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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1836-11-01 · 11/12 (11.1836) · p. [Seite]

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
3 (1836)
Issue
11/12 (11.1836)
Date
1836-11-01
Page
[Seite] (sequence 30)
Language
German
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362 ' l' * zu den AuSerwählten zu gehören, die vor Gott hkntrtten sollten, so wkrd -och der Allgütige die Verirrten wieder aufsuchen, ihr Vergehen der Vergessenheit übergeben und ihren früheren gerechten Wandel nicht unberücksichtigt lasten. Benutzen wir die eben vernommenen, jedenfalls tiefeingehendtn Sprüche zweier unsrer alten Wessen als Fingerzeig, wo die wahre Frömmigkeit, deren Wesen wir jetzt aufzusuchen bemüht sind, nicht zu finden sein wird! — Erstlich ist daS nicht wahre Frömmigkeit, wenn wir zwar gerecht und gut und^wohlwollend handeln, keine unsrer Pflichten gegen Gott und Menschen verabsäumen, aber nur darum, weil eS unL so am vortheilhastesten dünkt oder weil wir zu ängstlich find, die gewohnte Heerstraße zu verlassen, auü Furcht, auf dem Abwege möchte Unheil und Unbequemlichkeit unS erwarten, oder weil wir vernommen haben/die Vernunft lehre tugendhaft zu sein, und weil wir sehen, daß Andere, die in hohem Rufe stehen, auch das Gute thun, oder endlich weil Wie glauben, Gott dadurch einen großen Dienst, zu erzeigen! ,-Gott, der sich die Mühe genommen unS zu erschasten und mit GlückSgütern zu versehen oder wenigstens unö leidliche Nahrung zu bereiten, dem Wüsten wir schon etwazu gefallen thun denken wohl Manche. — Er will eS einmal habennun so wollen wir daS GotteShauS recht fleißig besuchen^ pünktlich Almostn spenden, ob wir^ Andacht und 'Stimmung zum Gebete haben, ob wir die Gaben zweckmäßig vertheilen, waS kümmert daS unS? Genug wir thun l IM, daS wird unS jF otzen Allegut gesthsieben! -^5^ Gagel, Meine Freunde, kann die! wohl wahre Frömmigkeit genannt werden? Vermögen solche oder ähnliche Gesinnungen Wohl dann AuSdauer Lind Beharrlichkeit zu gewähre^ Menn die Uebung drS Guten und Rechten einmal nicht mit UNserm Portheile' übereinstimmt? Wenn unsere Vernunft keinen Auüweg weiß, welche von zwei entgegengesetzten Pflichten der andern Weichen muß? Oder wenn Gott unsere Dienste, die wir ihm darzubringen wähnen, nicht in dem Maße belohn^ wie wir eS erwartet Mten? Auch Kdrach und

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