Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 47 (1906)
- Issue
- 11 (15.3.1906)
- Date
- 1906-03-15
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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ifwv . ת» ־* •י' T Sou 7 Vr II -77vr1gincz vollkommen in Erfüllung. Die Liebt für den Sabbat ging zurück, denn am Sonntag lvar die Schult geschloffen und am Sabbat? .... Soweit ktin moralischer Druck auf die Schüler ausaeübt worden, diesen Tag nicht zu versäumen - ob wohl jeder Zwang gesetzlich verboten war. fand man doch Mittel, viele zum Besuch der Schule am Sabbat zu veranlassen machte sich doch die Tatsache geltend, das! im allgemeinen hart o.ear^itet werden mußte, nm da« an Sabbaten und Festtagen Beriäumte nachzuholen, um nicht hinter anderen Schülern zurückzubleiben. Welch' eine schwere Probe für das die Schule besuchende Kind ר״עניחציב."־ zu fasten,!£■ läfjt sich verstehen, das! schwache Eltern sehr bald ihr Kind vom Lasten dispensierten, und was war schließlich die Folge? Dasi im Laufe der Zeit sich die Anzahl der 2םתע:י stetig verminderte. Mit Recht tonnte darum der Oberrabbiner Dr. Dünner Amsterdam vor einigen Jahren schreiben, daß Mangel an Sinn für die Religion der Bäter de: Kindern religiöser Eltern schon in sehr jngeno lichrr Lebenszeit sich zeige und diese traurige Erschein ung den Simultanschulrn zugeschrieben werden muffe. Das nächste Mal wollen wir sehen, welche Aufnahme der Mahnruf Dr. Dünners seitens der holländischen Judcnheit fand. . Schwei;. Zürich, 1. März. Der erste schweizerische Delegierten tag der Bereinigung ״I t o" (jüdische t e r r i t o r i a l i st i s ch e Organisation) trat hcu:>. hier zusammen. 3׳>! demselben waren Bertreter der schiveizerischeu Jlo Vereine aus Zürich, Bern. Basel, Lausanne usw. erschienen. Rach Eröffnung durch den Borsitzenden der Züricher Ortsgruppe schritt man zur Wahl des Tagesbureaus. hierbei wurde Herr Dr. Jochelmann!Mitglied des Direktoriums der Jto> zum Präsidenten, Herr Schmucklerst, «Zürich) zum Vizepräsidenten. Frl. Dr. Bach uns Joseph Feuerring «Bern) für die Schrjftführiing g? wählt. Das erste Referat über Agitation hielt Herr Dr. Veit (Basel). Es gipfelte in dem Antrag für Publikationen betr. die Angelegenheiten der Jto, und für Schriften agitatorischen Inhalts einen Fond zu beschossen. Der Antrag fand einstimmige Annahme. Zur'Annahme gelangten ferner dec Antrag Hellmann!Bern): ״Der schweizerische Delegiertentag ist von der Notwendigkeit einer territorialistischen Zeitung in deutscher Sorache überzeugt. Er beauftragt und verpflichier das L.rndeskomitee, alle Vorbereitungen hierfür zu treffen. Das Landeskomitee soll sich ferner in Verbindung setzen mit den ^erritorialisten deutsckiec Zunge, um eventuell an die Gründung einer Zeitung heranzutreten", und zivei Anträge der Züricher Ortsgruppe betreffs Schaffung einer Zentrale für Aoitationsredner und Veröffenr lichung und Verbreitung von Prof. Dr. Mandel stamm« Rede auf der Brüffeler Konferenz. -—Vierter Puntt der Tagesordnung war ein Referat von Frl. Dr. Back (Bern) über ״Unsere Lage", das in großen Zügen die Tätigkeit, Entwickelung und den augenblicklichen Stand der ״Jlo" Bewegung darlegie. Frl. Dr. Bach war für Herrn Klatzkin eingcsvrungen, der durch Unglückssall in der Familie an der Er׳ stattung seines Referats verhindert wurde. Fräulein Dr. Bach berichtet, daß in der kurzen Zeit (7 Monate) des Bestandes-der Jto bereits 1») Vereine ent standen, in Po׳׳!