Mannheim
Compact Memory

Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1836-05-01 · 5 (5.1836) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
3 (1836)
Issue
5 (5.1836)
Date
1836-05-01
Page
[Seite] (sequence 22)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
81% known words query
IRI
…/7166791-7167834-8877353--1085-7167920
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

ISS nüchtechen und unkrästigrn Redeweise vermeiden, ich weiß v nicht auf welche Wei/e, zum Schwülste. Aber da- Schwellen der Rede ist, wie dade-Körper-, WM eS leer und bloßer SHein ist/ ein Fehler, und bewrrkt daentgegen- / gesetzte Uebel: denn Nicht-- wie man saK, ist trocknet als ein SVaffersüchtiger. Denn der Schwulst will dieErhabenheit übertr-ffen, da doch die knabenhafte Affectatian der Größe gerade entgegengesetzt istja sogar ein Zeichen einer kleinlichen Ge/le. WaS nennrn wir aber knabenhafte Affectation? DeclamatoMM Au-lprüche, di« wegen Leerheit frostig MSlaüftn E- Mflnken aber in diesen Fehler alle die, welche, indem Ke.eine ausgezeichnete, polirte und MsonderS süß« Rede erzielen, allzusehr schmücken und nachahmen, wollen. Hierzukommt eine andere Art, wenn man zu urMaffender Zeit mit großer Bewegung auftritt. Oft werden diese, wie Trunkene, von ihrer eigenien, declamato- . -ÄKhm..LeidrvschaftlichM Hingerifsen, ohne daß diese die ^'.'.Wrche selbst erzeugt, so daß sie bei den ruhigen Zuhörern .-^Mchen erxegt, da sie^üthen gegen WuthW.^) Die alleinige Ursache hiervon ist die Sucht nach Neuheit. So entstehen die Vorzüge und Mängel der Rede aus denselben / Msachen. Denn wie der Schmusk der Beredsamkeit, die Echabenheit, und hierzu die Änmuth, W Stützen der Rede sind, so bewirken sie auch die entgegengesetzten Mängel. §) Wie im menschlichen LebenMchtS -roßzW, dazu verachten Größe de- Geisteist, als Neichthum, Ehre, Ruhm, Herrschaft- und watz sonst äußern Glanz chaswirdie-mehr, bewundert werden, welche solchebesitzen^Annen, aber wegen Größe de- Geistes eö zu besitzen verHmähen, als die, welche eS besitzen: ^so müssen wir auch hei Schriftwerken danicht achten , wanur scheinbar groß ist, W näherer Prüfung leer ßerftheint. Denn durch die Natur wird unsere Seele durch wahrhaft«.,.tzrhabeN-eit RhoM/ Und währen^ ztüp» 8»?) Kap. S.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.