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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1836-04-01 · 4 (4.1836) · p. [Seite]

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
3 (1836)
Issue
4 (4.1836)
Date
1836-04-01
Page
[Seite] (sequence 24)
Language
German
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. «s-i Mm die Leidenschaft der Vernunft unterwerfen, und ob der Ekneheißistwie der Süden, ber Nndre kalt wie der Nordens die Äugend und da- Gesetz GotttS sollen die Ober, hand behalten. — DaS ist der Streit deS Mnschen. Wolke^ ihr seine Folgen schenS Sehet auf die Verbrecher an Ketten, und auf die Verbrecher ohne Ketten; scher auf die hohlen Wangen des Wüstlings, auf die matten Äugen des Dürftigen! Habt ihr einen Jüngling in seiner Blüthe gekännt, wenige Jahre-, und ihr erkennt sein Schattenbild nicht mehr. Habet ihr eine Jungfrau Ln ihrem Lenze gekannt, WMigeJahre, und die verfallenen Züge erinnern euch kaum an ihre Iugendftische. Der Mensch ist eine Lrhmhürte, ruft Hiob auSr kurze Zeit, und daS Unwetter deS Schicksals hat daS Dach zertrümmert, und der Sturm dwt Leidenschaft hat die Wände eingeworfen! — L)^ln diesm Folgen aber, geliebte Zuhörer, könnt ihr zugleich sehen, wie der Dttuftb seinen Streit streitet, wenn ttMn^Dei» auSstcht. Wie stellt er sich dem Schicksale entgHen, der bloß menschliche Mensch? Entweder er gibt Ach der Verzweiflung Hin z da ihn keine höhere Kraft unterstützt und beserlt, läßt er daS Leben und die Zukunft fahren, und Mt in den Stäub. Oder er weichet der Prüfung, und wird ein Sünder und fällt Ln dm Schmuz; waS dir Kraft nicht vermag, soll die List vollbringen; was daö redliche Streben nicht errang, soll der Trug und Lug gewinne»; waS die Mühe nicht erwirbr, soü die Hinterlist und BoSheitabtrotzen. Wie stttlt er Ach der Leidenschaft entgegen^ der bloß menschliche Mensch? Gar nicht — er wirft Ach in ihrr Arme, er übergibt Ach thr. Laß fahren hin! laß fahren! ruft er, die Sonne geht auf und geht unter, wir wollen die' Stunden gem'eßen por der Nacht! Du hast recht, du Armer, eS ist ,eine Nacht deS Todeö, in dir du dich stürzest, keine Nacht deS Untergangs, aber beS Verdtrben-, keine Nacht der Vernichtung, über der Heilloflgkeit. Du Haft dich dem Strome überlassen, anstatt ent-egenjuschwLmmen wohl,4 du verfinkft dein Leben

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