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Der Israelit · 1906-02-01 · 5 (1.2.1906) · p. Seite 18

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Journal
Der Israelit
Volume
47 (1906)
Issue
5 (1.2.1906)
Date
1906-02-01
Page
Seite 18 (sequence 20)
Language
German
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Nr 'י. Leite 1h. Weise vollzogen wurde, wie in dieser Stadt. Der Vorbeter, der selber ein Kohen war, begann nnt seiner hellklingenden Tenorstimme. Alt und Sopran fielen melodisch ein und der Baß folgte gleich darauf in anschwellender Klangstärte. (?in getragener Choral in Mollakkorden, glich der Gesang, der stets vor den Festtagen von Neuem eingeübt wurde, einen, ernststinnnenden Trauermarsch. Iekefchen Geisrnheimer stellte sich, während die Priester sich vor der heiligen Lad«, ihr Haupt in den Gebetmantel gehüllt, versammelt hatten, neben den Borbeter, und sagte vor. Dieses ״Vorsagcn" war aber tatsächlich ein Vorsingen der fünfzehn Worte, aus welchen der Prieslersegen besteht und dieser Borgesang der Melodie anglpaßt. Iekefchen war ein Meister im ״Vorsagen" und seine mächtige Stimme ging harmonisch auf den Priestergesang, dem Duchan, ein. Und während die Stimme des Vorsagers und der Kauhanim melodisch ineinanderklangen. durchsummte das leise Geber der Gemeinde, die mit abgewandtem Antlitz den Segen empfing, das Gotteshaus. (Fortsetzung folgt.) eivrick Neer. Eine Erzählung von Friedrich Rott. >32 ״Am Freitag Abend und Sabbat Mittag ist er immer unser Gast, wir können uns den Sabbat kaum denken ohne ihn. Aber auch wenn Mar zuweilen verreisen muß, ist er hier draußen bei mir. Map würde sonst nicht ruhig sein. Und Du sollst nur sehen, wie unsere Binder an ihm hängen, das Bübchen klettert schon ganz allein auf seinen Schoß, und die iuCui vrn rr׳C1iCm vir ucuüüicii tiucjccjcn und trabt bor Berqnuaen wenn sie ihn sieht, und er sirul sich ichvn jetzt daraus, dir Kleinen zu unterrichten. Das wäre dann die dritte Generation, die er unterrichtet, zuerst Mama, dann mich und dann unsere Kinder." ״Wer!veiß, vielleicht bringt er es noch bis zur vierten Generation, er sieht noch gar nickt so sehr alt aus." ״Ich glaube a!!ch, daß er alter ist als er aussieht, aber seine unvergleichliche Güte und Sanftmut, vereint mit seinem grenzenlosen Gottvertrauen, haben ihm. ich möchte beinahe sagen, eine gewisie jugendliche Frische erhalten. Solltest nur sehen, wie er mit den Kindern spielt und wie er es dem Biibcken. das doch noch nicht dritthalb Fahr alt ist. beigebracht hat. daß er wegen des Sabbats die Uhr nicht bei sich tragen Ter I-raelil. darf. Alir da sind sie ja. ״Willkommen! willkommen!" ries sie den Eintretenden entgegen, die mit herzlichem ״Guten Sabbat!" den Gruß erwiderten. Nachdem Mar seiner Frau die Hand gereicht, wandelte er im Zimmer auf und nieder und sang dabei das Lied vom jüdischen Biederweib, und bei jeder Strophe nickte er Irma