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Der Israelit · 1906-04-26 · 17 (26.4.1906) · p. Seite 8

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Journal
Der Israelit
Volume
47 (1906)
Issue
17 (26.4.1906)
Date
1906-04-26
Page
Seite 8 (sequence 9)
Language
German
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'Jlv. 17. ■5«ite 1,1 Itr QgraeUt, 2׳i April 11*06. Behauptung schien selbst der ^Staatsbürger Zeitung" nicht geheuer: sie fragte bei der Bahnhofs Inspektion in Posen an und erhielt folgenden Bescheid: Posen. Hauprdabnbos, de» 1:1 4. (H. Gw Hochwobl geboren mit dem Bemerken ergebenst zuriick, daß an der sache kci» wahre» Wort in Etwa» Terartiges bat sich weder hier, noch aus irgend einer anderen Station zugetrage» In de» hiesigen Blattern ist diese unwahre Meldung auch erschienen, und hat sich selbstverständlich die Kriminalpolizei der -.׳:ngelegenheil soiort bemächtig! und sesigetteUt, daß es eine (*me war. Mit ansgezeichneler Hochachtung Prieur, S berbabnbossvortteher Tiefe niederträchtige Verleumdung der Anti seinilen ist also glüctlicherivcise ebenso schnell aus gedeckt worden, wie die vor wenigen Tagen in Beuthen lLverschlcsien». Doch soll sie diesmal ein gerichtl'ches 'Racksviel haben. Tie beiden Breslauer Wemcinöf radbiner haben, wie verlautet, gegen den Psarrn a. T. Mröfell wegen Beleidigung Klage erhoben, leinen Erfolg dürste dieser Schcitt allerdings kaum haben׳ denn erstens ist Krösell :sieichstagSabgeordnercr und erfreut sich als solcher dec Immunität, unter deren schütz diese Herren ja meist ihr ehrbares Hand srerk betreiben: zweitens dürste der 1tläge selbst im Jolle der Aufhebung fco Immunität nicht statt gegeben »verden, weil Krosell aus lKtannlen GZmden reinen bestimmten Ramen genannt hat. Dieser Tage wählte der Vorstand die Herren M a r P o l l a ct und Joseph 1t o b e r in die Itommission der ״alten" sogenannten ״Storch Synagoge". Beide Herren gehören zu den Stützen des konservativen Ilügels der Breslauer Gemeinde und darum ist itrce Wahl bemerkenswert: denn bis jctzt gehörte der größere Teil de׳- Koinmiffion selbst der alten ״ksnsovativen" Storch, Svnaaoae deneuen lstichtung an. Es besteht kein Zweifel, hast der ichart oppositionelle Ausfall der letzten Reptä׳׳n tantenwaoi :::׳> Vornano br> d-ie:em stimmt bat. O e st e r r t i di ־ U « fl a r ». Priva 1 -Tclk§ramm bcs Israklit. Budapest. 21. Avril Ter Präsident der vtlbodoien icaelitissten Landestanzlei b-egriistte heute ׳nit der ortbodoren st an.besverrretung die neue Regierung. Sowvhl Ministerpräsident Wckerle als auch Itultusminisler Appondi sicherte grösttes Wohl wollen und die vollständige Wahrung der vom liönig sanktionierten crtbodoren Versa» »na zu. Frankreich. Paris, 2>>. April. Das französisch« Zentral tonststorium beriet in seiner jüngsten Sitzung iiber oas G׳i-.tz berresrend die obligatorische Sonntags rl be, das jetzt dem Scnat oorliegl. (st n g l a n 0. st o n d o n . 