Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 47 (1906)
- Issue
- 4 (25.1.1906)
- Date
- 1906-01-25
- Page
- Seite 22 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr I Leite 22 Irr Israelit. 2.V Januar 1906 sich selbst zu überlaffrn. Aber, wie gesagt, das läßt sich nicht für so lang« voraus bestimmen." .In jedem??alle rechne ich darauf, Dich im Sommer einige Wochen bei uns zu sehen, entweder mit oder ohne Heinrich. Gr scheint doch gegenwärtig vollkommen gesund zu sein." .Ob vollkommen gesund, das weiß ich nicht. Ader ich finde ihn auch in den jüngsten Tagen frischer als seit längerer Zeit, vermutlich ist es ihm Wieder einmal gelungen, jemanden von der Taufe zurückzuhalten. Wenn ihm derartiges gelingt, merke ich's sofort an seiner Stimmung." ״Ist ihm dos schon öfters gelungen?" .Von dreimal weiß ich'S sicher, aber ich vermute, es wird schon viermal gewesen sein. Doch da kommen unsere Herren. Max und Heinrich —״ .Aber dort gehen doch drei, wer ist der Dritte?" .Das ist doch unser lieber alter Weißkopf, kennst Du den nicht mehr?" ״Wie sollte ich den nicht kennen! Aber sein l^tesicht war eben von Bäumen verdeckt." (Fortsetzung folgt.) Daß ein strammer Bub ich ward. Ich kein Mädel bin! Trag ein Arbakanfaus drum Zünde Lichtlein an. Und am Simchas Thauroh gar Trag ich eine stsahn! III. Mädchenstolz. שעש:, ברצונו. Nicht so stolz, lieb Brüderlein! Weißt, was Vater sagt: ״Nur wer brav und fleißig ist Dem lieben Gott behagt." — Daß mich Gott als Mädel schuf. Tat er sicher recht. Wenn die Welt voll Buben wär', Wär's gewißlich schlecht! Wische Kinderlieder. 1. D r r Hahn. .דבותן רשביי בינה ״Kikeriki!" kräht stolz der Hakn. .Wachet auf, der Tay bricht an!" Sagt, wie weiß der Hahn das nur. Hat doch sicher keine Uhr? — Gott bat's wunderbar gemacht. Daß er scheidet Tag und Nacht. II. Knabenstolz. ntMfcJk »»*MM Bin ich auch ein kleiner Mann, ^reut sich doch mein Sinn. Aus dem I a r g o 11. I. Wo ne hm ich Armer Mehl Mir Brot zu backen her? Wer wird borgen? Wer wird leihen? Wer wird backen? Wer wird kneten? Der Beutel ist ja leer! Ohn Sorg! Laß alle Not! l?s lebt der l>ebe Gott: (5 r wird borgen, E r wird leihen, G r wird backen, G r wird kneten, Gr schafft Dir Brot im Nu, — Und — Butter noch dazu! II. Ketten und Perlen und goldene Fahn. Moschiach, der Königsohn sitzt oben an. Hält einen Becher in rechter Hand. Spricht einen Segen über das Land. — Wer das erschaute, der weih es fürwahr, Moschiach wird kommen im selbigen Jahr. Kommt er auf Rosten geritten. Haben wir ausgelitten. Kommt er mit großem Gespann, Langen glückliche Zeiten an. Kommt er still gegangen. Werden mir alle nach Zion gelangen. Nachbemerkung der Redaktion. Wir freuen u»-?. unseren Lesern hiermit einige moblgelelnngcne Proben jüdischer »inderlieder bieten zu können, die vielleicht geeignet sind, nock andere begabte »raste zu Versuchen aus dem gleichen Webicto anzuregen. Nicht ebne Grund baden sich in den letzten Jabreu eine Reihe tüchtiger und feinsinniger Pädagogen der Grneu ung mittelalterlicher »inderreime zngewandt, di-e mit ihrer urwüchsige» Anschaulichkeit das künstlerische Ginpsinden in der »indesseele am unmillelbarsien wecken und au denen f׳.d> »»merklich die Begrisiswelt der »leinen weitet und verliest, sollten wir den goldenen Bronn der Poesie nicht auch nh unsere jüdische Erziehung nutzbar mache» können' In je gerade das alltägliche jüdische