zu. Heinrich hatte sich neben sie gesetzt, während Weißtopf zu Emmi gelreten war, die er . mit sichtlicher Freude bewill komnite. ״Sie sehen vorzüglich aus, Fräulein Emmi, aber nrehr noch als mit Ihrem Aussehen, freue ich mich mit dem Aussehen des Herrn Doktors. Wie der sich Gottlob wieder herausgemacht hat," fügte er leiser hinzu, .das ist einzig und allein Ihr Werk, das muß Ihnen doch innigste Genugtuung gewähren." Sie stimmte ihm lächelnd zu. erkundigte sich voll Teilnahme nach seinem Befinden und sprach die Hoffnung aus, daß auch die Angelegenheit seines Bruders sich baldigst zum Guten wenden möge. Da trat das Hausmädchen in's Zimmer und meldete, ein Herr wäre draußen, der Herrn Doktor Beer zu zu sprechen wünsche." Das ist vermutlich mein Neffe," sagte Efrciim Weißkopf, ״der durch Herrn Doktor Nachricht von seinem Vater zu erhalten hofft." ״Führen Sie den Herrn herein," befahl Neufeld, und gleich varauf trat Adolf in das Zimmer. ״Ich muß sehr um Entschuldigung bitten, daß ich mir diese Störung erlaube," sprach er. sich nach allen Seiten hin verneigend, ״aber der Herr Doktor hatte die (Miitf —״ ״Es bedarf Ihrerseits keiner Entschuldigung," fiel Heinrich ein. indem er ihm die Hand reichte und ihn zum Sitzen ausforderte, ״es ist ja selbstversiändl.ch, daß wie sich nüu^ .tüchiicht vUii Ihrem Vuier sehnen, und freut es mich aufrichtig, Ihnen in dieser Bezieh,>ng Gutes Mitteilen zu können." ״Sie haben meinen Vater gesprochen?" ״In Gegenwart des Untersuchungsrichters, und ich kann Sie versichern, Ihr Vater sieht weit frischer und heiterer in die Zukunft, als Sie und Ihr Snkel." ״Mas hat mein Vater gesagt?" fragte Adolf gepreßt. Was Ihr Vater gesagt hat, als ich ihm Ihren Entschluß mitgeteilt habe, das werde ich in meinem ganzen Leben nicht vergessen," erwiderte Heinrich. Auch seine Stimme war für einen Moment belegt, er mußte sich räuspern, dann sprach er rasch weiter: ״Gott sei Dank! hat er gesagt. Gott sei Dank! und dabei sind ihm die Hellen Tränen aus den Augen gestürzt. Es waren Freudentränrn, sein Gesicht war l. Februar l!H>»i. wie verklärt. Und dann hat er mir beide Hände gedrückt und wiederholt gesagt: Wie kann ich Ihnen danken! hätten Sie mir jetzt mitgeteilt, daß ich frei bin, ich hätte mich sicherlich auch gefreut, aber doch nickt in diesem Maße. Und wenn ich noch Jahre hier bleiben müßte, selbst wenn ich das Sonnenlicht nie mehr sehen würde, ich würde mich nicht beklagen, son dern den Tag segnen, der meinen Sohn zur Einsicht egbracht hat. — Das sagen Sie meinem Sobne — meinem lieben, lieben Sohne.".