- ein solcher mit -100 Mitgliedern in England sind ca. 70 Vereine vorbanden, der Ver ein in London umfaßt tA>00 Mitglieder, in der Schweiz gibt es 7, Vereine, in Bulaarien 0 Vereine. Ein engeres Direktorium. Zangwill, Dr. Jochel mann, Rechtsanwalt Salomon. ist gebildet worden. Nach diesem Bericht tritt man in die Beratung des Statuten-Entwurfcs ein. Die von einer Kom mijsion Feuerring, Hellmann, Ginsburg und Klatzkin, ausgearbeiteten Statuten werden mit geringen Abänderungen angenommen. Man schreitet alsdann zur Wahl des Landeskomitees. aus welcher als gewählt hervorgehen die Herren Eis. Ginsburg, Scbmucklerskt. Winitzki aus Zürichs und Sckriro aus Lausanne. Ein Antrag Hruman«. ״Der schiocizerische Delegiertentag ladet das Direktorium ein. eine allgemeine Konferenz zwecks Statutausarbeilung einzubrrusen," gelangt nach längerer Debatte zur Annahme. Hellmann drückt der Züricher Ortsgruppe für die Vorbereitungen den Donk im Namen der Delegierte» aus und bringt dem aus der Schweiz scheidenden Dr. Jochelmann eine Ovation dar. Dr. Jochelmann schließt mit der Bersickerung. daß er von der Größe seiner hohen Ausgabe beseelt sei, und dem Ausdruck der Hoffnung, daß die Saat, die henke hi׳r gesät worden lei, reiche drückte brinaen werde. England. London. 9. März. Am vergangenen Sonn tag hielt die AngloJewish Association eine Beratung ab. deren Gegenstand die Beschliiffe der Brüsseler Konferenz waren. Die Versammlung trat mit 12 gegen i) Stimmen dem Projekt einer G e tamtorganisation im Prinzip bei und nahm die Einladung zu einer weiteren Porkonferenz an. ohne jedoch dabei eine finc-nzielle Verpflichtung ein gehen zu wollen. Amerika. Newport, 2'v Fcbr. Wer hätte das gedacht, daß in den freien Bereinigten Staaten von Nord gmerila, das seit 100 Jahren keine Slaatskirche inehr kennt und leinen Menschen mehr nach seiner Religion fragt, noch r el i g i ö s e B e r s o l g u n g e n. im großen Stile möglich wären, lind doch sind dieselben ain 2^. Januar des Jahres HX.*', in New Jersey vor gekommen. Bon den in diesem Staate wohnenden 2Ti,0o<> Juden beschäftigen sich viele Tausend mit Ackerbau und Manufaktur. Wir erwähnen nur die Stadt Woodbine, ivelche eine überwiegende jiidisckn׳ Bevölterung Hai und sogar einen jüdischen Bürger Meister besitzt. Ferner seien die Kolonien Karmel und Roienhain erwähnt. Alle diese fleißigen und arbeitsamen Juden von ihrer Hände Arbeit, indem sie Artikel ersten Bedarfs erzeugen. Sie arbeiten angestrengt sechs Tage in der Woche und ruhen am siebenten. Der Rulxtag beginnt aber natürlich nicht am Sonntag morgen, sondern am Freitag abend und währt dis Samstag abend. Diesepaßte einer Anzahl christlicher