Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 3 (1836)
- Issue
- 1.1836
- Date
- 1836-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Geschöpfe. An die Stelle deleeren,' hohlen Nichtstellte er auf ewige Säulen seine Schöpfung hin, -er Strom des LebenS ging auS von ihm und brachte unendliche Wesen hervor, die alle ihres Daseins sich freuen und zur Freude deS Daseins>geschaffen sind. Von dem Wurme bis zum Engel hinauf, die unendliche Wesenkette, ist Alleseiner Hände Werk; die Wolken sein Gespann, Winde seine Boten, F^uerflammen seine Diener. (Ps.) Alsa stehet hinter dtr sinnlichen Welt der Schöpfer und Erhalter! Ist eS nicht diese Lampe, meine Freunde, die uns daS ganze Weltall erleuchtet und Aar macht? Nun sehen wir daS ganze Getriebe ein, die Kraft, welche die. zahllosen Räder in Bewegung setzt und die Maschine in ewigem, unabänderlichem Gange erhält. — Die zweite Lampe zur Rechten: Der Ewige ist ein laAgmüthiger Gott, barmherzig und gnädig, der Sünden vergibt und Missethat verzeiht, der abek Nichts ungeahndet* hingehen läßt (2 B. Mos. 34, .6.7.). Gerechtigkeit und Barmherzigkeit GotteS! Welche große und tröstende Lehre zugleich. Wir Echenkiyder,, deren Tage flüchtig sinh und wenige, deren Geister gefangen sind in dem Staubgewande, ln den Banden der Sinne und Sinnlichkeit, uyser Thun ayd Treiben ist nicht unbeachtet und unberücksichtigt. DaS Wesen da droben wstrdigt unS, auf unS herabzäblicken, unsere Handlungen wahrzunehmen, zu beurtheilen, zu lohnen, zu strafen, iver, vor dessen Blick Welten rollen wie Sanddörner, er blickt auch auf den Wandel deö Menschen, ob er gerade ist. Ein Auge ist über unS wach, daS selbst unsere Gedanken liefet. Eine Hand ist über unS auögestrtckt, die unS züchtigt, wie ein Vater seinen Sohn züchtigt (5 B. Mos.). Und diese Hgnd istxgerecht; da gilt kein Ansehn der Person, nicht deS Reichen und nicht deS Armen, nicht deS Glücklichen upd nicht deö Unglücklichen. Eine jede That gebiert ihre Folgen, die gute die guten, die böse die« böseä. Dann aber, wenn wir die Folgen unfter Handlungen erlitten haben, ivenn die Sünde shte Schmerzen, daS §