— Alle Anwesenden waren ergriffen, Efraim Weißköpf drückte dir Hand seines Neffen, in besten iveit geöffnetem Auge sich eine Träne sammelte; er hätte gern noch Einiges gefragt, doch die Sprache versagte ihm. Heinrich erriet jedoch die Fragen, die ihm auf der Zunge schwebten. ״Ueber die Stimmung Ihres Vaters brauckzeu Sie sich demnach durchaus keine Sorge zu machen, aber auch für seine körperliche Gesundheit brauchen Sie nicht zu fürchten. Ich habe die Zusicherung erhalten, daß ihm morgen ein gesundes, luftiges Zimmer angeiviesen wird, mit der Aussicht ins Freie, außerdem - ich habe bereits Ihrem Onkel gesagt, in welcher Weise — können Sie ihm täglich Essen schicken. Wasche, Bücher etc." Adolf flüsterte einige kaum vernehmbare Dantes- Worte, ihm war, als müfle er noch vieles fragen, aber der Hals war ihm wie zugeschnürt, außerdem glaubte er, die Familie nicht länger belästigen zu dürfen. Achtungsvoll grüßend entfernte er sich. Emmi blickte ihm mitleidig nach. ״Armer Schelm." sagte sie. ״es hat ihn hart getroffen. Aber sein Vater muß ein in Wirklichkeit ausgezeichneter Mann sein, sein Verhalten hat sicherlich auch auf den anwesenden Untersuchungsrichter den günstigstcn *יי“•"׳“ av*״״w/‘• Heinrich erwiderte nichts, er drückte verstohlen ihre Hand, indem er einen bezeichnenden Blick auf den ihm gegenüber sitzenden älteren Weißkopf warf. Betroffen hielt sie inne. ״Ich dächte, nor lönnten zu Tische gehen." sagte der Hausherr aufstehrnd. ״Bin ganz Deiner Ansicht." stimmte Irma zu, in dem sie seinem Beispiele folgte, ״und ich bitte unsere geehrten Gäste, sich zu waschen." (Fortsetzung folgt.) Auflösung öks Rälskls in Ar. 4 בן בג בג ׳בן הא הא Nichtige Lösungen sandten ein: (5. S. in Frankfurt a. BI., המבשר in Naichkow Für erd Inseratente,t tft Bit :WrBaftion uickr verantwortlich; insbesondere ist eS ausschließlich Lache der Leser, die im Jaferatenteil enthaltene« Empfehlungen ritueller WaM oder sonstige Angaben religionsgesetzliche« Charakters auf ihre Zuverlässigkeit zu prilse«. )Itnlisa gMI. jung» Dame CNu«(änb«rm), dl» sich zn Studienzwecken vier »ufbält, *urht Heaalon in!einer, streng grsetzeStrkner Eam. m ftronksurt a. M. z.nert. unter A. Z. 1114 nn <4.126 fcaal»n»«tn * «»״er Eranklurt ain Main. W» (nAMn Haut• mann, mit gutem Engro«>iK»lch. und 20 Mille srlbst erworbene»! Peemögen »äascht »r,h«»»r« betrat. C זי. unt 74<< .יי an HaateaAtta *»•«(ft » «״ ffranf'Mrt a.M, ג•». «•»bmaAui. :tt Jabre Einheirat •»*t »eine» «»schal«!u taultn werten erdeten unter V. V. 110.% an Haattabrta * Vaaltr « «.. AranOurt 0. M (418:1 Jsr. junger Mann. 12?eil. Kader eine«südIvaniIchenEcvortdanke« such« passend» (4183 Partie. Mitgist M. 20.000 erwünscht und notwendig in SUdspanien »u wohnen. Seriös» Anrrdtetungen mit Vhvtvgravbi, unter « «I»» an «»*•II «»ff« «Bin (431(1 Reelles Hei ratsgesuch. Tuchtiger «.uifmann in der Schweiz. 40 Jabre alt. mit nachweiSbar sedr vro«vertrendem Geschälte und selbsterworbenem Ver»w«en, Inch« ein» Veden«- gckabrtin. Alter der Dam» '28—5׳ Jabre. bäu»11ch erzogen, wigenschastlich gebildet u. musikalisch. Witwe mit einem K,»de nicht auSgeschlcssen. Beanipruchre Mttgikt M. 15—20,000. Rur ernftgemeinte Anträqe von (Titern ob. Perwandten mit Pdokogtaphie unter Schweiz 9 z. 129# an Haastattrtn * Va«Uc siranksurt am Main. (41:12 Prima MasllliittWlizztll IN bekannt. Güte. 10 St. aui׳« Pfd. gebend, emps. die Mazzenda.kerei Hirsch Flörciheti». «eerltal, Probesendungen tn 5 ». lO Pid.