20. April. Herr Marcus Adler, der jüngst non einer Palästinarcise ziirückgelebrt ist. sprach stch i״ einem Interview mit einem Vertreter der ״Iewish Ehronicle" über die verschiedenen W o h I k a h r l s a n st a l t e n in Jerusalem aus. Er hob dabei das Schaarc Zedek- H o s p i t l besonders hervor und schilderte sich in rühmenden Worten die Tätigkeit dieser An stalt. Leider, sagte er, ist das große Werk in sein,> iffl!tun$ jJlutiM*» מג nügenden Mitteln gehemmt. Bon den achtzig Venen, über die es verfügt, kann es nur dreißig besetzen. Eine große Zahl von Patienten, die ins Hospital autgenom'nen werden sollrcn, muß daher außerhalb behandelt werden. Mit hlanv. Warschau, 12. April. Der Berich! des englischen Konsuls über den polnischen Handel im vergangenen Jahr enthält folgende Daten über die finanziellen Verluste infolge der Pogrome. Tie meisten polnischen Fabrikanten bllßtei. in Lüdrußland große Summen ein. da der größte Teil ihrer dortigen Kunden Juden sind, deren Läden ge- : plündert wurden und die in vielen Fällen ruiniert j und unfähig sind, die sfabriianten für die gelieferten!ÜJarfn zu bezahlen. Ter Berlust, der allein stodzcr Fabrikanten als eine direkte Jolge der Wirren in Odessa betroffen hat, wird auf über 200,000 Pfd. geschätzt. Die Judenmaffakres schadeten sehr der pöl Nischen Lederindustrie, da fast der ganze Handel mit Lederwaren in Rußland in den Händen von Juden liegt. Bialhstok. der Mittelpunkt der Wollindustrie in diesem Konsularbezirk, erlitt schwere Verluste durch die im Süden gemachten Angriffe auf ihre Haupt׳ künden, dir Juden. Ein gleiches gilt auch für die Spitzenfabrikation, deren bedeutendste Abnehmer cdensalls jüdische Maufleute sind. 21 tu e r i f a. Newyvrk, S. April. Das EinwanderungS gcsey. das jctzt dem Senat der Bereinigten Staaten oorliegl und wahrscheinlich zur Annahme gelangen wird, bringt eine Reihe wichtiger Abänderungen der bisher geltenden Bestimmungen. Tie Summe, die jeder Einwanderer muß vorzeigen können, ׳st von zwei aus fünf Dollar erhöht worden. Tic Tampsergcsell schäften sollen mit einer Geldbuße von VM) Dollar!r jedem einzelnen?falle belegt werden, nicht nur wenn ie, was bisher verboten >var, mit ansteckende» oder abslheuerregendcn Kranlheiten behafteten Personen, 'andern auch wenn sie geistig oder physisch Minder wertigen den Eintritt ins Land verschaffen. Es sollen nämlich auch alle Schlvachsinnigen und solche, die wegen eines körperlichen Defektes erwerbsunfähig ind, an der Einwanderung gebindert werden. Das gleiche gilt fiir Kinder unlcr 17 Jahren, die nicht in Begleitung ihrer Eltern ankommen. In den Ein ivandklungsbureaus soll eine Avtellung für In 'ormation der .;»gelassenen fremden iiber die Staaten, denen Einwanderer erwünscht sind, er richtet und die verich-edenen Staaken sollen ersuch: werden an den Landungsstationen Vertreter anzu-!tellen. die die Einwanderer zur Ansiedlung in den betreffenden Gebieten ermutigen. - Dieser Tage kamen im Rewborker Hasen sieben große Tanipfer mit 11,000 Emigranten an; von diesen wird man nur wenige Ztirückweilen. Wie es heißt, wird die Auswanderung ans Rußland hierher nach dem Pcsachseslc große Dimensionen annehmen. Man trifft hierfür bereits weitaebende Vorbereitungen. 1il t (I Ml t i II I Mt. Buenos 'Aires, 10. April. Die Regier ung von Argentinien hat ein Tchächlverbot erlassen. Die Juden bemühen sich, die Zurüchziehnng dieser Maßregel herbeizntüliren. Marokko. Tanger. 