Lebe» ein schier uner schöpsiicher schätz von Poesie, und samson Raphael Hir׳> hatte wahrlich recht, wenn er einmal das klassische Wort geprägt: ״Gin heiliges Gpos in das Leben des Juden von der Wiege bis zum Grabe." Innerhalb der Bestrebungen zum allmählichen Ausbau einer jüdischen Jugendliteratur sollte die schopiung von »mderliedern darum nicht m »achläisigt werden. — •M Mi W J II I, I I i i i *•*י**%אא ■*^*•*v> •*יא• J ו!!? i i N ־> •W! iyi! p**• *•*M *■ז *p**p• > W . U dm» *W , 1 I «II I •אב תדרשו היטב באבות "נוצא שהם בני "אש צו״יב יגבעית. Hür de« Inseratenteil ist die Redaktion nicht verantwortlich; insbesondere ist es ausschließlich Sache der Leser, die im Inseratenteil enthaltene» (»mvseilnnqen ritueller Waren oder sonstige Angaben religionSgeseyliche« Charakters auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen. Die stell« des lMtsrsun!) rWtkrs. der »altar« sein muh. ist. wenn möglich. zum t. März cr. zu d». letzen. las sabrlich» Gedalt de- ,teilt in «in. Firum von 2IÜO Mk. bei freier Tienftwobnung. die vobt der Nedeneinnahmen wird nicht gaiantirt. Nur Metchaa»- Gehörig« wollen sich um,«»«»» unter Beifügung eine« Leben«- lause« und der Zeugnisi» in «»««eit» melden. Tie Reisekosten werden bi« zu 15. Mk. bet kreier Beronegun» u. Wülinanz rrsetN. vir •chachte» ■i. V^fSieS^r f«n« »•fort »talrete» 14331 Lzornlkau. 10. Jan. Ttr 81וו1ז;ו$'$ווחוזוןזו: Jooet lllrochh.'rr. tif Srlj(if19ie|rtr>, $f[krirr• 18k LltzilhlklslkSk;ft ,um t. «vkil. evtl. I. Mal d^J^zu besetzen. Gehalt 10**• Mk. Rebenrmkoininen ca. 11« 1 Mi. .u frei» Wobnung »n der Sunagoge. Nur Deutsch׳. am lleksten ieminanitisch gebildete lvrwerver. wollen ihre oseugmffe dem ltntrrzeichuetkn einsenden. (1900 Ludwig Lev«, Vorsteher der Israel. Gemeinde *»>»<>» »««»>>»,g tHolsteii». (tzejangl. ged. vorzügl. Kantor ledig, sem. geb. Ledrer seventl. Prediger) t. für sos. •«im•■**• Ct. u. .Aaa»a, an «aattoMnti * »»«,«« «.-«״ Franksnrt a. M (4330) Für die kommende Saison 1v!rd iur »in streng rit. Hotel »in tuchtiger <4330 Itoch zmihl. Liierten n»tt (tzedoltsaiisprüchen unter V. 10,» an *••**■•««■ * S*(U1 M.-G, J‘״“'״•״ a. M. erbeten. Für m. an Samsi. u. Feiert, streng geschio״. Manufaktur. Schuh-. Vortellan-. Glas- und Emailiewaren-Geschält. such« ich bet ireier Station lm vause einen tüchtigen <4:1*21 *er Käufer, der auch gleichzeitig grob» Schaufenster geschmackvoll zu dekoriere» versledt. Lackschristschreiber bevorzugt. Büd nebst ׳sehattsaivvr. sind »u richten an §1לווי!ו •*slrsüli nufr. Bentheim > Hannover 1 ,\up!Hin nriurttt. trit guter Handschrift, welcher da» Speditionswese» im Import von Getreide nuchwrialich durchaus kennt. <4-3lö N. I. Homburger, Aa,t»ruh« Sdeiioaseldu »nde» auch rin Lebrlina v gegen toi. Vergütung Stellung. Ein langer J)äc Vergeh iIfe kann sofort eintreten bei Bäcker- Meister <4344 M. rteiermann, Brot und Feinbäckerei. Biblis. Für eine tauakadrtl (nur Maschinenarbeit) wird »in fleibiger. strebsamer sunger Man,,, möglichst au« der Branche »um baldigen Antritt als '.4287 Reifender s» »•• Offerten mit Eehaltsansprilchen erdeten u. A.Z. 71a an H««s»»Nrt» A «.,Ui » .». Frankfurt a. M. x«tc!xxxx1^xxKlx»xxxxXAXxx!xxx Telegramm-Adresie: Nesop Frankfurt d. M. Telephon Nr. 83. -1־״־ Silberwarenfabrik, ...׳ — Modellier' and Cifeiierwerk|tätten i Lazarus Posen Ww. jFraitftütvf a. IW. 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