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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1835-12-01 · 12 (12.1835) · p. Seite 440

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
2 (1835)
Issue
12 (12.1835)
Date
1835-12-01
Page
Seite 440 (sequence 28)
Language
German
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'.V ' / - - . ' V > ' ' ' > M daS/Leben der Erde zum Abschiede. Da müssen wir sagen, wie der fromme Isaak in der heutigen Sedräh: nsn S^iehe, /ch bin alt geworden, 'Nlv O1> 'NZN" ich kenrre nicht den Tag meines Todes. Aber lasset uns hierüber nicht Gratn empfinden. Der Herr sendet in. Wort, und eS schmilzt, er lässt seine Winde / - wehen, und eS t.hauet auf. Birgt nicht gerade der Winter im Schöosse der Erde die junge Sacht für das künftige Jahr? Deckt er nicht gerade sein Schneetuch über dieselbe, dass sie-unter diesem keime und wachse zu. neuer Ernte? * DieS lasset uns bedenken. Im Schooße des GreisenalterS ist di; Saat verborgen für das jenseitige Leben; die zarten, jungen Sprossen für die Ernte des Himmels. Das weiße Haar des Greises bedeckt die Keime« der Ewigkeit^ und wenn die Fröhlichkeit der Jugend un^ die Kraft des Mannes geschwunden find, so besitzt das Alter Nath und Verstand, , Ernst und Weisheit, die Leidenschaften schweigen, die.Lüste und Begierden find gefesselt, dke Erde hat ihre Reize verloren, und der Gedanke des Jenseits wohnet und wächset in der Brust des wahrhaften Greises, der am Leben gereift und gealtert. Und so ist denn der Tod nur das Wort des Herrn, vor dem derSchnee der Erde schmilzt, nur der Hauch des Ewigen, vor dem das Eis deS Winters aufthauet! Amen. 4 So habe ich dir, geliebte Gemeinde, vorgeführt daS Bild der Jahreszeit, der wir jetzt entgegen gehen, ja, die wir zum Theil schon haben. Es ist Alles Werk des Herrn über Guten und Bösen. ES kommt und «gehet. Aber da wir schon gekommen sind, und nächstens auch gehen werden, so müssen wir immer mehr lernen, wie Alles kommt und wie Alles geht. Das Höchste im Menschen ist eS , dass er Alles steht mit Bewusstsein, und nichts vorübergehen lässt, ohne seine eigenen Gedanken dabei zu haben und zu sammeln. Dies istder Vorzug desMenschen, d^n uns der Herr verliehen, uyd x den er Ln uns erkräftige. — Amen.

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