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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1835-12-01 · 12 (12.1835) · p. Seite 438

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
2 (1835)
Issue
12 (12.1835)
Date
1835-12-01
Page
Seite 438 (sequence 26)
Language
German
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4^. 438 zu flüchten, da zu arbeiten, und unsere ferner» Gang zu bedenken, und die Gedanken unserer Religion zu bedenken, und ünS einzuspinnen in l^re Welt, .und ihre Bücher zur Hand zu nehmen,, wahrend deö Winters Israels — bis ein neuer Frühling kommt.' DieS ist daö zweite Echo der Natur auf daö Wort der heil. Schrift. irr. Der Winter, meine Lieben, weiset drittens den Menschen zum Menschen. Die Natur gibt ihm keine Freuden mehr, so flüchtet der Mensch zum Menschen. Der Sommer entführet die Menschen dahin und dorthin, er hält den Menschen an seinem Werke fest, bis spät am Abend, daß dieser dann sein Lager, oder höchstens einen Gang inö Freie sucht. Der Winter aber führet die Menschen zusammen, nach kurzem Tagewerk in den schönen langen Abenden! Da. versammeln und vereinigen sich Nachbaren und Freunde zu sinniger Unterhaltung, zu Scherz und Spiel und allen unschuldigen Freuden der,Geselligkeit. Den Trieb hierzu füh- ^>^letein jeder Mensch, wenn auch nur von Zeit zu Zeit. Wehe dem Menschen, der seine Erdenbrüder fliehet, dessen Herz von mürrischer Einsamkeitslust oder gar Haß erfüllt d ist, sein eigennütziges Gemüth kennet den Genuß der Freundschaft und Liebe nicht. Befehlen unsere Weisen doch schon r k < verschaffe dir einen Freund; und: Empfange ' jeglichen Menschen mit freundlichem Angesichte. Die Ausübung dieser Vorschriften erheitert sich, und Andern daö Leben, und wacht daö Herz fähig, immer reiner und edler zu werden. Aber noch von einer andern Seite, meine Freunde, weiset der. Winter den Menschen an den Menschen. Der Win- . ter ist die^eit der Noth für die Armen, dke drückendste Zeit. Dg sind alle Bedürfnisse umö Doppelte erhöht, der Mensch bedarf warmer Kleidung, Feuerungswarmer Nahrung, Hund wHrend der Sommer tausend Erwerbsquellen eröffnet, ' verstopfet der Winter viele derselben. Darum rufet mehr penn alle Jahreszeiten der Winter nnö zur Kleide den

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