Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 47 (1906)
- Issue
- 11 (15.3.1906)
- Date
- 1906-03-15
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
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w d> >»ur Wfn6!1fid)iö)lc jiülid! Jotot «<09d1ua 6 זצ ל. In der 'JJioitaläfdnift ״Hapeles", herausgegrben bcn Rabbiner Rabbinowitz in Pultawa 1 Rußland), ift, wie ich nachträglich erfahre. eine ausführlich« Vivgraphie des re״.״ :e erschienen unter dem Titel- 72׳ יה״:r לדלרדז von ־ב• ״:ז בב־הר־א האבר ק בעיאצק v2:e leainnt im 5. Hefte des II. Iahrg. und um fafji eine «nie von Aunätzen, cif im ׳>. H«s! de!- Iabrg. 111 schließt. Der Verfasser ist ein Rachkomme des :t und war dadurch in der Lage, viele nur l)and schriftlich vorhandene Duellen und Io.milientraditioncn zu verwerten, was der fleißigen verdienstvollen Arbeit ei» dcsondcies Interesse verleid!. Die Darstellung entliält so viel Daten, Notizen und An gaben jeder An aus dem vielbeivegten Leben vieles Großen, daß das in meiner Darstellung ausgei י »יוי^/סייוז Ah^uiirn tiNdv V»J4» *■>> * T! 4י י * K«• »Ui | f.' K VKKf\ II v "V-14 ✓1 4׳ I4\ 411 Ul \ l UU UIU 14,14 L־׳v 1 t IM schlägigen Nachrichten als gegenstandslos beze'Laet werden kann. Ich bedauere, daß ich bei meiner Dar srcllung diese Abbandluna nicht verwerten konnte und in einem ״Nachtrag" nur einen knappen Auszug aus der reichen Julie des Pier Gebotenen mitr-ilen kann. Tw ersten Ausst-ge dieser Abhandlung behandeln den Stammbaum. unserem Helden väterlicher und mü1rer!ichels°its. Dieser greift mehr' als Hunderl Ial-re znriic'. Wenn >nan staunend vor dieser geistigen und sittlichen Größe, wie vor einem uner reichbaren Ideale steht, io legt einem ein solcher Stammbaum die Crwägung nabe, welch' großen An keil, unbeschadet der eigenen Geistes und Charakter grobe, doch das ״Gesetz der Vererbung", oder wie wir sagen, das .-זב~. אביה יאבה an der Vollendung dieses Vollendeten hat. Ich kann mir nicht versagen aus der großen Kette, deren letzter Ring der Pne Iehoschua ist, das erste Glied hier vorzusiihtrn, >ni dem dieser Stammbaum eröffnet wird. Cs ist dies Rabbi Abraham der Grünz e u g h ä n d l e r , der vor ca. .''.00 Jahren Rabbiner in Lublin war. Von ihm berichtet Asulai in seinem Schem Haggdolim wörtlich:') ״Ich habe von einem grriieu Rabbiner folgcndc ihm gewordene lleberlieferung gehört: Zur Zeit des br־,־i2) hatte unter dessen Bes Hamidrasch ein Mann namens Rabbi Abraham Grüneengbändler, einen Laden. (Ter Keller, in dem dieser Laden war, iit noch beute erhalten. Das Haus ist in unmittelbarer Nabe der Svnagoge des ל r־~ und gehört zurzeit Herrn Cfrajim ss-ischel Rosenmann.) Der Mann führte einen überaus zurückgezogenen Lebens׳ Wandel, ohne jeden Verkehr mit seiner Umgebung. I, Die in Varntbete beigefiigtrn Zusätze ünd von dem Biograpben de» ׳Id »n הם^ב D Rabbi LLelamo Lucia. Rabbiner in Lublin, der seinen Ztammbaum bi» out Raswi nnd norb iveiter bi» auf Rabbi JoLanan Hasandior zurücktüdrte T erleide starb Im Jatzre 5333 57״», vin den di« Biogravhi« de« '?ם im V0.-1 einleitenden Worten :!הבאו •rer העדי■»• ־. דיויף ה־1עי יבריק וירה rwüב*־־.