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Der Israelit · 1906-03-08 · 10 (8.3.1906) · p. Seite 21

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Journal
Der Israelit
Volume
47 (1906)
Issue
10 (8.3.1906)
Date
1906-03-08
Page
Seite 21 (sequence 20)
Language
German
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X. Mir» 1906. S«״e 21 Nr 1" I. Xtr srldsiändlg« Brjttz de» Land«» L . Welche Bitte wird!uersi vorzetragen" sch : Freude j»r Tein Land. L.: Welches Land ist bi«r gemeint" sch.: Ta# btil- «and L-. Wi« wird «# im Teile genannt" sch אחיך Tein Land L. Warum wird e» desonders tsstte« Land genannt'? Sch.: Weil «sott sich diese» Land al# statte sür seine Perrhrnng zuerst erwählt hat L: Wer hat Gott dort in vorgeschrieoener Weise l׳er ehrt* sch.: Israel. L : Wann dal Israel die» ungehindert anssüdre» können" Sch.: Als e» noch Besitzer de» Lande» war L-: Aber mit. der Besitzergreisung Ses Lande» durch sremde Nation»!! ist Israel a» der vorgeschriebeuen Bcr ehrungsweise gar ost gebindert worden und durch die Irr störung de» hl. Tempel» hat di« עבודה ganz aufhören »Assen Nach de» Worten der Propheten ist da» Land darüber in Trauer geraten, doch hat der Prophet Jesaja verMndct ,60. 20» -ושלמו '2< אבק .Zu Ende werden gehe» dir Jage deiner Trauer» Wann wird dies geschehen * Sch.: Wenn Israel wieder Besitzer des Lande» ist. L.: Wa» wird dann statt Trauer erstehen" Lch: Freude ,Irs. bl, 6. 52, H: t>0. 4. 5 u. a.» L.: Worin wird also dir Freude des Landes bestehe»'? Sch: Die Freude des Landes wird darin bestehen, datz Israel wieder Besitzer des Lande» ist. ,Anschreibcii». '2. Wiederkehr der ‘011*י««inafeftät »ach Jerusalem L.: Welche Bitte wird dann weiter vorgetragen" sch.: Wonne deiner Stadt. L.: Welche stadl ist gemeint" sch.: Jerusalem. L.: Wie wurde die stabt a!>ch sonst wob! genanni" sch.: Die heil, stadl. 2.: Warum " Lch.: Weil dort der heil. Tempel stand. L.: Was ruhelc nach unserer Anschauung aus stadt und Trrnpel" sch.: Die Eollesniajestät. L.: Bei welcher Handlung trat diese des i» Erscheinung " sch.: Beim 'Tpserdienst. Anmerk.;1,nt Erklärung kann hier der Lehrer Aboth 5 Mischna 7 heranziehen L.: seitdem der Tempel aber zerstört, ist auch die 1*11.»**.»*# u »•• t«*M 1» ♦ »K * » «mSJ*»*• ♦ »»>1.1 y >( *ukAti « ׳.)!׳mv Uk'li vu wutvt tjvtvtu^vt) , mv»v teil, das» sie wicdcrkchren wird. Wa» wird dann auch sür Üc stahl wirvcrkrh1e>>sch.. Die Wonne. L : Worin wird also die Wonne der stabt bestehen" Sch.: Tie Wonne wird darin bestehe», dast die Majestät Duttes wieder nach Jerusalem rnriickkehrt. , Anschreiben t. L : Wir betrachten nun de» III Teil. C. Die Bitte i» Bezieh««, ««i I0r«el« Fürste«. L.: Welche Worte ans dem erste» Teil iiiiisscn auch hier ergänzt werden" sch.: ובכן חן. I. Ma ch l und Würde L.: Was wird erbeten? sch.: וצמיחת קרן da» Hervorsprosse» des Horns. §3y| L : Für wen wird die» erbeten? sch.: Für Tavid. L: Wie wird Tavid hier genannt'? sch.: Tein Diener. -'1p 1?.: Wer war Tavd, der Diener ttzottes" sch: König von Israel. L.: Mil welche!» ,Gedanken trug sich dieser König. als er die Buudeslade in der Tavidsstadt ausgestellt batte" tU».: Mit der Erbauung eines Tempels. L - Warum ist dieser Gedanke inchl zur Aussüdrung gekommen? sch.: Weil itzott e» nicht wollte. L.: Tnrch wen liest «sott dies dem Könige mitteilen? Sch.: Durch Nathan, den Propheten. L Welche baffnungssrendige Nachricht ist dem Könige »ridieier Eelegenhci: geworden' sch.: Dast seine Nam komnien stet» aus den! Throne Israelsitzen werden. L.: Diese PerheiHung ist auch in Ps. I 12. 