Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 47 (1906)
- Issue
- 16 (20.4.1906)
- Date
- 1906-04-20
- Page
- Seite 13 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Ttr Israel» 3<1tf M. ׳1 ז!יו• •j)>. April 1:1-1_ triefen, was ihre Schwiegertochter wissen musste. — Und Meta wäre auf alles eingegangen, davon war er fest überzeugt, hätte mit unverbrüchlicher Treue alles gehalten. Warum, warum hatte er das damals nicht ge׳ musst? — Gin halblautes Aechzrn entrang sich seiner Brust. fertig!" sagte Hermann, indem er aulsiand und Streusand aus das (sseschriebrnr schüttete, ״wenn Sie es jetzt gefälligst befördern lallen wollten —." ״Sofort." versetzte Heinrich, die Tür de» an stosicnden Zimmers öffnend und einem dort arbeiten den jungen Manne winkend. ״Wollen -Lie die (ssüle haben. Herr Meier, diele Depesche zum Telegraphenamt zu besorgen und im Borübergehen in meine Wohnung einzutrcten und zu meiner Sckivesser sagen, dass ich heute etwas früher nach.Hause kommen und einen lssast mitbringen würde." ״Soll geschehen, Herr Doktor," entgegnete der junge Mann, nach seinem Hute greifend. ״Bitte, Heinrich, lassen Sie das. es wäre mir sehr unangenehm, wenn Ihre Schwester sich meinet halben Umstände machen würde." ״Seien Sie ohne Sorgen, das geschieht nicht Ihretwegen, aber ich weis״׳ es wäre meiner Schwester sehr unangenehm. Ihnen nicht das bieten zu können, was sie Ihnen bieten möchte. Und wenn sie erst den Zweck Ihres Hierseins erfährt, wird sie sich doppelt mit Ihrem Besuche freuen, denn sie interessiert sich sehr für das Schicksal deS jungen Weisskovs. Aber nun litte, bedienen Sie tut)," sagte er, dem an'oeren ein offenes Zigarrenkisichen reichend, ״hier im Bureau kann ich mit nichts anderem auswarten." ״G׳ne gute Zigarre in mir im Augenblick das liebste Grfrisckungsmittel. Aber Sie müssen mir versprechen, Heinrich, dass Sie sich durch meine (siegen wart in Ihren ssünbaften nicht siören lassen werden, (sieben Sie mir irgend ein Buch oder eine Zeitung und erledigen Sie, was Sie zu erledigen haben. Abends können wir plaudern." ״Was Sie sich für Sorgen machen?" versetzte Heinrich lächelnd, ״Sic werden mir doch nicht zu muten, dass ick! in Ibrer (sicgenwact den 5kopf in Akten vergraben werde''" ״Zu vergraben brauchen Sie ihn gerade nickt. Aber sagen Sie mir, was haben Sie gearbeitet oder mit was hcben Sie sich beschäftigt, als ick gekoininen bin?“ ״Ghe Sie gekommen sind war ick gerade in! Be griff, die ganze unglückselige Angelegenheit, die übermorgen zur endgiltigen Gntscheidnng kommen soll, mir nochmals zu rekapitulieren." ״Also bitte fortzufabren in dieser Besckräftigung, oder bitte vielmehr von vorne damit anzufangesi und mir die Angelegenheit zu schildern, für die ich ncich wie Sie fick denken können, auch interessiere. Ick habe ja davon gehört, aber die Ginzelheiten sind mir nicht näher bekannt und wenn Sie mir nun alles eingehend schildern, bade ick nebenbei die Be ruhigung. Sie nicht gestört z» haben." ״Das scheint Ihnen die Hc.npt sockte zu sein. Aber die Sacke ist überaus traurig, dürfte Sie in der Tat interessieren." Hermann brannte eine Zigarre an. tat hin und wieder kräftige Züge und lieft dann seines, blaues Tampfgrringel aufwärts steigen, während er den Mitteilungen des anderen lauschte: einzelne Iragen und Bemerkungen, die