Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 3 (1836)
- Issue
- 1.1836
- Date
- 1836-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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mein angenommen wortz^ist, -er ActuS nicht in einst -logen Vorlegung wesentlichen ^Fragen, die mit Ja oder Nein beantwortet werden, besteht, sondern in der Durchführung eines vollständigen Religionssystems, mit ausführlichen und ausgearbeiteten Antworten in Begleitung von Bibelverstn. Hierdurch ist an vielen Orten, wie ich eS aus Erfahrung weiß, der Uebelstand hervorgegangen, daß, auS Trägheit oder Unzulänglichkeit der Religionslehrer, ein dictirter und mechanisch auswendig gelernter Religionsleitfaden, gewöhnlich ein Auszug auS dem Joelson'schen Werke, eben so mechanisch abgefragt und beantwortet wird. Hierdurch wird natürlich der Unterricht und die Einweihung selbst alles LebenS und aller höheren Begeisterung beraubt,^ das Ganze fast zu einem Schauspiele erniedrigt, und die tiefste Wirkung natürlich in sich selbst aufgehoben. WaS auf mechanischem Wege dem menschlichen Geiste eingeprägt wird, das wird durch die Zeit so in den Hintergrund der Seele gestellt, daß. eS sich entweder auS dem Gedächtnisse wieder ganz verliert, oder doch wenigstens auf die Seele und ihre Proceffe keinen lebendigen Einfluß übt. Berständigen'wir uns zuvor über die Basis alle- Rell, gionüunterrichteS, und über den Weg, auf welchem den Wahrheiten der Religion überhaupt Herrschaft über den Menschsichen Geist gegeben wird. X Die Religion begründet sich im Menschen auf den ganzen Menschen. Nicht eine einzelne Seite, nicht eine einzelne Kraft deS menschlichen Geistes nimmt sie in Anspruch, sondern alle Seiten und Kräfte. Die Gemüthöwelt muß sie einrreHmen und erfüllen, und die Verstandeswelt überzeugen. Daher muß die Religion den Weg durch beide Reiche und Regionen nehmen;^urid da nun die kindliche unbX jugendliche Seele den Regubgen d-s Gemüthes näher und offener steht, als den Bestrebungen des Verstandes; da Namentlich daö Alter deS Confirmanden gerade dasjenige ist, Mwelchem mit der Frische und Lebendigkeit der Gefühle sich