17 nieder gelegt, wo es hcistt שמ אצמיח לדן לדוד dort lasse ich spriesten rin Horn dem David Woher ist da» Bild genommen? Mch Bon gekörnten Tieren L.: An welche Tiere kann man dabei denken" sch.: Un Rind und Hinch L: Wa» versinnbildlichen die Hörner des Rindes? Sch.: dessen Kraft. L: Das Eeweih giebt dem Hirsche ein prächtige» Aus sehen, wa» versinnbildlicht es" sch.: Dessen Würde. L.: Was ist also unter Horn zu verstehen" Sch. Kraft und Würde.!?.: Was erbitten wir demnach sür Israel» Fürsten? Sch.: Wir erbitten sür Isr. «Anschreiben! 2 Fortbestehen de» Geschlechts L. Wir geben weiter' Wer ist unter בן ישי ebenialls zu verstehen" sch.: Tavid. L.: Wie wird er hier genannt' sch.: Tein «tzesalbter. ■8.; Warum" Lch : Weil er bei seiner Berufung mit heil. Salböl gesalbt worden ist. 9 - W!» wird für ihn erbeten" Sch : Die Herrichtung einer Leuchle «s. auch Ps. 132,171. L. Da» ist auch ein bildlicher Ausdruck. Wir wollen ermitteln. wa» er bedeutet Unter welchem israel. Könige fand dir Teilung de» Reiche« statt'? Sch. Unter Rechabeam. bau Sohne Salomon« L: Wer erhielt dei dieser «tzelegeuheit einen Teil de« NriMAs Sch.: Ierobeam den Nebat. : Air vsrie stamme sielen »hm zu? sch.: Zehr! Wa« taten aber dir anderen zwei Leh^Eie blieben dem Hause David« treu Stämme? Der Israelit. L. Warum liest Eotl dir Trennung zu" sch. Weil König Salomon in seinen allen Tagen lat. wa» Eott mistsiel. L : Warum beliest er aber bei Rechabeam die übrigen Stämme? sch.: Um David, seine« Diener« willen. L.: Der Prophet Achija au» Schtlo sagt «l Kön. I l, :ייי> zu Ierobeam .seinen ,David»! Nachkommen gebe ich einen stamm, damit meinem Diener David eine Lmchte bleibe allezeit." W>!» ist also unter Leuchte zu verstehen" sch.: Nachkommen L.: Was wird hiermit dem T avid und seinem itzeschlecht verkündet? sch.: Ei» ewige« Fortdest.he», <s. l kön >5.4 2 Sam. 7, l«l>. L.: Wa» wird also sür Israel« Fürste» erbeten" Sch.: Wir erbitten sür Israels Fürsten da» Fortbestehen!eine« tUeschlecht». ,Anichreiben!. L.: Wann möge» »aih unserem Teure alle diese Wunsche in Erfüllung gehen" sch.: Bald in unsrren Tagen. Anm. Die Ergebnissätze werden mündlich wiederholt und Zeit vorausgesetzt in da» dafür bestimmte Heft chen eingetragen. Al» häuslichi׳ Beschaftignng wird die Repitito» der beiden Absätze auigrgebrn. «Fortsetzung folgt.« Wktsttovg. Von einem Mitglied« d«S Vereins der jüdischen Lehrer in den Radbinatsbezirken Emden—Oldenbürg- Bremen wird »ns zu dem'Artikel .Bund und Verbund" in Nr. F> des .Israelit" Folgendes m'tgeteilt- .Um der Legendenbildung, als habe der Verein der jüdischen Lehrer in der Provinz Hannover im allgemeinen und Kollege Blumenfeld Adelebsen im besonderen die erste Anregung zur Gründung deS Lehrerverbandes gegeben, ein für allemal wirksam zu begegnen, sei hier nach vorliegenden Akten Folgendes fesigeslellt: iw«,?1 (m..!