Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 3 (1836)
- Issue
- 10 (10.1836)
- Date
- 1836-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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313 . > . - .HchoK.- Fassen wir zuerst den Eingang und AuSg^ng des BucheS Ln's Auge, die Einkleidung und,Basis des eigentsichenThemas, das erste und zweite Kap. , so wie das zweiündvierzigste 5tap., vom siebenten Verse an, so § geben uns diese am leichtesten und klarsten an die Hand, was der Sinn, die Quintessenz, der Begriff des ganzen BucheS ist, der, wie ein rother Faden, sich durch alle Reden schlingt ,— Gott ist der Lenker deS menschlichen Lebens, er mischet das Unglück in dasselbe hinein, UM Gelegenheit dem Erden sahne zu geben^, seine Frömmigkeit, sein Gottvertrauen zu entwickeln, zu erhöhen. Somit ist auchMr höhere Zweck des Erdendaseins gewonnen ^Md die Änrrkenntniß, daß da- Leben auf , Erden nich^für sich selbst genug kst, sondern zu einem höhern Ziele führen soll, und daß alles Irdische hierzu nur Mitte! und auS djesem Standpunkte allein zu beurtheilen ist. Eide Anklage Gottes wegen deS irdischen Unglücks fiele hiermit ganz weg, sondern eine zuversichtliche Unterwerfung unter den Willen Gottesder allein von seiner AllweLHktt bestimmt wird, w^re vom Menschen durchaus zu verlangen. Obfchon nun Anklänge und Lehren hierüber schon hinlänglich in den früher» Büchern gegeben waren, so ist es doch nirgendmit solcher Vollständigkeit und Klarheit durch alle Zweifel hindurchgeführt worden, und ist dadurch Hiob zu. einem integrirenden Lheiie der Schrift gemacht, der durchaus nicht entbehrt werden kann. Ueberschauen wir nun die Ausführung dieser Sache selbst, so erscheint Hiob als Repräsentant der Frage: warum läßt Gott in dem furzen) vergänglichen Leben dem Menschen so viel Trübsal zukommen, wenn ek es auch nicht verschuldet, da schon unmittelbar mit demselben wannichfache Leiden verbunden sind? Die drei Freunde aber, als strenge Rigoristen, antworten: Gott ist gerecht, alles Lerden ist Strafe fü^Vergehungendu mußt also dergleichen begmrgen haben. Hierin liegt also die ganze Trostlosigkeit Hiobs, da er