2c>. April. Eine Iudcnhetze fand in Teluan statt. Der frühere spanische Minister Billanueva, sowie der Abgeordnete Tilvcta. der spanische Konsul und einige Journalisten wohnten letzten Samstag in Tetuan in der Iranzistanerkircbe dem Gottesdienste bei. Verschiedene Spanier entbrannten hierlti in heiligem Eifer, errichteten einen Scheiterhaufen und verbrannte» darauf eine Puppe, die einen Juden darstcllte. Dann drangen sie in das Iudenviertel ein, bemächtigten sich der heiligen Bücher in der Snnagoge und verbrannten sic eben falls. Die Rabbiner beschwerten sich bei Billanueva, der die Ausschreitungen scharf rügte. Der Vorfall scheint von übler Vorbedeutung für die Errichtung der svanischen Polizei in Teluan zu sein. M o g a d o r. 4. April. Der langersehnte Regen ist nun endlich gelcmmen, so reichlich wie un erwartet. Eine Woche später, und alles war verloren. Die Lage gestaltet sich damit etwas weniger düster. Jedoch ist nickt zu vergessen, daß das Getreide unter der langen Troctenheit gelitten hat, und daß infolge der teuren Preise überhaupt wenig gebaut wurde. Dazu kommt noch die Tatsache, daß schon im vergangenen Jahre der Regen fehlte, sodaß die Krisis noch nicht als überwunden gelten kann. Man muß vielmehr erwarten, daß im Sommer wiederum eine Teuerung eintritt, und ungeachtet der vorläufig durch den Regen eingetretenen Besserung der Verhältnisse hat man alle Ursache, mit Sorge in die nächste Zukunft zu schauen. üenfliswics. (vt)btFubnrn, LI April. An, vorigen ,f reitag ist fast die ganze Stadt S ch e p u r k i 11, zwischen Lchehiu und Grodno, niedergedrannl. Sehr viele!üdifche Iamilien sind davon betroffen. Tie Rachbarsiädle sandte» Lebensmittel und Kleider für die Unglückliche». — In Pillwischke n, 2* Werst 1— über :1 Meilen» von Wirdallen, sind diese Rächt tu Häuser und Stallungen, zusaminen über so 1V bände, darunter auch da» Monopol und die große Hanf Zurichlerei von Isaac sflensderg. kolossale Waren- Porräie, viel (Getreide, ,f uticr, Hans und flachs, durch eine große feuersbriliitt eiugeäscherl worden. Viele jüdische I-aniilien sind obdachlos' geworden, bade» nur das »ackle lieben gerettet Aus der beule Abend »och rauchenden weite» Brandstätte erblickte ich die janimernden, bände ringenden llnglückliche». die ihre Habe unter den Trümiurrn suchte». Es war ein berzzerreißender 'Anblick. Ter Schade» »vird aus über l'iiiooo Rubel tariert. Leipzig. I». April, 'R'ahezu die sänilliche» Gemälde Joses Israel, bis aus einige »venige Arbeiten von unter geordneter Bedeutung »verden demnächst durch eine Publikation in •M» großen Pkotogravüre» veröffentlicht und dadurch nicht »nr öffentliche» und privaten Sannnlungen, sondern auch Saiinnlern und liuiistliedhabern zugängig gemacht. Wie »vir ersabren baden, erscheint das Werk binnen kurzem im Verlage von Kar! W. Hiersemo.!>!! in Leipzig >>»v kostet in von Künstlerbaud enuvorsener Prachlmappe 700 .)«׳. LoSnolvire,!יי. ','lpril. Eine ,f euersbruutt äscherte den aus :!