Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 12 (12.1835)
- Date
- 1835-12-01
- Page
- Seite 434 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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MM» WWW!W 434 > . >>, .'7 . 1 Die heilige Schrift soll uns ein Wort sagen, und das Wort wollen wir Hineinrufen in die Natur, die uns jetzt umgibtMund diese soll uns das Wort vierfach zurückgeben, als ein vierfaches Echo verstärkt und verdeutlicht. Dieses Worv der heiligen Schrift holen wir unS auö dem 147sten Psalche, B. 16—18: er da Wchnee bringt wie Wollenflocken, Rei^f auSffreuFt wie Asche; der sein Eis wirft in Schollen, vor seinem Frostd, wer kann bestehen? nn sendet er sein Wort — es schmilzt; läßt ine Winde wehen — ed thau et auf. » In einem der Abschnitte, meine Freunde, den wir vor Kurzem gehört, spricht der Herr daS Wort aus: fürder asle Tage der Erde soll Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht nichö aufhören. (1 B. M. K.8. V. 22.) Warum, andächtige Zuhörer, Frost und Hitze, Sommer M>d Winter, Tag und Nacht? Warum, fragen wir, konnte nicht ein ewiger Sommer, ein ewiger Tag, eine ewige Wärme auf der Erde stehen? Alles was irdisch ist) Waffen wir uns antworten, sollte und mußte einem ewigen Wechsel unterworsen sein, in einem ewigen Kreisläufe sich herumbrrvegen; und weny nun der Herr seinen Schnee bringt nie Wölldnftocken, seinen Reif auSstteuet wie'Asche, sein l^iS wldst^ in Schollen, so weiset uns am Meißen und zuerst der Winter auf den Wechsel der irdischen Dinge. Nach Mm Frühling kommt der Sdmmer, nach diesem der Herbs^ganz allmälig; man möchte fast sagen, Yerangeschlichen. Man kann ihre Grenzlinien nicht ftststecken. ^>as Blatt wird.Knospt, diese Blüthe, diese Frucht und iese reif, so langsam, man weiß nicht wie? Aber der "Vinter komryt plötzlich. Wenn der Mensch früh sein!aget verläßt, und stößt die Läden seinem Wohnung üuf, »nd siehe! ein Sturmwind hat in einer Nacht den Baum kahl gelesen, der Frost in einer Nacht die Erde mit Eis>