•.«•& 1007 ui+n k««. V«»«» UX< *4H*)U|! tlAl I Wi %4tfiki *-" I ] Aurich zu Emden seinen Vortrag über das Thema: .Anregung vezw. Vorschläge zur Gründung eines allgemeinen deutsch-israelitischen Lehrerbundes", bei welcher Gelegenheit die dem Vortrage angegliederte Resolution, .den beslebenden Vereinen von dieser An vcqung Kenntnis zu geben und die Mitglieder derselben zur weiteren Anbahnung der Angelegenheit aufzufordern", einstimmige Annahme fand. Der Vorsitzende unseres Vereins, Kollege Levy Norden, führte den Beschluß aus und erhielt darauf von den Vtreinen teils zusagenden, teils ablehnenden Bescheid. Welche Stellung indes der hannoversche Verein unter dem Vorsitz« Btumenfelds unserem Anträge gegenüber einnahm, zeigt klar und deutlich der betreffende Passus aus dem Protokoll der am 21. Mai 1888 im «aale des ua,!׳ ,orauii zu Hameln stattgefundenen Versammlung des Vereins jüdischer Lehrer in der Provinz Hannover. Dort heißt es: .2. Sitzung nachm. 2 Uhr. Nach Eröffnung der Sitzung gelangte der Antrag des Vereins der israelitischen Lehrer des Landesrabbinats Emden, die Gründung eines allgemeinen deutsch israelitischen Lehrerbundeü betreffend, zur Besprechung. Im allgemeinen wurde folgende Meinung zum Ausdruck gebracht: Die Verhältnisse des jüdischen Schulwesens und vie Stellung der jüdischen Lehrer sei im deutschen Reich« so verschieden, daß man sich von der Wirksamkeit rliirs drkürligrN Vüiidr» »Ul ivriiig versprechen?VNNe. Ferner glaub« man. daß die Versammlungen des eventuell zu gründenden Lehrerbundes ähnlich wie die der allgemeinen deutschen Lehrrrversammlung. nur von den Lehrern der Umgegend oder höchstens der Provinz des Versammlungsortes, besucht würden: beteiligten sich doch von den Lehrern des Landrabbinats Emden, von welchen der Antrag ausgegangen, schon seit Jahren nur hin und wieder einer oder zwei an den Versammlungen de» diesseitigen Vereins, dem sie doch naturgemäß an gehören sollten. Um jedoch dem Unternehmen, falls es sich reali sieren sollte (sic!) nicht fernzubleiben, gelangte folgende Resolution zur einstimmigen Annahme: .Die Versammlung beschließt, obgleich sie sich die Schwierigkeiten nicht verhehlt, die sowohl der Gründung wie dem Fortbestand« eines allgemeinen deutsch-israelitischen Lehrerbundes entgegenstehen, sich demselben dennoch anzuschlirßen, fall» die Mehrheit der jüdischen Lehrkrderrine Deutschlands sich für dir Gründung eine; solchen Bundes ausspricht." Hieraus folgt: 1. daß die Anregung, di« zur Gründung des Verbandes der jüdischen Lrdrrrverrine im deutsche« Reiche geführt Hot. von dem viclgeschmähten Vereine der jüdischen Lehrer in den Rabb!״atsdezirken «Zmden—Oldenburg—Bremen ausgrgangrr ist: 2. daß der Verein der jüdischen Lehrer in der Provinz Hannover sich unserer Anequnq gegenüber sehr skeptisch verhalten hat. und endlich 3. daß Kollege Blumenfeld erst dann aus den Plan trat, als bereits durch unseren Verein die Wege geebnet und die ersten Vorarbeiten erledigt waren. Was nun noch den Vorwurf über unser Fern bleiben von den Versammlungen deS hannoverschen Vereins betrifft, so müssen wir vor allem daran er