er hin »nd wieder dazwischen warf, bezeugten siin lebhaftes Interesse. ״Schrecklich! schrecklich!" sagte er wiederholt, den ltopf schüttelnd, ״und Sie glauben in Wirklich keit, dass der unglückliche alte Mann verurteilt wird?" ״Ick glaube es nicht nur, ich weift es. So fest ich von seiner Unschuld überzeugt bin. so kess bin ich überzeugt, daft er verurteilt werden wird." ״Aber dock hoffentlich »ick! zum Tode?" ״Das nickt, aber voraussicktlick zu!eben:-läng lickem .sierker." Hermann fuhr ersckauelnd in sich zusammen. ״Das ist nock unvergleichlich ärger, als ein rasckwr Tod." ״Sagen Sie das nickt. So lange Heben isi ist Hoffnung. Wir werden ja doch in unfern Bemühungen. den tatsächlichen Mörder zu entdecken, nickt Nachlassen, vielleicht gelingt es uns doch endlich. Und wenn es uns nickt gelingt, vielleicht wird durch iraeno eine Fügung, die wir Zufall nennen, der Ber brecker entlarvt, oder er entlarvt sich selbst wer kann das wissen —■?״ ״Hoffen wir das Beste. Aber — würden Sie mir eine Bemerkung, die man vielleickt für vorlaut oder vielleicht gar lür anmaftcnd kalten könnte, nickt übel nehmen'" ״Welche Iroge? Diese Uragr hatte ick Lust, Ihnen übel zu nehmen. Aber nun heraus mit Ihrer Bemerkung!" ״Ich verstehe ja nichts davon, aber eS kommt mir so vor. wenigstens macht es auf mich den Gindruck, als ob die Nockssorschungrn fick auf einen zu engen LZreiS beschränkt Hilten." Heinrich wiegte überlegend den Ilopf. ״Aus einen zu engen Ztrris beschränkt' — ich weist nickt, was Sie damit meinen." ״Das weisick vermutlich selbst nicht." verletzte Hermann mit gezwungenem Hacken, ״ich sagte es doch im vorhinein, ich verstehe nichts davon. Sie dürfen mir meine Bemerkung nickt für übel nehmen." ״Ach Unsinn! Wer wird Ihnen etwaübel nehmen. Ader ich bitte sehr, sagen Sie mir. in welcher Bestehung haben wir uns Ihrer Ansicht nach aus einen 11׳ engen -sireis beschränkt?" ״Ich glaubte, im eigentlichen Sinne des Wortes. Ick habe Sie nämlich so verstanden, als hätten Sie Ihre Ncickssorsckmngrii aus die Ginwohner unv dir nächsten Nochborn des Ringelboses beschränkt." ״Hauvtsäcklich haben wir allerdings diese de obachtet, aber geradezu beschränkt haben sich unsere Nachforschungen nicht auf sie. Dreimal habe ick Agenten nack l^roftdori geschickt, die sich dort mehrere Tage aiifgchalten haben, 11!.; jene 'JVrfonrn zu be obackten, die :!׳: ''iingelhos ein und »»-!geben, von denen »!an!:!öglickerweise hätte annehme» löiinen, dass sie den P,,.ienhund derartig zutraulich gemacki, daft esie bei ihrem nächtlichen Grsckrrinen im Hof nickt anigebrllt hätte. - Sie hoben niemanden aus findig aeiiiackt. ans den sie den Berdackt hätten wälzen können." ״Ja. einer muss es aber dock gewesen sein. Und iven» es ז e ft sieht, daft es weder einer von den Ginwohnern, noch von den Nachbarn, noch von denen die im Ninoellws aus und einaehen gewesen fein kann, so muss es ein Iremder gewesen sein." fIfortsetzung folgt.)