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Der Israelit · 1906-04-05 · 14 & 15 (5.4.1906) · p. Seite 26

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Journal
Der Israelit
Volume
47 (1906)
Issue
14 & 15 (5.4.1906)
Date
1906-04-05
Page
Seite 26 (sequence 28)
Language
German
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Nr 14 u. l.V Leite 20 »Und warum hat kr von mir dkn Ukbkrtritt vkr langt? warum hat er mir erklärt,, daß er keinem seiner Kinder eine Mischehe gestatten würde und hat doch selbst in solcher gelebt. Das begreife ich nicht — begreifen Sie's?" »Allerdings, ich begreife es. aber erst jetzt. Ta mals war es auch mir unbegreiflich." ״Wollen Sie es mir nicht auch erklären?" ״Ich kann nur meine Vermutung aussprechen, mein Vater hat sich nie näher darüber ausgesprochen. Aber ich glaube ich weiß nicht, ob Sie Mama näher gekannt haben, sie war eine herzensgute Irau, ihren Kindern die liebevollste Mutter, dem Gatten die treueste zärtlichste Gattin, und dennoch glaube ich >!1it Bestimmtheit, daß sie nie glü^llich gewesen ist, selbst siüher nicht, als sie noch im Vollbesitz ihrer Gesund heit, ich kann mir ihr liebes Gesicht gar nicht anders rorstellrn, als niit dem ichmcrzlichen Zug um ihren kleinen Mund, selbst ihr Lächeln hatte etwas Schmerzliches, obgleich sie doch in den glücklichsten Verhält nisten gelebt hat. Papa hat sie aus Händen getragen und Meta und ich warrn doch auch nie die Schlimm sten. Aber ich glaube es ist das allerdings nur eine Vermutung meimrseits daß Papa die Ver schiedenheit der Konseffion als Ursache des ihr mangelnden Glückes betrachtet hat und daß er deshalb seinen Kindern teine Mischehe gestatten wollte." ״Sie mögen Recht haben," sagte .Heinrich, 'ckwer ausatmend. ״aber ״Verzeihen Sie, daß ich Sic unterbreche, aber beinahe fjäjtc ich den Zweck meines Besuches ver gesteni ich komme nämlich im Aufträge mciuec Schmetter in einer ganz ,׳igcntümlichen Angclcaen iKii.“ ״Im Aufträge Ihrer Schwester kommen Sie zu inir^ Bitte, sagen Sie mir rasch mit was könnte iw Ihrer Schntster dienen?" ״Sie werden es soforr kören. Wie Sie wisten, hc,ben wir das Erterstiibcken mit den grünen Tapc:en. das leitwarts von den von uns vewonnrcn :Räumen liegt gewöhnlich vermielei. Unser letzter Mieter, der bis vor ungefähr drei Monaten bei uns gewohnt Hai, war ein ganz ausgezeichneter junger Mann. Haus lebrer bei dem Bankier Roden, der uns gcgenüb 1־ .11תו1־. und weil er tiir den Lehrer kein entiprechen'c.s Logis dat. denselben bei uns einguartiert hatte. Toch ich brauche Ihnen denselben nicht näher zu de schreiben Sie kennen ikn ja. Sie und doch sein Verteidiger." ״Wenn Sie dcn jungen Weißtop» Alfred Weiß topf meinen, so sind Sie im. Irrtum. Ick habe die Berleidigung seines Vaters übernommen, habe dem Sokne allerdinas auch meine Dienste angeboren, bin Ter Israelit._ jrdoch zurückgewiesen worden, er wollte überhaupt keinen Verteidiger, aber ich glaube, daß das Gericht ihm ex officio einen bestimmt' hat. Aber Sie haben Recht, er ist ein seltener Mensch, der. um seinen Vater zu retten, sich selbst des Mordes angeklagt bat." ״Jst's möglich!" ries Herrmann staunend, ״das haben wir nicht gewußt. Von dem Kindesmord in Großdorf haben wir zwar gelesen, aber durch Mamas Krankheit und durch mein Examen ist uns die Sache aus dem Sinn gekommen. Aber gestern hörte