Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 3 (1836)
- Issue
- 11/12 (11.1836)
- Date
- 1836-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/7166791-7167834-8877365--1286-7168110- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
354 gen viel, gär viel vorhanden sind im Leben nach -uhen, wie dj Kriine und Anlagen zuM Bösen im Innern heS Menschen, welche der Religion sich wie Klippen im Me?re feindlich entgegensteÄsn, und, kommen die tobenden Stürche der Leidenschaften hinzu, wie bald, wie bald ist eS geschehen um da4-Schifflein, menschlicher Verstand, menschlicher Wittes menschliche Frömmigkeit, — wenn es nicht kundig des Weges, wenn esi nicht gesichert und vorbereitet zu solcher. Gefahr. Ohne -Bild, meine Kinder, der Mensch vermag Manches, vermag viel; aber er ist und Meibt immer Mensch, unbeständig, schwach, unzuverlässig, sinnlich: mehr zum Bösen wie zum Guten geneigt, wenn Religion ihn nicht M, stärktund schützt. Ost und öfter müssen die guten Ersätze erneuert und wieder erneuert, oft müssen Geist und sestärkt werden durch heilige Mittel Ihr kennt sie. AMit^ Mäßigkeit, Gebet, Festweihe, Demuth. Beherziget es in bj feierlichen Stunde, daß der am glücklichsten lebt, wer aM jetzigsten zu bereuen hat. Versagt euch Vieles, so wer für voll^mmen, so werdet itz? immer vollkommener werden. >ekd wahrhaft gegen euch selbst, so werdet ihr eS auch jgen Gott^üny Menschen sein. Beherziget es endlich in dieser feierlichen Stünde: wie manchen Jüngling, wie manche Juügfrau haom Leichtsinn und Thorheit, Weltrausch und VergtzügungSsucht und Laster in'S Verderben gestürzt, um Nutzend Ehre gebracht, ihre besten Lebenshlüthen geknickt, sie in'S MHle Grab gesenkt. Henkt dabei an den Kummer der Eltern, ätz die betrübte Famtsie, an die nagende Neue, an die Pein deS zerrissenen Herzens; — erinnert euch oft, daß ^Jugendzeit und Morgenröthe vergänglich sind," wie schnell das Leben dahin eilt, wie kurz und unsicher eS Ust,/wie Tod uns Grab täglich und stündlich unS ereile^ und baß der am besten daran ist, der im Frieden mag z daß des Krankenlagers Schmerz und Leiden UP, vieleleichter werden, je weniger Schuld und Sünde sie erschweret und belasten, daß Jeder doch gern einen gute»» köi nen; ,v - eiden - >