Nachbarn nicht, deren Ilnduldsaw.tkit es nicht zu ertragen vermag, daß die Juden am Sonntag tätig sind. Derartige Eiferer haben üchon viel Unbeil in Nordamerika angcr-chiet. Wir erinnern an da- Beispiel der christlichen Sabbat feste, welckir in großer Anzahl als Farmer in Trimeffee lebten und die durch den Boykott ihrer christlichen Nachbarn von Haus und Hof ivrageekelt wurden. Nun beginnt das gleiche Treiben gegen die Juden in New Jersey, Am 2K Januar erschienen Mitglieder der Gesetz und Ordnungsgesellschast aus Bridgcton in den Kolonien Karmel und Roscnkain und machten bei allen Inhabern von offenen Läden Einkäuse. Am folgenden Tage denunzierten sie unter Eid die Juden beim Richter Mulsort von Bridgcron. worauf Polizei beamte nach Karmel und Rosrnhain geschickt wurden, welche zusammen 17 Juden verbafteten. Man kann sich denke», welche Aufregung und Enkrüstung dieses Eleignis in den beiden Kolonien hervorgerusen hat. Tie gegen sie crhobenr Anklage lautete auf gemeines Verbrechen und dürste ihnen, falls sie verurteilt wer den. twrtf Strafen ei,,tragen. Einstweilen vermögen die Juden in New Jenen nicfw an eine sollt«: Ver urteilung zu glauben. Wohl bestimm! da« »Keseb. den Sonntag als Ruhetag. Da ober Religion und Kircke in den Bereinigten Staaten von Nordamerika offiziell nicht erist'eren, lo ist wohl arnunrbmen, daß der Geseßzeber das Schwergewicht nichl auf den reli giösen Sonntag, sondern auf den sviialen Ruhetag aeleat hat. Und diesen Ruhetag beobachten die stammen, gottcsfürchtigen und fleißigen Juden, die nor 22 Jahren im Schweiße ihres Angesichtedie Kolonien Karmel und Rosenkain begründet haben, gewiß strenger, als selbst die intoleranten christlichen Eiferer in der Nachbarschaft. r5־־ SMg>MsL<ks MserN!m. 1 Zu כ־ חשא c, Kap. .'*:1, 11, 15. V n ״tfr sprach: Mrm Angesicht trldst w,rk> gehen. und ich werde Tir wtllsäbren ' V >7, ״Ta sagte er ihm Wenn Ton Angoichl »ich! selbst gehl, laste uns von hier nichl weiier neben ' Es ist ini höchsten Erade auffallend, daß Mofcheh. nachdem ihm die!Bewahrung seiner Bitte »nl V Ilm «karr» Worten zugesagi ist. in V >'׳ seine Rede sort״,,,. al» bade er gar nicht gehört. und stall des Tankesausdruck«. den ma» crwar'ei, »och einmal die Nonseguenzen der Ver sagiiiig seiner bereits gewahrte» Bille entwickelt Tie nur'zugänglichen ttommenlatoren erwähnen die schwierig keil nichl Tie Lö,u»>, liegt »! E iw Wechsel de« Iknipus in den VB >« und I st Eotl sagt l'pip ביישון als «m vielleicht erst in langer Selbstzucht zu verdienendes Endziel die Wiedergewährnng seiner durch פנים de zeichnete» שכינה zu: פגי ’לכו והניחוחי לך, Moscheb aber erwidert: אם אץ פניך הולכים אל חעלנו מזה wenn To» Angesicht nicht je hi schon mit IMS gebt, fuhr« UN« erst gar nicht weg von dieser «teste II .שמנה עשיה של שהריח בשבח Zur •שמח סשה יגר ישני לוחוח אבנים הוריד בידו ובחוב בהם שמירח שבח ובן כחוב בחורחך: ושמרו וגו׳ Tie nierkwiirdtge Tatsache, daß in unmittelbarem Zu 1a»11»e»ha»g n»1 do Eci-ähnung de? oabbatgebo!