- Paketen. Agenten und Wiederverlaus, verlang. Lvezial-Prei«- listen «»§»», ertrsl» Oe, Ohr». Praalaztat - «tadvinr» Heer 11 Bam»»rg«t ln Hanau [1318־ Ilmständedaiber 1'0U ein nachwe>«l!ch gutgekende«, unter Aussicht de« Hamburger Lder-Rabbinat» stehende« [4174 Mitch«, Butter- und Gier-Geschäft verlaust werde», «»nlante »«. »ta«aa«. k ff, un». J. 9170 an Velar •t♦»»« Hamburg. Ä»m Eintritt per l. März, evtl, krüher. lachen wir sür die Lpezial-Abteilnug Tomenu. Stiuderkonfektiou ansree« Maausaktar- «. Di o»twarrn.Hause« eine hervorragend t Vd1*kärtfo1*1tt m* « »f «•/) von guter Sigur. Die Stellung ist gut salaitiert. angenehm und daucend, Lserten mit Bild und Eebalt«-A11sprüche bei völlig sreier Station im Hause nebst Samilienanschiuß an K. Orstreichrr!öiihnr, :.'schaffenturg, Eeב^a.:n-:rLt:rבב_a.cגד-פבL:rב.g'I Bewerbungen um die diesjährige Prädendc aus der llsewaiui'svdsn Brantstiftnag tabii'v und bis längstens ltl. Dezember dss. I. an den mirnnterzeichnete« Kurator emzuienbe», T!e Gesuche sind zu belege» mit I, eine»! Vachweis über die Vcrwaiiblschaft »>il dem Slisler: 2, einem Nachweis über die stallgefuildcne Per lobung: 1, einem Ieugnis des zuständige» Nabbinais über den reiigivs sittlichen Lebenswandel der Bittstellerin: 4, einem Nachweis über deren Aiederlasstmg in Trutschland, Ungenügend belegte Gesuche bleibe« «nberükksichtigt. Gunzenbausen, den 21. Januar 1900. IMe Kaltnsverwaltunx: Nudols Leeberger, M. Cichbaum, Lehrer Marx, «urater, s4WI Unt», «atttch» »er O>»aaa»>«a.G«««ta»« A4«M-Jlmtl. כשר Heftautrant firnen כיכר ■ ■BLIM C״ •IH-Vt?«»« 11• [148 Hach^ttea. VattOchtettea fallt« »alset» taaa» auhe, »e» Haast W •velM■ « U «wl• n J«4«r T1«NMlt -W«, Lausanne (französische Schweiz). Israelitisches Töchter - Pensionat. Herrliche Ls^c.: Ers'״.■ F«״fe.*s״ren.: rieste Referenzen. Mme. l£»v-H1u1*er. [4;W2!,«ן Onbellcs, Avtnae da L£n11*u, Lansonue ־ כשר« ii»כשר ־ Naumanns Hotek, vor,:ehmstes Restaurant der 2vesidenz Vrvlin HV. 8» Frieürichftrahe 58. I.!1. III. Urrler Aufsicht des 12061 RabbtnatS der Lynagogen-lSemeinde Adaß-Iisroel. QOOOQCQQOSQQQOQOO 1(4. «W, MDimn 11 Jabre alt. dunkelblondschlanke repräsentable Erscheinung, au« erster Familie, aber nnvermögend sacht per bald in einer Fabrik ob. Gtschäst der Maschinen-,elekr. ober ähnlicher Branche, al« Nett»a»«r, «acht,alter, Lagtrtb, n, »tekanD. wo »vent. Einheirat geboten wird. (Lest. D»tail.Off. »nt. H, S#8 V an Haateaftttn * va«t»» Hannoer. Tifkretion verlangt u.zngesichert. 14282[ O0OODQCXXXXX3O00OO stIN'M für alle exlrtlereiule» Leltimge« des Ir• HRd flujlande» besorgt prompt und billigst ßaasenstciti Uogler — ־ Tie liest« itAnoncen-kApedMon. Tr4RU«rt am Malit.

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