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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1836-11-01 · 11/12 (11.1836) · p. [Seite]

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
3 (1836)
Issue
11/12 (11.1836)
Date
1836-11-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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WWW / v 342 rhrer Ursprache voi^ den neueren Philologen gewann, die nicht die Müde scheuten, alle Semitenstämme zu deren Gunsten auSzubeute^ — alle, nachbiblischen ArKiten^und Werte der Juden, vM welcher Tendenz sie auch seien, blieben unberücksichtigt: höchstenB blichte man in die Commentatorenfülle hinein, und Ln die Schriften, die zur Hermeneutik der Bibel etwas beitragen konnten, obschon Zuch hier man viel öfters mit Namen ünd «Hiiaten piangte, als daH man die Fundgruben wie ordentliche Schächte zu regelmäßiger Ausbeute verwandte. > Die ganze nach biblische -noch mehr die nachtalmupische Literatur, die erstehe eine -weitaufenddreihundertjährige,.: die letztere eine zwölfhundertjäbrige>einunterbrochene, reichhaltigewie keine wurde ignorirt,)theils eben auö Ignoranz, theilS auS angeborner Verachtung alle- Jüdischen, größtentheilö, weil man nicht fähig war, fle zu begreifen, und in der von Judenhaß verttockneten Seele keinen Anklang fand für den Reichthum, kein Auge für den bestaubten Edelstein. Unter allen Gebieder jüdischen Literatur war eö aber wiederum kein an» dereö, daS die größte Verächtlichkeit in den Augen der nichtjüdischen Gelehrten erhielt, qlö daS, welches die Blicke am ehesten auf sich ziehen sollte, — daS poetische. E)ieS geht noch heut zu Tage so weit, daß schon unzählige Juden selbst davon angesteckt sind, und. Mist glauben, am weitesten in der Bildung zu stehen, je weiter sie sich von Allem stellen, waö nationale Bildung ist, und Lheilnahme an ihr veträth. Darin aber offenbart sich die Vorsehung in der menschlichen GeiDSwrlt am meisten, daß sie Alles, . chaS Bedeutung hat für daS gesammte Menschengeschlecht, auS dem ^Gerölle der Zeiten und dem Schutte der Vergessenheit und Verachtung wieder hervorzieht zu seiner Zeit, und jede Mauer heS BorurtheilL und jede Schranke der Leidenschaft untergräbt und zerbricht. „Er hält seine Zusage denen im Staube Entschlafenen" — der Tag der Auferstehung kommt für alles Lebendige, und mag eö vom Alpdrücken vergangener Jahrhunderte noch so sehr beängstet sein. Dtzr Tag aber bricht

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