Meta — ich weiß in der Tat nicht, bei welcher Gelegenbeit daß Alfred Weißkopf des Mordes angellagt sei. daß die Sache dieser Tage zur Verhandlung kommen werde und daß Sic sein Verteidiger seien. Meta kam in höchster Erregung nach Hause und forderte mick auf. sofort zu Ihnen zu fahren und Ihnen mitzuteilen. nickt nur daß wir moralisch über zcugt sind, daß Weißkopf den Mord nicht begangen hat. sondern daß wir auch die Physische Unmöglichkeit, daß er denselben begangen haben könnte, nackweisen können." (Fortsetzung folgt.) Sabbat-Anfang u. Ausgang v ,שבת צל O B T: Aufaiig Tatuai Ausgang. Uhr Min. 1006 5666 Uhr Min. Main! . . . . Ii :15 3>.MärZ 5. Niffau 7 5.5 {fr««Mart a Ui. 0 :io 7 50 »«ri!!t .... 6 2:5 H 31 Mtach«n . . . »i 30 m 7 31 •lallgan . . . t) 30 ך 42 »Iratzsarg . . 0 45 5(» d»f«a . . 6 14 7 18 •Idlla .... 6 IS 7 31 »rrslau.... ii 06 7 13 L«lra»«rg . . . ti 22 7 35 lUri• 6 10 7 30 «t«a. ti 55 7 <־2 Onaa 10 - I " 1 « 15 Moutat 9- AprU 14. 'Jiiiian, ע־ב ש:ח. Festtag-Anfang in {frantfurt a. M. ii Uhr 55 Mi». XUufUg 10. Avril. 15. Nissan. ׳ דפטח«. Mlliwv«. 11. Avril, 10. Nissan. כי רפס־׳. Festtag-AuSqang in Frankfurt a. M. 8 Uhr i^iDlin. TonncrUao 12. April. 17. Nissan. הסועד Sr,. *r<1ua 1:1. Avril. 1s Ninaהסועד .״ S*n. ••mftaj 14. April. 10. Nina». ־. חוה׳ם:r, r-aaia, 15. Avril. 20. Nissan. הו* הכועד. Stoataa 16. Avril. 21. Nissan, rcn T 17. April. 22. Nissan. דשעה 'n. St1ttma<11 1s Avril. 28. Nissan. אשיו חג• *las »Usingkn jfraul <tdr«»»lch lueidir« b»n igruditiidjrn Mur galt?» als oorzügliche» Haus nicht unbekannt Irin dürste, ist durch Ankau׳ eine« *NebenhauseS m>t Garten bedeutend »erarößert worden »nd bietet seinen Besucher» jeden Komfort der Neuzeit. ־». April I!«,. Für das russische L)i!fs Werk gingen weiter ein: H. W. Weprauch u. Coin Jamaica 25 Mk.. S. Wilner in Na׳n. oera 4 Mk. Tischgesellschaft Kahn in Frankfurt a. M.. Borzell^-,. hosstraße. anlätzlich Purini 1240 Mk.. N. 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Bei eineui der letzten Bände mubteii wir. wie unjere Leser sich wohl noch erinnern iverden. leider eine AuSiiellun,: machen an den Artikel», in denen die ,indische Nasse" mit merkivürdiger Gehässigkeit charakterisiert wurde. Da dies hei Behandlung anderer Juden und Judentum angehendei fragen keineswegs der 4JaIl war. so wunderten ivir uns doppelt darüber Heute können wir unseren Leiern »utteilen. daß die Redaktion des Werkes mit Best im in r heit eine Aenderuna der besagten Aussührungcn für die nächste Austaac :11 Aussicht gestellt har. Nach g ". tioität und Lachkenntnis behandelt werden wird, die im übrigen dem Werke eigen ist. ff 1 j •1 1 1 c i I i i 4 i stzür de« I«ser«te«teil ist die Redaklto« «icht veramtwortlick; insbesondere ist es ausschließlich Lache der Leser, die im Inseratenteil enthaltene« <»mpfehl««ge« ritueller Ware« oder sonstige Angabe« religionSgeseylicheu «harakterS aus ihre Zuverlässigkeit zu prüfe«. 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Beseanbarcer, Bad Ems, Bleichste. 6- OOIOOIOOIOO (»ine alleinsteh.- relig- Dame des». Alt. <Wwe » «»eilt, geftüvt ans feinste Res.- Ltellg. als *verwalteri» - Hausdame, Be« schließ, od. sonst, feldstst- Vertrauensposten. >csstrt. a. HaaftenRtein L Vo*• ler A.-tJ , Iranksnrt a. »>«;: H Z.!2?“ OOIOOIOOIOO i h \ 1 6 6

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