?für den Inseratenteil ist die Redaktion nicht verantwortlich; insbesondere ist tO ausschliesslich Lache der Heser. die im Inseratenteil enthaltenen Gmpfehlnnge« ritueller Waren oder sonstige Angabe» religionckgesenlichen «barakterS auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen. Die mir dem B»«b«trrua» •ch»cht«r»>«nft verbundene ZitliMsslhillstlgk trftriniri ist sofort zu besetzen. >Ti;»m 1000 Mark und freie Wohnung. Nebeneinnabinen ca. .1—100 Mk. Bevorzugt werden seminaristisch gebildete, verbeiratete pebrer. Beglaubigte Zeugnisabschriften an die <4271 p.jtrlisfijniitioQf jBrndjm: Tr. Tortor. Tie <:>uu4 ÜrtllMSlkhltt-, 5»lbk!tt-. flni rWttl-:ltI!l in Neckarsteillach ist möglichst bald zu besetzen, tiiebalt bei freier Wvbnung 750 Mk״ Nebeneinnalunen 2.70 Mk. u. rnefir. Schrift• liebe Meldungen mit sZeugnisubschrüte» an de» Borstand öimon (Oppenheimer. U)U t•*<$••« oiiiTI &U4£m£C71 יי*’"' tritt tüchtigen SMiilttt und üarrksplindkuten, ferner einen Neileirden. tag» frei. UT05 Lter» & (<ie., Hulda. Lehrung für ein -r»««,«schäl« aut einem Dorfe in hiesiger Näbe. bei freier Station gcsuiltt. Samstage -!»r.sseiertage streng geschlossen. Lsserteo unter «- *. 4tt7 an •eel«,»«ta * v»«>«« istcankfurt a. M ls»»< T2T Ba&eu-BabCH. ׳־rr Hotel Tannhänser. «»«tertebl» ^tcmMniiw■««. — •l«ft«. Sich». — r»v»«l>en-» «tt ׳»orleaiaeat,,,. >425» ׳ Telephon .SAH. TU ««A«»t H ('411«. 111 i«. •t)tn>At»«n Her«!Hafebtn«« l>r. Hehl ff er, AatUnili«. Isratl. " ‘ ‘ ' in ti»«fird)fn. «nmnasiuin am 'Clane. — cssründl. Borbereitung. — Istute Bervsteg. ung. — Sämtl. Pensionäre wurden Lst rn im iSyinnaiiuin verfem. 's-7׳, Näheres durch Tr. Heilderg. Friedrichroda, beanchtenter klimatiacher n. Terrninknrort Im Thtir. Walde; auch Winterkurort. 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Nähere tlukkuntt erteüen gern die Gesellschaft sowie drrrn Vertretee 14202 I ,Statt teder besonderen anzeige. «»na Holfmena l.eopold Hartmama - VERLOBTE - •fl»« «. » «»,». üeknifl, staslanienallee 0.7 *pr•' 1906. Sefterr. -chiesien. Norderneu. j.1L7l ביצי־ Neftaurant I. NangeS ב*צר־ im .,lliitel Termlmi«*‘*, Lothringerstrassc. 'verlässlich anerkannter poln. cirr nebst — Katra diahetlaehe ««ehe — ■llaer apart k la Karte.— t'lvlle l'relxe >— W. Pink, Restaurateur, 4273) (»«rn, f^ttmmnn M > r M»I»«a» «»»ein« - - . eUtxrn» ««»ein» r»fl«I»e«t 1901 -»־♦־*•־- Venite IIMII. Scheitel 2 in hochmoderner ^>>efsih,״n» A!»ra»lierl n«,§ II leichter -ttz Plrlier für hiinNliche Haararbriten 57531 ^eitrricH Steirt, M<,i»rz. ^ranztskanerstrahe. 3י^~ Ah«BB«m>eat ftlr Meheiteimalrea. -» V _J rjLT**tl• ApauatworMUilm fo• Ornat•• fttx Kakhlaer, Kaltu׳ b«amt«a aller ^nf^id HrwiiMioa PrnuMaa 004 DwH1cm«cJ< •mpiehil 11087 6. HerWd. Birlii SW. 13, Alt Jakebstram 5. G»»r. ISM. — Telephoa IV, ms Talare־*״*״•^ ׳״ ra Mk. 90—•0. Baretts ״“-•‘■"י־״' Jeetl»-H—tue Mk. 17.- «a rette »oe Hk«.— •a. Ta4ellaa«r Sita. Var aehrlftamkaalce Aas• tlkr■■(. LehrlingsfteHe # gesucht. ,lür meinen Sohn, weicher Heuer dir Nealschule nbfoloiert. Inch« ich oer l. Eeotemb»r »ine t>»kr«n«eA»a< in einem ctoen- oder vlrtallgrschäft. in welchem Samstag» geschlossen ist. Birtor Neuburger. duma (4SH0 Estt! Schsttet» sa» «fsSsra»! Negen»burg. ״fbrtinn dtiurtil fbr am Sabbat und ssesttagen streng geschlossene» «»»«!- na» Ota»»tMkIn«»M»«n.>»schckIt. lssebrüder ttaniman«. Weindeim a. v. B״ 14, MWI Wir snch«» unter günstigen Bedingungen. seseiti», «»»»ütnn» Damnag» uns ,tetertage schlossen. :fieichniann A Thalmann. itiienwarrnbdlg. »Logro«. ttari»n,b, > B. 14043 Wir Inch«, ptr bald einen nL-e32.xli2n.gr mit guter Schulbildung, lstebrüder Mendel. 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