Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 3 (1836)
- Issue
- 2 (2.1836)
- Date
- 1836-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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befindliche Widerspruch "gegen deS Verfassers eigene Meinung S. 87 hinsichtlich der Stelle Jesaiaö 44,28. u. 45-1. Mach' einer Skizzirung der weiteren Schicksale deS israelitischen Volks von HM- bis zum Exil (wobei tt^ur auffällt, daß S. 91 daS vom Oberpriester HilkiaS gefundene Exemplar deS Gesetzbuchs ganz Mlsellos für das Autograph MofiS angenommen ist; sollte der nur 2 Chron. 34, 14., nicht aber 2 Könige 22 befindliche Zusatz wo 7l'2 eine solche Annahme wirklich nothwendig machen? Eichhorn Einleitung in'S A. Testament 2r Theil Aus^1787 S. 230, zweifelt schon daran) kömmt Vers, auf Habakuk, schildert mit wenigen, kräftigen Worten den Genius dieses gottbrgeisterten Dichters und schließt dann daS Werkchey mit Betrachtungen über Jeremiaö, Ezechiel und Daniel, denen einige gemüthvolle Worte über den armseligen Zug der Juden nach Jerusalem unter Serpbabel, im Verhält* niffe zu dem früheren Glanze dieses Volkes, beigefügt sind. „Die Kolonie, welche nach dem Lande der Väter zog, belief sich auf ungefähr 50,000. Welcher Unterschied zwischen ihm und jenem Zuge unter MoseS! Wie ein schöner Morgen gingen damals die Verheißungen ihres Gottes vor ihnen aus, und der Fesseln entladen, strebten sie der Freiheit entgegen; jetzt gab ihnen einzig ^ie Dienstbarkeit einiges Glück, und auch die glorreichsten Verheißungen der Propheten waren selbst für den gläubigsten Patrioten nur wie ein Abendroth, welches über verheerten Gefilden und Trümmern und Gräbern glänzt, und sehr ungewiß dem Wandrer einen heitern Tag verspricht." Jeder denkende und gefühlvolle Israelit stimmt gewiß Ln die nun folgenden Schlußworte deö Verfassers r „Demnach war dieser Zug ein rührendes, kräftiges Schauspiel. ES ist groß von dem Menschen, weny er trotz jedem Schicksale seine Wahrheit festhält, und iMm alle Denkmale von seinen und der Väter Händen verwittern und als Asche verwehet werden, seinen Gefühlen und Gedanken Unvergäng. Meis gibt." - /