einen Ehrenmann genannt, ich könnte diese Bezeichnnng nicht verdienen, wen» auch »»r ei» Wort von Hhreu Mitteitlliige» über »uiiu Vippe:: komme:! würde, der gnädige Herr können unbesorgt fein."; ״ Doe bin ich onch׳ versicherte Heinrich ״ich hätte Hhnen doch sonn nicht alles nntgeteilt.;'lber nachdem der Mörder verhaftet fein >vird, >ft Berfchwiegeuheit nicht mehr vonnöten, do können Lie nnbedenklich Hhreu tränen die heutige interessante Episode Mitteilen" fügte er lächelnd hinzu, ״können denselben auch von unserem präch tigen Peppnsch erzählen, der sich im gewöhnliche» 1'eben Herr Dr. W^aldherr neunen läßt." Was y״ schrie der Wirt ausspringend ״der Peppnsch ein Herr Doktor y — Da kann einem ja der Berstond still stehen! — Und ich Hobe immer Peppnsch zu ihm gesagt!" ״;Kennt mich nur weiter so," fiel Hermann lochend ei» ״für (Uros;don bin und bleibe ich der Peppusch, Euch ober, Herr 'Wirt, fühle ich mich zu gros;em Donk verpflichtet, ohne Eure Mit teilung wüs;te ich mit meiner Eiitdeckniig wenig! anzusange» " ״Mich foll's freuen" sagte der Wirt, sich ver gnügt die Hände reibend ״mich wird'e aufrichtig freuen, wen» der gottlose H-revel bestraft wird und noch mehr wird'e mich freuen wenn der »» schuldige Mensch, der so lange im Gefängnis ge sesse» ist, frei wird.;'lber ein Lkandol wird doe werden! — Herr Gott tut Himmel' ein Lkandol! Lo lange die ׳Welt fteht, ist so woe i» t>Uos;dors »och nicht vorgekommen. Denn 1 Lie müssen wissen gnädiger Herr, der Bingel - hosboner ist der reichste Bauer in der ganze» Umgegend. Was nur seine Bäuerin treiben ‘ wird, »nd seine Vent’, und die ganze Hrennd schost." ״Ee ift gut, das; Lie doe erzählen, Herr j 'Wirt, noch Hhrer Lchildernng dürften die Vente - imstande fein, sich der BerhaNnng;» wider senen." ״<K>,nt wird'e nicht gehen, gnädiger Herr dorons möchte ich meinen .Kops verwetten." ״p>׳nt, dof; mon dos im vorhinein wein, ich j werde betreffenden C1tee> darauf ominerksoi» I machen." ״,Ich möchte onch noch ans etwoe onfmerksoni mochen" bemerkte Hermon», ״das Houptgewichl wird vorläufig aus die '.'inesoge der blonden -Kot! fallen, diese müsse» wir nne sichern, meint Hln t nicht auch, Herr Wirt"׳־־ ״Veilich, freilich;!!ei!!' ich das, und ich »!eine,; doe sicherste war'e wenn die Herrschaften das : Mädel gleich mitnehmen würden in die Ltodl." ״Doe wäre freilich doe Sicherste, aber wird denn dae geheny״ ״Wüstte nicht, ivarnm dae nicht gehen sollte, mir scheint,-wen» der Peppnsch die Hand one »reckt, möchten olle ')Bädel im Dorf mit ihm, wohin er will." ״Hhr übertreibt, Herr Wirt" sagte der junge Mann errötend, ״ich Hobe doch der Koti aus | drücklich gesagt, don ich sie;war gern habe, weil i ich glaube, dos; sie ei» braves Mädel ist, ober dos;! ee mir nicht in de» Sinn kommt sie oder irgend! eine von ihren .Kameradinnen heiraten;11!vollen. -I U״d ick, glaube, doe wissen sie olle." 1 ״Wen׳»; wissen doe olle" stimmte der Wir! : bei, ״der Beweis dovon ist, dos; die Burschen de» ן Peppnsch eben so gern hoben wie die Mädel j;Hbev lösche Euch gerate» fein, nehmt e die Ko» , mit, mon kann nicht wissen — die Boner» sind gar schlau ." H-vrtsebniig folgt. I Für dis iBtiritMttU ist die Redaktion nicht verantwortlich; insbesondere ist es ausschliesslich Sache der Leser, die lm Inseratenteil enthaltenen Empfeblingen ritnellerWaren oder sonstige Angaben rellglonsgesetzllchen Charakters auf lhreZuverlässlgkeli zu prüfen.;.־vji. Franz Garny- Frankfurt a. M. MintutrLndllr S k Ueldschranke | Baak-Tnsoie r I.i-1> r»,0 >!>-r s Dealsck. Rcitktk 1 kamrl. k»,l (tkiil.-Cttlluk. Verlobungs- Trauungs-Anzeigen 11. -;»ittartrn in diUigftrr 11. feittit. ■Miiv'lilhr«. Sali Wolff, i'i'HiiUrurl 11. rillt,1 ,'••11af1T1n1>-1■!>> t-7׳.> Trlt'|*hnn Swft. כשי" 11. Vllf-iclll >i i’nn 1,'r. II Ir»rhr1*l<l.• (öclk'ii i» -I >!->, I, VV. i» r> > Al-fvlil. »♦0C+C.O+I >»:.»{■ Rasierpulver hlmuuli uiif 'irtvf.?.'»ס!««,׳!!׳! l’t'l vSiU'tOU t. ,;»il׳.-70! .<!!!׳ I»r. kalt», . Mclnhnutcn. Heirat 21״1־ tiiituiiK׳ mit ׳olit« 11111.1 i'i'nim, criitc 1‘la, >1>׳u»t. >׳c»1 niiocinhm. -.iimcni. >Kt>1n1'.׳. vc »!׳«ו,', von tiitcllp־ .׳Kirr, 1St׳n vaftcv mit P>r,!>'»,!-. ,\11h11tn <-11>c» i'lti-tvii, 'lottiH'liniPin. vrn lablrn <'VnWt» »1 'ilimicv i'uoü •tobt >» Briiiir». ׳uitn i'C'ri'tr paMr. ^tiu'nitnl. C "rvtrn um. V uh ViMiniii in א V1-alev A.-tO.. Frankfurt a. M. 2l1r»u׳'ir ^!»trrnon btitrr'riiiur cki>1r»!a>r>,׳. -.V>o׳.׳ l'.Ki-ocim. 1,111011111. k!»tk»«», 1 Aitur»im /«,•i 11. •Iivilililttrii;. 1111 t, ,t, r 1 rrl»Hufor ,:u <!.» )lilliir 't״n rrfi'i•». .V».׳7;׳ 11 •1 11 1י . Ilrtir. 1111,-11■ lut11,ll*;-*tr11UI>11rK i. k!. < it-lii. >'1|11,-Il5.!. Heirat. A111 einen Airmit, trun'il'rii;Ifuhrmifrr, tiilimibn'111 urbiltct Mit vrr,11ii.,r»t. ׳»dir idi eine l'imriitr t'rbriiPrtriäbvtin. tfvnii »rmnmr Cnmoi um. 1 1111 t>onic11fn־in א Pogler. 2t.■W., ^-rniifrurt n. 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