-־>" Häuser» desicbeudcu jüd»scheu Lristeil von Zarcki ein. I-amilieu sind obdachlos. Prag, In. April. Tie Turchdruchsardeile», »velche das alle Prager c^bctto dloßlege»! und verschiedene alle Wahr Zeichen von bislorischem oder kiinsileriichem Wert von ihrem Platze vertreibe», »vie sie auch durch die Riederrerßung der uicisien Snnagogen die dort ausgesiapelte» kunstgeivcrdlichen Schätze zu zerstreuen droben, baden den «Gedanken gezeitigt, alle wertvollen t^egeusiände. soiveil sie nicht k>en> Privat besitz Vorbehalten bleiben, zu sammeln mib »1 ei»cm jüd. Muse um zu bereinigen. t׳׳i»siweilen werden die bereits obdachlose» t'>egensiä»de im jüdischen Rathaus bewahrt werde», bis ein geeigneter Tri rür eine günstige Ausstellung und wmcnsckiasmcye üruizoarmachiuig grsnuden >si. Putarest, 21. April. Ai» ». und 7. Rtai wirb in Braila ein Eongreß der jüdischen Lehrer des Landes slallnndeu. Mvndors lLuremburg», ׳ .<»'.׳April. Tie hiesige israelitische i'iemcinde hat ein cHrundsiiick lautlich erworben zum Bau einer Snnagoge. Personalien. Hamburg. In de» Kreis der 2'׳:־א und שלנ״ב ist eine tiesi'chmerzliche Lücke gerissen worden : Herr S i »1 o n Z » ck e r m a n n bat in! betten Mannesalte r i» der Rächt des 512L' seine reine Seele ausgebauchl. Als würdiger Lob» eines £אנ!רי “"C 'ר Zuckermain! זצ׳יר in Posen, bat er alle Zeit, die er de» LZeschäslen abgewinne» konnte, tür E'j72'E! DT ל־כיוד verwendet, er bat in fetnent Hause regelmäßig lernbegierige jüngere Ireimde um sich ver sammelt, denen er ein I-übrer i»1 Talmudstudium wurde, und bat auch längere Zeit hindurch in der Klaus am (Großen 'Tceuinartl vorgelragcn. Als Borstandsinilglieo des pyr ש״ר׳ Äcreins bat er sich nach besten iträsten de »isibl, die Heiligballuiig des :שבר zu sörder» »>»d das Perständnis tür diese» unser kondarstes <Hut immer weiter zu verbreiten. Von der Liebe »iid Werlschätziina. die ibm in weilen Kreise» enlgegengebrachl wurde, legte die große Teilnabme bei dem Leichendegäiignis des so jäh Tahinge schiedeneii Zeugnis ab. Kieden der treuen LebenSgesäkrtin. einer Tochter des ehrwürdigen Posener Ldcr Rabbiners Herr» Tr. W. Zeilchenseld ׳":, und «> Kinder« im zarte» Alter, trauern viele ,freunde und t^esinnungsgenossen um den wackeren Man» und echten תנאב׳ה ' .'־:ף. Peutheu, C. Schi. Zum ersten Lehrer «Schulleileri der hiesige» isr. Polksichule itt Herr Lehrer Wol kowSki Ikeustadt c^ödens berufen. Hemsbach a. b. Bergstraße, l'>. April. Am שבח הה״בו beging unter auvcrebricr Lehrer, Herr T ck cw. seiu fünf undzwanzigiäbriges Tienttjubiläu»! und das ,fest seiner silbernen Hochzeit. Ter Jubilar und seine Gattin dürfen mit Stolz aus das vergangene Bierteljabrbundert voll ehrlichffer und treuester Pffichtersüllung znrückblicken Senn i>» mich wirklich lieb tiaft, schätz. dann tu endlich mal was gegen den »»leidlichen Bronchialkatarrb! Solche Sache» soll man nicht all werden lassen und man braucht sich doch auch wirklich nicht!» Gefahr zu bringen, seil sfa»'s ächte Lodener Mineral Pastillen erittieren. Die sind so oft und viel erprop:, die tun dem Lrganism»»s?0 gut. sie sind ip bequem und angenedm im G» brauch, daß ein Katarrh bentzutage wirklich nickt älter als ein paar Stunden zu werden braucht. Also kaufe dir ״Lodener". In allen Apoiheten, Trogen- und Mineralwafferhandlungen zu siä Psg. per Lchachtel zu baden

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