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Der Israelit · 1906-05-29 · 22 (29.5.1906) · p. [Seite]

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Journal
Der Israelit
Volume
47 (1906)
Issue
22 (29.5.1906)
Date
1906-05-29
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Der Israelit Ein Centralorgan für das orthodoxe Judentum Begrflodel dm Dr. Lehmaan in fflihiz 47. ^)ayrgan;!. jtr muH t ut* t 6. M., l»ru 29 Mai!900. Ö. Siwaii Fbbü. . I» «« Der Israeli! erscheinl jeden Dv>>s<r)tag Abo»«eme»t«>: Gewöhnliche Ausgabe Mk l 5,0 vierteljährlich. Heslausgabe auf »unilkruckpavicr ä.'ik a vierieliahrlich. iAusland». preise für die gew. Ausgabe: Lekerre»ch 2 Kr., Nnftland 1 Ruh., England 2 11 א, Amerika 5<) et«, Niederlande 1,20 1l.» Abonneuleiii» bei allen Pvilanilallen. Buchdandluiige», sowie direkt bei der Expedilivn, Heftausgabe nur direkt. Iuser«te: :W Pfennige für die sechsgcspalicne Eoloncl Peilt! Rabatt nach lar!׳. Iiiseritenaiinabine nur durch Haafenftein A Äogker A.-in Frankfurt a. M und deren Filialen Segen die Srgairisaiionsdestrebungen des Semeivdebuvdes. ^0n Hern! Rektor Tr. Hoffmaun empfangeu wir;um Zwecke der Berönemlichung folgende Erklärung: Eie Unterzeichneten Preußischen Rabbiner protestiere« hiermit gegen den Versuch, durch die Schaffung einer staatliche« tKesamiorganisatio« der preußische« Juden die Autonomie der jüdischen Gemeinden und die sreie Wirksamkeit der Rabbiner zu vernichte«, die gegensätzliche« religiöse« Anschauungen innerhalb der Preus;ischen )udenhett in eine künstliche Einheit zusammenzuzwängen, und dem Weitergreise« jüdischer Resormbestrebungen dadurch die Wege zu ebne«. Kahl׳. I >1. PetuchouHkl-Berlin. ״ K«wit*eher-Strelno. א KoNeiithal-Rivussisch Standard. r Hchlek-Zenijielburj». ״ ttllberberg-Schrimm. Wolf• Kni״ Wohlgenint-Berlin. Weyl-fzainika». Rabl». Dr. Aaerbach-Haiberstadt. Rrov.-Rabb. Dr. t'ahii-Fulda. Rabb. Dr. Liebermauu-Köni^s- Kabb. Aaerbaeh-Gollub. Rabb. Dr. Cohu-Rawitsch. berg. מ Auerbach-Berlin. C.’ohn-HobensaLza. Um II I,evi-('harlottb1r. Kabb. Dr. Ackerraana-Brandb״.: Rabb.-Assess. ('anper-( )bc.rsitzko, ., I,ef kowllr.-Schneide- Bamberger- Wandsbeck. Rabb. Dr. Kppen*teiu-Briesen. mnbl. ״ Bamberger - Schon- Meier Hildeeheimer- ., Lewy-Xeu-SteUin. laiike. Berlin. Oberrabb. Dr. Lerner-Altona. Biberfeld-Rerlin. " H5xter-Berhn. Laudrabbiner Dr. I.üb-Kmdcn. Bleichrude-Berlin. Kraus-Schildber״. Rabb. Dr. Mank-Berlin. •J Breuer-Frankfurt a.M. ,, Kaatx-Zabrze. ״ Miinz-Belirendt. I'ruv. -Rabb. Dr. Bamberger- ״ Motteek-Houibur״. ״ Marx-Kecklinerhauseii. Hanau. ., Katon-Wiesbaden. Rabl). Nobei-Halberstadt. Rabb. 1 >r. Choduwftky-Oeis. r Lewiu-Wreschen. Rabb. Asses. l*osen-F1ankt. a. .M. Die weiter eingehenden Unterschriften — die an Herrn Rektor Dr. Hoffmann erbeten lind —werden beim wiederholten Abdruck der Erklärung in der nächsten Ruminer veröffentlicht. Tie vorstchrude Erklärung erfolgte auf Grund eines von den Herren: Dr. Z. Vreurr, Rabbiner der Lvnagogen-Äemcinde .Israelitische Religion», gesellfchaft" zu Frankfurt a. M., Dr. M. ff ahn, Prooinzialrabbiner zu Fulda. Dr. D. Hoffmann, Rabbiner und Rektor des Rabbinerfeminar« zu Berlin, D». M. Werner, Obcrrabbincr zu Altona, erlassenen Aufrufes, den wir hier wiedergeben: Mn unsere Aeseyeslreuen Brüder! Auf dem Deutsch Israelitischen Gemeindetage. der am 11.—13. Juni 1900 in Frankfurt a. ')H. slatl'and. hat der Geh. Hoirai, Herr Pror-nor Dr. R o s i n . Frciburg i. B.. ״unter dem lebhaften Beifall" der dort versammelten Delegierten zum D. I W. B. ein Referat über die Recht s'lellung der jüdischen Gemeinden in Preußen erstattet, welches in seinen Schlußfolgerungen dahin ging, daß in der Hauptsache eine Ucbertraaung der Otarrus Per fassung Badischen Rasters aus die jüdischen Gemeinden Preußens empfehlenswert und mit allen Rütteln zu erstreben sei. Inzwischen hat Herr Professor Rosm in Ausführung seiner dort gegeben Thesen einen vollständigen Gesetzentwurf ausgearbeitet und dem D. I. G. B. zur weiteren Verfolgung und Betreibung an den maßgebenden Stellen überwiesen. Troß einmütigster Mahnung der Blätter qe'etzeskreuer Richtung hat der D. I. G. B. es bisher unterlaffen, den Entwurf der öffentlichen ssritik zu unterbreiten. Allein kennen wir auch nicht den Wortlaut des Rosinschen Entwurfs, so kennen wir doch aus des Verfassers eigenen Wo׳ten h״« »in; mindestens als sicher untersreüen, oaß eine Organisation geplant und im Werke ist. welche eine Zusammenfassung der jüd. Einzel Gemeinden zu einem Ganzen unter Beseitig ung oder Beschränkung ihrer bisherigen Autonomie, Beseitigung oder Beschränkung der bisherigen autoritativen Stellung der Rabbiner und Unterstellung der Gemeinden und ihrer Leiter unter eine Zentralbehörde erstrebt. Jede derartige Organisation — mag sie nun.die Badische, Württembergilche. Elsässischr oder ,velche immer zum Borbildr nehmen — wäre ein wahrhaft schweres, in seinen Folgen unabsehbares Unglück siir die gesetzestreue Judenheit Preußens! Ein Blick auf die Geschichte der Juden Preußens seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts lehrt mit eindringlicher Schärfe die Erkenntnis, daß das gesetzestreue Judentum nur dort ein gesundes und lebenskräftiges Dasein zu führen im Dtande ist. wo es vor der Einmischung der Reolsgie

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