« a>« de» וחוח? »lchl diese sirlle selb!!, sondern e!!re andere au« בי חשא. cilierl wird, ist langst ausgefallen Irgend eine Adstcht muß dabei z»gr»nde liegen Eine auinierklame Belrachlung von stap >l zeigt Folgende« B. wird der ,>e!>p>>»kt der Ertrilung der Taieln mit ״ב בלחו לרבר אחו״ bezeichnet Ter uiinniielbar vorder gehend«. in שמרו, gipset »de isonesansipruch ist aber nichl mit רדבר ,wie ll׳»st in der Regel alle regnläroi Geielzcsdestimmlinge» 'üebe darüber שלבים. Ein!, zu יקיא■[• elngcleilet ionderii mit ייאמר. Tiefe Tatsache bewein zweierlei i l. Tie lledergad« der latrln an Mosched fand nichl nach, sondern »iimiitelbar p o r drin »in אמר" einge leiuu» ישמ^ו Ecictz. nach dem lehlen רר^ר nall ׳: T >e׳e sabdalvorschrisl ist «me besondere, gewissermaßen al» Vach!rag zur eigenlliche» ctzesetzgedung Moscheb persönlich am Lchiuks« der!" Tage geworden׳ Mitteilung, sie hebt darin» mit dem weniger seierliche» אמר? an und unler streich! das יאחה '»'> besonderem Nachdruck Tiefe letzte Wabrnebinuu״ ftinimt nun in überraschender Weste mit einer ganze» Anzahl von מררשים iidero». d,e alle in der Erteilung des sabdataeieue« eine desonderr Be lohnung des "lotlesboloi :Voicheb erblicke», e», t^elchenk sur ihn unb sur sein «oll. rin i^eschenk. beste» Uederiiiittlung Moi'cheh nch durch eigene Znittat-.ve verdieni bade. Aus dieser, durch schkittwort und Midrasch gegebenen Idee heraus ist ,a zwriscllos unser ששח ששה ינל• geschrirdrn. und bannt schrillt »nr die ganze stelle geklart zu io». Trr Eekanle!,,׳.ang von .ישמח ששר wäre folgoider: 'Moscheb, der llcbrrdriuger der Tafeln, darf sich ins besondere als Brmger des saddatgeichrnkes seines Anteil« ,'10,01 di« erhöhte Weltstellung. die er ,1» in jenen t" Tagen errungen, kam i» dem -tralileuglanz ione» Auge sicht» zum Ausdruck, mit dieser auch aiißerliche» Adelung seine« Woen», brachte er die da« sabdaigeschenk entdali-nben Taseln zur Erde und nun schließt fi.״ Völlig sinngemäß mit ובן בחוב בחירחך die stell« an. die Ursprung ltch an Moiched gewissermaßen alc Belohnung persönlich g« richtet, doch zu einem integrierenbe» Bestandteil des ewigen «Gesetzes geworden ist ׳ריי׳ק Uermiscbtes. ttarlerubf, "׳ Mar» Ter Oberrat der Jsraellten halte au, samstags den :1 Mar; d I . für alle svnagogen de» Lande» eine Tankiaguna und FurbilX au» Anlaß der!«eburt eine» Prinzen de« «tzroßherzogllchen Hauie», sowie eine gottesdieniiltch« Feier des Ehejubiliiiim» des Kaiser paare» angeordnet Rüruberg. א Vtärz Ter Loldar FriedrichOgorzcy de« hienqen I Ehevauleger Regiment« gehört der ^ekle der Advrntisten vom 7. Tag« an. bei welcher jed«Verrichtung ri»er Arbeit am Freitag von Sonnenuntergang di» zur gleiche» -Zeit am samftaa, verboten ist. Lgorzcv rückte vor einigen Monaten zu»! Militär ein nnd wurde schon, weil er am «amftag die Verrichtung militärischer Tienstletstnngen ver weigerte, zu t:t Tagen MiUrlarreft verurteilt. Ta er sich nun neuerdtng« weigerte, am Samstaa zu aeb«»len. wurde rr abrrruats vor das KEeasaerübt aenrllt Ter cüer1chl«bof beschloß dir Aussetzung der Verhanß>I»ng «m den itzettte« zustand de« renitenten Soldaten nntersuchen zu lasten