«• ־. ״ הצדיק סהר אברה: מיני ירקות האבר־ ק לובי^ז ift .׳גלי■«׳־:■, in »הרביעי־ »11 bericktigen. Cines Nachts hörte Rabbi S-Heiomo Lur!a, wie in!einem Keller Rabbi Abrahan. eine sehr schwierige Partie des Talmud laut studierte und sie so eingehend und zutreffend kommentierte, daß die Auimerkfat!, teil des Hörers unwillkürlich gefesselt wurde Später schickte er nach ihm. um ihm eine schwierige talmuvische Irage vorzulegen. Cr antwortete, er sei ein un »ssssender Mann und verstehe nichts von ocn Aus sprachen unserer Lehtkr. Crft aus vieles Drängen und kategorische 'Aufforderung hin össneie er den Mund. dem dann die Vlorte mit glänzender Veredt samteit und wunderbarer Weisheit und Kelesenl e t entströmten. ssr hatte dann nur % eine flehentliche Bitte, daß sein Wissen i.ssrheimn>s dleibe un>!ein Mensen etwas davon erfahren solle. Dirscs versprach auch Rabbi Scbelcmo und pflegte weiter wissen schastlichen Veilehr mir R. Abrahiim. mopei er ihn immer mehr als großen Mann kennen und schätzen lernte. Vor seinem Tcde hinierließ er der Gemeinde als letztwillige Vestimwung, sie tolle N. t'lbrabam zu seinem Nachfolger als Nabdiner von Lublin wählcn, da es keinen zweiten seinesgleichen gebe. Diest letzt־ willige Vestimmung wurde aucn nach Beseitigung a'Ier ihr entgegenstebrnden Hindernisse ausgesührt.!'Auch als Rabbiner nahm er, wie die Neberliesernng be richtet, keinen anderen Lohn oder Crsab an. als die Berechtigung seinen Griinzeugladen weitersubren »nd ihn täglich zwei Stunden früher als aste anderen Ladeninhaber öffnen zu dürfen). Am 2S. Kislew Z4 41 (10*1)׳) wurde der Ver fasscr des vr— •ec r in Wandh! mschl.?in'in Dorfe zwischen Reszo>״ »nd Schendiss-bub. geboren. Die ungewöhnlichen Geistesanlagen lenkten di; Aut n:erksam?e!t der llmgebnng ans da- Kind schon in seiner trübesten Jugend. Seine Cltern übeigahen ihn zur Crziebung dem Dnkel Schmuel, der Rabbiner von R e s z o w war. und von dort aus drang sein Rnbm weit über den Kreis der Iamiiie hinaus in die ganze Gegend. Als Jüngling kam er nach Krakau und genoß dort den Unterricht des späteren Rabbiners Gabriel von Nikolsburg, der damals noch im Hause seines Schwiegervaters in Krakau lebte.') Von Krakau siedelte er .nach Lemberg über und heiratete dort die Tochter des Gemeinde Vorstehers R. Schelvmv Landau, namens Lea. Sein Schwiegervater wünschte, daß er die Ieschiba des da־ maligen Krakauer Rabbiners PinchaS Mosch.'h Charis besuche. Aber die pilpulistiscbe Lehrmethode, kne dort gepflegt wurde, sagte R. Joschua nicht zu: so kam es. bei aller persönlichen gegenseitigen Hochachtung zu Differenzen, die eine innige Annäherung 8) DerBioaravb im 5'הם beriwtet ב; ׳אדי• דדתדהש נ"* * * 4!־ Lv וסי•. ב׳י׳י״ןהר rrc ב׳א Dies»« Wortfoiel bat insofern bistorifwen ffifrt al» e« da« Geburt«,ahr :.441 und da» Dode«tabr &51G hli«rt• — Auerbach in seiner ,Geschichte der Juden in Halber ftadf u. a. di» 5517 al» Tobrtiaht bezeichnen, sind demnach zu berichtigen- 4) Es scheint, dah der Ausentbait in Krakau >o nachbaltig 2uk!Ln gewirkt, daß er e» o>» sein» Saterktadt ansab nnd sich יעקב יחזע הקראי א Unterzeichnete t B. te2 יעקב ■»אייה -r .