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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1836-04-01 · 4 (4.1836) · p. [Seite]

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
3 (1836)
Issue
4 (4.1836)
Date
1836-04-01
Page
[Seite] (sequence 23)
Language
German
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f . 125 ' ..— niffe soll rr^bekämpfen, beflegrn oder ihrrers unterliegen. Hier soll er sich bewähren, feine Kräfte prüfen und stärken- und seinen Weg mitten hindurch nehmen. O welch btttern Streit hat er oft da zu erleiden! Ueber den eintn ergehet eine dornenvolle, stürmische Illgekd,/vom Vater- und Mutter- Herzen wird er geschleudert, Mangel und Entbehrung nagen am ihm, Fesseln aller Art sind seinem Streben angelegt— Aber hat er sich durchgekämpft, so erwartet ihn eine ruhige Lebensbahn. Der Andere durchwandert eine fröhliche, seichte Jugend; aber plötzlich geräth der Stürm über iyn, unverv hofft, raubt ihm seine Freuden, zerbricht seine Stütze, daß er daniedersinkt. Den Dritten trifft daü Schicksal erst, wenn sich die Sonne feint- Lebenschon neigt; wenn! fein Rücken schon gekrümmt ist vor Alter,' lagert sich dir rechte Bürde auf ihn, sein Abend ist wolkig und trübe, er lebt sein graue- Haupt mit Kummer in die Gruft. Ähr aber/ihr LeidenS- Wlden, ihr, die ihr unter hartem Drucke geboren und groß geworden, aG deren Schritte durch da- Lanze Leben sich Schmerz und Trauer, Bedrängniß und Leidtn geheftetderen ganzer Tag voll Sturm und Regen war, daß die Wolken lmmer wiedertehrten nach dem Regen, die die Sontte de- Glücks, der Freuden r^ie, oder nur in wenigen Augenblicken sahenwie werdet ihr erst sprechen von dem Schicksale, wenn ihr eure Stimme erhebet, von dem Streite, den ihr zu bestehen hattet? — DaS zweite Strertelement ist die Leide,nscha ft. Diese, mit der Stunde de- Werdenin den Menschen hineingelegt, erwacht mit ihm und wird groß mit ihm. Schon da- Kind begehrt mit Leidenschaft da-, was ebedarf, seine Thränen sind Zeugen deß. Auch hier sind die Einzelnen verschieden begabt. Durch die Adern de- Einen rollt eö sieberisch, in dem Andern ist Mäßigung und Kälte; /der Eine ist leidenschaftlich nach Besitz und Eigxnthrim, der Andre nach Genuß, und Wollust, der Dritte nach Ehre und Glanz , den Einen imzehrt der Neid, in dem An» dem braust die Rache, den Dritten geißelt Unfriede und Zwietracht. Alle ahrrsollerrdke Leidenschaft bekämpfen, alle

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