Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 3 (1836)
- Issue
- 2 (2.1836)
- Date
- 1836-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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*-«« . . '' . V i ' '- k''" , -' -A.- .L2 Nach diesen allgemeinen Bemerkungen kommen wir zu der eigentlichen Einrichtung undWethüde des Confirmationsunterrichtes. Der allgemeine Gründsah muß beim Confirmationsunterrichte festgehalten werden, daß er nicht bloß Vorbereitung zum Actus, sondern auch selbst vollständiger Unterricht im umfassenden Religionssysteme sein muß. Der äonfirmationsunterr/cht muß daher viel mehr enthalten^ als im Actus vorkommt. Die im Actus selbst vorzulegenden Fragen und zu erwartenden Antworten müssen nur ein Auszüg aus den Diktaten des ConfirmationSunterrichteS, unv^ diese Diktate wiederum nur der Stoff zu weitläufigen Erörterungen und Belehrungen sein. Während z B. der za dictirende Leitfaden in den Confirryationen des Schreibers dieses gewöhnlich 120—-130 Fragen.und Antworten enthalt, kommen im ActÄs selbst ungefähr 45 zur Sprache, von denen mehrere noch gbgekürzt werden. Der Confirmationsunterricht dauert vom Isten November bis zum Sabbath nach Ächwuoth, in dm ersten Monaten drei, m den letzten vier Stunden wöchentlich, so daß zu jenen 120 -7-130 Fragen an 90 Stunden verwendet werden, die übrigen auf Repetitionen und Bibellesen zu rechnen. Die, Unterrichtüart selbst ist theilS sokra tisch, thetlS vortragend. Die erstere ist nothwendig,, zur eigenen Entwicklung von innen heraus, die letztere, *um die durch die erstere zerstreueten und vereinzelten Gedankenstrahlen zu sammeln, zu verbinden, und mit höherem Feuer zu übergießen. Um daher jene desto wirksamer zu macWü, so muß selbst öqs Diktat nicht vorangehen, sondern der Lehrer, den Gegenstand der Frage herbei bringend, die Confirmanden zureigenen Beantwortung derselben führen. Sobald die eigentliche Antwort ftstgestrllt worden, so muß er sich in dieConsequenzen, in die Folgen und Schlüffe der Antwort versenken, Muß in alle. Gründe und Beweist derselben eingehen, und^lachdem diese erschöpft worden, einen gemüthlichen und zusammenhängenden Vortrag darüber geben, der t^ils die fr