-v u. sonn, «uw «sulai in Echem Hagdolim führt ibn als: 2הר*י יעקב יהו»ע מקראק א auf. — Ebenso der am End« talgend« Eintrag in da« vnch der yrankfurter o'deivra Kaddiicha. ausschlossk״. Aber vor seinen! Tode gab R. Pint»׳.- N'oswkh seiner Hochachtuna vor dem Jüngling ׳.in zw-iveutigen Ausdruck durch sc-ne letztwillige an die i^stmeinde gerichtete Vesumns-u-g. R. Joschua als Inspektor aller Talmudlehrer anzustellen. Cr cr bielk nickt nur dieses Amt, sondern wurde auch zun: Vorsteher der Gemeind» geivählt. In Lemberg erkrankte er und erhielt daiNa!- noch den zweiten Namen לערב Nach seiner Genesung;z.!b er sich mit doppelter Hingebung dem Studium mit Genossen nnv Schülern hin. llnter erster« zählte sei» Schivager, Rabbi Zetvi Hirsch Chari׳, der spätere Rabbiner von Halberstadt. Rabbi Jacob Joschua, kaum über 2!» Jahr» alt, hatte schon damals einen Konunentar au? ״ בה-ב Vollender, der an Schart sinn, Belesenheit und Tiefe der AuCassung seinen gkdrucrten Kommentar im ־׳;c ב bei weitem über ragte. Ader er wollte ibn nicht durch den Druck ver öste׳t>lickten, weil er fürchleic, dost die Vertietung -n ihn die Schüler von dem Studium der älteren Suellenschristen abziehe, und unterdrückte ihn. In diese Zeit fiel auch die in der Vorrede des ׳.״s clioähilie Pulver Crplosioii. >׳i welcher er mit an ,J/2einet, fttnf ו1ד4זץל Cr war damals erst 22 Jahre alt und heiratete zum zweitenmale Toba. die Tochter des hockange sehenen, rei>chen Rabbi Isaschar Veer aus Lemberg. Mit Rii.-kstcht auf seinen ersten Schwiegervater, und seinen durch die Nähe des Schwiegersohnes immer neu geweckten Schmerz über den Tod seiner Towter de schloß er rp«it sor? zu sieben und aina ruerst »ach Karit bei Lublin und im Iadre 400 nach Rozies •י־יצי־עי. um sich dort mit seiner Ieschiba nieder ,ulassen. Dort verfeindete er sich mit den Vorstehern, welche sich durch Beraubuna der Armen bereicherten und denen er ibr Unrecht ungeschminkt vorbielt in!'- ließ sich drei I»1hre später in L o k o i a nieder, ohne jedoch auch dort seine Ieschiba halten zu können. Seine reiche Sch!vicgcrn?uit:r machte ihren glinzen Cinsluß geltend, daß er in dem kleinen Städtchen Torle bei Dstrowo Ausnahme fand und baute aus eigenen :Nitleln dort ein Bes Hamidrasch für seine Ieschiba. das noch beute nach seinem Namen genannt wird. Ak>«r die Chr und Gewinnsucht, aus die er auch dort stieß, machten ihm auch den dortigen Aufenthalt auf die Dauer unmöglich. 'Dbne seine reiche, hochherzige Schwiegermutter hätte er dort nicht einmal trockenes Brot gehabt. Durch eine merkwürdige Verkettung von Umständen lernte ihn damals der frühere Altonaer und Amsterdamer Rabbiner Chgcham Zewi'״ kennen, und durch seine Cmvfehlnng und Vermittelung wurde R. Jacob Joschua als Rabbiner in Liskv gewählt. Im Jahre 47r> wählte ihn die Gemeinde Tiktin als Rabbiner, welch« Wahl er jedoch ausschlug. Durch Veranlassung seines Schwagers, R. Zewi Hirsch Charis, der inzwischen Rabbiner in Haider stadt geworden war wurde R. Jacob Joschua als 5) Sattt von Rabbi Jakob Emden, dessen Partei 3t JofLua m dem streit mit R. Janatan Eibekchlltz so entidieden «2»!"«» bat’ B^Bi