innern, daß die Themata, die damals auf jenen Aer Handlungen zu Hannover zur Verhandlung kamen, auch den enragiertesten Freund von Lehrerkonferrnzen nicht verlorken konnten, ihretwegen regelmäßig die iveite Reise von OstfrieSland nach Hannover oder gor nach Hameln zu unternehmen. Stand doch auf der in Rede stehenden Konferenz im Jahre 1888 als einziger Hauptgegenstand der Verhandlungen der Vortrag de» Lehrers Spanier-Stolzenau: .Winke über die meth. Behandlung des Naturgelchichtsunterrichts unter Berücksichtigung der Dunge'sche« Methode" auf der Tagesordnung, ein Thema, das in jenen Jahren in jeder Ortskonferrnz erschöpfend b« handelt worben ist. Sodann erlauben wir uns, den älteren Kollegen noch ins Gedächtnis zurückzurufen, wie ungemütlich, ja loie wenig kollegialisch es während und nament lich nach den Konferenzen, die damals noch in dem Beratungszimmer der Synagogengemeind, aknze holten wurden, in Hannover zuqing. sodaß un» jüngeren Lehrern wohl die Lust vergehen konnte, an den Verhandlungen retlzunthmen." KorreTpondcnzen und nad>rUbteu. Frankfurt n. M. Den Beniühungen des .Bttnbes" ist es gelungen, in Bamberg unter der Leitung ves Herrn Rabbiner Dr. Manes und in Hegenheim (Ellaßj unter der des Herrn Rabbiner Dr. Schüler Fortbildungskurse einzurichten. Auch aus den übrigen Orten, wo solch« bestehen, liegen recht günstige Berichte vor. P f u n g ft a d t, 6. März. Am 28. Ic!nu«r fanv Die Generaioersammlung oe» unabhängigen israelitischen LehrervereinS statt. Zu derselben er׳ schienen über zwanzig Kassegen an« Starkendur« und Herr Provinzial-Rabbiner Dr. Marr-Darmstad^ Kollege Lebermann Darmstadt eröffnete um 11 Uhr die Sitzung. Er begrüßte die Anwest«- den und erstattete den Bericht über di« Tätigkeit des Elerein« im vergangenen Jakr. Leider habe uuser Verein vor wrniaen Monaten einen herben Verlust durch den Tod seines langjährigen Vorsitzende«. Direktor Dr. Barnaß Pfungstadt, erlitten. Mit warmen Worten schilderte der Redner die Verdieuste. welche sich Dr. Barnaß um unfern Verein erworbe» habe. Sein parlamentarisches Geschick, seine Redegewandtheit, sowie seine Beziehungen zu weite» Kreisen hätten an der Hebung des Vereins und der Förderung unserer Bestrebungen großen Anteil ge׳ habt. Ferner sei uns ein lieber Kollege und eifriges Mitglied, Hvfmann—Groß Gerau, durch den Tod entrissen worden. Die Versammlung ehrte das An denken der Verstorbenen durch Erheben von den Plätzen. Herr Le^rmann weist ferner daraus hin, daß bereits fünf Religionslehrer staatlich angestMt seien, und daß ein Gesetzentwurf, der die Brrbaltniffe der jüdischen Religionslehrrr regelt, dem Landtage demnächst zugehen werde. Der vor einem Jahre durch Zusammenschluß unseres Liereins und des .Jrschurum" gegründete .Bund qesetzestreuer Lehrer" Hab« schon schöne Früchte gezeitigt. Der Verein Oldenburg-Emden- Bremen habe fich bald darauf angeschlossen und die Zahl der Mitglieder steige ständig. Auch die Finanze« gestalten sich recht befriedigend: verfüge dir Bund««- ייי^ז CSfc*»!?rtnM »Ml(* «rVMy 1 **»••» *»*»• p—•« -1 - ■׳-2, ׳ Trotz deS geringen säbrlichen Beitrags beläuft stch die

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